Mittwoch, 15. Mai 2019

Jen liest: Stella A. Tack - Göttliches Blut

© Drachenmond Verlag

Göttliches Blut

Verlag: Drachenmond Verlag
Taschenbuch: 473 Seiten
Preis: 14,90 EUR
E-Book: 4,99 EUR
Genre: Jugendbuch ; Fantasy ; Romance
Reihe: Warrior & Peace ; Bd. 1
ISBN: 978-3-95991-461-1
Erscheinungstermin: 02/2018


Rezensionsexemplar: Nein


Inhalt:
Warrior ist die Tochter der Götter Hades und Aphrodite. Diese explosive Mischung hat zu einem interessanten Makel geführt. Warrior leidet unter dem Gendefekt Medusa-Effekt. Dieser bewirkte das jedes Lebewesen wahnsinnig wird, der sie anschaut. Dementsprechend zurückgezogen und einsam, fristet sie ihr Leben. Doch dann wird sie von einem Baum aufgespießt und überlebt, verliert das Hungergefühl und ihr Blut ist silbern. Als dann auch noch Peace aufkreuzt, verändert sich die Welt der Götter für immer ...

Meinung:
Das Cover ist einfach krass. Man muss es einfach ansehen und auch die Namen Warrior & Peace lenken den Blick auf sich und nehmen einen gefangen. Cover, Titel - alles passt einfach zusammen.
Ich muss es gleich sagen: Ich liebe die Geschichte! Von der ersten Seite an, war ich einfach nur begeistert. Ich bin so froh das meine beste Freundin mich regelrecht gedrängt hat, das Buch zu lesen. Es ist einfach herrlich! Ich meine schon der Name Warrior. Nie hätte ich gedacht, das so ein Mädchen heißt und genau deshalb liebe ich den Namen. Er wirkt auch gar nicht aufgesetzt sondern er verschmilzt so mit dem Charakter, das man gar nicht vorstellen kann, wie sie sonst heißen sollte. Warrior ist auch der Grund, was das Buch zu so etwas besonderen macht. Ich mag sie einfach. Sie hat so eine unbeholfene und naive Art an sich und ist dann aber auch wieder so stark. Als Tochter von Aphrodite und Hades, hat sie es auch verdammt schwer. Und dann trifft sie auf Peace. Er soll der neue Gottvater werden und ist ultra arrogant. Bei den beiden fliegen von Anfang an die Fetzen und man wusste einfach, das es nur 2 Möglichkeiten für einander gibt - entweder töten sie sich oder sie lieben sich mit voller Inbrunst.
Trotz allem muss man schon darauf gefasst sein, das man keine nette, süße Lovestory serviert bekommt. Wir haben Götter die sich im Krieg befinden und dementsprechend geht es auch zu. Da sind heftige Szenen dabei, die auch nicht beschönigt werden. Doch gerade durch die Gefühle und diese vielen, interessanten Charaktere, kann man einfach nicht anders als jede Seite zu genießen. Aber auch der Humor ist so herrlich, hier wird regelrecht mit Sarkasmus um sich geworfen.
Man vergisst einfach, das man nicht dazu gehört. Man verschmilzt mit der Geschichte und findet sich in dieser Welt wieder. Diese Sogkraft endet auch nicht und daher empfehle ich jedem unbedingt den 2. Teil parat zu haben, sonst wird es wirklich hart, nicht direkt weiter lesen zu können.
Wer die Götterwelt mag, der sollte bei diesem Buch nicht zögern und unbedingt zugreifen!

Eure Jen

Sonntag, 5. Mai 2019

Horror & Cthullhu: H. P. Lovecraft und der Cthullhu-Mythos

Hey ihr Lieben,

zum Abschluss unserer Themenwoche, habe ich mir mal das Leben von H. P. Lovecraft angesehen und ich dachte einfach ich erzähl euch mal ein bisschen über ihn aber auch zum Cthullhu-Mythos.

Von Amateur Publishing Association -
The Temple of Dagon Source, Gemeinfrei,
 https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=21460708

So sah Howard Phillips Lovecraft aus und mal ganz ehrlich, er sieht doch aus wie ein Stubenhocker, der kein Wässerchen trüben könnte. Wobei natürlich auch große Psychopathen meist ein sehr normales Aussehen hatten ...
Er gilt als einer der wichtigsten Autoren in Bezug auf Horror-Literatur und am bekanntesten ist er für den sogenannten Cthullhu-Mythos.

Bevor ich euch etwas über den Mythos erzähle, möchte ich noch ein paar Dinge zu seinem Leben sagen.

Interessant ist das Lovecraft schon mit 6 Jahren eigene Gedichte verfasste. Das er sich gerade für Horror so stark interessierte, könnte daran gelegen haben, dass sein Großvater ihm immer Horror-Geschichten erzählt hat (was seiner Mutter natürlich gar nicht gefiel). Außerdem wollte er tiefe Gefühle darstellen denn die Liebesgeschichten der Zeit fehlte in seinen Augen die Würze.
Leider war er zu Lebzeiten nicht sonderlich erfolgreich mit seiner Literatur und konnte nie wirklich den Ruhm erfahren, der ihm gebührt. Und es ist wirklich erstaunlich welchen Einfluss er bis heute hat. Seine Bücher gibt es in unglaublichen vielen Übersetzungen, es gibt Verfilmungen, selbst Musik und gerade im Brettspielbereich ist es ein beliebtes Thema - nicht zu vergessen das Rollenspiel. Auch wenn es Lovecraft nie geahnt hat aber er hat sich ein Denkmal gesetzt. Er lebt in all diesen Dingen weiter und ist eine Ikone des Genres. Allem voran wegen des Cthullhu-Mythos.

Doch was ist eigentlich der Cthullhu-Mythos? 
Howard Phillips Lovecraft (d. 1937) [Public domain]

Tja ... jetzt wird es abgefahren aber auch schwierig denn so richtig fassen kann man den Mythos nicht. Im Mythos geht es grundsetzlich darum das Lovecraft davon überzeugt war das es verschiedene Alienrassen gibt und das diese auf der Erde vertreten waren. Er war sich sicher das die Menschheit keinerlei große Bedeutung im Universum hatte. Er selbst nannte diese Wesen "Die Alten" oder "Die großen Alten". Sie sollen den Naturgesetzen gestrotzt haben, übernatürliche Kräfte besitzen und unsterblich sein. All diese Wesen sollen in dem fiktiven Buch "Necronomicon" beschrieben sein. Diese Wesen und auch Personen und Orte, brachte er immer wieder in seine Texte ein, so das sie zu einem wiederkehrenden Element wurden. Aber auch viele Autoren und Bewunderer seiner Zeit begannen die Elemente in ihre Texte zu übernehmen, wodurch der Mythos geschaffen und Lovecraft Unsterblichkeit erlangte.

Ziemlich abgefahren oder?

Was haltet ihr denn von Lovecraft und kamt ihr mit ihm schon mal in Berührung?
Wir kennen ihn durch da Rollenspiel und die vielen Brettspiele aber ich will jetzt auch unbedingt etwas von ihm lesen weil ich einfach so neugierig bin.

Eure Jen

Mittwoch, 1. Mai 2019

Roland liest: Graham Masterton - Das Atmen der Bestie

© Festa Verlag

Das Atmen der Bestie

Verlag: Festa
Taschenbuch: 256 Seiten
Preis: 12,80 EUR
E-Book: 4,99 EUR
Genre: Horror : Thriller
ISBN: 978-3-86552-135-4
Erscheinungstermin: 11/2012


Rezensionsexemplar: Ja


Inhalt:
Ein Haus das atmet, doch kein Atmen als würde ein Fenster offen stehen sondern ein Atmen eines Dämons - einer Bestie. Seymour Willis erbittet deshalb Unterstützung vom Gesundheitsamt. Doch ob es eine Fallströmung im Kamin ist oder ein Tier das in der Wand gefangen ist, das will John Hyatt widerwillig herausfinden. Er ahnt jedoch nicht, was sich hinter den Geräuschen wirklich verbirgt ...

Meinung:
Das Cover ist recht schlicht. Man sieht steinerne Mauern und es ist vor allem der Titel, der einem entgegen zu stürzen scheint. Dieser macht auch neugierig und klingt schon mal nach Horror.

Der Anfang des Buches, kann einem schon Angst machen. Denn die Anmerkung des Autors auf Seite 9, lesen sich wie eine beängstigende Warnung.
Als der Autor das Buch schrieb, sind ihm Sachen passiert, wie es bis zu dem Zeitpunkt nie der Fall war. Es geht um übernatürliche Kräfte des Indianerfolks. Doch das einfach nur als Aberglauben abzutun, liest sich als irrwitzige Geschichte in das Atmen der Bestie.
Der Protagonist ist ein absoluter Realist. Er glaubt nicht an Geister oder anderen übernatürlichen Quatsch. Doch als er das Haus von Seymour Willis mit einem Freund besucht, erlebt er dieses "Atmen" am eigenen Leib. Und aus dem Realist wird schnell ein Gläubiger. Denn auch wenn ihm nicht bewusst ist, was in diesem Haus vor sich geht, so erlebt er den Tod, der nicht stirbt. Und genauso wie es sich anhört, so ist es auch.
Es sterben 3 Menschen, an der Zahl und leben dennoch. Doch warum und weshalb, kann ihnen kein Arzt erklären. Erst der Medizinmann George "Thousend Names" (wobei ich gestehen muss, das sich der Name sehr sperrig liest), bringt ihm mit einem Lächeln, Licht ins Dunkle.
Der Aberglaube wird real. Das ist wirklich gut gemacht und gerade dieser Indianermythos war sehr faszinierend.
So hangelt sich das Buch von Todesfall zu Todesfall, von sterbenden Charakteren zu neuen Charakteren, in einem furiosen Endgame.
Der Text ist zwischenzeitlich etwas langatmig, was in diesem Kontext sehr amüsant ist. Leider verliert die Geschichte dadurch an Tempo und die Spannung kann sich nur schlecht aufbauen. Die Charaktere sind jedoch sehr gut ausgearbeitet, wobei mich der Protagonist nicht unbedingt gefesselt hat, auch wenn er bemüht ist der Sache auf den Grund zu gehen.
Für meinen persönlichen Geschmack ist wenig Horror in dem Buch zu finden und dennoch ist es lesenswert. Man muss sich aber darauf einstellen, das es nicht so gruselig ist wie der Titel verspricht. Ich hätte aber große Lust wieder etwas vom Autor zu lesen.
Wer es nicht so gruselig mag, der sollte hier unbedingt zugreifen.


Falls ihr euch einen Eindruck von Buch machen wollt, findet ihr hier die Videorezension dazu:


Euer Roland