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Samstag, 21. Dezember 2019

Jen liest: Lisa McAbbey - Die englische Lady und der Rebell

© Bastei Lübbe

Die englische Lady und der Rebell

Verlag: BeHeartbeat
E-Book: 310 Seiten
Preis: 4,99 EUR
Genre: Historisch
ISBN: 978-3-7325-7897-9
Erscheinungstermin: 12/2019

Rezensionsexemplar: Ja


Ab 16 Jahren


Inhalt:
Die Lehrerin Prudence Holloway macht sich auf den Weg in die Highlands um ihren Onkel beim Aufbau einer Schule zu helfen. Sie wird jedoch unterwegs krank und von einer Highlanderin gepflegt. Ihr attraktiver Ehemann macht sich auf den Weg sie zu ihrem Onkel zu bringen. Es warten Abenteuer und eine starke Anziehungskraft ...

Meinung:
Das Cover ist sehr klassisch für einen historischen Roman. Ich finde es sehr passend das eine Frau das Hauptaugenmerk des Covers bildet da Prudence der Dreh- und Angelpunkt des Buches ist.
Anhand des Titels kann man gut auf den Inhalt des Buches schließen und daher passt er ebenfalls gut.

Ich finde es immer wieder spannend wie Lisa McAbbey es schafft, ein Buch zu schreiben was man noch mehr mag als das davor. Das klingt total verrückt, ist aber tatsächlich so. Ich habe all ihre Geschichten sogar mehrmals gelesen weil sie mir einfach Spaß machen.
Dieses Mal wurden wir in die Highlands entführt und was ich wirklich interessant fand, es spielte nach den Aufständen, nach der Schlacht in Culloden. Man sieht mal eine ganz andere Seite von Schottland. Von Culloden hat man schon viel gehört und gelesen aber ich persönlich habe noch nicht so viel aus der Zeit danach gelesen.
Gerade in der Zeit ist Schottland noch voller von Engländern, die die Schotten unter Kontrolle halten. Es ist erschreckend wie sie mit ihnen umgehen, welche Zustände herrschen und welchen Wert die Schotten haben. Eine Menge Schotten sind bei den Aufständen gestorben oder wurden schwer verletzt und dadurch im Gefängnis.
In diesem Chaos taucht ausgerechnet die tugendhafte und unbescholtene Prudence auf. Sie will zu ihrem Onkel und ihn an seiner Schule in den tiefsten Highlands unterstützen. Ich muss ganz ehrlich sagen, sie ist regelrecht zu gut für die Welt. Sie ist nett, fürsorglich und ohne Vorurteile und so unschuldig. Herrlich! Vor allem in Kombination mit Lachann Mac Lachainn ist es ein Hochgenuss. Die Beiden bilden so einen tollen Kontrast und allein schon für ihre Dialoge muss man diesen historischen Roman lesen. Da ist so viel Feuer zwischen den Beiden und Anziehungskraft - das konnte man richtig spüren.
Ab dem Moment, wo sie aufeinander treffen, schlittern sie von einem Abenteuer in das Nächste. Dadurch fliegt man nur so durch die Geschichte und trotzdem nimmt sich die Autorin die Zeit, die Gefühle von Prudence und Lachann langsam zu entflammen.
Natürlich hat die Geschichte eine gewisse Vorhersagbarkeit aber das habe ich mit vielen Liebesromanen ob historisch oder nicht. Die Frage ist doch eher wie der Weg dorthin ist, ob man unterhalten wird und das kann ich euch versprechen.
Wobei ich sagen muss, das ich vor allem die Beschreibungen und die Zeit besonders spannend fand. Ich weiß gar nicht wie oft ich so ergriffen war, das ich innehalten musste. In den Beschreibungen war eine Schonungslosigkeit, die wichtig ist und die mich aber immer wieder so sprachlos gemacht hat. Ich fühlte mich in die Zeit gezogen und wegen diesem Talent, sehne ich einfach jede neue Geschichte von Lisa McAbbey herbei.

Eure Jen

Montag, 10. Dezember 2018

Jen liest: Lisa McAbbey - Lady ohne Furcht und Tadel

© beHEARTBEAT

Lady ohne Furcht und Tadel

Verlag: beHEARTBEAT
E-Book: 624 Seiten
Preis: 6,99 EUR
Genre: Historischer Roman
ISBN: 978-3-7325-5445-4
Erscheinungstermin: 10/2018

Ab 16 Jahren

Rezensionexemplar: Ja


Inhalt:
England, 1754, Samantha Fairfax beschließt aus dem Haus ihres Onkels zu fliehen. Lange genug wurde sie schlecht behandelt aber einer Zwangsheirat wird sie niemals zustimmen. Lieber will sie nach Schottland und die Schwester ihres Vater suchen. Doch die Kutschfahrt wird zur Reise ihres Lebens. Es warten Gauner, Agenten, Spione und die ganz große Liebe.

Meinung:
Ich liebe dieses Cover! Es wirkt frisch und selbstbewusst.
Im Vordergrund sieht man eine junge Frau und im Hintergrund eine Kutsche. Passender könnte man die Geschichte nicht zusammenfassen. Und endlich hat dieses Buch einen Titel bekommen, den sie verdient. Denn das Buch ist bereits erschienen unter dem Titel "Reise nach Edinburgh" und wurde nun stark überarbeitet. Die erste Version habe ich auch gelesen da ich von Lisa McAbbey alles lese. Sie ist meine Lieblingsautorin im Genre Historischer Roman und das heißt echt was.
Bei Lisa weiß ich einfach das ich einen historischen Roman bekomme, der mir Spaß macht weil sie auch immer Charaktere erschafft, die mich mitnehmen.
Tja und als sie mich gefragt hat, ob ich ihre überarbeitete Version rezensieren würde, habe ich gleich ja gesagt. Ich konnte mich nur allzu gut erinnern, das ich es wirklich mochte und nun war ich einfach furchtbar gespannt, was sich verändert hat.
Was soll ich sagen, jetzt mag ich es noch mehr. Es hat endlich einen Titel bekommen, der ihm gerecht wird und es wirkt einfach in sich rund. Ich weiß noch genau das ich damals das Ende ein bisschen abrupt fand und nun klingt es wunderbar aus.
An Sam an sich wurde nichts verändert. Sie ist noch immer naiv, unschuldig und dennoch selbstbewusst und willensstark.
Starke Frauencharaktere sind ein Markenzeichen der Autorin.
Sam hat nicht darauf gewartet, das ihr Ritter kommt um sie zu retten sondern sie nimmt ihr Schicksal selbst in die Hand und macht sich auf die Reise. Und ganz ehrlich, ich hätte alles darum gegeben in dieser Kutsche zu sitzen. Denn nicht nur Sam, gibt vor jemand zu sein, der sie nicht ist.
Unter den Mitreisenden verstecken sich auch ein französischer Spion und ein Agent des Königs. Das ist so amüsant!
Aber letztendlich ist es das Zusammenspiel von Sam und Henry, die mich einfach begeistert haben. Henry hat mich mit seiner Art verzaubert. Er ist zynisch und reizt Sam bis aufs Blut.
Dennoch entwickelt sich Stück für Stück, eine zarte und sehr zerbrechliche Beziehung. Tja ob diese dem Verwirrspiel zum Opfer fällt, müsst ihr selbst herausfinden.
Wer englische und schottische Geschichte mag, ist hier bestens aufgehoben. Das Spannende ist, das hier von den schottischen Aufständen aus der Sicht der Engländer erzählt wird. Ein wirklich interessanter Perspektivwechsel.
Ich hätte nicht gedacht, das es noch besser werden könnte aber die Überarbeitung, hat wirklich noch den letzten Rest so zum Glänzen gebracht, das ich einfach nur begeistert bin.
Es war ein Genuss, in die Zeit zu fallen und eine Reise zu machen.
Lisa McAbbey darf mich jederzeit wieder in die Vergangenheit entführen.

Eure Jen

Sonntag, 19. März 2017

Hörbuchrezension: Claudia Winter - Glückssterne

© der Hörverlag

Glückssterne

Verlag: der Hörverlag
Laufzeit: 1 mp3-CD, ca. 567 Min.
Preis: 9,99 EUR
Gelesen von: Jessica Schwarz
Genre: Liebesgeschichte ; Liebeskomödie
ISBN: 978-3-8445-2356-0
Erscheinungstermin: 12/2016

Gekürzte Lesung


Inhalt:
Josefine ist überglücklich und kann es gar nicht erwarten in 3 Wochen ihren langjährigen Freund zu heiraten. Alles ist schön geordnet und läuft einfach perfekt. Dachte Josefine zumindest bis sie erfährt das ihre Cousine Charlie nach Schottland durchgebrannt ist - im Gepäck den Familienring. Um diesen Ring rankt sich eine Legende und eine Ehe wird nur dann glücklich geschlossen, wenn die Braut diesen an ihrer Hochzeit trägt. Josefine hat noch 3 Wochen Zeit um ihre Cousine und den Ring zu finden. Also auf nach Schottland!

Meinung:
Das Cover ist ehrlich gesagt nicht so meins. Ich finde es nicht wirklich passend zum Inhalt und es ist auch nicht so, das es mich dazu anregen würde, stehen zu bleiben oder mich neugierig auf das Buch macht. Und leider verhält es sich auch so mit dem Titel. Ich finde auch diesen nicht sonderlich gut gewählt. Da fehlt einfach das besondere Etwas! Das ist wirklich schade weil es verhindert das man nach dieser Geschichte greift. Dass ist auch deshalb so bitter weil man hier eine erstklassige Liebeskomödie serviert bekommt. Das Buch war so unterhaltsam und hat so viel Spaß gemacht, das ich ihm einfach nur ganz viele Leser oder Hörer wünsche.
Zu dem Hörbuch muss zunächst gesagt werden, das Jessica Schwarz die perfekte Wahl als Sprecherin war. Sie hat eine angenehme Stimme, der man ewig zuhören kann. Sie hat genau die richtige Stimmung geschaffen.
Aber nun zu der Geschichte und zu den Charakteren, die haben es nämlich in sich.
Schon allein Josefine - oberkorrekt, durchorganisiert, pragmatisch und dadurch auch immer mal wieder unsagbar nervtötend. Aber trotzdem mag man sie und begibt sich mit ihr auf diese ungeplante Reise. Es ist so herrlich zu sehen wie sie ganz gegen ihre Art, nach Schottland reist um einen sagenumwobenen Ring zu finden. Die Familientradition und ihre Großmutter sind ihr so wichtig, das sie alles stehen und liegen lässt und von ihrem Weg abweicht. Doch gerade die Umwege machen das Leben interessant. Und so stolpert sie nicht nur in ein ihr fremdes Land sondern auch in einen Mann, der ihr gar nicht in den Kram passt. Das Schicksal stellt ihr immer wieder Aidan in den Weg und sie kommt an ihm einfach nicht vorbei. Egal was sie auch tut, er scheint etwas in ihr zum Klingen zu bringen, was vorher nicht da war. Sie kann sich ihm nicht entziehen und die Art und Weise, wie sie miteinander umgehen ist einfach köstlich. Man spürt das Knistern in der Luft und es kommt immer wieder zu Wortgefechten, die einfach nur zeigen, wie stark sie aufeinander reagieren.
Doch das besondere Etwas der Geschichte, entsteht durch die beiden alten Tanten von Josefine - Bree und Lee. Denn Josefine soll nicht allein in ein fremdes Land reisen und deshalb werden ihr, ihre 70-jährigen Tanten hinterher geschickt. Dadurch entsteht ein urkomischer Roadtrip. Die Tanten haben ihre ganz eigenen Ansichten und stürzen Josefine in allerhand Abenteuer oder verursachen Chaos. Solche Tanten muss man einfach lieben. Einfach göttlich.
Und so vorhersagbar auch solche Liebesgeschichten sein mögen, es ist der Weg zu diesem Ende, der den Ausschlag gibt. Tja und dieser Weg ist einfach spannend, interessant und immer wieder überraschend. Man lacht sehr viel und man fühlt einfach mit weil einem die ganzen Personen, so schnell ans Herz wachsen. Man begibt sich auf eine Reise, die man nicht mehr vergessen wird. Überhaupt ist es eine Geschichte, an die man immer wieder schmunzelnd denkt.

Über den Autor:
Claudia Winter, geboren 1973, ist Sozialpädagogin und schreibt schon seit ihrer Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten. Als Tochter gehörloser Eltern lernte sie bereits mit vier Jahren Lesen und Schreiben, gefördert von ihrem Vater. Neben "Aprikosenküsse" und "Glückssterne", beide im Goldmann Verlag erschienen, hat sie weitere Romane sowie diverse Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht. Nebenbei arbeitet sie als Lektorin und Coach. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann und den Hunden Kim und Luca in einem kleinen Dorf nahe Limburg an der Lahn.
Quelle: der Hörverlag