Sonntag, 10. Februar 2019

Freitagsküche: Kastanientörtchen

© Roland Doctor
Hey ihr lieben Naschkatzen,

Roland und ich gehen ja immer gerne auf Entdeckungstour und ich habe einen Bericht zu interessanten Locations in Berlin gelesen in dem das Kastanientörtchen erwähnt wurde.

Was das ist?
Einfach gesagt: Ein Café aber mit einem tollen und innovativen Konzept.
Tja und da Berlin von uns nicht so weit ist, sind wir an einem Samstag da mal schnell hingedüst. Immerhin kann man sowas immer super kombinieren um noch in einem Buchladen oder in unserem Brettspielgeschäft (oder einfach in beiden) stöbern zu gehen. Gesagt getan.


© Roland Doctor
Als wir in der Kastanienallee ankamen, mussten wir einen Moment suchen da wir nicht gelesen hatten das sich der Eingang bei der Stoffdruckerei Eicie befindet aber nach der kurzen Irritation, waren wir auch schon drin.

Wir fühlten uns direkt wohl weil es viel Wärme ausstrahlte.
Es hat einen ganz besonderen Charme, schon allein durch die zusammengewürfelten Vintage-Möbel. Es sieht alt und unglaublich gemütlich aus. 
Es passt einfach zu einem Café und man will sich direkt hinsetzen und verweilen - sich alles in ruhe ansehen und auf sich wirken lassen. Der perfekte Ort um einen Törtchen zu essen, einen Kaffee zu trinken und ein Buch zu lesen. Hach!



Aber was ist denn jetzt das tolle und innovative Konzept, fragt ihr euch?

Build your Törtchen

© Roland Doctor

Das sagt eigentlich schon alles!
Ihr könnt in dem Café euer eigenes Törtchen zusammenstellen.
Sie haben verschiedene Böden vorgebacken und dann gibt es Cremes/Füllungen, frisches Obst, Toppings, Soßen - alles was das Herz begehrt.
Dabei wird man auch nicht allein gelassen, sondern der Service wird dort auch  groß geschrieben. Ein wirklich sehr zuvorkommender Mitarbeiter hat uns in Ruhe alles erklärt und dann jedes Törtchen, jeden Kaffee mit absoluter Liebe hergestellt. Einfach toll.
Man kann sich entscheiden ein 1-stöckiges, 2-stöckiges oder 3-stöckiges Törtchen zu wählen, was dann auch den Unterschied im Preis ausmacht.

  • Kleines Törtchen      4,40 €
  • Mittleres Törtchen   6,90 €
  • Großes Törtchen     8,90 €

Aber ganz ehrlich - das Preis-/Leistungsverhältnis ist absolut gerechtfertigt.

© Roland Doctor



Hand aufs Herz, wenn man das sieht - es ist das Geld wert. Denn so köstlich wie es aussieht, ist es auch.

Hier seht ihr eine absolute Schokobombe denn der Boden ist mit Schokolade und die erste Creme-Schicht, dann die Schokostreusel.

Hammer!




© Roland Doctor


Dieses Törtchen ist ein bisschen fruchtiger und daher auch in seiner ganzen Art leichter.

Es hatte einen Blaubeer-Boden und einen Nuss-Boden sowie eine Frucht-Creme und dann die Granatapfelkerne.

Einfach eine Sünde wert.






Wie ihr seht, es ist einen Besuch einfach wert und zwar am besten immer und immer wieder. So ein tolles Konzept muss man einfach unterstützen.
Ein FunFact des Cafés ist übrigens das ihr das komplette Mobiliar auch kaufen könnt. Was für eine lustige Idee!
Schaut einfach vorbei!


© Roland Doctor
Kastanientörtchen

Adresse:
Kastanienallee 60 
(Eingang Stoffdruckerei Eicie)
10119 Berlin

Öffnungszeiten:
Di - Fr: 13.00 - 18.00 Uhr
Sa - So:  9.00 - 18.00 Uhr



Eure Jen

Freitag, 8. Februar 2019

Wir lesen: Markus Heitz - DOORS ! : Blutfeld

© Droemer Knaur

Blutfeld

Verlag: Knaur
Taschenbuch: 320 Seiten
Preis: 9,99 EUR
E-Book: 9,99 EUR
Genre: Mystery - Abenteuer
Reihe: Doors - Staffel 1: Bd. 1 von 3
ISBN: 978-3-426-52389-6
Erscheinungstermin: 10/2018

Rezensionsexemplar: Ja

Inhalt: 
Der Rettungstrupp ist in die Höhlen hinabgestiegen um Anna-Lena van Dam zu retten. Sie treten durch Tür ! um dahinter nach ihr zu suchen. Diese Tür führt sie in das 9 Jahrhundert des frühen Mittelalters. Doch überraschenderweise sind hier Frauen an der Macht und es steht eine große Schlacht bevor ... ob sie Anna-Lena auf dem Schlachtfeld finden können?

Meinung:
Genial! Das Cover, der Titel, die Idee - es passt einfach alles zusammen und wenn man dann auch noch Markus Heitz als Autor hat, kann gar nichts mehr schief gehen oder?
Die ersten 80 Seiten führen einen in die Geschichte ein und auch wenn man diese vorab überall erhalten konnte, sie auch online zur Verfügung stehen, haben wir uns sehr gefreut, das sie im Buch mit abgedruckt sind. Das trägt ungemein zum Lesefluss mit bei.
Wir haben uns also für die Tür mit dem ! - Ausrufezeichen entschieden. Die Charaktere durfte man bis dahin bereits etwas kennen lernen und dann springt man in ein Abenteuer. Allein diese Idee und die Beschreibung bis dahin, ist zwar einfach aber wirklich spannend umgesetzt. Wir hatten den Eindruck in einem Rollenspiel einzutauchen. Wie die verschiedenen Persönlichkeiten agieren aber auch die Beschreibungen, wie Entscheidungen sich auf die Geschichte auswirken. Herrlich!
Und dann das 9. Jahrhundert - das ist schon ein besonderes Setting. Die Vergangenheit ist schmucklos und unaufgeregt beschrieben aber genau das macht es aus. Wir hatten den Eindruck mit durch die Tür gegangen zu sein und nun das Mittelalter zu erleben. Aber so unaufgeregt auch die Umgebung ist, umso gewaltiger sind die Kämpfe. Actiongeladen, blutig und leidenschaftlich wird bis zum Tod gekämpft.
Wobei das Highlight wirklich darin beruht, das sich Markus Heitz der Theorie des erfundenen Mittelalters bedient. Nicht nur das er es sich zur Hilfe nimmt um der Vergangenheit noch einen besonderen Flair zu verleihen, er bringt auch eine wirklich spannende These zum Ausdruck - Sollte vertuscht werden das Frauen an der Macht waren, um die Frau zu unterdrücken?
Ein wahnsinnig toller Aufhänger und wir sind nur so durch die Seiten geflogen.
Es war aber auch spannend zu sehen wie sich die Charaktere entwickeln. In diesem war die heimliche Hauptfigur Beate bzw. Mdm. Fendi. Sie ist so stark über sich hinausgewachsen, wie wir es nie erwartet hätten. Überhaupt haben die Frauen hier einen anderen Stellenwert gehabt, anhand der Zeit in der sie gelandet sind. Wir haben aber auch neues über die Türen gelernt und die Organisation, die Jagd auf sie macht.
Und ohne kitschig zu sein, ohne jedes Klischee, gab es sogar eine Spur Romantik, die mehr berührt hat, als so manch klassischer Liebesroman.
Nach dem Ende, wartet einfach eine neue Tür und damit ein neues Abenteuer.
Auf das noch viele Türen uns in andere Welten entführen - Chapeau Hr. Heitz!

Hier findet ihr die Videorezension dazu:



Eure Jen & euer Roland

Donnerstag, 31. Januar 2019

Roland liest: Robert Rittermann - LOST PROJEKT: Unter fremden Sternen

©  Robert Rittermann

Unter fremden Sternen

Verlag: Flying Cheese
Taschenbuch: 169 Seiten
Preis: 12,00 EUR
E-Book: 0,99 EUR
Genre: Sci-Fi
Reihe: Lost Projekt Bd. 1
ISBN: 978-3-947900-02-2
Erscheinungstermin: 2018

Rezensionsexemplar: Ja

Inhalt: 

2383 schlägt ein Asteroid auf der Erde ein und läutet somit das Ende der zivilisierten Welt ein. Eine Gruppe der besten Wissenschaftler macht sich auf eine Reise in die Vergangenheit um die Menschen in der Zukunft zu retten. Doch diese Vergangenheit ist die Zeit der Dinosaurier und zwar kurz bevor diese von einem Asteroiden ausgelöscht wurden. Das Abenteuer beginnt ...

Meinung:
Ein schmales Buch mit einigen Zeichnungen vom Autor selbst.
Das Cover finde ich verwirrend denn es macht für mich den Eindruck eines Kinder- bzw. Jugendbuches. Dennoch werden Begriffe in dem Buch verwendet die Erwachsene ansprechen soll. Ich bin ehrlich gesagt hin und her gerissen.
Ich liebe das Thema Dinosaurier wirklich sehr und die Idee ist auch gut aber von Anfang an habe ich zu viele Fragezeichen in meinem Kopf.
Wenn es Zeitreisen gibt wo kommt die Technologie her und wie funktioniert sie? Das frage ich mich natürlich nur als Erwachsener und ich erwarte auch keine wissenschaftliche Abhandlung, also bitte nicht falsch verstehen, aber ich war einfach nur verwundert und ich dachte die ganze Zeit, es fehlt eine Seite.
Zusätzlich geht es in dem Buch um einen Jungen der der Sohn von Colonel Matthew Anderson ist. Und Colonel Matthew Anderson will seinen Sohn im Jahr 2383 lassen während er die Welt retten geht. Sie werden sich nie wieder sehen doch dieses Gefühl kommt beim Lesen der Zeilen leider nicht im geringsten rüber. Weder beim Vater noch beim Sohn!
Als dann auch noch der Asteroid auf der Erde im Jahr 2383 nach falschen Berechnungen viel zu nahe einschlägt und voraussichtlich alle Menschen in den nächsten Sekunden sterben werden, ist Tom der einzige der den Versuch startet auf die Plattform zu gelangen. Er will überleben und nicht sterben ...
Dieser Moment hatte so viel Potenzial so viele Perspektiven, Verzweifelungen und wird leider nicht genutzt.
Für ein Kinderroman natürlich völlig ausreichend doch nicht für ein Roman für erwachsene Leser da hatte ich mehr erwartet. Was das Team dann in der Vergangenheit Millionen Jahre vor unserer Zeit erlebt ist dann schnell erzählt und beherbergt kaum Überraschungen.
Ich frage mich nur einfach, wer hier eigentlich die Zielgruppe ist?!
Es macht dennoch Spaß das Buch zu lesen und es gibt auch einen Nachfolgeband.
Natürlich bewundere ich jeden der seinen Traum wahr macht und das hat Robert Ritterman mit Lost Projekt, dennoch finde ich die Kategorie hier leider etwas falsch gewählt.

Hier findet ihr die Videorezension dazu:



Euer Roland