Montag, 18. August 2014

Rezension: Cornelia Briend - Brombeerblut

Brombeerblut


Verlag: Knaur eRiginal
EBook: 360 Seiten
Preis: 4,99 EUR
ISBN: 978-3-426-42774-3
Erscheinungstermin: 08/2014


Inhalt:
Ceara ist Irin doch durch einen Zwist zwischen ihren Eltern als Ziehkind in die Normandie geschickt worden. Erst als ihre Mutter kein Geld mehr besitzt und ihr Vater sie braucht, kehrt sie nach Irland zurück. Doch ihre Heimat ist ihr fremd. Schnell lernt sie jedoch Irland und die Menschen dort kennen. Ein Krieg steht bevor aber auch die Clans untereinander tragen immer wieder Kämpfe aus. Ceara soll durch eine Heirat ein Bündnis schmieden. Bald stellt sich heraus das es noch um so viel mehr geht. Dabei wird von ihr mehr abverlangt als sie je erwartet hätte und ihr künstlerisches Talent aber auch ihre Beobachtungsgabe spielen dabei eine wesentliche Rolle. Kann sie vielleicht gar die Fehde zwischen ihrem Clan, den Ifernan und den Corco Mruad? An ihrer Seite steht der Heiler und Clanführer Finn von den Corco Mruad. Auch er will herausfinden, was wirklich vor sich geht...

Meinung:
Ein historischer Roman ganz nach meinem Geschmack. Es gibt nicht viele historische Romane, die mich interessieren aber sobald Irland ins Spiel kommt, kann ich einfach nicht widerstehen. Mich fasziniert dieses Land und vor allem seine Geschichte. Dementsprechend gefreut habe ich mich das dieses Buch in der Wikingerzeit in Irland spielt.
Von der ersten Seite an habe ich mich nicht nur in die Geschichte sondern auch in die Zeit versetzt gefühlt. Alles wird so wunderbar beschrieben, dass man glaubt selbst durch das Gelände zu streifen. Daran erkennt man einen einzigartigen Schreibstil. Die Autorin hat das wunderbare Talent, einen in die Geschichte zu ziehen und mit jedem Wort noch mehr zu fesseln, zu vereinahmen. Man merkt auch das die Autorin viel Wert auf Details legt und das sie Authenzität in ihre Figuren und die Geschehnisse haucht.
Besonders herausgestochen sind dabei die Hauptfiguren, Ceara und Finn. Ceara war mit ihrer Natürlichkeit und Kreativität schon sehr interessant aber gerade weil sie sich selbst nicht so wichtig nahm und dabei eine so scharfe Zunge wie auch Intellgenz besaß, einfach nur köstlich. Wenn dann auch noch Finn ins Spiel kam, war alles vorbei. Die beiden habe interessante Wortgefechte. Finn ist eine faszinierende Mischung, zum einen Krieger und Clanführer aber auch Gelehrter. Das hat ihn gleich noch anziehender gemacht.
Was mir aber wirklich gut gefallen hat, ist das die Autorin auch nicht davor zurükschreckt das ihre Hauptfiguren Schmerzen erleiden. Ganz zu der Zeit passend, werden auch sie angegriffen und verwundet. Da ist aber auch zu sagen das sie solche Szenen nie ausgeschlachtet hat sondern dezent beschrieben hat. Es hatte einfach das richtige Maß.
Überhaupt war das Geschehen nicht nur spannend zu lesen sondern durch die Details einfach grandios. Die irische Sprache wurde immer wieder ins Spiel gebracht und auch Traditionen und Gesetze der Clans. Das war Geschichte zum Anfassen. Einfach faszinierend! Aber es gibt auch ein Haar in der Suppe. Ich ganz persönlich fand das Ende nicht gut. Das soll nicht heißen, das es nicht gepasst hätte oder das es die Geschichte kaputt macht. Nein, es war schon passend. Aber für mich ganz persönlich hat es mein Herz bluten lassen. Ich habe mich so in die Geschichte verliebt und daher war ich traurig und wütend. Auch wenn ein kleiner Winkel immer flüstert das es passend war, der Rest hätte sich etwas anderes gewünscht.
Trotzdem ist und bleibt es ein toller historischer Roman! Wenn es mehr davon geben würde, würde ich öfter nach ihnen greifen.

Über den Autor:
Cornelia Briend wurde 1966 in Greifswald geboren und studierte Romanistik, Slawistik und Erziehungswissenschaften. Die erste Anstellung führte sie 1990 nach Frankreich, wo sie zusätzlich einen Germanistikabschluss und die Lehrbefähigung für Deutsch als Fremdsprache erwarb. Danach blieb die Bretagne ihre Wahlheimat. Die keltische Kultur und Geschichte inspirieren sie bei ihren Schreibprojekten.
Quelle: Droemer Knaur

Ein ganz großes DANKESCHÖN an den Droemer Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar!

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