Dienstag, 27. Mai 2014

Rezension: Caroline G. Brinkmann - Kobrin - die schwarzen Türme

Kobrin - Die schwarzen Türme

Klappenbroschur: 432 Seiten
Preis: 14,95 EUR
EBook: 4,99 EUR
ISBN: 978-3-944544-55-7
Reihe: Herren des Waldes 1
Erscheinungstermin: 03/2014

Inhalt:
Kobrin ist eine Elfe, die keine magische Fähigkeiten besitzt und darunter sehr leidet. Sie wird von ihren Mitschülern gehänselt und fühlt sich sehr allein. Doch dann kommen ihre Cousine und ihr Cousin zu Besuch. Die Beiden stört es gar nicht das sie nicht magisch ist, aber das echte Abenteuer beginnt erst denn eine alte Frau übergibt Kobrin ein seltsames Säckchen. Ab dem Augenblick tritt nicht nur die Magie in ihr Leben sondern auch ein außergewöhnliches Schicksal. Mit diesem Schicksal verwoben scheint auch Daidalon zu sein. Er ist ein Zauberer und von den Menschen beauftragt worden, der Bedrohung, der Nox auf die Spur zu kommen. Doch die Nox allein sind nicht sein einziges Problem sondern er selbst, wird gar am gefälligsten für ihn. Folgt Kobrin und Daidalon in die Wälder und taucht hinab in eine ganz andere Welt.

Meinung:
Dieses Buch ist erstklassige Fantasy! 
Ab dem Augenblick, in dem man die ersten Sätze liest, versinkt man in eine neue Welt. Ich hab es bisher selten erlebt das mich eine Welt so schnell in ihren Bann gezogen hat. Es wirkte alles so natürlich und nicht aufgesetzt, einfach durchdacht. Zu keiner Zeit hatte ich den Eindruck das es konstruiert wäre sondern im Gegenteil, es war als würde dieses Reich existieren. Dass ist der Autorin nicht nur durch ihre wunderbaren Beschreibungen gelungen sondern auch durch die verschiedenen und komplexen Charaktere.
Kobrin, der Name ist alles andere als gewöhnlich und dennoch habe ich mich daran so schnell gewöhnt das ich mich frage warum jemand nicht so heißen sollte. So erging es mir mit all den Namen. Keiner ist auf den ersten Augenblick normal aber sie passen in die Welt und zu ihren Trägern.
Kobrin ist für mich die unausgesprochene Hauptperson dieses Buches gewesen obwohl es aus ihrer und Daidalons Sicht geschildert ist. Und ich muss gestehen, das diese Elfe mir wirklich ans Herz gewachsen ist. Sie ist nicht die Heldin, die man erwartet aber das ist auch einer der Punkte, die sie so liebenswert machen. Eigentlich ist Kobrin mit der ganzen Situation komplett überfordert. Sie hat es bisher nicht leicht gehabt und schon viel zu viele Personen verloren, die ihr wichtig waren. Sie ist nicht stark aber auf ihren Schultern ruht das Schicksal der Welt. Ihr ist es bestimmt den Auserwählten zu finden, der diese Welt retten kann. Und vielleicht finde sie so auch sich selbst. Dabei bekommt sie unerwartet Hilfe. Zuerst von ihrem vermeindlichen Haustier, dem Frosch Wessel. Ob er wirklich eine Hilfe ist oder ein Plagegeist, darüber lässt sich streiten. ;) Dann trifft sie auf die Schlangenprinzessin Bluma, die die Stärke besitzt, die ihr fehlt. Bluma ist wohl das was man sich eher unter einer Heldin vorstellt. Sie hat eine sehr ruppige Art und kann dann auch überraschend sanft sein. Für mich war sie diejenige die Kobrin immer auf den Boden der Tatsachen geholt hat, sie darauf Aufmerksam gemacht hat, was wirklich wichtig ist. Später gesellt sich dann auch noch der Wolfsjunge Freki zu ihnen und er gibt Kobrin auf eine ganz andere Art halt. Er hat ein unschätzbares Einfühlungsvermögen und eine Loyalität, die keine Grenzen kennt. Und zusammen versuchen sie ihre Welt von der Nox zu retten.
Daidalon spielt eine Rolle, die für mich nicht wirklich klar geworden ist und wirklich sympathisch ist er mir auch nicht geworden. Er war für mich eines der größten Rätsel aber ich denke das er ein klareres Bild im nächsten Teil ergeben wird.
Obwohl an sich die Geschichte noch nicht soweit voran geschritten ist, hat man auf eindrucksvolle Weise nicht nur die Welt sondern auch die verschiedenen Charaktere kennen lerne dürfen. Dieses Buch ist ein klarer Anfang. Doch so wie Kobrin ihren Weg gefunden hat, so habe ich auch einen Weg in diese Welt entdeckt. Mit viel Herzblut wurde diese geschaffen und es sind die kleinen Details, die mich nicht loslassen. Einmal "Fang das Einhorn" spielen! Ich möchte jetzt schon zurück nach Immerblau und kann es gar nicht erwarten das es weiter geht.
So sollte Fantasy sein - einfach phantastisch!

Über die Autorin:
Caroline G. Brinkmann studiert Medizin und widmet sich gleichzeitig dem Schreiben. Bei einem Waldspaziergang vor vielen Jahren entstand das fantastische Lichtbaumreich Argorn und verschwand seitdem nicht mehr aus ihrem Kopf. Während ihres Studiums, reiste sie erneut nach Argorn und es entstand der Fantasyroman "Kobrin", der erste Teil der Sage um die "Herren des Waldes". Seitdem gehört das Schreiben zu einem festen Bestandteil in ihrem Leben .
Caroline Brinkmann ist Mitbegründerin des Tintenfeder-Autorenportals, das junge Autoren über die Verlagsbranche aufklärt.
Wenn sie nicht gerade mit Studieren oder Schreiben beschäftigt ist, macht sie die Nachbarn durch lautes Singen unter der Dusche oder ausufernden Spielabende auf sich aufmerksam. Man trifft sie regelmäßig auf Buchmessen an und überall dort wo es Kaffee gibt. Sie ist stolze Besitzerin eines Teleskops, einer Hängematte und einem Aufzucht-Set für Urzeitkrebse.
Ein ganz liebes Dankeschön an den Papierverzierer Verlag und an Lovelybooks für das Rezensionsexemplar!!!!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen