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Dienstag, 14. Dezember 2021

Jen liest: Nikola Hotel - It was always you

Blakely Brüder
©Rowohlt Verlag

    Bd. 1: It was always you

Autor: Nikola Hotel
Verlag: Rowohlt
Klappenbroschur: 448 Seiten
Preis: 12,99 EUR
E-Book: 9,99 EUR
Genre: New Adult, Romance, Liebesroman
Reihe: Blakely Brüder ; Bd. 1
ISBN: 978-3-499-00314-1
Erscheinungstermin: 06/2020    


Rezensionsexemplar: Nein


Inhalt:

Ivy war jahrelang nicht zu Hause, war dort nicht gewollt doch jetzt will ihr Stiefvater das sie zurückkehrt. Doch nicht nur ihr Stiefvater erwartet sie sondern auch ihre Stiefbrüder. Gerade bei Asher ist sie sicher das er sie hasst. Es gibt so viel Ungesagtes und Geheimnisse...kann Ivy die Vergangenheit hinter sich lassen.

Meinung:

Das Cover finde ich super!
Es ist unaufgeregt und direkt. Ich mag die Farben sehr gerne und der Titel ist einfach sehr richtungsweisend. Das gibt einem schon einen sehr genauen Plan, wo das Buch wohl hin will.
New Adult ist ein Genre, was ich nur in Maßen lese...

Ivy war mir von Anfang an sympathisch und ich konnte mich gut in sie hinein versetzen. Ihre Gefühle werden sehr deutlich und irgendwie will man ständig in die Geschichte steigen um ihr beizustehen ohne das sie aber so extrem Mädchenhaft wirkt.
Dagegen wirkt ihr Stiefvater sehr kalt und ganz oft wollte ich ihn einfach nur schütteln. Wie kann man nur so unsensibel sein und nicht merken, wie sehr man andere verletzt mit dem eigenen Verhalten.
Tja und dann sind da noch die Brüder. Noah ist einfach cool, lustig und hat definitiv so einige eigene Dämonen und Asher ist einfach das Gegenteil von ihm - sehr verschlossen, kühl und durchorganisiert aber unter der Oberfläche brodelt ein Vulkan.
Gerade zwischen Asher und Ivy sprühen fühlbar die Funken. Wie so oft bei New Adult, sind es die Dinge, die nicht gesagt sind, die die Probleme verursachen. Wobei ich sagen muss das die Beziehung der beiden ganz zart und trotzdem romantisch entsteht ohne gezwungen zu wirken. Und wohl der größte Pluspunkt, ist die Art und Weise wie die Probleme gelöst werden. Es gibt kein riesiges, niederschmetterndes Drama, das sich über Seiten und Seiten zieht. Sondern ich fand die Reaktionen ziemlich realistisch und nicht unnötig dramatisiert und in die Länge gezogen.
Als Highlight war zudem das Thema Handlettering. Es ist Ivys Hobby mit dem sie sich ausdrückt und ihren Gefühlen Ausdruck verleiht. Tolle Idee und richtig begeistert war ich, als ich die ersten Seiten entdeckte, wo das was Ivy im Buch handlettert auch abgebildet wird.
Das lässt dieses Buch einfach aus der Masse herausstechen.
Ich kann es gar nicht erwarten, zum nächsten Teil zu greifen.

Große Leseempfehlung, selbst wenn man nicht der größte New Adult Fan ist.

Eure Jen

Dienstag, 7. Dezember 2021

Jen liest: Edgar Cantero - Mörderische Renovierung

©Golkonda Verlag

 Mörderische Renovierung

Autor: Edgar Cantero
Verlag: Golkonda Verlag
Hardcover: 420 Seiten
Preis: 19,90 EUR
E-Book: 12,99 EUR
Genre: Thriller, Mystery
ISBN: 978-3-946503-49-1
Erscheinungstermin: 10/2018
 

Rezensionsexemplar: Nein


Inhalt:

A. hat von einem entfernten Verwandten ein Haus in Amerika geerbt und auch ein gutes Vermögen. Doch in diesem Haus gibt es auch ein jährliches, mysteriöses Treffen... worum geht es und was scheint dieser Geheimbund zu verbergen?!

Meinung:

Das Cover ist einfach genial - ein Blickfang. Es gibt so viel zu entdecken und gerade durch die schwarz-weiß Optik, bekommt es noch einmal eine ganz eigene Intensität. Der Titel passt in den Look aber ich finde ihn zum Inhalt leider nur so semi. So richtig passend ist er nicht ... Mörderisches Erbe hätte durchaus besser gepasst weil renoviert wird da eher wenig. Naja ... aber es klang spannend weshalb ich es letztendlich mal gekauft hatte.

Zu dem Buch muss man sagen, das es wirklich etwas besonderes ist. Der Stil ist sehr eigenwillig, da die Geschichte über Tagebucheinträge, Briefe, Beschreibungen von Videoaufzeichnungen usw. erzählt wird. Muss man mögen aber hatte in meinen Augen einen ganz eigenen Reiz. Dadurch liest sich das Buch aber auch recht schnell weil es eben kürzere und längere Episoden hat. Es passt aber auch in der Hinsicht weil es dem mysteriösen und dem leichten Gänsehaut-Gefühl zuträglich ist.
Tatsächlich dachte ich das es mehr paranormales in sich hätte und die Wendung, die das Buch nahm, hatte ich nicht einmal annähernd vorhergesehen aber das hat mir trotzdem sehr gut gefallen. Es war so eine Mischung aus Edgar Allen Poe und H. P. Lovecraft, mit einem Hauch von Chtullhu.
Wer hier aber ein actiongeladenes Buch mit ständiger Aufregung sucht, ist hiermit schlecht bedient. Es kommt eher unaufgeregt daher aber dennoch hatte es einen Sog, das man es auch nicht weglegen wollte. Ich wollte einfach wissen, wo das ganze Ende, was mir hier erzählt werden soll und gerade zum Schluss, hat das Buch nochmal aus seinen ganzen Vollen geschöpft.
Die letzten 100 Seiten geben einem die ganze Action und Aufregung, die man vorher erwartet hat. Es passiert so vieles gleichzeitig und es werden vielen Fragenzeichen endlich aufgelöst. Auch wenn nicht alle Rätsel gelöst werden.

Ein besonderes Buch, was aber auch besondere Leser braucht. Speziell und völlig anders aber definitiv ein Erlebnis.

Eure Jen

Donnerstag, 11. November 2021

Jen liest: Stephan R. Bellem - Ruf der Rusalka

© Drachenmondverlag

Die Fälle von Lewis van Allington

        Bd. 1 Ruf von Rusalka


Autor: Stephan R. Bellem
Verlag: Drachenmondverlag
Klappenbroschur: 312 Seiten
Preis: 14,95 EUR
E-Book: 6,99 EUR
Genre: Fantasy, Mystery, historischer Krimi
Reihe: Die Fälle des Lewis van Allington, Bd. 1
ISBN: 978-3-95991-899-2
Erscheinungstermin: 09/2019


Rezensionsexemplar: Nein

Ab 16 Jahren


Inhalt:

London im 19. Jahrhundert ... aber Kate begehrt gegen das Rollenbild auf und möchte Journalistin werden. Dafür scheut sie keine Gefahr und so ein Mörder ist dabei schon sehr aufsehenerregend.
Lewis hingegen ist eher mit seinen eigenen Dämonen beschäftigt. Obwohl er ein angesehener Detektiv ist, zieht er sich immer mehr zurück. Doch Kate und auch der Mörder drängen sich mit aller vehemenz in sein Blickfeld...

Meinung: 

Wie wunderschön ist bitte dieses Cover. Allein um es sich ins Regal stellen zu können, braucht man dieses Buch. Man kann regelrecht den Geruch von altem Papier riechen und man scheint sich direkt auf den Straßen von London zu befinden. Der Titel fügt sich dabei perfekt ins Bild ein. Auch wenn ich nie zuvor das Wort Rusalka gehört hatte, lies mich der Titel nicht mehr los. Das sollte sich auf die Geschichte ausdehnen...
Ich liebe Geschichten, die im 19 Jahrhundert spielen und diesen Hauch von Vergangenheit versprühen. Gerade wenn es dabei auch noch eine Mischung aus Krimi und Mystery enthält. Der Begriff Gaslight Fantasy fängt die Stimmung ziemlich gut ein.

Mal abgesehen von der Zeit und dem Setting, der einfach Spaß macht, sind es vor allem die Charaktere, die diesem Buch das gewisse Etwas verleihen.
Kate kann man nur schwer widerstehen. Sie sprüht nur so vor Enthusiasmus und Tatendrang. Es fällt schwer mit ihr mitzuhalten weil sie vor Energie nur so sprudelt. Wie sie London erlebt und ihr Blick darauf sind einfach aufregend und man läuft gern mit ihr durch die Straßen.
Dagegen ist Lewis regelrecht düster und der direkte Kontrast. Ständig betrunken scheint er einen Hang zum Mystischen zu haben, da er sich regelrecht hingezogen fühlt von so etwas wie einem Geist. Sein Blick auf London ist dementsprechend dunkel und wenig ermutigend. Trotzdem war auch Lewis mir nicht unsympathisch. Er kämpft mit sich selbst und man kann ihn durchaus verstehen. Aber über allem schwebt eine grausame Mordserie, die immer näher zu rücken scheint.
Das hat dem Buch die nötige Spannung verpasst. Ständig hat man die Hinweise gesichtet und sich gefragt, wer hinter all dem steckt. Das ist unglaublich gelungen da ich bis zuletzt keine Ahnung hatte, bzw. meine Verdächtigen immer wieder geändert habe.
Tja und das Ende war einfach fulliminant. Es war perfekt, es war grausam und emotional. Ich bin so unvorbereitet dabei hineingeschlittert, das ich noch immer ganz fertig bin, wenn ich nur daran denke. Es hat mich völlig zerstört und noch immer kann ich es nicht fassen, was dieser Autor mir da angetan hat.
Für mich ist das Buch ein klares Highlight, selbst wenn es mein Herz zerrissen hat. Geniale Geschichte mit unglaublich starken Charakteren.

Eure Jen

Dienstag, 24. August 2021

Jen liest: Morgane Moncomble - Never too close

© LYX

Never too close

    Never Bd. 1

Autor: Morgane Moncomble
Verlag: LYX
Taschenbuch: 463 Seiten
Preis: 12,90 EUR
E-Book: 9,99 EUR
Genre: New Adult
ISBN: 978-3-7363-1122-0
Erscheinungsdatum: 09/2019

Ab 16 Jahren

Rezensionsexemplar: Nein


Inhalt:

Violette und Loan sind beste Freunde. Zwischen die Beiden passt kein Blatt und dennoch scheinen sie sich die Gefühle für einander nicht eingestehen zu wollen. Doch dann bittet Violette um einen sehr persönlichen Gefallen, der einfach alles zwischen ihnen ändert...

Meinung:

Tolles Cover. Ich liebe die Farben und den Titel finde ich sehr passend zur Geschichte. Der ganze Stil verrät einem auch direkt in welchem Genre wir uns befinden - New Adult.

Die Geschichte ist wirklich schön geschrieben und sehr flüssig. Die Seiten lesen sich richtig weg und es macht Spaß die Freundschaft und erwachenden Gefühle zu lesen. Man merkt einfach das die Beiden eine ganz besondere Beziehung haben. Und auch wenn das Ganze sehr vorhersehbar ist, war es trotzdem cool. Mir haben auch die Nebencharaktere richtig gut gefallen weil sie wirklich Farbe bekommen haben. Man hatte meistens den Eindruck ebenfalls in der Clique zu sein und sowas kommt selten vor. Die Charaktere wirkten einfach lebendig und sie sind eindeutig das Herzstück. Mit ihnen steht und fällt alles - durch sie hat man richtig mitgefiebert und auch gelitten. Es ist einfach cool gewesen, sie Stück für Stück kennen zu lernen.
Tja und natürlich weiß man auch was man bei New Adult erwarten kann - Drama. So ein bisschen Drama an sich, finde ich auch gar nicht schlimm...wenn es passt. Aber das ist hier in meinen Augen das Problem.
Die Geschichte war super und auch wie sich alles entwickelt hat. Und dann hatte man den Eindruck das es zu glatt läuft und deshalb jetzt ganz schnell Probleme her müssen. Es wurden Probleme aufgebauscht und unnötig ein Ende in die Länge gezogen, was die Charaktere nicht verdient haben. Um dann doch in das vorhergesagte Ende zu rauschen, wo die Probleme sich dann auch wieder ganz schnell verflüchtigten. Die letzten ca. 70 Seiten haben dem Buch in meinen Augen nicht gut getan. Das hätte alles in einem viel schöneren und weniger dramatischen Ende ausklingen können. Nicht jedes New Adult Buch braucht auch Drama.
Dennoch ist der Schreibstil so grandios und mir sind die Charaktere so ans Herz gewachsen, das ich es gern empfehle wenn man New Adult mag. Ich freue mich auch schon auf die Fortsetzung weil ich auf die Nebencharaktere wirklich gespannt bin.

Eure Jen

Dienstag, 13. Juli 2021

Jen liest: Jess Rothenberg - The Kingdom

© Oetinger

 The Kingdom

Autor: Jess Rothenberg
Verlag: Oetinger
Hardcover: 320 Seiten
Preis: 20,00 EUR
E-Book: 13,99 EUR
Genre: Jugendbuch ; SciFi
ISBN: 978-3-7891-1407-6
Erscheinungsdatum: 08/2019

Ab 14 Jahren

Rezensionsexemplar: Nein


Inhalt:

Ana steht vor Gericht weil sie einen Mann ermordet haben soll und die Frage ist ob sie nun verschrotten werden soll oder nicht. Die Frage ist aber auch warum hat sie das getan? Kann eine Maschine Gefühle haben und wenn ja, darf man sie dann einfach verschrotten?

Meinung:

Gott wie liebe ich dieses Cover. Es ist wahnsinnig schön und ich kann immer nicht weggucken. Genau deshalb ist es mir auch im Regal aufgefallen. Ich mag diese Verletztlichkeit neben der Andeutung von Technik. Sehr cool und da weiß man genau in welche Richtung es geht.

Was aber eigentlich los ist, dafür braucht man einen Moment. Der Stil ist nämlich mal etwas ganz anderes. Es wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Es gibt Gerichtsverhandlungen, Werbeanzeigen, Erzählungen von unserer Hauptperson Ana. Da muss man erst mal durchsteigen aber das macht das Buch in meinen Augen auch so genial. Auf so vielen verschiedenen Wegen, lernt man die Geschichte und vor allem Ana kennen.

Ich weiß gar nicht wie oft ich in der Geschichte vergessen habe, das Ana ein Hybrid ist - also eine Mischung aus Maschine und Mensch. Sie wirkte so menschlich aber dann gab es auch immer Momente, wo sie Situationen analysiert hat. Da hat man richtig gespürt das sie eine Maschine ist. Gerade wenn es um Gefühle ging, war es unglaublich spannend, diese durch Ana wahrzunehmen. Die Welt so zu beschreiben, aus der Sicht einer Maschine und wie sich Ana entwickelt, weiterentwickelt. Das ist einfach krass!
Das hat einen richtigen Sog ausgelöst weil man einfach wissen will, was eigentlich passiert ist. Wie es zu all dem kommen konnte und was die Wahrheit ist weil in Anas Welt so viele Lügen und Geheimnisse sind. Doch genau das zu erkennen, da durch zu blicken, da lässt der Autor einen sehr lange im Dunkeln tappen. Langsam bekommt man immer mehr das Ganze Bild zu sehen. Es zeigt eine ganz eigene Welt - die schönes offenbart und auch viel Grausamkeit. Genau für dieses Gesamtbild lohnt es sich schon die Geschichte zu lesen und wegen Ana. Sie ist so unglaublich und schwer zu beschreiben.
Immer wieder stellt man sich die Frage wo fängt der Mensch an und wo die Maschine. Es ist defintiv eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt und daher auch noch lange nachhallt.

Wenn man SciFi mag, einen Hauch Thriller und eine Spur Romantik - bekommt man hier die richtige Mischung. Super spannend wird die Geschichte erzählt und man kriegt einfach mal etwas anderes geboten. The Kingdom eignet sich gerade auch für SciFi-Einsteiger weil es nicht so technisch ist, das man sich das nicht mehr vorstellen kann.
Ein Buch was in meinen Augen viel mehr Aufmerksamkeit verdient hätte.

Eure Jen

Montag, 5. April 2021

Jen liest: Veit Etzold - Blutgott

© Droemer Knaur

Blutgott

    Clara Vidalis Bd. 7

Autor: Veit Etzold
Verlag: Knaur
Taschenbuch: 464 Seiten
Preis: 10,99 EUR
E-Book: 9,99 EUR
Genre: Thriller
ISBN: 978-3-426-52408-4
Erscheinungstermin: 04/2020

Rezensionsexemplar: Ja


Inhalt:

Clara Vidalis und ihr Team werden zur Hilfe gerufen weil sie es mit einem besonders perfiden Serienkiller zu tun bekommen. Der Blutgott animiert unter 14-jährige zum Mord da diese straffrei bleiben. Nun gilt es den Blutgott zu fassen und dafür muss man auch mal ungewöhnliche Wege gehen...

Meinung:

Das Cover gefällt mir extrem gut. Schlicht und doch so viel sagend!
Ich musste durch den Titel und das Zeichen spontan an Khorne dem Blutgott von Warhammer 40k denken und da ich ja auch weiß, das Veit Etzold Tabletop spielt, würde es mich nicht wundern, wenn er genau davon inspiriert wurde.

Dieser Teil ist in meinen Augen um einiges brutaler und man muss sich auf einiges gefasst machen. Hier wird mit klaren Bildern unglaublich grausame Dinge beschrieben und das von Anfang an.
Das zentrale Thema ist unter anderem Serienkiller und das merkt man sehr deutlich. Während die Ermittler den Blutgott jagen werden immer wieder Fälle von anderen Serienkillern erwähnt. Wer sich für True Crime interessiert und auch für die Anfänge des Profiling, ist hier genau richtig weil man mit einer Menge Informationen gefüttert wird auf die man aufbauen kann. Richtig cool!
Aber nicht nur der True Crime Aspekt und die Brutalität lassen den Fall herausstechen sondern auch die Täter. Natürlich gibt es den Blutgott der die Strippen zieht aber im Vordergrund lässt er unter 14-jährige agieren und das ist wirklich übel.
Veit Etzold prangert nicht nur die Gefahr des Internets an, denn auch das Dark Web mit all seinen Untiefen hat hier einen großen Auftritt sondern auch die Tücken unseres Justizsystems. Nicht nur stellt er die Straffreiheit von unter 14-järigen zur Debatte, er erläutert auch immer wieder wie in Deutschland Täterschutz vor Opferschutz betrieben wird.
Man hat den Eindruck Veit Etzold wird immer provokanter in seinen Aussagen. Er legt den Finger auf die Wunde und zeigt die Mängel auf. Sehr spannend weil man so einiges dazulernt und vor allem eine Menge Stoff zum Nachdenken und Diskutieren bekommt.
Aber er bringt auch unsere Lieblingsfigur Clara Vidalis in einen starken Gewissenskonflikt - wie weit darf man gehen um einen Mörder zu schnappen? Tja...ihr müsst das Buch lesen um zu wissen was Clara vorschlägt. Nur so viel - es ist unkonventionell.
Und das Ende ist echt krass. Ich war sprachlos und dachte nur: OH MEIN GOTT.
Ich bin wirklich gespannt, wie es weiter geht und was Clara im nächsten Fall erwarten wird.

Krasses Buch bei dem man starke Nerven braucht. Thriller und True Crime Fans kommen voll auf ihre Kosten.

Eure Jen

Dienstag, 9. März 2021

Jen liest: Julia Quinn - Der Duke & ich

© Harper Collins
Der Duke & ich

    Bridgerton Bd. 1

Autor: Julia Quinn
Verlag: HarperCollins
Taschenbuch: 400 Seiten
Preis: 10,00 EUR
E-Book: 7,99 EUR
Genre: Historisch, Liebe
ISBN: 978-3-7499-0248-4
Erscheinungsdatum: 02/2021


Inhalt:

Daphne wünscht sich nichts mehr als einen Ehemann aber irgendwie sehen die Männer in ihr nur eine Freundin. Ausgerechnet der Frauenheld Simon will ihr dabei helfen und gibt sich als Interessent aus. Nur leider geht das Herz seine eigenen Wege und Daphne merkt schnell das sie sich zu dem Duke hingezogen fühlt ...

Meinung:

Das Cover - tja ... ich bin ehrlich gesagt kein großer Fan von Filmcovern auf Büchern. Na klar verkauft es sich schneller und besser wenn man gleich sieht, das es die Romanvorlage zur Serie ist. Und ja die alten Cover hätten mich jetzt nicht vom Hocker gehauen aber ich hätte mir einfach frische Cover gewünscht, die ohne unsere Serienstars auskommen. Der Hinweis das es die Serie bei Netflix gibt, hätte in meinen Augen völlig gereicht. 

Nun aber zum Buch an sich.
Das Buch ist nicht die Serie, auch wenn der Großteil dem schon sehr Nahe kommt. Man kann aber beides völlig unabhängig voneinander betrachten. Da war ich sehr froh!
Der Grundtonus der Geschichte ist gleich aber es sind die feinen Nuancen, die den Unterschied ausmachen.
Die größte Überraschung für mich war hier eindeutig Daphne. Sie ist wortgewandt, kess und tough. Ich hatte solch einen Spaß zu lesen wie selbstbewusst sie auftritt. Im Buch merkt man einfach das sie unter Brüdern aufgewachsen ist und das sie sich daher auch zu behaupten weiß. Richtig cool!
Aber auch Simon ist durchaus anders. Sein Problem mit seinem Vater wird in meinen Augen eindringlicher thematisiert und vor allem wird es auch aufgearbeitet. Davon konnte in der Serie nicht gerade die Rede sein.
Und Simon ist auch nicht schwarz, das wird gar nicht thematisiert. In der Serie hat es einen besonderen Twist aber in den Büchern sind die klassischen Sturkturen.
Insgesamt ist das Buch weniger dramatisch und in sich aufgeräumter.
Man folgt dem Erzählstrang von Daphne und Simon. Sie sind der Fokus und auf die beiden konzentriert sich alles. Und ganz ehrlich, ihr könnt euch auf so einige Momente gefasst machen, die einen zum Schmelzen bringen. Romantik pur ohne gleich zu viel zu werden. Es ist einfach schön von ihren Gefühlen zu lesen und mitzufiebern. Das fühlt sich einfach noch ganz anders an als wenn man es im Fernsehen sieht. Es ist einfach näher an einem dran.
Und selbst wenn man genau weiß wo es hingeht, folgt man ihnen diesen Weg unglaublich gern.
Das liegt aber auch an dem Schreibstil denn der ist locker und auch richtig eingängig. Man fliegt nur so durch die Seiten.

Ach lest einfach das Buch. Wenn ihr die Serie mochtet, dann wird euch das Buch auch gefallen. Und wenn ihr die Serie nicht mochtet, könnte euch gerade das Buch gefallen weil die richtigen Dinge anders sind.
Ich jedenfalls freue mich auf die nächsten Teile weil ich jetzt mit den Bridgertons verbunden bin und einfach wissen will, was die anderen erwartet. Bühne frei für das nächste Paar!

Eure Jen

Donnerstag, 21. Mai 2020

Jen liest: Patrick Hertweck - Tara und Tahnee

© Thienemann Verlag

Tara Tahnee

Verlag: Thienemann
Hardcover: 304 Seiten
Preis: 15,00 EUR
E-Book: 12,99 EUR
Genre: Kinderbuch, Abenteuer, Historisch
ISBN: 978-3-522-18467-0
Erscheinungstermin: 02/2020

Ab 10 Jahren

Rezensionsexemplar: Nein


Inhalt:
San Francisco nach der Zeit des Goldrausches. Tara wohnt in einem riesigen Anwesen und wird dort wie eine Prinzessin behandelt. Doch sie muss erfahren, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Ihr Großvater verbirgt einige Geheimnisse, die sie lüften muss.
Gleichzeitig kämpft Tahnee ums nackte Überleben und für ihren Vater. Ihr Vater wurde von Kopfgeldjägern geschnappt und des Mordes und der Entführung beschuldigt. Nur sie kann ihn retten. Ob es ihr gelingt?

Meinung:
Ich liebe dieses Cover. Die Farben sind wunderschön und spiegelt auch wunderbar die verschiedenen Welten unserer beiden Hauptcharaktere wieder. Der Titel dagegen ist sehr schlicht und besteht aus den Vornamen der Hauptcharaktere. Es bleibt aber im Gedächtnis hängen und hat mich magisch angezogen.
Mich hat aber auch die Zeit fasziniert. Die Zeit nach dem großen Goldrausch in Amerika, habe ich persönlich noch nicht oft in einem Kinderbuch gelesen. Das war schon mal eine super Voraussetzung und Abenteuerromane finde ich auch sehr schön.
Nun aber zum Buch. Ich fand es richtig cool das es aus 2 Perspektiven erzählt wird und auf 2 Zeitebenen die sich annähern. Das gibt dem Buch schon das gewisse Etwas.
Leider hatte ich aber auch so meine Probleme mit der Geschichte.
Da wären erst einmal die Charaktere. Gerade Tara und Tahnee waren für mich eher blass. Wobei Tara schon fast durchscheinend war. Immer wenn es zu ihr kam, dachte ich: Bitte schnell weiter!
Tahnee ist die, die das Abenteuer lebt und dennoch konnte ich mich nicht so richtig auf sie einfühlen. Das fand ich sehr schade, gerade weil es durchaus Charaktere gab, die für mich lebendiger wirkte. Wenn ich nur an die Kopfgeldjäger denke, die hatte ich wirklich vor mir. Aber Tahnee ... hat mich einfach nicht berührt. Schade!
Die Geschichte an sich hatte aber das Potential echt spannend zu sein. Da muss ich einfach sagen, manche Hinweise sollte man nicht zu früh geben, die nehmen einem dann nämlich alles. Ich meine Kinder sind ja nicht dumm und gerade am Anfang, Hinweise mit der Axt zu platzieren ... puh! Ich wusste genau was mich erwartet und nur eine Information fehlte mir um die komplette Geschichte zu kennen. Das war auch der Grund, warum ich sie zu Ende gelesen habe.
Das letzte Drittel hat dann auch mächtig an Fahrt aufgenommen und selbst Tara hatte ihre Momente. Da war der Perspektivwechsel auch super und wenn das ganze Buch so gewesen wäre, dann wäre ich super glücklich. So muss ich sagen, das die Idee, das cooles Setting leider unter gegangen sind.
Und ganz persönlich hätte ich es auch toll gefunden, wenn hinten ein paar historische Fakten gewesen wären zum Thema: Rassismus, Sklaven, Goldrausch usw. Es ist wichtig und authentisch das die Themen vorkommen aber man kann auch nicht davon ausgehen das 10 Jährige das alles bereits kennen.
Leider nicht so toll wie erhofft und erwartet.

Eure Jen

Samstag, 2. Mai 2020

Jen liest: Alina Bronsky - Und du kommst auch drin vor

© dtv

Und du kommst auch drin vor

Verlag: dtv
Taschenbuch: 192 Seiten
Preis: 8,95 EUR
E-Book: 7,99 EUR
Genre: Jugendbuch ; Coming-of-age
ISBN: 978-3-423-71844-8
Erscheinungstermin: 01/2020

Rezensionsexemplar: Nein

Ab 12 Jahren


Inhalt:
Kim findet Lesen einfach nur ätzend und kann sich daher nichts schlimmeres vorstellen als an einer Lesung teilzunehmen. Doch genau da schleppt ihre Lehrerin sie hin und Kim kann sich nichts schlimmeres vorstellen. Dann beginnt die Autorin vor zu lesen und Kim kann es nicht fassen, sie erzählt ihr Leben. Das kann doch nicht sein?!
Kim muss dieses Buch lesen um zu wissen wie es in ihrem Leben weiter geht. Und tatsächlich passiert was dort geschrieben steht. Doch das Ende geht gar nicht und nun versucht Kim alles um das Ende ihrer Geschichte umzuschreiben.

Meinung:
Für ein Jugendbuch ist das Cover echt ungewöhnlich. Ja geradezu unscheinbar bis auf die  strahlenden Farben. Ich bin nur des Titels wegen hängen geblieben. Ich hab mich einfach gefragt, was die Geschichte mir erzählen will bei so einem Titel. Tja und beim Klappentext musste ich einfach schmunzeln.
Spätestens nach den ersten Seiten wusste ich, diese Geschichte ist ein Kleinod. Nicht weil sie außergewöhnlich oder in eine krasse Fantasywelt entführt, nein weil sie dich dort abholt wo du gerade bist - in der Gegenwart.
Auf ganz unbeeindruckende Weise wird das Leben von Kim erzählt. Man weiß auch erst gar nicht viel von ihr und man weiß auch gar nicht ob man sie sympathisch finden soll oder nicht. Mir war sie erst einmal unsympathisch - immerhin mag sie kein Lesen. Und dann geht dieses aberwitzige Geschichte los in der sie sich sicher ist, das die Autorin ihr Leben aufgeschrieben hat. Es ist so verrückt und zugleich auch bezaubernd. Denn nun folgt man Kim durch ihr Leben und erlebt mit ihr die Alltagsprobleme, die man eben beim Erwachsen werden, als Jugendlicher hat.
Das macht unheimlich Spaß weil es so unaufgeregt ist. Weil es vom Leben selbst geschrieben zu sein scheint.
Immer wieder bemerkt man Situationen an die man selbst sich auch erinnern kann. Schritt für Schritt entwickelt sich Kim, die Geschichte und man selbst mit.
Die Geschichte regt zum Nachdenken an und zeigt immer wieder, das wir selbst Herr über unser Schicksal sind. Wir dürfen nicht zusehen wie sich unser Leben entwickelt denn nur wir selbst haben die macht, es in die Richtung zu lenken, in die wir es steuern wollen.
Ein Buch das Mut macht und zeigt das es wichtig ist man selbst zu sein und an seine eigenen Fähigkeiten zu glauben.
Dem Buch wünsche ich viele Leser!


Eure Jen

Dienstag, 10. September 2019

Jen liest: Timeless von Armand Baltazar

© cbj

Timeless - Retter der verlorenen Zeit 

Verlag: cbj
Hardcover: 624 Seiten
Preis: 19,99 EUR
E-Book: 12,99 EUR
Genre: Jugendbuch, Fantasy
ISBN: 978-3-570-17447-0
Erscheinungstermin: 10/2017

Ab 12 Jahren

Rezensionsexemplar: Nein


Inhalt:
Die Zeitkollision hat die Welt wie wir sie kannten für immer verändert.
Es sind unsagbar viele Menschen dabei gestorben aber es haben sich auch die verschiedenen Epochen in der neuen Welt zusammengefunden, sodass die Menschen aus den verschiedenen Zeiten nun zusammen leben.
Doch das Aeternum will all das rückgängig machen und nur Diego und seine Freunde können das noch verhindern ...

Meinung:
Bei dem Cover dachte ich sofort an Steam Punk und das ist ein Genre, was mir sehr viel Spaß macht. Und so verkehrt ist das Genre auch gar nicht. Jedenfalls hat es mich gleich angesprochen und der Titel fügt sich da perfekt ein.

Was bei dem Buch einfach ins Auge fällt sind die Illustrationen. Das Buch wird damit  untermalt und in Szene gesetzt. Ich weiß gar nicht wie oft ich innegehalten und mir in aller Ruhe die Bilder angesehen habe. Jedes einzelne ist ein Meisterwerk und manchmal grenzt es schon an ein Foto, gerade bei den Charakteren. Was ich besonders toll fand, war die Tatsache, das die Bilder die Geschichte erzählt haben. Deshalb war es auch sinnvoll darauf zu achten was darauf dargestellt wurde. Sie sind nicht einfach ein schönes Beiwerk sondern sie erzählen die Geschichte mit. Das hat dem Ganzen ein besonderes Flair gegeben.

Tja und die Geschichte ist ein großes Abenteuer.
Es gibt den Helden, der noch gar nicht weiß wozu er auserkoren ist und natürlich den Bösewichten, der alles zerstören will.
Es ist aber auch ein Buch über das Erwachsen werden. Sehr einfühlsam wird die Gefühlswelt der Jugendlichen beschrieben. Gerade der Konflikt, die eigene Identität zu erkennen und zu ihr zu stehen aber auch den Erwartungen der Eltern gerecht zu werden, wird hier zentral.
Es ist eine runde Geschichte.
Man hat die Charaktere mit ihren alltäglichen Problemen, denen man zusehen kann wie sie daran wachsen; eine spannende Welt voller Möglichkeiten und ein gutes Tempo, sodass keine Langeweile aufkommt.
Da kann man nur hoffen das ein weiterer Teil erscheint, denn genug Stoff ist vorhanden.

Eure Jen

Samstag, 24. August 2019

Jen liest: Courtney Summers - Sadie

© Beltz & Gelberg

Sadie

Verlag: Beltz & Gelberg
Klappenbroschur: 359 Seiten
Preis: 16,95 EUR
E-Book: 15,99 EUR
Genre: Thriller
ISBN: 978-3-407-75788-3
Erscheinungstermin: 02/2019

Ab 14 Jahren

Rezensionsexemplar: Nein


Inhalt:
Sadie hatte nur einen Antrieb im ihrem Leben - ihre Schwester.
Doch nachdem Mattie ermordet wurde, ist da nichts mehr und niemand scheint sich ernsthaft auf die Suche des Mörders zu machen. Deshalb macht sich Sadie auf den Weg ...

Meinung:
Alles an dem Cover hat geschrien: Lies mich!
Dabei ist es sogar recht schlicht. Das Gesicht eines Mädchens, Cover komplett in Rot.
Der Titel "Sadie" ausgeschnitten und schwarz hinterlegt.
Es ist ein Hingucker und wirkt unglaublich dramatisch.
Darunter steht der einfache Satz: "Stirbt Sie, wird niemand die Wahrheit erfahren."
Das hat gereicht, denn nun wollte ich ihre Geschichte erfahren.

Sadies Geschichte wird aus 2 Blickwinkeln erzählt.
Zum einen haben wir die direkte Sicht von Sadie und dann gibt es noch einen Radiomoderator, der einen Podcast über ihre Geschichte macht.
Das ist eine tolle Idee und macht beim Lesen unglaublich Spaß.
Man hat den Eindruck einerseits mit Sadie unterwegs zu sein aber auch mit dem Moderator nach ihr zu Suchen und Schritt für Schritt ihrer Geschichte zu rekonstruieren.
Wie man sich vorstellen kann, bekommt man keinen Gute-Laune-Roadtrip zu lesen.
Sadie kommt aus der absoluten Unterschicht, ihre Mutter ist Drogen- und Alkoholabhängig und sie hat ihre Töchter irgendwann einfach im Stich gelassen. Sadie hatte also nie wirklich eine Kindheit, sie hatte nur Mattie.
Das ist alles unglaublich traurig weil es für einige Menschen die Realität ist.

Auf Sadies Weg - ihrer Suche nach dem Mörder ihrer Schwester, lernt man ihre Welt kennen. Wie man sich denken kann, ist ihr Leben nicht schön und mit jedem bisschen was man erfährt, wird es nur noch tragischer. Aber man kann Sadie auch nur bewundern für ihre Stärke und für die Frau, zu der sie wird. Es wird einfach klar das Sadie eine Überlebenskünstlerin ist, sie schlägt sich durchs Leben und das Leben schlägt eben oft zurück.
Und obwohl das alles traurig und tragisch ist, konnte es mich nicht wirklich erreichen. Ich fühlte mich die ganze Zeit eher als Beobachter, als würde ich durch Milchglas zuschauen.
Einer der Gründe ist der Radiomoderator. Als stilistisches Mittel hat es mir gut gefallen aber es hat einen auch auf Abstand gehalten. Und dann hatte ich das Problem, das ich schon früh am Anfang so eine Ahnung hatte in welche Richtung die Geschichte mich führen will. Blöd, das ich damit auch vollkommen Recht hatte. Das hat die ganze Spannung gekillt.

Alles in allem war die Geschichte für mich einfach ein bisschen zu vorhersehbar.
Tja und das Ende hat es auch nicht besser gemacht. Denn das was mich wirklich angetrieben hat, warum ich die Geschichte immer weiter lesen wollte, damit wurde ich unbeantwortet zurückgelassen.
Sadie hätte einfach noch so viel mehr sein können als nur eine gute Geschichte.

Eure Jen

Montag, 19. August 2019

Jen liest: Cheryl Bradshaw - Die Heimsuchung von Rosecliff Manor

© Mantikore Verlag

Die Heimsuchung von Rosecliff Manor

Verlag: Mantikore Verlag
Taschenbuch: 320 Seiten
Preis: 13,95 EUR
E-Book: 9,99 EUR
Genre: Mystery
Reihe: Addison Lockhart ; Bd. 2
ISBN: 978-3-9618-8087-4
Erscheinungstermin: 03/2019

Rezensionsexemplar: Ja


Inhalt:
Addison muss sich erst langsam an ihre Fähigkeit gewöhnen, doch viel Zeit hat sie nicht. Auf dem Friedhof trifft sie auf ein mysteriöses Geschwisterpaar und wird seitdem von Träumen geplagt. sie beginnt zu recherchieren und findet einen ungeklärten Todesfall in Rosecliff Manor ...

Meinung:
Das Cover gefällt mir viel besser als vom 1. Teil. Dieses hier hat einen Gruselfaktor aber es sieht nicht nach Horror aus, denn das findet man in der Addison Lockhart-Reihe auch nicht.
Das alte Haus, der Regen und die Geschwister schaffen eine schaurige Atmosphäre und das passt einfach perfekt. Der Titel hilft um die Verbindung zum 1. Teil zu sehen. Passt!
Und jetzt aber zur Geschichte. Ich mochte den 1. Teil und da schließt der 2. Teil nahtlos an. Ohne es zu ahnen, gab es im 1. Teil am Ende einen Hinweis und damit beginnt auch der 2. Teil. Sowas mag ich unglaublich gerne.
Addison hat sich mit ihrer Fähigkeit gut arrangiert aber sie riskiert auch eine Menge um Anderen zu helfen. Vor allem muss sie die Leute ja auch erst überzeugen und das ist gar nicht so leicht.
In diesem Teil geht es um einen Todesfall von 2 Schwestern. Addison kann mit ihnen kommunizieren und versucht ihnen zu helfen aber das ist gar nicht so einfach. Es scheint eine Menge Geheimnisse zu geben und gerade bei der Mutter braucht sie viel Überzeugungskraft.
Dabei hat die Geschichte wieder schaurig schöne Momente. Es ist nicht ganz so gruselig wie beim 1. Teil aber eine sehr gute Mischung aus Grusel und Mystery.
Gerade wenn man Horror nicht so mag, dann ist man hiermit gut beraten.
Eine tolle Story, die spannend geschrieben ist und bei der man am Ende aber trotzdem gut einschlafen kann.

Hier findet ihr die Videorezension dazu:



Eure Jen

Donnerstag, 13. Juni 2019

Jen liest: Lin Rina - Animant Crumbs Staubchroniken

© Drachenmond Verlag

Animant Crumbs Staubchroniken

Verlag: Drachenmond
Taschenbuch: 552 Seiten
Preis: 16,90 EUR
Genre: Steampunk ; Historisch
ISBN: 978-3-95991-391-1
Erscheinungstermin: 11/2017

Rezensionsexemplar: Nein


Inhalt:
England, 1890 und Animant hat die Nase voll von ihrem beschaulichen Leben auf dem Land. Ihre Mutter will unbedingt einen Ehemann für sie finden. Doch Animant möchte einfach nur in ihrem alten Sessel sitzen und lesen. Um all dem zu entfliehen, nimmt sie die Chance an nach London zu ihrem Onkel zu fahren und in einer Bibliothek zu arbeiten. Animant kann sich nichts schöneres vorstellen als sich zwischen den ganzen Büchern aufzuhalten. Doch was sie wirklich in der Bibliothek erwartet, hätte sie in keinem ihren Bücher zu lesen bekommen ...

Meinung:
Das Cover ist der Traum eines jeden Buchliebhabers. Es sieht aus wie ein altes Buch und zugleich hat man die Silhouette einer Frau, die aus Bücherregalen geschaffen wird. Ich weiß nicht ob es je ein Cover geben wird, was ich schöner und perfekter finden werde.
Der Titel ist da schon fast nebensächlich aber selbst der ist einfach nur toll. Ach ich könnte noch ewig schwärmen ...
Aber jetzt haben wir noch gar nicht über die Geschichte oder die Charaktere geredet. Was soll ich sagen?! Das wird eine Rezension voller Schwärmerei.
Beginnen wir mit Animant denn immerhin ist es ihre Geschichte.
Allein der Name ist schon der Hammer. Er ist einzigartig, originell und wie geschaffen für sie. Animant ist nämlich recht ungewöhnlich für ihre Zeit. Sie ist vom Landadel und es gibt nichts schlimmeres für sie als ihre Zeit auf Parties zu vergeuden. Sie versucht ihren Alltag mit Sarkasmus und Intelligenz entgegen zu treten. Schon allein dafür liebe ich sie.
Sie ist sehr kess, besserwisserisch und wirklich nicht charmant aber wenn es um ihre Bücher geht, darin versinkt sie. Sie ist neugierig, wissbegierig und sie lernt einfach gern. Zu der Zeit, ein schweres Los für eine Frau denn das war verpönt.
Und dann gibt es noch den Bibliothekar.
Ach wie herrlich ist dieser Mann!
Er ist sozusagen ihr Gegenspieler.
Auch er ist unglaublich besserwisserisch, geradezu arrogant und über Anderen erhaben. Er ist voll von Vorurteilen und er hält Animant ständig einen Spiegel vor, sodass sie anfängt über sich und wie sie zu anderen Menschen ist, nachzudenken.
Die Beiden sind einfach wunderbar weil sie so unterschiedlich sind und doch so gleich. Man kann gar nicht anders als diese beiden Charaktere zu vergöttern. Jede Seite schreiben sie sich in dein Herz und du willst einfach für immer in dieser Welt bleiben.
Um dieses Buch wirklich perfekt zu machen, reichen die Beiden allein aber noch nicht aus. Sie arbeiten beiden in der Bibliothek und lieben Büchern. Das war es was mich vollends für das Buch eingenommen hat.
Nicht nur wurde die Arbeit in einer Bibliothek wirklich mit Liebe zum Detail in Szene gesetzt, auch der Wert von Büchern bekommt hier seine Bühne.
Wenn man auch nur ein wenig die Welt der Bücher zu schätzen weiß, wird man diese Geschichte genießen.
Als Bibliothekarin, als passionierte Leserin - kann ich mich nur verbeugen vor so viel Leidenschaft für das geschriebene Wort.
Es ist als ob das Buch für mich geschrieben wurde. Ich könnte mich Animant nicht näher fühlen da ich mich selbst immer wieder in ihr entdeckt habe.
Ich kann nur immer wieder Danke sagen. Danke Lin für dieses wunderbare Buch!
Und ich verspreche euch - es ist egal ob ihr keine historischen Büchern mögt, kein Steampunk, solange ihr Bücher liebt, müsst ihr einfach dieses Buch lesen. Es ist eine Liebeserklärung an das geschriebene Wort und ein Appell zu sich selbst zu stehen.

Hier findet ihr unsere Videorezension dazu:



Eure Jen

Sonntag, 9. Juni 2019

Jen liest: Laura Kneidl - Die Krone der Dunkelheit

© Piper Verlag

Die Krone der Dunkelheit

Verlag: Piper
Klappenbroschur: 640 Seiten
Preis: 15,00 EUR
E-Book: 12,99 EUR
Genre: High Fantasy
Reihe: Die Krone der Dunkelheit ; Bd. 1
ISBN: 978-3-492-70526-4
Erscheinungstermin: 10/2018

Rezensionsexemplar: Nein


Inhalt:
Freya ist die Prinzessin von Thobria. Dort ist die Magie verboten, doch ausgerechnet Freya übt diese aus. Denn sie sucht ihren Bruder und dafür ist ihr jedes Mittel recht. Und da sie  nach Melidrian muss, kann ihr nur Larkin helfen - der eingesperrte unsterbliche Wächter ..
Aber  nicht nur Freya macht sich auf den Weg nach Melidrian, auch Ceylan - Wächter-Novizin und ein Gefolge von unsterblichen Wächtern wollen dorthin um der Krönungsfeier von Prinz Kheeran zu besuchen. Doch nicht ohne Grund treffen sie alle dort aufeinander ...

Meinung:
Das Cover ist ein richtiger Blickfang. Die Sanduhr ist wunderschön und die Krone im Sand sieht einfach majestätisch aus. Auch der Titel hat mich magisch angezogen wobei ich nicht darauf gefasst war, was mich in dem Buch erwarten würde.
Ich hab schon mit Fantasy gerechnet aber nicht mit High Fantasy denn das ist es wirklich. Die Geschichte ist keine hübsche Liebesgeschichte mit Fantasyanteil. Nein! Im Moment bin ich nicht mal sicher ob wirklich eine Liebesgeschichte geplant ist (obwohl Optionen da sind).
Zuallerst geht es um 2 starke Frauen. Freya - die Prinzessin von Thobria und Ceylan - eine Wächter-Novizin. Unterschiedlicher könnten die beiden kaum sein - nur ihr starker Wille verbindet sie.
Freya möchte keine Prinzessin sein und sie vermisst ihren Bruder. Dieser wurde vor Jahren entführt und sie ist sich sicher, das er noch am Leben ist. Sie will ihn suchen und hat dafür Magie erlernt. Sie befreit dafür den Wächter Larkin aus seinem Gefängnis. Dementsprechend sind mehrere Abschnitte über die Beiden und ihre Reise nach Melidrian. Das allein ist schon sehr spannend, da Larkin sehr schweigsam ist und Freya keine Ahnung von der Welt außerhalb von Thobria hat.
Noch spannender fand ich jedoch die Abschnitte von Ceylan. Sie ist die erste weibliche Novizin und schon der Anfang, wie sie versucht aufgenommen zu werden, war einfach nur köstlich. Diese Frau ist einfach nur stur und lebensmüde. Sie will Rache, sie will alle Elva tot sehen und sie hat ihr ganzes Leben für den Kampf gegen sie trainiert. Umso amüsanter ist es das der Elva-Prinz Kheeran an ihr Interesse zu haben scheint. Köstlich!
Tja und der Prinz hat auch kein einfaches Los. Sein Volk will ihn nicht als König und es wurden schon mehrere Mordversuche auf ihn verübt. Seine Ansichten zu den Menschen sind auch nicht so wie das Volk es sich wünscht und dann ist er auch noch verdammt jung.
Aber natürlich dürfen wir auch noch den Attentäter begleiten, der gezwungen ist den Prinz zu töten weil ein Zauber ihn bindet.
Ach ich sage euch, es ist so krass! In dem Buch kommt nicht eine Sekunde Langeweile auf weil einfach ständig etwas passiert. Man muss am Ball bleiben um auch ja nichts zu verpassen. Um die Spannung noch zu steigern, gibt es die Perspektivwechsel. Das muss man mögen und damit umgehen können, sonst wird das wohl den ein oder anderen verwirren. Ich fand es großartig aber so mancher Cliffhanger hat mich irre gemacht und frustriert wenn ich dann auf einmal von Freyas Reise lesen sollte obwohl gerade woanders gerade richtig was los war.
Aber auch sehr realistisch denn von der Zeit scheint, alles gleichzeitig zu passieren und daher führen alle Stränge zusammen. Großartig umgesetzt und ich kann es gar nicht erwarten das der nächste Teil erscheint. Es ist so viel passiert und trotzdem war es nur der Anfang. Ich muss einfach wissen, was nun passieren wird und wo mich die Geschichte hinführt.
Wer wirklich gute High Fantasy mag mit starken Frauen, der sollte hier unbedingt rein lesen. Du wirst das Buch nicht mehr aus den Händen geben.

Eure Jen

Montag, 25. Februar 2019

Jen liest: Tom Avery - Wenn der Sturm kommt

© Beltz & Gelberg

Wenn der Sturm kommt

Verlag: Beltz & Gelberg
Hardcover: 162 Seiten
Preis: 12,95 EUR
E-Book: 11,99 EUR
Genre: Jugendbuch
ISBN: 978-3-407-82108-9
Erscheinungstermin: 02/2016

Ab 12 Jahre

Rezensionsexemplar: Nein


Inhalt:
Jamie und Ned verbindet ein besonderes Band denn sie sind Zwillinge. Nur leider ist Ned krank, das hält ihn aber nicht davon ab die Welt zu erkunden immer auf der Suche nach einem Abenteuer. Als sie an einem stürmischen Tag am Meer ein merkwürdiges Wesen finden, ahnt Jamie das sich alles verändern wird ...

Meinung:
Puh ... das Cover ist ehrlich gesagt nicht so meins. Ich finde es zu eintönig und man kann nur schwer daran etwas erkennen. Den Titel finde ich recht gut gelungen und passt auch zum Thema.
Tja und das Thema ist einfach starker Tobak. Letztendlich ist ein Buch über das Abschiednehmen. Hartes Thema und sicher nie einfach, vor allem dann nicht umso näher einem der Mensch steht.
Aber für den Kranken kann es auch eine Erlösung sein. Und genau dem nimmt sich das Buch an.
Aus der Sicht des Zwillingsbruders Jamie werden die letzten Tage seines Bruders Ned beschrieben. Das ist unglaublich traurig und deprimierend weil man einfach spürt, wie sehr sich Jamie ein Wunder wünscht und hofft. Doch gleichzeitig merkt man auch das Ned müde ist und nicht mehr die Kraft hat stark zu sein. Das bricht einem auch das Herz und trotzdem war ich irgendwie immer auf Abstand. Das Buch hat es einfach nicht geschafft mich wirklich zu berühren und das finde ich sehr schade.
Was mir jedoch sehr gut gefallen hat war der mythische Teil über all die Legenden zu Meerwesen und Meerjungfrauen. Dazu konnte ich mich gar nicht sattlesen und die Idee, das hier mit dem Abschiednehmen zu verbinden, fand ich auch gut.
Ach ich kann gar nicht sagen was mir gefehlt hat. Es ist einfach wie mit dem Cover, man kann nur schwer erkennen, was es darstellen soll und so war es auch mit den Gefühlen der Charaktere. Sie waren zu blass um mich wirklich mitnehmen zu können.

Eure Jen

Sonntag, 24. Februar 2019

Jen liest: S. A. Bodeen - Nichts als Überleben

© Beltz & Gelberg

Nichts als Überleben

Verlag: Gulliver
Klappenbroschur: 221 Seiten
Preis: 7,95 EUR
Ebook: 6,99 EUR
Genre: Jugendbuch, Abenteuer
ISBN: 978-3-407-74797-6
Erscheinugstermin: 06/2018

Ab 13 Jahren

Rezensionsexemplar: Nein


Inhalt:
Robie lebt mit ihren Eltern auf einem Anatoll, da sie dort als Biologen arbeiten. Aufregend? Für sie nicht. Daher besucht sie regelmäßig ihre Tante in Honolulu. Als sie spontan zurück nach Hause will und das Frachtflugzeug besteigt, scheint alles wie auch sonst. Doch dann stürzt das Flugzeug ab und damit beginnt das Abenteuer ihres Lebens denn nun heißt es: Nichts als Überleben.

Meinung:
Ich mag das Cover. Es wird dominiert von dem Titel und der vermittelt einem schon mal einen guten Eindruck, worum es in der Geschichte geht. Erst bei einem zweiten Blick fällt einem das Wasser im Hintergrund auf mit dem winzigen Rettungsboot und dem Hai. Perfekt. Klar, einfach und doch so gewaltig. Und das beschreibt eigentlich auch schon die Geschichte.
Unglaublich schnell kommt man in die Geschichte weil der sprachliche Stil der Autorin einfach so präzise und fesselnd zugleich ist. Selbst der Anfang, der einen erst mal in die Geschichte bringt, ist einfach interessant. Robies Leben auf dem Anatoll und die Arbeit ihrer Eltern, hat mir total Spaß gemacht beim Leben. Es ist exotisch und ich hätte dazu auch gern noch mehr gelesen.
Relativ schnell geht es dann aber auch ums nackte Überleben. Der Moment als Robie abstürzt ist wirklich gut beschrieben und vor allem die Gefühlswelt der Jugendlichen. Das ist auch der Punkt wo man nicht mehr aufhören kann. Robies Schicksal liegt einem einfach am Herzen weil man will das sie es irgendwie schafft. Ich weiß gar nicht wie oft ich gebangt habe oder die Panik spüren konnte, die durch die ausweglose Situation und die Isolation in Robie hoch kam. Das ist schon ein Meisterwerk der Erzählkunst. Ich fühlte mich genauso der Natur ausgesetzt wie Robie und vor allem die Haie haben mir eine wahre Gänsehaut beschert.
Ich war aber auch immer wieder fassungslos, das Robies Tierliebe, ihre Erziehung sie regelrecht vom Überleben abgehalten hat. Da konnte ich so manches Mal nur den Kopfschütteln und trotzdem, gerade deswegen, war sie mir einfach ans Herz gewachsen.
Jeder Rückschlag und davon gab es wirklich viele, hat mich nur noch mehr mit ihr verbunden. So realistisch das es mir einfach unter die Haut ging.
Tolle Geschichte, die einen erst loslässt wenn man weiß wie es mit Robie ausgeht. Da wünscht man sich eine Verfilmung - einfach nur WOW.

Eure Jen

Donnerstag, 31. Januar 2019

Jen liest: Antje Wagner - Hyde

© Beltz

Hyde

Verlag: Beltz
Ebook: 408 Seiten
Preis: 16,99 EUR
Harcover: 17,95 EUR
Genre: Jugendbuch ; Thriller
ISBN: 978-3-407-74680-1
Erscheinungstermin: 07/2018

Ab 15 Jahren

Rezensionsexemplar: Nein


Inhalt:
Katrina ist unterwegs, von einem Ort zum anderen denn sie ist Schreinerin und auf der Walz. Das passt auch ganz gut denn sie ist ruhelos und nirgendwo zu Hause. Ihr Zuhause war Hyde, wo sie mit ihrer Schwester und ihrem Vater gelebt hat. Doch jetzt ist sie allein. Dann entdeckt sie ein halb verfallenes Haus, in dem mysteriöse Dinge vorgehen. Sie beginnt es zu renovieren und damit beginnt ihre Reise zu sich selbst.

Meinung:
Das Cover ... irgendwie mag ich es und irgendwie auch nicht. Der Titel und die Gestaltung passen wirklich perfekt zur Geschichte und trotzdem hat es mich nicht richtig so richtig überzeugt. Gelesen habe ich es letztendlich weil es mir empfohlen wurden. Tja und neugierig wie ich bin, hab ich rein gelesen und dann war es auch schon vorbei. Ab dem ersten Augenblick fand ich Katrina interessant. Sie ist so geheimnisvoll und man weiß nicht so richtig, was mit ihr los ist. Sie versteckt ihr Gesicht hinter einem Tuch, ist sehr Menschenscheu und scheint in der Welt nicht so richtig zurecht zu kommen. Dieser Schleier der über allem zu liegen scheint, wird auch immer nur kurz gelüftet durch Rückblenden. Sie erzählt immer mal von ihrer Kindheit und man merkt schon das sie ganz anders groß geworden ist - ihr Zuhause heißt nicht ohne Grund Hyde.
Aber nicht nur ihre Vergangenheit ist interessant sondern auch ihre Gegenwart denn sie sinnt nach Rache und man weiß gar nicht warum, für was und an wem. Der Spannungsbogen ist super gespannt. Und dann kommt sie zu dem Haus und man merkt das damit irgendetwas nicht stimmt, das es aber auch unglaublich gut zu Katrina passt.
Diese Geschichte ist so spannend geschrieben ohne das viel passieren muss. Es erzählt einfühlsam und voller Gefühl, Katrinas Geschichte. Schnell hat man eine Ahnung worauf das alles hinaus läuft und dennoch kann man nie alles fassen. Umso überraschender ist dann das Ende weil es dann doch ganz anders ist als man erst dachte.
Eine wahnsinnig gute Geschichte, die in meinen Augen viel mehr Leser bekommen sollte.

Eure Jen

Mittwoch, 30. Januar 2019

Jen liest: Meagan Spooner ; Amie Kaufman - Sofia und Gideon

© Carlsen

Sofia und Gideon

These broken stars
Verlag: Carlsen
E-Book: 528 Seiten
Preis: 13,99 EUR
Hardcover: 19,99 EUR
Genre: Fantasy, Sci-Fi
Reihe: These broken stars ; Bd. 3
ISBN: 978-3-646-92937-9
Erscheinungstermin: 11/2016

Ab 14 Jahren

Rezensionsexemplar: Nein


Inhalt:
Sofia ist auf der Flucht und bleibt nie lange an einem Ort. Doch in Corinth hat sie einen ganz besonderen Auftrag denn sie will endlich Rache. LaRoux muss endlich für seine Taten sterben und die charmante Hochstaplerin hat auch schon einen Plan. Doch ausgerechnet der begabte Hacker Gideon macht ihr einen Strich durch die Rechnung. Sie entdecken dadurch jedoch einen neuen Plan von LaRoux, der die ganze Galaxie in Gefahr bringt.

Meinung:
Das Cover ist passend zu den vorherigen Teilen gestaltet. Sowohl vom Cover als auch vom Titel. Ich mag das sehr gern weil man so das Buch schnell der Reihe zuordnen kann.
Aber jetzt kommen wir zum Abschlussband.
Erst einmal muss ich sagen, das ich die beiden Namen ja regelrech langweilig finde. Unsere Hauptfiguren hatten immer sehr coole Namen und auch oft außergewöhnliche - ich sage nur Lilac, Tarver, Jubilee. Und dieses Mal haben wir Sofia und Gideon  - hm da war ich ein wenig enttäuscht. Was mir aber sehr gut gefallen hat, ist die Tatsache, das ich die Beiden schon aus den anderen Teilen kannte und das natürlich auch Lilac, Tarver, Jubilee und Flynn eine Rolle im letzten Roman bekommen habe. Es ist immer wieder schön alte Bekannte zu treffen.
Sofia und Gideon, fand ich sehr interessant weil sie sich eigentlich sehr ähnlich sind. Sie haben beide geheime Identitäten, sie haben jemanden verloren und wollen sich unbedingt an LaRoux rächen.
Aber wie immer ist das nicht so einfach denn LaRoux ist ein Meister darin sich aus unangenehmen Angelegenheiten raus zu winden.
Ab hier mündet die Serie auch in einem riesigen Feuerwerk und das hatte ich nicht nur erhofft sondern sogar erwartet. Die letzten Geheimnisse werden aufgedeckt (und da waren mehr als ich erwartet hatte) und die letzten Wissenslücken geschlossen.
Es endet mit einem riesen Knall und ich war richtig baff.
Ich hatte mich schon gefragt, was jetzt in dem Band noch groß passieren soll und dann ist gefühlt mehr passiert als in den beiden vorherigen Teilen zusammen. Heftig.
So fliegt man auch nur so von Seite zu Seite und fragt sich die ganze Zeit wie es nun eigentlich enden soll und vor allem wie es ein gutes Ende nehmen kann.
Man möchte seine geliebten Charaktere in eine gute Welt begleiten aber die Lösung, kann man in dem Chaos nicht erkennen. Es ist ein Auf und Ab der Gefühle.
Doch am Ende bekommt man ein Finale, welches diese Reihe verdient hat und mit dem ich als Leser auch glücklich bin.
Auch wenn ich im Herzen immer Lilac und Tarver am meisten lieben werde, kam der Herzbube schon verdammt nah an sie heran.
Ein rund um würdiger Abschluss.

Eure Jen

Dienstag, 29. Januar 2019

Jen liest: Adrienne Young - Das Herz der Kämpferin

© Harper Collins

Das Herz der Kämpferin

Verlag: Harper Collins
Ebook: 320 Seiten
Preis: 13,99 EUR
Hardcover: 16,99 EUR
Genre: Jugendbuch ; Historisch, Fantasy
ISBN: 978-3-9596-7806-3
Erscheinungstermin: 10/2018

Ab 14 Jahre

Rezensionsexemplar: Nein


Inhalt:
Eelyn ist eine Aska mit Fleisch und Blut. Sie kämpft für die Ehre ihres Volkes und für ihren Glauben. Ihr erbitterter Feind sind die Riki. Doch mitten im Kampf sieht sie ihren tot-geglaubten Bruder und ausgerechnet bei den Riki. Sie verlässt den Kampf um ihm zu folgen, mit ungeahnten Folgen ...

Meinung:
Das Cover ist der Wahnsinn. Allein deshalb musste ich es schon lesen! Die Kriegerin im Schatten mit der Axt - unglaublich aufregend und absolut passend. Das gilt auch für den Titel.
Wie schnell hatte ich vergessen, das ich eine Geschichte lese, viel mehr hatte ich den Eindruck in die Zeit gefallen zu sein.
Ich bin mit Eelyn von der ersten Sekunde an verschmolzen. Ich war mit ihr auf den Schlachtfeld, ich habe getötet und gelitten. Ich wurde zur Wikingerin. So eine Intensität - die Geschichte hat mich einfach gefangen genommen. Ich fand es spannend zu sehen wie sie lebt und an was sie glaubt. Ich fühlte mich in diese Welt und die Zeit versetzt. Ich konnte das Gras riechen, den Fjord sehen, bin mit ihr durch den Wald gelaufen und habe mich völlig verloren. Sie hat mich völlig vereinnahmt und ich konnte gar nicht anders als ihrem Weg zu folgen.
Ich habe sie einfach geliebt für ihr störrisches und wildes Herz. Sie wollte sich nicht zähmen lassen und für meine Begriffe hat sie es auch nicht getan. Aber sie hat gelernt mit anderen Augen zu sehen und eine neue Wahrheit zuzulassen. Das ist wohl für jeden Menschen am schwersten.
Wie würdest du dich fühlen wenn dein Bruder zum Feind übergelaufen wäre? Was wäre wenn der Feind genauso um seine Toten trauert, das Leben feiert? Was trennt dich dann noch von deinem Feind? Mit all diesen Fragen sieht sich Eelyn konfrontiert und es verlangt viel Mut mit Traditionen zu brechen. Doch ein noch viel größerer Feind lauert schon im Dickicht des Waldes ...
Ich weiß gar nicht genau was mich so entbrannt hat - vielleicht die Art wie die Geschichte geschrieben ist. Das Leben der Wikinger wird so roh und ungeschnörkelt beschrieben. Die Kämpfe sind hart und erbittert. Nie kann man sich sicher sein ob auch alle lebend zurückkehren und das lässt einen so in die Zeit eintauchen. Man vergisst einfach alles um sich herum weil man lieber mit Eelyn diese Geschichte erleben will. Ich kann es einfach nicht in Worte fassen wie sehr mich diese wildes Herz berührt hat. Ein starke Frau, die sich nicht brechen lassen will und dennoch so zart sein kann, wie man es nie erwarten würde. Ganz ganz starke Charaktere. Ich bin noch immer so gefangen.
Lest einfach Eelyns Geschichte. Sie wartet auf euch.

Eure Jen

Dienstag, 22. Januar 2019

Jen liest: Maggie Stiefvater - Wie Eulen in der Nacht

© Droemer Knaur

Wie Eulen in der Nacht

Verlag: Droemer Knaur
Klappenbroschur: 304 Seiten
Preis: 14,99 EUR
E-Book: 12,99 EUR
Genre: Fantasy
ISBN: 978-3-426-52282-0
Erscheinungstermin: 11/2018

Rezensionsexemplar: Ja


Inhalt:
Ihr seid auf der Suche nach einem Wunder?
Dann müsst ihr in die Wüste nach Colorado. Nahe der Grenze lebt die Familie Soria und sie sind in der Lage Wunder zu wirken. Doch ein Wunder wirken allein reicht nicht, man selbst muss es auch überwinden. Das ist aber nicht so einfach wie man denkt ...

Meinung:
Das Cover ist einfach wunderschön. Die Rosenranken, die Farbe und der Titel bilden eine perfekte Einheit und vor allem passt es sehr gut zum Inhalt.
Aber was ist mit der Geschichte, fragt ihr euch?
Ich würde sagen es ist eine der verrücktesten und merkwürdigsten Geschichten, die ich seit langem gelesen habe. Gerade am Anfang wusste ich gar nicht wo die Geschichte hin will und ich dachte die ganze Zeit, das ist verrückt. Dennoch konnte ich es nicht aus der Hand legen. Irgendwas hat mich fasziniert...
Der sprachliche Stil war so anders. Die Beschreibungen waren so poetisch. Ich wollte einfach immer noch ein bisschen lesen. Und bevor ich es richtig merken konnte, war ich auch schon verbunden mit der Geschichte.
Die Familie Soria und die Sache mit den Wunder war so skurril, das es schon wieder gut war. Die ganze Familie hat so ihre ganz eigenen Probleme und umso länger man liest, umso mehr bekommt man den Eindruck, das auch sie ein Wunder gebrauchen könnten. Denn so sehr sie auch allen Menschen helfen, trotzdem sind sie isoliert. Denn eine der wichtigsten Regeln für die Sorias ist, das sie den Menschen, den Pilgern, die um ein Wunder bitten, nicht helfen dürfen. Wenn sie es doch tun, dann wird ihre eigene Dunkelheit über sie kommen.
Aber was für Wunder bewirken sie eigentlich? Diese Wunder sind eigentlich die Dinge, die einen Menschen unglücklich machen, seine Probleme. Wenn jedoch das Wunder gewirkt wird, treten diese Probleme sichtbar zum Vorschein. Das heißt wir haben in der Geschichte einen Radiomoderator der zu einem 7-Meter großen Riesen wird, Schwestern, die durch eine riesige Schlange am Hals aneinander gekettet sind oder eine Frau, die voller Schmetterlingen ist, die nicht wegfliegen können da es bei ihr immer regnet. Versteht ihr jetzt, was ich mit verrückt meine? Und trotzdem oder gerade deshalb, finde ich es einzigartig. Ich habe so etwas noch nie gelesen und hinter all der Verrücktheit bildet sich ganz langsam eine Wahrheit. Es ist poetisch, es ist skurril und es regt einen zum Nachdenken an. Man kann nicht immer vor seinen Problemen davon laufen sondern irgendwann muss man ihm offen ins Gesicht sehen.
Ein Kleinod, was sich seine Leser aussucht. Die Geschichte ist nicht für jeden etwas und trotzdem möchte ich sie jedem ans Herz legen.

Eure Jen