Mittwoch, 22. April 2015

Rezension: Sebastian Fitzek – Passagier 23


Passagier 23

Verlag: Droemer
Hardcover: 425 Seiten
Preis: 19,99 EUR
Ebook: 14,99 EUR
Genre: Psychothriller
ISBN: 978-3-426-19919-0
Erscheinungstermin: 10/2014


Inhalt:
Sultan of the sea, ein Kreuzfahrtschiff das ungeahnte Gefahren birgt. Martin Schwartz hat auf diesem Schiff seine Frau und seinen Sohn verloren und geschworen nie zurück zu kehren. Doch ein Anruf bringt ihn dazu das Schiff zu betreten und dem Verschwinden mehrerer Personen auf den Grund zu gehen. Treibt etwa ein Mörder sein Unwesen auf dem Schiff?

Meinung:

Das Auge liest mit und bei diesem Cover und Titel, wird einem schon der erste Gang serviert! Bei dem Cover weiß man schon das Sebastian Fitzek uns dieses Mal auf ein Schiff entführt. Es wird ein kleiner Blick durchs Bullauge gewährt und man fragt sich was der Autor für einen bereithält. Und der Titel ist einfach nur geheimnisvoll. Man weiß nicht worauf man sich einlässt aber bei Sebastian Fitzek kann man davon ausgehen das es spannend wird.
Tja und schon die ersten Sätze bestätigen genau diese Hoffnung. Man wird wie so oft ins Geschehen geworfen und die erste Gänsehaut kriecht über die Haut. Doch bevor man überhaupt darüber nachdenken kann, wechselt die Szenerie. Man lernt das erste Mal Martin Schwartz kennen und auch die Dämonen mit denen er schon so lange lebt. Er wirkt von ihnen gejagt und sie scheinen der Grund zu sein sich in eine waghalsige Situation nach der nächsten zu stürzen. Martin scheint keine Angst vor dem Tod zu haben sondern eher darauf zu warten, zu hoffen das er endlich erlöst wird. Und trotzdem mochte ich Martin von Anfang an. Er wirkt nicht düster, nur lebensmüde. Ihn treiben ganz andere Dinge an und so lebt er regelrecht auf als es neue Erkenntnisse zu seinem Sohn und seiner Frau gibt. Er folgt diesen und muss dafür nicht nur auf das Schiff zurück auf dem die beiden gestorben sind sondern muss auch auf den Kapitän von damals treffen. Doch die Hoffnung dass sein Sohn vielleicht doch noch lebt, die Hoffnung auf Antworten lassen ihn diesen Schritt tun. Ab da jagt ein Ereignis das andere. Man wird von Szene zu Szene geschleudert, die Handlung ist rasant, komplex und verwirrend. Man muss den verschiedenen Personen folgen und versuchen nicht auf dem Schiff verloren zu gehen. Das Buch ist wie ein Irrgarten, ein Labyrinth und hinter jeder Ecke erscheinen neue Fakten. Umso tiefer man in die Geschichte abtaucht, umso weiter wird man in die Irre geführt. Das Buch lässt einen aber auch nicht mehr los. Erst wenn man am Ende ankommt, darf man es verlassen. Und man kann darauf gefasst sein, das nicht so ist wie man es erwartet hat.
Sebastian Fitzek ist mit Passagier 23 ein fulminanter und nervenzerfetzender Psychothriller gelungen. Der Gänsehautfaktor ist nicht messbar und die Spannung nicht zum Aushalten. Geht am besten auch an Bord aber passt auf das ihr nicht auch ein Passagier 23 werdet!

Über den Autor:
Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seine Bücher werden in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Sebastian Fitzek lebt mit seiner Familie in Berlin.
Quelle: Droemer Knaur

Danke an Droemer Knaur für das Rezensionsexemplar!

Mittwoch, 15. April 2015

Lagebericht aus meinem neuen Zuhause


 Hey ihr Leseratten, Büchereulen (oder was ihr auch sonst sein mögt)!

Es ist soweit, ich melde mich jetzt auch mal zu Wort. Meine Eulenhüterin Jen schläft gerade und daher nutze ich

die Gunst der Stunde um euch von mir und meinem neuen Zuhause zu berichten.
Vor genau einem Monat habe ich meine Geschwisterchen verlassen und bin Jen auf der Buchmesse zugeflattert. Seit dem ist eine Menge passiert! Bei Jen ist gerade ganz schön trubelig.



Aber erst einmal das Wichtigste, ich habe mich ja noch gar nicht vorgestellt!!!!
Mein Name ist Lemon.
Jen meinte ihr wäre der Name genauso zugeflattert wie ich selbst. Mir gefällt er jedenfalls. :-)

So viel zu lesen!!!!
Ich bin hier auch in bester Gesellschaft denn Jen liebt Eulen so sehr wie Bücher. Aber natürlich hat sie sehr viel mehr Bücher. Und ich glaube das ich von den vielen Eulen ihr Liebling bin. Sie sitzt mit mir nämlich oft zusammen auf der Couch und liest. Manchmal nimmt sie mich auch mit zur Arbeit in die Bibliothek dann kann ich in noch mehr Büchern stöbern. Natürlich nimmt sie mich auch mit zu Veranstaltung. Heute zum Beispiel waren wir bei der Buchpräsentation von Titus Müller. Aber davon wird Jen euch noch erzählen.

Jedenfalls bin ich sehr glücklich bei ihr gelandet zu sein. Ich winke allen meinen Geschwisterchen und auch meinen Euleneltern.
So aber jetzt ruft auch das Bett.

Eure Lemon!

Dienstag, 14. April 2015

Rezension: David Almond – Der Junge, der mit den Piranhas schwamm



Der Junge, der mit den Piranhas schwamm

Verlag: Ravensburger Buchverlag
Hardcover: 256 Seiten
Preis: 14,99 EUR
Genre: Kinderbuch ; Abenteuer
ISBN: 978-3-473-36872-3
Erscheinungstermin: 12/2013
Ab 9 Jahre

Inhalt:
Stan hat kein leichtes Leben. Nach dem Tod seiner Eltern, lebt er bei seinem Onkel und seiner Tante. Als sein Onkel arbeitslos wird, funktioniert er das Haus um zu einer Fischkonservenfabrik. Dort wird jeden Tag gearbeitet und auch Stan muss jeden Tag mit anpacken. Als an seinem Geburtstag ein Zirkus in die Stadt kommt, verändert das alles. Er verlässt sein Zuhause und sucht das Abenteuer. Die Ursache liegt in ein paar Goldfischen, seinem Onkel und einem DOOF-Beamten…

Meinung:
Das Cover ist einfach genial. Es ist knallig und der Junge sieht einfach lustig aus. Es hält alles bereit um nicht nur neugierig zu machen sondern auch um abenteuerlich auszusehen. Zum Titel brauche ich glaube ich nichts sagen. Genial!
Die Geschichte beginnt und man lernt Stan und die Umstände unter denen er lebt kennen. Es wäre untertrieben zu sagen Stans Leben wäre nicht schön aber dennoch gelingt es dem Autor den Leser zum Schmunzeln zu bringen. Und das ist gar nicht so einfach wenn man bedenkt dass Stan seine Eltern verloren hat und bei seinem Onkel in der Fabrik schuftet. Trotzdem kommt Stan mit einer natürlichen Herzlichkeit und Heiterkeit herüber. Ich muss aber sagen beim Goldfischer -Fiasko (mehr will ich nicht verraten) war ich schockiert und es tat mir im Herzen weh. Der arme Kerl! Da wurde mir ganz anders und ich war einfach nur sprachlos über solch ein Verhalten.
Aber das Leben hat eben auch nicht nur seine schönen Seiten. Das zeigt dieses Buch auf eine ganz beeindruckende Weise ohne dass man den Humor verliert.
Denn zum Lachen bringt dich schon der DOOF-Beamte und er allein wäre schon ein Grund nach dem Buch zu greifen. Da beweist der Autor sein wahres Talent. Ich hab mich kugelig gelacht und mir vorgestellt wie toll das sein muss wenn man diese Szene vorliest. Herrlich! Ich könnte noch immer lachen wenn ich daran denke was für „skandable“ Dinge dort passieren. Der Wortwitz ist einfach genial und wenn man dazu die Illustrationen sieht, kann man erahnen was für eine Geschichte auf einen wartet. Denn obwohl die Dinge nicht so einfach sind erlebt Stan Abenteuer um Abenteuer. Und dabei nimmt er den Leser immer mit. Man kann dabei zu sehen wie Stan sich entwickelt denn es ist auch eine Geschichte über das Erwachsenwerden. Dieses Buch ist einfach ein faszinierendes Erlebnis! Denn hinter all dem steckt auch eine verborgene Wahrheit. Wir alle müssen manchmal in ein Piranhabecken springen und lernen mit ihnen zu schwimmen.
Es ist ein Buch das Mut macht seinen eigenen Träumen zu folgen und stark zu sein. Man kann alles schaffen wenn man nur an sich selbst glaubt. Also greift nach dem Buch und lernt Stan und seine unglaubliche Geschichte kennen.

Über den Autor:
David Almond wurde 1951 in Newcastle, England geboren. In Tyneside ging David Almond zur Schule, später studierte er an den Universitäten von East Anglia und Newcastle. Er arbeitete hauptsächlich als Lehrer in der Primär- und Sekundarstufe, in der Erwachsenenbildung und als Sonderpädagoge, hielt sich aber teilweise auch als Postbeamte, Bauarbeiter, Hotelportier und Bürstenverkäufer über Wasser.
David Almond begann mit Ende zwanzig zu schreiben, zuerst Kurzgeschichten. Sein Traum war es aber immer, Bücher für Kinder zu verfassen. 1998 erschien „Skellig“ und gewann gleich den wichtigsten Kinderbuch-Preis in England, den Whitebread Children’s Book Award. Seitdem gehört er zu den wichtigsten englischsprachigen Kinder- und Jugendbuchautoren und hat über ein Dutzend Romane geschrieben.
2010 erhielt er für sein Werk den Hans-Christian-Andersen-Preis, die wichtigste Auszeichnung für Kinder- und Jugendliteratur. David Almond lebt mit seiner Familie in Northhumberland.
Quelle: Ravensburger Buchverlag