Montag, 11. August 2014

Interview mit Janina Ebert

Hallo meine Büchereulen,

heute habe ich etwas ganz besonderes für euch! Die liebe Janina Ebert, Autorin von den Büchern: "Geisterzeilen" und "Die Legende des Weltenwandlers", hat mir Rede und Antwort gestanden. Aber lest selbst:

© Moritz Thau
Liebe Janina, du hast mit 16 Jahren angefangen Geschichten zu schreiben. War es schwer für dich einen Verlag zu finden?
 
Liebe Jennifer, einfach war es nicht, denn als ich angefangen habe, Manuskripte an Verlage zu schicken, bekam ich einige Absagen, die mir damals auch sehr weh getan haben. Zudem hatte ich das Gefühl, mit 16 von einigen Verlagen leider noch nicht so ernst genommen zu werden, wie ich mir das gewünscht hätte. Dennoch hatte ich großes Glück, denn drei Jahre später hat es bei mir geklappt und man liest oft von Autoren, die viel länger suchen mussten. Deswegen kann ich aus eigener Erfahrung jedem, der schreibt, nur raten dranzubleiben. Ich weiß, dass es wehtut und Kraft kostet, aber es lohnt sich, sich nicht entmutigen zu lassen.
 
Wie war es für dich deinen 1. Roman : "Geisterzeilen" veröffentlicht zu sehen?
 
Meinen ersten Roman in den Händen zu halten war ein unglaubliches Gefühl, ich habe Freudentränen geweint und manchmal wirkt es heute noch auf mich, als sei das alles nur ein Traum. Ich finde es heute noch verrückt, wenn ich das, was ich geschrieben habe, ausdrucke und dann meine Gedanken vor mir sehe. Das Ganze dann auch noch in Buchform ist kaum zu übertreffen.
 
 
Siehst du dich als Autorin oder kannst du es noch gar nicht glauben?
 
Ich sehe mich schon als Autorin, weil für mich jeder, der schreibt, veröffentlicht oder nicht, ein Autor bzw. eine Autorin ist. Aber dass zwei meiner Bücher wirklich gedruckt und veröffentlich sind, das kann ich in manchen Momenten immer noch nicht glauben.
 
Dein neuer Roman - "Die Legende des Weltenwandlers" ist seit ein paar Monaten erhältlich. Wie lange hast du an ihm geschrieben?
 
An dem Roman habe ich etwa ein halbes Jahr geschrieben und dann kommen natürlich noch einige Überarbeitungsphasen hinzu. Wie lange ich für eine Geschichte brauche, hängt natürlich auch immer stark davon ab, was sonst so in meinem Leben los ist.
 
Hast du einen Lieblingscharakter? Wie viel steckt von dir selbst in ihnen?
 
Wenn ich über meine Charaktere nachdenke, merke ich, dass ein wenig von mir in jedem von ihnen steckt, und doch sind sie alle auch wieder ganz anders als ich. Manchmal ist es sogar schwer zu glauben, dass diese Figuren aus meinen Gedanken entsprungen sind und nicht wirklich existieren, denn je länger ich an einer Geschichte schreibe, desto mehr scheinen sie ihr Eigenleben zu entwickeln. Wenn ich mich auf einen Lieblingscharakter festlegen sollte, wäre das wohl Melinda. Sie ist Teil der ersten Geschichte, mit der ich überhaupt angefangen habe, und wird deswegen wohl immer etwas ganz Besonderes für mich sein, egal wie viel ich noch schreiben werde.
 
In deinem Roman werden oft Kampfszenen beschrieben aber auch die Kräfte der Außerirdischen. Hast du dazu speziell recherchiert? Wie bist du darauf gekommen?
 
Speziell recherchiert habe ich dazu nicht, von den Kämpfen habe ich meist ziemlich klare Bilder im Kopf, die ich dann, so gut es geht, zu beschreiben versuche. Wie ich darauf gekommen bin, kann ich auch nicht sagen … Ich verstehe noch immer nicht wirklich, woher diese Ideen und Bilder in meinem Kopf kommen, und habe auch versucht, dieses seltsame Gefühl in „Geisterzeilen“ ein wenig zu verarbeiten.
 
Glaubst du an die Existenz von Außerirdischen?
 
Ich denke, dass Außerirdische existieren, ist zumindest wahrscheinlicher, als dass sie nicht existieren. Schließlich gibt es eine riesige Zahl an Planeten im Universum und wieso sollte sich nur auf der Erde Leben entwickelt haben? Ich glaube deswegen jedoch nicht unbedingt daran, dass wir ihnen je begegnen werden oder dass sie womöglich schon da waren.
 
Dein Roman stellt elementare Fragen darüber ob die Menschheit ihr Recht auf Leben verwirkt hat durch das Zerstören der eigenen Natur und durch das Töten der Menschen untereinander. Aber auch ob ein Frieden durch Mord überhaupt geschaffen werden kann. Wieso ist das ein zentrales Thema in deinem Buch? Was hat dich dazu bewegt?
 
Ich denke, dass sich die meisten, die sich Nachrichten ansehen, schon oft gefragt haben, in welcher Welt wir da eigentlich leben. Das ist ein Thema, das mich schon immer sehr beschäftigt hat. Ich bin oft entsetzt, wenn ich sehe, was Menschen anderen Menschen, Tieren oder der Umwelt antun. Gleichzeitig will ich an das Gute im Menschen glauben. Deswegen wollte ich über diesen Zwiespalt schreiben. Was ich in meinem Buch getan habe, war ein Gedankenspiel und ich glaube nicht, wirklich zu einer Lösung gekommen zu sein, aber ich denke, es hilft immer, über Dinge nachzudenken, über die man eben nicht nicht nachdenken kann und sollte.
 
 
Und woran arbeitest du gerade? Gibt es schon neue Pläne für ein weiteres Buch?
 
Ich habe momentan mehrere „Baustellen“, um es mal so zu formulieren. Da ich mich offenbar schlecht kurzfassen kann, schreibe ich sehr gerne Reihen und überlege auch fast bei jedem meiner Bücher, ob ich es nicht irgendwie fortsetzen könnte. Gleichzeitig habe ich aber auch neue Ideen. Daher bin ich oft ein wenig unentschlossen und schreibe manchmal auch an ein paar Sachen parallel. Da ich Schreiben noch immer vor allem als mein Hobby sehe und denke, dass auch nur das gut wird, woran man Spaß hat, schreibe ich immer das, worauf ich gerade am meisten Lust habe. Um mich jetzt doch mal kurz zu fassen und die Frage zu beantworten: Ich habe Pläne für mehrere Bücher, über die ich aber noch nichts Genaues sagen kann.
 
Ich danke dir für das tolle Interview, Janina!
Aber auch dem Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag für die Möglichkeit.
 
Na seid ihr neugierig geworden? Geisterzeilen steht noch auf meinem SuB aber meine Finger tasten schon sehnsüchtig danach und dann gibt es hier auch bald dazu die Rezension.
 
Ich hoffe euch hat das Interview so gut gefallen wie mir. Und jetzt ran an die Bücher!
 
Preis: 12,95 EUR
Preis: 16,95 EUR


               

1 Kommentar:

  1. Gerade bin ich beim lesen von 'Geisterzeilen' und wollte etwas mehr über Janina Ebert wissen als wann und wo sie geboren ist.
    Dieses interview war dabei hilfreich.
    Es hat mir so zu sagen b e g e i s t e r t . . . !

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