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Dienstag, 23. Juni 2020

Roland liest: Greig Beck - Primordia Bd. 1 : Auf der Suche nach der vergessenen Welt

Primordia
© Luzifer Verlag

       Bd. 1 Auf der Suche nach der vergessenen Welt


Verlag: Luzifer
Taschenbuch: 324 Seiten
Preis: 13,95 EUR
E-Book: 4,99 EUR
Genre: Fantasy ; Abenteuer
Reihe: Primordia ; Bd. 1
ISBN: 978-3-9583-5360-2
Erscheinungstermin: 10/2018

Rezensionsexemplar: Nein

Inhalt:
Ben kehrt auf Grund des Todes seines Vaters zurück in seinen Heimatort. Dort trifft er auf seine alten Freunde und schwelgt in Erinnerungen. Doch er entdeckt auch in den Sachen seines Vaters mysteriöse Aufzeichnungen. Er beginnt mit der Suche um mehr darüber herauszufinden. Zusammen mit seinen Freunden macht er sich auf den Weg nach Venezuela um den Eingang zur Vergessenen Welt zu finden ...

Meinung:
Das Cover sagt schon alles: Wir werden Dinosauriern begegnen! Das allein ist doch schon Grund genug das Buch lesen zu wollen. Alles an ihm schreit nach Abenteuer - schon wie die Leute auf dem steinernen Torbogen stehen, da will man direkt mit auf Expedition gehen. 
Primordia hat mir erst einmal gar nichts gesagt. Es ist bei mir aber auch direkt irgendwie hängen geblieben weil es so ungewöhnlich ist. Der Untertitel "Auf der Suche nach der vergessen Welt" sagt das, was man noch wissen muss, was das Cover so schön illustriert und den letzten Grund liefert in die Geschichte einzutauchen.

Die ganze Geschichte beginnt ziemlich banal - in einer ruhigen Kleinstadt. Ihr müsst euch auf 150 Seiten Vorgeplänkel gefasst machen. Brotkrumen für Brotkrumen setzt sich die Geschichte zusammen. Aber so werdet ihr auch ganz langsam in die Geschichte gezogen. Ein Rätsel nach dem anderen wird aufgedeckt und das ein oder andere sogar gelöst.
Zwischendurch erscheint das ganze Abenteuer wie in einem Film. Doch die Charaktere sind besser vorbereitet da sie beruflich dem eher gewachsen sind und daher den nötigen Weitblick fürs Ganze haben. So ist es klar das man nicht nach Venezuela fahren kann ohne geimpft zu sein, das man genügend Wasser benötigt und ein Moskitonetz im Gepäck haben sollte. Kontakte zu den Ureinwohnern ist da natürlich der Jackpot und qualifiziert einen direkt fürs Abenteurer-Team. Und so plätschert die Geschichte erstmal dahin. Ihr lernt die Protagonisten immer mehr kennen und merkt das jeder auf seine Art so realistisch ist wie du und ich.
Doch dann beginnt die eigentliche Reise erst. Die Aufzeichnung der Vergangenheit werden genutzt um das Tor in eine andere Welt zu finden. Ab dem Moment wo das Tor durchschritten wird, plätschert gar nichts mehr dahin. Die Geschichte nimmt richtig an Fahrt auf und schnell wird klar - wer dieses Tor öffnet und Dinosauriern gegenüber steht, hat vielleicht ganz kurz das Aufflackern von Euphorie doch genauso schnell vergeht die Abenteuerlust und es bleibt nichts von ihr übrig. 
Gnadenlos und brutal werden die Tiere der Vorzeit von dem Autor beschrieben. Das sind keine Urzeit-Schmusetiere sondern Jäger und Lebewesen, die eindeutig über uns in der Nahrungskette regieren. Ein Kampf ums nackte Überleben beginnt. 

Das Alles ist auch noch so realistisch beschrieben als wäre Greig Beck tatsächlich durch dieses Tor geschritten. 
Mit unglaublicher Spannung und angstvollen Zustände hat es der Autor geschafft die Seiten zu füllen. Doch das Ende kommt viel zu plötzlich und ein Cliffanger so groß wie die Arktis erwartet euch. 
Dann kann es nur noch eines geben, die ersehnte Fortsetzung - den 2. Band.

Hier findet ihr die Videorezension dazu:




Euer Roland

Mittwoch, 1. Mai 2019

Roland liest: Graham Masterton - Das Atmen der Bestie

© Festa Verlag

Das Atmen der Bestie

Verlag: Festa
Taschenbuch: 256 Seiten
Preis: 12,80 EUR
E-Book: 4,99 EUR
Genre: Horror : Thriller
ISBN: 978-3-86552-135-4
Erscheinungstermin: 11/2012


Rezensionsexemplar: Ja


Inhalt:
Ein Haus das atmet, doch kein Atmen als würde ein Fenster offen stehen sondern ein Atmen eines Dämons - einer Bestie. Seymour Willis erbittet deshalb Unterstützung vom Gesundheitsamt. Doch ob es eine Fallströmung im Kamin ist oder ein Tier das in der Wand gefangen ist, das will John Hyatt widerwillig herausfinden. Er ahnt jedoch nicht, was sich hinter den Geräuschen wirklich verbirgt ...

Meinung:
Das Cover ist recht schlicht. Man sieht steinerne Mauern und es ist vor allem der Titel, der einem entgegen zu stürzen scheint. Dieser macht auch neugierig und klingt schon mal nach Horror.

Der Anfang des Buches, kann einem schon Angst machen. Denn die Anmerkung des Autors auf Seite 9, lesen sich wie eine beängstigende Warnung.
Als der Autor das Buch schrieb, sind ihm Sachen passiert, wie es bis zu dem Zeitpunkt nie der Fall war. Es geht um übernatürliche Kräfte des Indianerfolks. Doch das einfach nur als Aberglauben abzutun, liest sich als irrwitzige Geschichte in das Atmen der Bestie.
Der Protagonist ist ein absoluter Realist. Er glaubt nicht an Geister oder anderen übernatürlichen Quatsch. Doch als er das Haus von Seymour Willis mit einem Freund besucht, erlebt er dieses "Atmen" am eigenen Leib. Und aus dem Realist wird schnell ein Gläubiger. Denn auch wenn ihm nicht bewusst ist, was in diesem Haus vor sich geht, so erlebt er den Tod, der nicht stirbt. Und genauso wie es sich anhört, so ist es auch.
Es sterben 3 Menschen, an der Zahl und leben dennoch. Doch warum und weshalb, kann ihnen kein Arzt erklären. Erst der Medizinmann George "Thousend Names" (wobei ich gestehen muss, das sich der Name sehr sperrig liest), bringt ihm mit einem Lächeln, Licht ins Dunkle.
Der Aberglaube wird real. Das ist wirklich gut gemacht und gerade dieser Indianermythos war sehr faszinierend.
So hangelt sich das Buch von Todesfall zu Todesfall, von sterbenden Charakteren zu neuen Charakteren, in einem furiosen Endgame.
Der Text ist zwischenzeitlich etwas langatmig, was in diesem Kontext sehr amüsant ist. Leider verliert die Geschichte dadurch an Tempo und die Spannung kann sich nur schlecht aufbauen. Die Charaktere sind jedoch sehr gut ausgearbeitet, wobei mich der Protagonist nicht unbedingt gefesselt hat, auch wenn er bemüht ist der Sache auf den Grund zu gehen.
Für meinen persönlichen Geschmack ist wenig Horror in dem Buch zu finden und dennoch ist es lesenswert. Man muss sich aber darauf einstellen, das es nicht so gruselig ist wie der Titel verspricht. Ich hätte aber große Lust wieder etwas vom Autor zu lesen.
Wer es nicht so gruselig mag, der sollte hier unbedingt zugreifen.


Falls ihr euch einen Eindruck von Buch machen wollt, findet ihr hier die Videorezension dazu:


Euer Roland

Donnerstag, 31. Januar 2019

Roland liest: Robert Rittermann - LOST PROJEKT: Unter fremden Sternen

©  Robert Rittermann

Unter fremden Sternen

Verlag: Flying Cheese
Taschenbuch: 169 Seiten
Preis: 12,00 EUR
E-Book: 0,99 EUR
Genre: Sci-Fi
Reihe: Lost Projekt Bd. 1
ISBN: 978-3-947900-02-2
Erscheinungstermin: 2018

Rezensionsexemplar: Ja

Inhalt: 

2383 schlägt ein Asteroid auf der Erde ein und läutet somit das Ende der zivilisierten Welt ein. Eine Gruppe der besten Wissenschaftler macht sich auf eine Reise in die Vergangenheit um die Menschen in der Zukunft zu retten. Doch diese Vergangenheit ist die Zeit der Dinosaurier und zwar kurz bevor diese von einem Asteroiden ausgelöscht wurden. Das Abenteuer beginnt ...

Meinung:
Ein schmales Buch mit einigen Zeichnungen vom Autor selbst.
Das Cover finde ich verwirrend denn es macht für mich den Eindruck eines Kinder- bzw. Jugendbuches. Dennoch werden Begriffe in dem Buch verwendet die Erwachsene ansprechen soll. Ich bin ehrlich gesagt hin und her gerissen.
Ich liebe das Thema Dinosaurier wirklich sehr und die Idee ist auch gut aber von Anfang an habe ich zu viele Fragezeichen in meinem Kopf.
Wenn es Zeitreisen gibt wo kommt die Technologie her und wie funktioniert sie? Das frage ich mich natürlich nur als Erwachsener und ich erwarte auch keine wissenschaftliche Abhandlung, also bitte nicht falsch verstehen, aber ich war einfach nur verwundert und ich dachte die ganze Zeit, es fehlt eine Seite.
Zusätzlich geht es in dem Buch um einen Jungen der der Sohn von Colonel Matthew Anderson ist. Und Colonel Matthew Anderson will seinen Sohn im Jahr 2383 lassen während er die Welt retten geht. Sie werden sich nie wieder sehen doch dieses Gefühl kommt beim Lesen der Zeilen leider nicht im geringsten rüber. Weder beim Vater noch beim Sohn!
Als dann auch noch der Asteroid auf der Erde im Jahr 2383 nach falschen Berechnungen viel zu nahe einschlägt und voraussichtlich alle Menschen in den nächsten Sekunden sterben werden, ist Tom der einzige der den Versuch startet auf die Plattform zu gelangen. Er will überleben und nicht sterben ...
Dieser Moment hatte so viel Potenzial so viele Perspektiven, Verzweifelungen und wird leider nicht genutzt.
Für ein Kinderroman natürlich völlig ausreichend doch nicht für ein Roman für erwachsene Leser da hatte ich mehr erwartet. Was das Team dann in der Vergangenheit Millionen Jahre vor unserer Zeit erlebt ist dann schnell erzählt und beherbergt kaum Überraschungen.
Ich frage mich nur einfach, wer hier eigentlich die Zielgruppe ist?!
Es macht dennoch Spaß das Buch zu lesen und es gibt auch einen Nachfolgeband.
Natürlich bewundere ich jeden der seinen Traum wahr macht und das hat Robert Ritterman mit Lost Projekt, dennoch finde ich die Kategorie hier leider etwas falsch gewählt.

Hier findet ihr die Videorezension dazu:



Euer Roland

Montag, 21. Januar 2019

Roland liest: Mike Krzywik-Groß - SHADOWRUN: Alter Ego

© Pegasus Press

ALTER EGO

Verlag: Pegasus Spiele
Taschenbuch: 384 Seiten
Preis: 12,95 EUR
Genre: Sci-Fi
Reihe: Shadowrun
ISBN: 978-3-9578-9180-8
Erscheinungstermin: 09/2018

Rezensionsexemplar: Ja


Inhalt:
Paul Dante ist ein eigenwilliger Privatdetektiv, der seine eigene Moralvorstellung hat und das mitten in Berlin.
Paul gehört eigentlich zum alten Eisen und seine Magie ist fast ausgebrannt. Er hält sich mit kleineren Jobs über Wasser - wie sein neuer Auftrag.
Er soll herausfinden wo der Lokalpolitiker Freerk Johanson ist, denn der ist verschwunden.
Doch seine Auftraggeberin scheint alles andere als klar im Kopf zu sein und aus dem kleinen Auftrag wird ein enormer Run, der alles von Paul und seinen Chummern abverlangt.

Meinung: 
Das Cover ist super cool. Es ist modern und spricht in meinen Augen auch eine breitere Masse an als die alten Cover. Der Titel ist in meinen Augen nicht ganz so gut gewählt auch wenn er durchaus zum Buch passt. Ich hätte mir einfach etwas knackigeres gewünscht weil dieser nicht so gut im Gedächtnis bleibt.
Aber nun zur Geschichte. Was soll ich sagen?
Ich war hin und weg als ich die ersten Seiten förmlich in mich aufgesaugt habe. Ich liebe Shadowrun und das alles auch noch in Berlin - was kann es schöneres geben? Echt perfekt.
Die ganze Geschichte dreht sich um den in die Jahre gekommenen Paul Dante, der eigentlich ein Magier ist, doch durch einige Eingriffe hat sich alles geändert. Seine Magie geht den Bach runter und das macht ihm mehr als zu schaffen. Seine liebenswerte Freundin Aggi, die Deckerin, ist das ganze Gegenteil von ihm: Jung, dynamisch und erste Sahne, was die Matrix angeht.
Doch so verschieden diese Beiden auch sind, so ergänzen sie sich enorm.
Ein Auftrag nach Pauls Geschmack, sollte ein wenig die Kasse klingeln lassen. Doch dieser scheint alles andere als einfach zu sein, denn es geht um Paul Dantes Kopf. Seine Auftraggeberin die bei Zeta-ImpChem arbeitetet, scheint verrückt zu sein und ihr eigener Konzern sieht das genauso.
Paul Dante zieht alle Register um seinen Auftrag zu erledigen denn es geht um nichts weniger als um Leben und Tod der ganzen Crew. Denn nicht nur Zeta-ImpChem ist hinter ihm her...
Ihr merkt es schon, hier entsteht ein Sog den Mike Krzywik-Groß meisterhaft erschafft und Paul nach Hunderten von Seiten keine Wahl mehr lässt. Die verschiedenen Charaktere sind alle sehr rund und ihre Reaktionen sind genau das was man erwartet. Daher werden die Personen realistisch und bekommen eine unglaubliche Tiefe. Dennoch erschien mir der Roman etwas zu lang. Die ein oder andere Szene hätte durchaus weggelassen werden können um den Spannungsbogen konstant zu halten. Der Einblick in die Konzernstruktur, die man hier geboten bekommt war aber eine wahre Freude und es hat einfach Spaß gemacht es zu lesen. Wie Menschen kontrolliert und manipuliert werden wodurch den Konzernangestellten keine Wahl bleibt wenn sie ihre Position behalten wollen - sehr authentisch umgesetzt.
Die Idee ist gelungen auch wenn es etliche Seiten braucht bis man versteht worum es eigentlich geht.  Ein toller Roman in einer Zeit die nicht mehr lange auf sich warten lässt.

Hier findet ihr die Video-Rezension dazu:



Euer Roland

Dienstag, 8. Januar 2019

Roland liest: Brian Aldiss - STARSHIP: Verloren im Weltraum

© Mantikore Verlag

STARSHIP: Verloren im Weltraum

Verlag: Mantikore
Taschenbuch: 340 Seiten
Preis: 13,95 EUR
E-Book: 9,99 EUR
Genre: Sci-Fi
ISBN: 978-3961880171
Erscheinungstermin: 07/2018

Rezensionsexemplar: Ja

Inhalt: 
Starship ist ein Roman der 1958 bereits veröffentlicht wurde. Der Protagonist Roy ist ein Mitglied eines Stammes und er ist ein Sucher und Jäger der aus aus seinem Sektor auf die Suche nach Essen geht. Augenscheinlich ist die primitive Kultur ähnlich eines Stammes ohne Technik und dennoch scheint die Umgebung metallisch zu sein. Schotts verbinden die einzelnen Sektoren und alles erscheint so weit entfernt und nicht erforscht. Viel Aberglaube liegt in der Luft und die Reise beginnt mit einer Idee ...

Meinung:
Wenn man sich das Cover so ansieht, vermutet man nicht ein Buch aus den 60er Jahren dahinter. Doch man bekommt hier einen "Klassiker" in einem neuen Gewand. Das tut dem Buch auch gut denn das Cover macht neugierig und spricht einen ein. Es verspricht einem Sci-Fi.
Und man bekommt auch Sci-Fi aber anders als ich es erwartet hatte.
Dieses Buch ist schwer zu beschreiben denn wir als Leser wissen bereits wo man sich befindet und zwar auf einem Raumschiff aber der Hauptcharakter nicht.
Dennoch hat Brian Aldiss es geschafft mich in den Bann der Umgebung zu ziehen. Die weite Umgebung die begrenzt ist in alle Richtungen. Die Beschreibungen sind wirklich gut, vor allem weil man den Blick eines Unwissenden einnimmt. Wie würdet ihr einen Schraubenzieher beschreiben wenn ihr nicht wüsstet, was es ist und wofür er gemacht ist? Diese Sicht bekommt man hier und das ist spannend. Doch für mich beißen sich für meine Verhältnisse gelegentlich die Erkenntnisse über Dinge oder Technik. Das hat mich immer mal wieder verwirrt.
Letztendlich geht es aber um den Stamm der auf diesem Schiff lebt. Sie scheinen auch nicht allein zu sein denn dort sind auch noch andere "Lebensformen". Tja und das war es was ich nicht erwartet hatte. Bis zum Ende wusste ich nicht so richtig, wo das Buch mit mir hin will.
Doch welches Geheimnis eigentlich hinter allem steckt, ist erschreckend und legt einen Schleier der Bedrückung über alles. Die Idee ist brillant und hat es verdient gelesen zu werden.
Es ist spannend geschrieben, sodass man es gerade in kalten Wintertagen sehr gut lesen kann.

Hier findet ihr die Videorezension dazu:



Euer Roland

Montag, 22. Oktober 2018

Roland spielt und liest Rollenspiel: Das Lied von Eis und Feuer

© Mantikore Verlag

DAS LIED VON EIS UND FEUER

Verlag: Mantikore
Hardcover: 400 Seiten
Preis: 49,95 EUR
PDF-Version: -
Autor: Robert J. Schwalb
Illustrationen: Michael Komarck, Ted Galaday, Jeff Himmelman, Veronica Jones, Jason Juta, Billy King, Pat Laboyko, Britt Martin, German Nobile, Torstein Nordstrand, Paolo Puggioni und Christophe Swal
ISBN: 978-3-939212-31-7
Erscheinungstermin: 07/2014

Rezensionsexemplar: Ja

Inhalt:
Das Rollenspiel-Buch kommt mit einer Fülle an Hintergrundgeschichte daher und das beginnt auch schon auf den ersten Seiten.
So wird im 1. Kapitel eine Einführung in Westeros dargeboten inkl. aller Wappen. Eine Karte von Westeros darf natürlich auch nicht fehlen.
Die Spielregeln im Kapitel 2 sind sehr übersichtlich gehalten. In diesem Kapitel kann man sich auch gleich vorgefertigte Charaktere anschauen oder auch gleich nutzen um los zu spielen.
Falls man sich aber seinen eigenen Charakter erschaffen möchte, so hat man im 3. Kapitel die Möglichkeit dies zu tun.
Anschließend kann man sich nach der Charaktererschaffung im 4. Kapitel den Fähigkeiten und die Spezialisierungen anschauen, die man für seinen Charakter benötigt.
Im 6. Kapitel kommt etwas Besonderes, denn man erschafft sein eigenes Haus und das GEMEINSAM. Alle Spieler müssen sich hier einigen auf allerlei Aspekte und die  entsprechende Hintergrundgeschichte. Und natürlich ist hier auch noch ein Wappen zu erschaffen für das gemeinsame Haus.
Im Kapitel 7 geht es um die Ausrüstung und deren Preise.
Und dann gibt es ein ganzes Kapitel das nur Intrigen behandelt. Wie sollte es auch anders sein bei GAME OF THRONES?!
Im Kapitel 9 kann man die grundlegenden Regeln der Kampfkunst lesen.
In Kapitel 10 geht es dann auch schon um Kriegsführung im großen Still.
Kapitel 11 gibt dem Erzähler bzw. dem Spielleiter eine menge Informationen in die Hand, damit dieser sich schon die ersten Gedanken machen kann.
Die letzten 2 Kapitel bieten den Spielern und dem Erzähler zwei Abenteuer auf 80 Seiten um die Grundregeln des Spiels kennen zu lernen und sich auf die Reise nach Königsmund zu begeben.
Zum Schluss bietet das Rollenspiel noch ein Appendix mit den wichtigsten Referenztabellen und einen ordentlichen Index.

Meinung: 
Von Anfang an war ich vom Cover begeistert. Es zeugt von so viel Energie und Abenteuerlust, das man sich gleich hineinstürzen möchte.
Doch schlägt man das Buch auf, wird man ein wenig erschlagen von der Fülle der Texte und des Formates. Denn an einigen Stellen sind die Zeilen sehr eng, sodass es für mich schwer ist, es fließend, ohne müde zu werden, zu lesen.
Das Layout ist in meinen Augen sehr gut und die häufig, markierten Schlüsselwörter und Überschriften, helfen einem den Überblick zu behalten.
Kurz und knapp sind die einzelnen wichtigen Aspekte beschrieben und so verhält sich das auch mit den Regeln an sich. Ich hatte erwartet das die Regeln sehr ausladend werden, was überhaupt nicht der Fall ist. Das Augenmerk liegt hier auf dem Setting und der gesamte Hintergrund von THE GAME OF THRONES. Das nimmt einiges in Beschlag von dem Buch, was aber auch wichtig ist, damit man lernt sich aus zu kennen.
Was ich sehr gelungen finde ist der Einstieg des Buches mit dem Almanach von Westeros, denn es sieht so schön aus. Das Artwork ist mit Sicherheit nicht Jedermanns Sache aber es ist solide und zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch.
Viele Tabellen und Texte machen das Regelwerk zu keinem Einsteigerfreundlichen Regelwerk für Neulinge im Pen & Paper-Universum. Erfahrene Rollenspieler sollten mit dem Grundregelwerk aber ihren Spaß haben, denn das Ganze lebt von seinem Hintergrund und da wird ein erfahrener Spielleiter sich gut austoben können.
In meinen Augen ein sehr gelungenes Buch, mit dem man jede menge Spieleabende in kühlen Herbst- und Wintermonaten verbringen kann.

Hier findet ihr die Video-Rezension dazu:



Euer Roland

Donnerstag, 18. Oktober 2018

Roland liest: Peter Hohmann - DIE EHERNE GARDE 3 : Die Ebenen der Ewigkeit

© Atlantis Verlag

DIE EBENEN DER EWIGKEIT

Verlag: Atlantis
Taschenbuch: 303 Seiten
Preis: 13,90 EUR
E-Book: 4,99 EUR
Genre: Fantasy
Reihe: Die Eherne Garde ; Bd. 3
ISBN: 978-3-86402-387-3
Erscheinungstermin: 05/2017

Rezensionsexemplar: Ja

Inhalt: 
Dieses Buch beendet die Geschichte von Lormak und Avi, die gegen die Dämonen vorgehen um die Dunkelheit auf zu halten. Die Völker der Zwerge, Elfen und Menschen müssen sich zusammen schließen, sonst ist Yur dem Untergang geweiht. Doch Lormark wird immer mehr zu einem Dämon auch wenn er sich geschworen hat Avi zu beschützen. Und Avi trägt nicht nur weiterhin eine Göttin in sich. Sie muss sich Iridon stellen um Yur zu retten. Koste es was es wolle.

Meinung: 
Der dritte Teil und damit der Abschluss dieser Buchreihe, hat es schwer mit den ersten beiden Teilen mit zu halten. Für mich persönlich waren gerade die ersten 50 Seiten sehr verwirrend und ich habe Schwierigkeiten gehabt in die Geschichte hinein zu finden. Aber danach kehrte ich zurück in die Welt und zu der Gemeinschaft. Und diese Gemeinschaft hat es nicht leicht denn sie müssen kämpfen gegen die Dämonen in den eigenen Reihen sowie denen, die versuchen sie aufzuhalten.
Die Gemeinschaft bröckelt und das war zu erwarten, denn umso heftiger es wird in einer Geschichte, umso leichter lauert der Verrat in jedem weiteren Kapitel. Das wiederum ist spannend.
Es ist aber auch weiterhin eine Liebesgeschichte wie die Schöne und das Biest denn Lormak wird immer mehr zu dem was Avi bekämpft. Leider hat die Liebesgeschichte hier einen zu großen Platz eingenommen wodurch die Kämpfe in den Hintergrund gerieten und schnell abgefertigt wurden. In den vorherigen Bänden wurden diese viel detaillierter beschrieben, wodurch ich mit auf dem Schlachtfeld stand, was hier verloren gegangen ist.
Und auch wenn Lormak mein Lieblingscharakter ist, so hat er für mich in diesem Buch den Biss verloren. Er stagniert regelrecht und die Entwicklung ist mehr äußerlich als alles andere, was ich sehr schade finde.
Avi und Krax sind in meinen Augen zu einem Beiwerk geworden, das notwendig ist - mehr leider aber auch nicht.
Der Gewinner dieser Geschichte ist in meinen Augen dieser irrsinnige Elf  - Iridon, den man vom ersten Buch bis zum letzten begleitet. Dieser legt eine Entwicklung hin die einem Film gleichkommt. Man ahnt von Anfang an, das er die Dämonen wie auch immer nach Yur gebracht hat, aber wie und warum er das getan hat, dauert drei Bücher lang. Und von einer ablehnenden Haltung zu dem eingebildeten Elfen im ersten Buch, hat man nun das Gefühl Verständnis für seine Taten zu haben. Iridon tut mir persönlich am meisten leid. Durch Rache und Blendung hat er einen Weg eingeschlagen, der so viel Leid über alle Völker gebracht hat.
Das Ende ist weniger überraschend als erwartet und die Kämpfe gehen schneller vorbei und sind weniger detailliert. Ich hätte auf der Reise gerne die Orks kennen gelernt wie sie mit den Menschen oder Elfen verhandeln und gegen die Dämonen in den Krieg ziehen. Gerade in diesen anderen Völkern wäre noch Potenzial gewesen. Diese hätten viel besser in Szene gesetzt werden können, wodurch neue Konflikte entstanden wären und der Geschichte noch einen anderen Verlauf bzw. mehr Tiefe hätte geben können.
Dennoch ist die Geschichte wieder sehr gut geschrieben. Es kommen Begriffe vor über die man einfach stolpert und es liest sich einfach toll. Ich hätte mir einfach ein etwas anderes Ende gewünscht.
Zusammengefasst ist dieser dritte Band ein guter Abschluss der so sein kann aber nicht sein musste.

Hier findet ihr die Video-Rezension dazu:



Euer Roland

Sonntag, 7. Oktober 2018

Roland liest: Jan-Tobias Kitzel - Shadowrun: ORKS WEINEN NICHT

© Pegasus Spiele

Orks weinen nicht

Verlag: Pegasus Spiele
Taschenbuch: 284 Seiten
Preis: 12,95 EUR
Genre: Sci-Fi
Reihe: Shadowrun
ISBN: 978-3-95789-178-5
Erscheinungstermin: 06/2018

Rezensionsexemplar: Ja

Inhalt: 
Unter der Führung von Rex, dem Ork gibt es eine wichtige Regel: Keine Aufträge bei dem jemand getötet wird.
Deshalb sind die Jobs des Runnerteams spärlich gesät.
Doch dann gibt es einen neuen Job für sein Team: Eindringen bei BuMoNa und etwas Vernichten ohne das es jemand mitbekommt. Doch das ist leichter gesagt als getan und sein Team zerbricht spürbar an den Folgen dieses Runs.

Meinung:
Das Cover sagt schon alles!
Rex ist da und er ist ein Ork mit dem man rechnen kann. Als Teamleader und Planer des Teams hat er seine Prinzipien und diese werden in den Schatten auch respektiert.
Auch wenn seine Teamkollegen sich mit anderen Jobs über Wasser halten können, so halten sie zu ihm und vertrauen seinem können und Urteilsvermögen.
Doch dieses Buch ist nicht nur die Geschichte eines Orks der im Inneren ein echt weichen Kern und viele Probleme mit seiner Familie hat. Es ist eine Geschichte eines Teams, das unterschiedlicher nicht sein kann.
So ist Neon nicht nur eine Waffenexpertin und heimlich in den alten Ork verliebt, sondern arbeitet auch in einer Suppenküche.
Lady Bug ist eine Magierin deren Lebensstil mehr als extravagant ist und sie hat ein Amulett, das mehr als besonders in der magischen Welt ist.
Und der Rigger Samson der nicht nur Drohnen liebt, sondern auch der Matrix nicht abgeneigt ist.
Die Charaktere sind unglaublich gut gezeichnet und ziehen einen ohne es zu merken in den Roman.  Das Besondere an den vier Runnern ist nicht, das sie sich als Team zusammengetan haben sondern das ein Band der Freundschaft sie miteinander verbindet. Doch was passiert, wenn der Verrat vor der Haustür lauert und die Familie nur einen Schritt vor einem dunklen Abgrund steht?
Dieser Shadowrun-Roman ist so viel mehr als nur ein bloßer actiongeladener Blockbuster. Er ist ein Spiegel der Gesellschaft. Welche Werte sind noch wichtig und wann muss man sich entscheiden seine Ideale über Bord zu werfen?
Auch in der Zukunft geht es nur um Kapital und schneller zu sein als der Andere. Da ist kein Platz für Freundschaft oder Liebe. Oder doch?
Einer der besten Shadowrun-Romane, den ich je gelesen habe. Ich hoffe von Jan-Tobias Kitzel noch weitere Shadowrun-Romane lesen zu dürfen.

Hier findet ihr die Video-Rezension dazu:



Euer Roland

Freitag, 24. August 2018

Roland liest: Peter Hohmann - DIE EHERNE GARDE 2: Die Fährte des Einhorns

© Atlantis Verlag

DIE FÄHRTE DES EINHORNS

Verlag: Atlantis
Taschenbuch: 260 Seiten
Preis: 13,90 EUR
E-Book: 4,99 EUR
Genre: Fantasy
Reihe: Die Eherne Garde ; Bd. 2
ISBN: 978-3-86402-462-7
Erscheinungstermin: 02/2017

Rezensionsexemplar: Ja

Inhalt: 
Im zweiten Band wird die Bedrohung der zusammengewürfelten Truppe immer heftiger durch die Dämonen.
Flucht erscheint der einzige Ausweg denn die Menschen scheinen sich ihrem Schicksal ergeben zu haben und wollen nicht gegen das Chaos vorgehen. Wie eine Seuche breitet sich dieses Übel im ganzen Land Stück für Stück weiter aus und die Gruppe versucht gemeinsam auf verschiedenen Wegen den Großen und Mächtigen die Augen zu öffnen.
Doch während Avi schwer verletzt wird steht Lormak einer Übermacht von Dämonen und wichtigtuerischen Menschen gegenüber, die die Gefahr nicht kommen sehen wollen.
So benötigt Lormak Unterstützung von seines gleichen und einem Mann, der Avi für sich haben möchte.
Doch die Fährte nach dem Einhorn ist wichtiger alles andere denn es die einzige Möglichkeit um Avi noch retten zu können ...

Meinung:
Wow! Was für ein würdiger zweiter Band.
Lormak ist und bleibt mein Lieblings-Charakter. In diesem Teil ist er nicht nur noch wütender sondern auch sehr viel menschlicher. Er springt so sehr in seinen Ausbrüchen das mir schwindelig wird und dennoch kann ich ihn so gut verstehen. Der Dämon wird immer stärker und Lormak versucht immer stärker gegen einen Gegner im Inneren azukämpfen, der nur eines will: Zerstörung und Tod. Lormak lernt seine Vergangenheit immer mehr kennen und auch Menschen und Dämonen, die er kennen sollte tauchen auf.
Man erfährt in diesem Teil was er für ein Mann er einmal war und warum er auch so gut kämpfen kann.
Wie auch schon im ersten Teil muss unser halber Dämon sich mit ständigen Schicksalsschlägen abfinden und so versucht er alles daran zu setzen um Avi das Leben zu retten.
Zusätzlich erscheinen neue Charaktere die Lormak auf seinem Weg begleiten. Jeder dieser Charaktere ist wieder genauso einzigartig, wie die ersten Charaktere die Peter Hohmann erschaffen hat. Es ist faszinierend wem man hier alles begegnet und sie alle tragen ihren Teil bei sodass das Buch nur noch cooler und fesselnder auf einen wirkt.
Alles fügt sich zusammen und auch die Kapitel in die Vergangenheit des Magiers ergeben immer mehr Sinn und machen "Spaß" nach mehr. Denn der Leidensweg des eingebildeten, besten Magiers erscheint einem nicht minder schwer, wie der von Lormak. Man ahnt schon wie alles miteinander verwoben scheint und dennoch ist es spannend bis zum letzten Kapitel.
Wer großartige Fantasy lesen möchte kann nicht vorbei an der Ehernen Garde und Peter Hohmann.

Hier könnt ihr die Video-Rezi dazu sehen:



Euer Roland

Donnerstag, 12. Juli 2018

Roland liest: LANFEUST VON TROY Bd 1

https://www.splitter-verlag.de/lanfeust-von-troy-bd-1.html
© Splitter Verlag

LANFEUST ON TROY

Bd.1 Das Elfenbein des Magohamoth                   


Verlag: SPLITTER                               
Hardcover: 56 Seiten + Bonusmaterial
Preis: 15,80 EUR
Autoren: Christophe Arleston
Zeichnungen: Didier Tarquin
Genre: Fantasy
ISBN: 978-3-96219-094-1
Erscheinungstermin: 04/2018

Rezensionsexemplare: Ja


Inhalt: 
Jeder Bewohner hat eine magische Fähigkeit. Unser Held Lanfeust z.B. kann Metall zum Schmelzen bringen. Und so arbeitet er passenderweise in einer Schmiede.
Als er das Schwert eines Barons reparieren soll, passiert etwas völlig Unerwartetes. Und damit beginnt der ganze Schlammassel, denn es scheint das er die totale Kraft hat.
Also will der Weise Nicolas sich mit Lanfeust auf die Reise nach Eckmühl machen. Der hohe Rat soll von Lanfeust und von seinen Fähigkeiten erfahren. Doch die Reise beginnt nicht ohne die beiden Töchter von Nicolas. Unterschiedlicher könnten diese beiden liebenswerten Frauen nicht sein und so kommt es immer wieder zu Streitereien auf dem Weg nach Eckmühl.

Meinung:  
© Splitter Verlag
Was soll ich euch zu diesem Comic schreiben?
Ich liebe diese Comic-Reihe und sie ist einfach Kult.
Ich habe sie schon vor etwa 20 Jahren gelesen. Damals habe ich schon so gelacht über die Anspielungen und Sprüche. Die Texte waren einfach nur herrlich und sind es noch immer!
Die Zeichnungen gefallen mir wirklich gut und haben ihren Charme von damals behalten. So viele Kleinigkeiten, die man entdecken kann auf den Bildern, die mit so viel Detailverliebtheit gemalt wurden.
Die Idee und die Welt sind so wunderbar rund gestaltet als wären die Macher des Werkes vor Ort gewesen. Auch wenn es manchmal anzüglich wird, so sollte man dies mit einem Augenzwinkern betrachten und nicht zu ernst nehmen.
Es ist ein Comic das mit Klischees spielt und sie dennoch nicht plump wirken lassen. So ist Lanfeust nicht der schlauste Kerl aber er hat das Herz am rechten Fleck und gerade seine Beziehung zu den 2 Töchtern ist einfach herrlich. Wobei ich vor allem Cixis (eine der Töchter vom Weisen Nicolas) absolut amüsant finde. Ich bin schon sehr gespannt wie es mit ihr weiter geht.
Es eine Geschichte über Freundschaft, Liebe und Eifersucht, eingebettet in einer magischen Welt voller Kampf und Blut. Ein Comic das in keinem Bücherregal fehlen sollte weil es mit Witz und Charme überzeugt.

Euer Roland

Sonntag, 8. Juli 2018

Roland liest: Bernd Perplies - DER DRACHENJÄGER 1 - Die erste Reise ins Wolkenmeer

DER DRACHENJÄGER
© TOR 

Verlag: TOR
Taschenbuch: 496 Seiten
Preis: 9,99 EUR
E-Book: 9,99 EUR
Genre: Fantasy
Reihe: Die erste Reise ins Wolkenmeer ; Bd. 1
ISBN: 978-3-596-29671-2
Erscheinungstermin: 07/2017

Rezensionsexemplar: Nein

Inhalt: 
Drachen gibt es wirklich und nicht nur das, sie gehören zum Leben dazu. Sie werden gejagt von fliegenden Schiffen und ihre mutige Besatzung tötet die Drachen und verkauft diese um sich damit ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
Lian ist kein Drachenjäger auch wenn er gerne die Wolkenmeere bereisen würde. Doch eines Nachts passiert etwas Schreckliches und er muss um jeden Preis seine Heimat verlassen. Mit seinem Freund zusammen versucht er auf einem Flugschiff anzuheuern. Letztendlich heuern sie auf einem der größten Schiffe an, das Jagd macht auf einen der schrecklichsten und gefährlichsten Drachen den es je gab. Doch der Kapitän Adaron, besitzt so viel Hass in seiner Seele und hat nur ein Ziel das er verfolgt: Er will den Urdrachen vernichten egal was es kostet.

Meinung:
Eine schöne, ausgebaute Welt, die Bernd Perplies sich hier hat einfallen lassen. Und das Cover des Buches erzählt schon die Geschichte wie sie ablaufen wird. Nicht das ich etwas anderes erwartet hätte. Dennoch erscheint das Buch mit so viel mehr an Geschichte und Charakteren die nicht fremdartiger sein könnten.
Ich fand es schade das die Spannungsbögen die an der ein oder anderen Stelle zu lesen sind nicht genutzt wurden um weitere Konflikte zu schaffen. Diese hätten das Buch spannender gestalten können in meinen Augen. So hat das Buch die Geschichte vorangetrieben doch so richtig gefesselt hat sie mich nicht.
Die Charaktere sind Stereotypen die leider nichts Neues erzählen und dennoch habe ich es gerne gelesen.
Ich mochte den Kapitän Adaron der seine Gründe hat sich dem größten Feind zu stellen. Er ist weder gemein noch ungerecht. Er ist ein Mann der gebrochen ist und gerade dieses Kapitel hat mir besonders gut gefallen. Schon im Vorfeld erfährt man hier wie es zu seinem Ziel wird der Urechse den Tot bringen zu wollen.
Und auch Lian ist ein Held den man begleitet und an seiner Seite auf die Jagd gehen möchte. Er macht seinen Weg auch wenn dieser steinig ist. Lian entscheidet was richtig und falsch ist und so einen Helden braucht dieses Buch auch.
Wer sich also auf die Jagd begeben möchte, sollte sich die Reihe mal genauer anschauen. Mit dem ersten Band "Der Drachenjäger" wird die Geschichte abgeschlossen und doch kann man erwartungsvoll im zweiten Band die Reise ins Wolkenmeer fortführen.

Hier findet ihr die Video-Rezi dazu:



Euer Roland

Samstag, 7. Juli 2018

Roland liest: ANDROIDEN - Glücklich wie Odysseus

© Splitter Verlag

ANDROIDEN

Bd.2 Glücklich wie Odysseus                          

Verlag: SPLITTER                             
Hardcover: 52 Seiten
Preis: 15,80 EUR
Autoren: Olivier Peru
Zeichnungen: Geyser   
Genre: Sci-Fi
ISBN: 978-3-95839-569-5
Erscheinungstermin: 02/2018

Rezensionsexemplare: Ja

Inhalt: 
Die größte und längste Reise der Menschheit steht an. Es geht 600 Jahre in Richtung Sterne und natürlich braucht man für ein solches Großprojekt Roboter die nicht nur alles überwachen. Die Menschen überdauern diese Reise in Tiefschlafbehältern die den Alterungsprozess verlangsamen aber nicht verhindern können. 300 Jahre läuft alles Reibungslos doch dann wird das Schiff von einem Meteoritenschauer getroffen. Da der Hauptreaktor getroffen wurde, verringert sich ihre Reisegeschwindigkeit zurück zur Erde. Erst nach 1.000 Jahren wären sie wieder daheim.
Und dennoch treffen sie nach vielen Hunderten von Jahren wieder auf der Erde ein, doch nichts ist mehr so wie sie diese verlassen haben.
Ein Überlebender und ein Droide machen sich auf den Weg herauszufinden, was auf der Erde in den Jahrhunderten passiert ist.

© Splitter Verlag
Meinung:
Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen und das nicht nur weil die Reise schief gelaufen ist.
Der 2. Teil der Androiden-Reihe beschäftigt sich mit der Entdeckung der "neuen" Erde, die sich stark verändert hat.
Und das alles mit einem tollen Hauptcharakter AC7+, ein Roboter der den drei Gesetzen der Robotik untersteht. Diese Gesetze muss man verinnerlichen um auch seine Entscheidungen zu verstehen, die für den Leser alles andere als logisch erscheinen weil der Mensch mit dem Herzen denkt.
Das soll nicht heißen, das AC7+ kein Herz hat aber die Gesetze der Robotik stehen über seinem eigenen Wohl. 
Was gleich auffällt sind die Zeichnungen. Sie sind klasse und machen Freude dieses Buch aufzuschlagen. Aber es fällt auch gleich auf, das der Stil ein anderer ist als beim 1. Band. Die Zeichnungen sind weicher und der Roboter hat etwas kindliches an sich. Das passt perfekt! So taucht man in eine Welt ein die voller Technik und Logik ist aber auch voller Gefühl. Der Roboter bekommt hier so viel Emotionalität, wie ich es nicht erwartet hätte. Und dennoch endet dieses Buch, wie dieses Buch enden muss ...
Ich mag die Androiden-Reihe wirklich sehr vielleicht auch weil ich Roboter einfach nur klasse finde. Natürlich finde ich sie in der Realität spannend aber auch beängstigend. Doch "Was wäre wenn" ist eine schöner Gedankengang der hier zum tragen kommt.
An der Reihe ist aber auch außergewöhnlich das es verschiedene Autoren und Zeichner sind, die in einer Reihe gebündelt werden. Ein Thema und unterschiedliche Storys, Gedanken. Eine großartige Idee, die wirklich spannend umgesetzt wird. Wobei ich persönlich den 2. Band sogar noch runder und stimmiger in sich fand als den 1.
Also schaut euch auch den 2. Teil der Androiden an. Er liefert euch wieder eine tolle Geschichte!

Euer Roland

Mittwoch, 27. Juni 2018

Roland liest: David Grade - Shadowrun: IWANS WEG

© Pegasus Spiele

IWANS WEG 

Verlag: Pegasus Spiele 
Taschenbuch: 336 Seiten
Preis: 12,95 EUR
Genre: Sci-Fi
Reihe: Shadowrun
ISBN: 978-3957891723
Erscheinungstermin: 04/2018

Rezensionsexemplar: Ja

Inhalt: 
In Iwans Weg versucht der junge Mann alles um zu überleben und ein besseres Leben zu haben als sehr viele Menschen um in herum. Iwan erleidet aber immer wieder Schicksalsschläge die drohen ihn zu zerbrechen. Doch dann trift er auf Mae, eine Fee die ihm ein Leben mit sich anbietet, fast abgeschottet von den Menschen außerhalb ihres Liebesnestes.
Mae hat jedoch ein sehr dunkles Geheimnis und nicht nur einer der schlimmsten Killer aus dem Feenreich ist auf der Suche nach ihr. Auch ein Runner-Team macht sich auf die Suche nach ihrem Kopf.
Iwan hat nun die Wahl welchen Weg er gehen will. Seine Zukunft hängt davon ab ...

Meinung:
Wow! Endlich wieder einen deutschen Shadowrun-Roman in den Händen halten und dann auch noch den ersten Band einer ganzen Reihe aus den ADL.
Iwans Weg ist alles andere als lustig. Er ist düster, bösartig und zeigt uns die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele.
Iwan ist nur zu bemitleiden denn seine Kindheit ist mehr als nur tragisch und er ist kein Einzelfall im Shadowrun-Univerum. Dennoch ist Iwan ein sehr mutiger und erfindungsreicher Kerl, der für die Zukunft seiner Familie einiges in Kauf nimmt und bis an seine Grenzen geht um sie zu beschützen.
Rhoslyn der Killer aus dem Feenreich ist ein sehr direkter und übler Knochenbrecher, der nicht lange fackelt und auch viele Leichen hinterlässt. Dennoch schafft es David Grade genau diesen Charakter für mich so liebenswert erscheinen zu lassen. Von Kapitel zu Kapitel versteht man seine Beweggründe immer mehr und durchläuft eine so tolle Veränderung mit ihm, das er mein heimlicher Held des Buches ist.
Leider ist dieses Buch in meinen Augen kein Buch für Neulinge denn viel zu viele Fachbegriffe aus dem Shadowrun-Universum werden in dem Buch verwendet. Sucht man dann diese Begriffe im Glossar, so findet man viele Worte leider nicht. Natürlich sind die meisten Begriffe kein Problem wenn man vor 20 Jahren schon Romane aus diesem Universum gelesen hat, doch alle anderen werden hier ihre Schwierigkeiten haben.
Ich liebe die Schatten seid ich etwa 16 Jahre alt war und bin damit groß geworden deshalb bin ich froh, das ich diesen tollen aber auch sehr blutigen und brutalen Roman, lesen durfte. Natürlich sind die Schatten alles andere als heldenhaft zu betrachten und genau das bietet dieser Roman.
Wenn eine Familie fast komplett über die Klinge springt weil sie durch die Schatten laufen, so erlebt man die Verzweiflung und den schnellen Verlust von liebenden Menschen in Roman-Format.
Über die gejagte Mae möchte ich nicht so viele Worte schreiben denn eine Fee kann man wohl nie so wirklich verstehen.
Liebenswert sind die vielen Querverweise auf Shadowrun-Romane die einem ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern.
David Grade hat es geschafft, das ich nach 10 Jahren darüber nachdenke wieder mal meine alten Chummer (Freunde) zu kontaktieren, um mit ihnen mal wieder durch die Schatten zu laufen. Doch mit meinen 40 Jahren heißt der Run dann wohl Altes Eisen!

Hier auch die Video-Rezi von uns:



Euer Roland

Dienstag, 19. Juni 2018

Roland liest: Peter Hohmann - DIE EHERNE GARDE 1: Die schwarze Klaue

© Atlantis Verlag

DIE SCHWARZE KLAUE

Verlag: Atlantis
Taschenbuch: 288 Seiten
Preis: 13,90 EUR
E-Book: 4,99 EUR
Genre: Fantasy
Reihe: Die Eherne Garde ; Bd. 1
ISBN: 978-3-86402-392-7
Erscheinungstermin: 09/2016

Rezensionsexemplar: Ja

Inhalt: 
Dämonen gab es schon mal und sie konnten besiegt werden. Nun tauchen sie wieder vermehrt auf und Avi kämpft an vorderster Front mit ihrem Bogen gegen sie. Doch die Dämonen werden immer mehr, viel mehr als Avi besiegen kann, und so muss sie fliehen.
Sie trift auf einen Mann der gezeichnet von den Dämonen, wohl auch etwas von diesen in sich trägt. Beide scheinen etwas besonderes zu sein und so versuchen sie zusammen die Dämonen aufzuhalten.
Doch nur wenn sich die Völker vereinen können die Zwerge, Elfen und Menschen überleben.

Meinung:
Das Buch hat eine klassische Geschichte, die mit zwei sehr unterschiedlichen und starken Persönlichkeiten daher kommt.
Avi, die Hüterin, die einfach nur Dämonen jagt um die Menschen zu schützen. Ihr treuer Begleiter in der Gestalt eines Pferdes ist der einzige Freund den sie hat. Dennoch scheint es der Frau in der rauhen Umgebung an nichts zu fehlen. Mit ihrem Bogen und ihrer präzisen Zielsicherheit, hat sie eine Berufung und der geht sie ohne wenn und aber nach.
Lormak ist das ganze Gegenteil. Er ist weder gütig noch macht er Jagd auf Dämonen um andere Menschen zu beschützen. Er hat nur eines im Sinn: Er will wissen wer er ist!
Vor einigen Jahren ist er mit einer Krallenhand aufgewacht und kann sich an nichts erinnern. Und das macht ihn wütend aber nicht nur so ein bisschen wütend, Nein unsagbar wütend. Wehe dem, der ihn auch noch anspricht. Lormak hat sich dann nicht mehr unter Kontrolle und der Dämon in ihm scheint die Kontrolle zu übernehmen und nur aufs Abschlachten aus zu sein.
Diese Beiden treffen nun aufeinander und das kann nicht wirklich gut gehen auch wenn sie merken das sie einander wohl brauchen. So schlittern die beiden von einem Kampf in den nächsten ohne wirklich Luft holen zu können.
Dem Leser werden hier auf 288 Seiten viele Schlachten dargeboten. Blut fließt teilweise in Strömen und dennoch hat man das Gefühl einem roten Faden zu folgen.
Warum die Dämonen da sind, kann man leider nur mutmaßen.
Dennoch ist die Geschichte nicht nur spannend, sondern tiefe Gefühle spiegeln sich hier wieder. Gefühle die häufig wichtiger sind als die Monster, die durch die Nacht streifen.
Herausragend finde ich persönlich das Cover und die vielen Worte die man noch nie gelesen hat und die sich in Sätzen verstecken als wären sie ein Teil der Geschichte.
Das absolute Highlight für mich war das grandiose Ende denn da habe ich einfach nur mitgefiebert und konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Und hier macht sich bemerkbar, das dies kein Roman ist den man einzeln lesen kann. Der zweite Teil ist bei dieser Reihe PLICHT!

Die Video-Rezension dazu findet ihr hier:



Euer Roland

Samstag, 9. Juni 2018

Roland liest: VENOMVERSE Bd. 1

VENOMVERSE 1 (VON 2): DIE LIGA DER MONSTER
© Panini Verlag

VENOMVERSE     

1 (von 2)                           

Verlag: Panini Comics                                   
Heft: 116 Seiten
Preis: 13,99 EUR
Autoren: Clay McLeod Chapman, Christopher Hastings,
Ryan Key, Matthew Rosenberg und Simon Spurrier
Zeichnungen: André Lima Araújo, Roland Boschi,
James Stokoe, Irene Strychalski und Tigh Walker
Genre: Superhelden
ISBN: 978-3-7416-0717-2
Erscheinungstermin: 04/2018

Rezensionsexemplare: Ja


Inhalt: 
Wir sind Venom! In Venomverse stehen Parallelwelten im Vordergrund und dort sucht sich der Symbiont vorzugsweise Superhelden und nutzt diese um sie Stärker zu machen. So kommen Wolverines junger weiblicher Klon X-23, Gwenpool, Ghost Rider, Logan und Deadpool zum Einsatz. Nach jeder Geschichte taucht dann auch noch ein Captain America auf der selbst auch einen Symbionten in sich trägt. Ein Krieg für alle Symbiontenträger steht bevor.


Meinung: 

Das Cover ist einfach nur heftig. Es ist unglaublich stark und spricht einen sofort an. Einfach genial!
Vor ab muss ich schon einmal sagen das Venomverse ganz anders ist als ich erwartet hatte. Hier bekommt ihr verschiedene Geschichten von unterschiedlichen Autoren und Zeichner, die zu einem zusammengeführt werden.
Jede Geschichte in Venomverse hat ihren eigen Charme. Dieser spiegelt sich nicht nur im Zeichenstil wieder sonderen auch die Geschichten könnten nicht unterschiedlicher sein. So unterschiedlich wie die "Helden" so ist auch die komplette Aufmachung.
So hat der Ghost Rider bereits den Symbionten in sich und keiner weiß so wirklich warum er den Gefangenen befreit. Ganz anders ist hingegen die Story von Logen der seinen Sohn verloren hat und anschließend gegen einen T-Rex antreten muss. 
Klasse sind aber auch Charaktere die nicht so üblich auftauchen wie der Sohn vom Hulk.
Auch wenn einem nicht jeder Stil gefällt so sind die einzelnen Storys interessant.
Aber um ehrlich zu sein bin ich schon gespannt wo das alles hin führen soll und daher bin ich auf den zweiten Band echt gespannt. 

Euer Roland

Mittwoch, 6. Juni 2018

Roland liest: Comic - Batman Metal: Die Vorgeschichte 2

© Panini Comics

BATMAN METAL

Die Vorgeschichte 2 (von 2)

Verlag: Panini Comics                                   
Hefte: 44 Seiten
Preis: 3,99 EUR
Autoren: Scott Snyder und James Tynion IV
Zeichnungen: Andy Kubert, Jim Lee und John Romita Jr.
Genre: Superhelden
Erscheinungstermin: 04/2018

Rezensionsexemplare: Ja


Inhalt:
Im zweiten Heft der Vorgeschichte werden die Geheimnisse schon etwas mehr gelüftet. So ist es auch kein Zufall das Batman ein neues Mitglied - Duke Thomas, in sein Team aufgenommen hat. Ein Bestandteil von Batmans Plan ist aber auch der Joker. Und doch dreht sich auch hier alles um das sagenhafte Metal. Wo kommt es denn eigentlich her?


Meinung:
Wie beim ersten Band sind die Zeichnungen wirklich sehr gelungen und das Cover ist einfach cool. Der Metalikeffekt wurde auch hier verwendet und gibt dem Cover das gewisse Etwas.
In dem zweiten Band der Vorgeschichte werden die ersten Geheimnisse gelüftet und weitere Türen der Geheimnisse aufgestoßen. Das Ende des Einstiegs der Vorgeschichte ist wirklich gelungen.
Nun stellt sich mir die Frage ob die nächsten Metal-Bände auch so sein werden?
Batman und seine Vergangenheit bekommen hier einen neuen Auftakt und man darf gespannt sein wie die Story ausgearbeitet wurde. Es ist eine völlig neue Richtung und das macht den Comic auch so interessant.
Eines steht auf alle Fälle fest: Für alle Batman-Fans ist Batman Metal ein wahrer Genuss.

Bis bald euer Roland

Donnerstag, 31. Mai 2018

Roland liest: Jörg Benne - DIE STUNDE DER HELDEN

© Mantikore Verlag

DIE STUNDE DER HELDEN        

Verlag: Mantikore Verlag
Taschenbuch: 330 Seiten
Preis: 13,95 EUR
E-Book: 4,99 EUR
Genre: Fantasy
Reihe: Nuareth
ISBN: 978-3-961880423
Erscheinungstermin: 01/2018

Rezensionsexemplar: Ja

Inhalt: 
In die Stunde der Helden geht es um drei Helden die sich gerade in den düsteren Nordlanden herumtreiben.
Huk, Wim und Dalagar sind als "die drei Helden" bekannt und treffen auf den jungen Geschichtensammler Felahar.
Zu Viert machen sie sich auf Abenteuer zu bestehen und Geld zu verdienen. Der heldenhafte Alltag sieht aber weniger heldenhaft aus und der Geschichtenerzähler Felahar muss schnell erkennen das die Abenteuer alles andere als ruhmreich und wenig mit einer glorreichen Zeit zu tun haben. Doch die Stunde der Helden kommt und jeder der Vier muss beweisen ob er ein wahrer Held ist.

Meinung:
Der Titel ist perfekt und das Cover könnte gar nicht passender sein. Ein Hingucker, der einen sofort nach dem Buch greifen lässt, spätestens wenn man den Namen des Autors liest.
Die Helden führen ein Leben wie alle anderen auch und es ist nicht annähernd so heldenhaft wie man sich das vorstellen mag.
Unsere Helden nehmen Tätigkeiten an um Geld zu verdienen und diese scheinen nicht immer in das Bild von Felahar, dem Geschichtenerzähler zu passen. Auch das feilschen der Helden um die Bezahlung, obwohl die Menschen nicht genug Geld haben um sich selbst ordentlich zu ernähren, macht dem Geschichtenerzähler mehr als zu schaffen. Er ist kein Kämpfer und doch kann Felahar helfen mit seinen Geschichten und Menschen zum Lachen bringen in der düsteren Zeit.
Der Kontrast zwischen den Helden und Felahar könnte stärker kaum sein. Oft fragt er sich wo genau das Helden sind und wie er das was sie tun, in einem heldenhaften Licht erscheinen lassen soll.
Die Geschichte um die vier Abenteurer wird mit jeder weiteren Seite verzwickter. Die gemeinsamen Erlebnisse schweißt die vier mehr und mehr zusammen. Und doch könnten die Vier nicht unterschiedlicher sein in ihrer Art und Weise, ihren Ansichten und ihrer Art zu kämpfen.
Huk, Wim und Dalagar sind wirklich tolle Kämpfer und wenn sie ihre Waffen Blankziehen dann steckt man auch mittendrin im Kampf und verschlingt die Seiten und vergisst die Zeit um sich herum. Aber dieser Roman ist so viel mehr denn was den Menschen in den Nordlanden widerfährt ist so kalt und eisig das man beim Lesen erschüttert ist und mit leidet.
Jörg Benne schafft es mit seinen Geschichten eine Tür zu öffnen und mich sehen zu lassen, wie die Menschen dort lachen, weinen und kämpfen. Das Buch endet so wie es nicht angefangen hat und dennoch mit einem heldenhaften Ende.

Hier findet ihr die Video-Rezension:



Euer Roland

Donnerstag, 24. Mai 2018

Roland liest: Tim Lebbon - PREDATOR: Armada

PREDATOR - Armada     
© Luzifer Verlag

Verlag: Luzifer Verlag           
Softcover: 400 Seiten
Preis: 12,99 EUR
E-Book: 7,99 EUR
Genre: Sci-Fi
Reihe: Rage War ; Bd. 1
ISBN: 978-3958352162
Erscheinungstermin: 09/2017

Rezensionsexemplar: Ja

Inhalt:
Die Predatoren fallen in die Sektoren der Menschen ein während Forschungen an den sogenannten Yautja vorgenommen werden. Die Yautja wie die Predatoren auch gennant werden scheinen den Menschen nicht nur in technischer Kriegsführung überlegen. Doch was sollen die Menschen tun wenn die Predatoren wahllos über ihre Forschungsstationen herfallen und Menschen abschlachten? Natürlich! Da können nur die Spezialeinheiten der Colonial Marines helfen und sich den Yautja in den Weg stellen. Doch noch etwas anderes scheint den Weg in die beheimateten Gefilde der Menschen zu finden ...

Meinung:
Ich mag das Buch vielleicht liegt das auch daran weil ich die Predatoren wirklich cool finde. Ihre kriegerische Natur und deren Liebe zur Jagd sind beeindruckend. Doch das Buch bietet so viel mehr! Es gibt eine Menge Handlungsstränge die auf eine Geschichte hinarbeiten.
Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und die Beweggründe der einzelnen Menschen oder Kreaturen scheinen einem nicht immer nur willkürlich zu sein.
Ich mag einfach die Idee hinter der Story die mir erzählt wird und wenn Predatoren fliehen dann sollte man sich überlegen ob man nicht die Beine in die Hand nehmen sollte.
Ich warne schon einmal alle vor, hier sterben sie wirklich Reihenweise aber das ist bei der ständigen Action die dem Leser hier geboten wird auch kein Wunder. Wie sagt man doch so schön: Wo gehobelt wird, da fallen Späne.
Doch eines sei gesagt wer dieses Buch kauft sollte nicht auf ein abgeschlossenes Ende hoffen denn das gibt es nicht. Es ist der Auftakt zu einer Reihe. Das Ende macht einen unglaublich wie es weiter geht und ich habe riesen Lust den zweiten Band der Rage War Reihe zu lesen.
Leider fallen dem aufmerksamen Leser die Handvoll Fehler auf die bei der ein oder anderen Textpassage nicht notwendig gewesen wären. Das ist schade weil das Buch einfach toll ist.
Alles in allem aber ein spannendes Buch das eine Reise zu den Sternen wert ist. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil der im übrigen Alien Invasion heißt.

Hier findet ihr die Video-Rezension:



Euer Roland

Dienstag, 22. Mai 2018

Roland liest: Comic - Batman Metal: Die Vorgeschichte 1

© Panini Verlag

BATMAN METAL

Die Vorgeschichte 1 (von 2)

Verlag: Panini Comics                                     
Hefte: 44 Seiten
Preis: 3,99 EUR
Autoren: Scott Snyder und James Tynion IV
Zeichnungen: Andy Kubert, Jim Lee und John Romita Jr.
Genre: Superhelden
Erscheinungstermin: 03/2018

Rezensionsexemplare: Ja

Inhalt: 
In der Vorgeschichte von Batman Metal geht es um Metal. Ja genau um ein Metal das der Falkenmann Hawkman verwendet und ihm einzigartige Fähigkeiten verleiht. Was nun der Ritter der Nacht damit zu tun hat ist im ersten Band wirklich fraglich. Green Lantern begibt sich auch auf seinen Heimatplaneten um dieses Geheimnis zu lösen. Doch er findet über Batman erstaunliches heraus und trifft auf einen neuen Sidkick Duke Thomas. Doch was der Dunkle Ritter tief unten unter der Erde wirklich versteckt hält, das ist die Frage die hier im Raum steht.

Meinung:
Batman ist mein Lieblings-Superheld und dieser Einstieg ist einfach nur gelungen.
Die Zeichnungen sind grandios und das Cover ist so was von erstklassig. Der Metallik-Effekt lädt einfach ein zum rein lesen und man möchte ein weiteres Abenteuer mit ihm und seinen Kampfgefährten erleben.
Die Handlungsstränge sind schön ausgearbeitet und die Charaktere vermitteln ihre eigenen Sorgen und Nöte.
Green Lantern wird auf eine geheime Mission auf die Erde geschickt um eine Bedrohung auszumachen die ausgerechnet in Wayne Manor zu finden sein soll. Allein diese Idee ist doch schon grandios. Hat Batman etwas damit zu tun?
Batman ist wie so häufig düster in seinem Vorgehen und weiht auch keinen in seine Pläne ein, wie so häufig.
Ich bin wirklich schon sehr auf die Fortsetzung der Vorgeschichte gespannt. Die Geschichte um Batman scheint noch einiges auf Lager zu haben das es zu entdecken gilt.


Bis bald euer Roland

Montag, 21. Mai 2018

Roland liest und spielt: MUTANT - Jahr Null

© Uhrwerk Verlag

MUTANT Jahr Null

Rollenspiel am Ende aller Tage                                        

Verlag: Uhrwerk                                      
Hardcover: 284 Seiten
Preis: 39,95 EUR
PDF-Version: 19,95 EUR
Autoren: Petter Bengtsson, Chris Birch, Anders Blixt, Thomas Johansson, Nils Karlén, Kosta Kostulas und Chris Lites
Illustrationen: Ola Larsson, Reine Rosenberg,
Joakim Ericsson, Johan Nohr und Stella Pukk Härenstam
Genre: Endzeit
ISBN: 978-3-95867-122-5
Erscheinungstermin: 02/2018

Rezensionsexemplar: Ja

Inhalt:
Der Inhalt beginnt mit der Übersicht einer Zonenkarte. Anschließend entdeckt man den Spielerteil und den Spielleiterteil der einem einen kurzen Überblick bietet.
Ein kleines Intro erklärt uns wie es zu der Ausgangssituation gekommen ist und wie sich die Welt verändert hat.
Nach einer kleinen Erklärung was ein Rollenspiel eigentlich ist startet man direkt damit seinen Mutanten zu erschaffen.
Dazu kann man sich seine Rolle aussuchen die man übernehmen möchte. Vom Schrauber über den Hundeführer bis zum Boss sind hier acht Rollen die man wählen kann.
Dann wenden wir uns den Fertigkeiten zu und erfahren auch schon wie die ersten Würfelproben abgehandelt werden. Die einzelnen Mutationen und Talente werden auch ausgiebig beschrieben. Gerade die Mutationen sind hier besonders hervorzuheben da es das Kernstück des Charakters ist. Es gibt viele verschiedene Mutationen wie Säurespucken, Telepathie oder man kann sogar Flügel besitzen.
Die Arche der Spielgruppe ist auch besonders wichtig denn hier ist ihr zu Hause und das gilt ausgebaut zu werden. Doch auf der Suche nach Nahrung und etwas zu Trinken muss man die Zonen durchqueren und wie das geht wird einem im nächsten Kapitel näher gebracht.

Nun beginnt der interessante Teil für den Spielleiter. (Dieser sollte aber nur gelesen werden wenn man auch die Rolle übernehmen will. Als Spieler bekommt man sonst Informationen, die einem den ein oder anderen Überraschungseffekt nehmen.)
Hier findet dieser eine Menge Tabellen die ihm die Arbeit erleichtert. Das fängt mit Ereignissen an, die ständig passieren können und geht über NSCs ( Nichtspielcharaktere ) hinaus. Natürlich ist auch stehts das Zuhause bedroht und auch dafür gibt es extra Listen die einem Spielleiter das Leben erleichtern.
Anschließend kann man die einzelnen Zonen erschaffen und dabei auch die Bedrohungen auswürfeln um diese mit Leben zu füllen. Vom Aschesturm über Zonenengel, die nur Faustgroß sind und auf Blut aus sind ist fast alles vertreten, was man sich wünschen kann um ein spannendes Abenteuer zu erleben.
Anschließend gibt es noch zwei Szenarien die man gleich spielen kann um sich in der Welt der Zukunft zurecht zu finden.

Abschließend ist dann auch noch einen Index, eine Schrotttabelle und die Charakterblätter, die man sich auch ausdrucken kann vorhanden.

Meinung:
Was für ein tolles Spiel(e)-Buch. Ich liebe es!
Das Cover sagt eigentlich alles aus was wir wissen müssen. Die Welt ist nicht mehr das was sie einmal war und das vermittelt einem das Buch von Anfang bis Ende.
Die Tabellen sind klasse angelegt und nicht überfüllt. Überhaupt ist das Buch wunderbar übersichtlich gestaltet und macht es einem leicht in diese Welt abzutauchen.
Das Würfelsystem basiert auf mehreren sechsseitigen Würfeln was ich noch nie schlecht fand. Zusätzlich sind die Fertigkeiten mit den Attributen verbunden und so erhält man auch zusätzliche Würfel wenn man denn die entsprechende Fertigkeit auch hat.
Die zwei verschiedenfarbigen Lesebänder im Buch sind Weltklasse und nicht nur zur Zierde da denn ein Spielleiter braucht das einfach damit er auch schnell etwas nachschlagen kann wenn Fragen auftreten die man nicht im Kopf hat.
Den Comic-Stil auf den Seiten finde ich ansprechend und passend.
Besonders toll ist das man sich in 10 Minuten seinen eigenen Charakter bauen und dann auch schon seine Arche gemeinsam mit den anderen zusammenbasteln kann. Und schon beginnt der Kampf des Überlebens!
Die Mutationen machen das Ganze noch interessanter aber auch gefährlicher denn die Fäulnis wartet überall. Die vielen Bedrohungen und Ereignisse sind einfach genial und machen Lust auf die Gefahr die vor einem steht und darauf wartet das die Spielgruppe endlich startet.
Aber auch die beiden Szenarien sind wunderbar ausgearbeitet und haben ihre Berechtigung in dem Grundregelwerk die mit wunderbaren Karten daher kommen.
Doch dieses Buch bietet noch so viel mehr!
Viele kleine Tipps am Rand, in einem schwarzen Kasten helfen unerfahrenen Spielern aber auch gestandene Spielleiter können sich hier noch eine Scheibe neues Wissen aneignen.

Man benötigt nicht die extra Würfel und auch nicht die vielen Karten die dann die Tabellen ersetzen würden aber ich glaube das macht das Spiel noch zugänglicher und entlastet den Spielleiter enorm.
Dieses Buch ist ein gelungenes Werk das gespielt werden muss bis es vielleicht selbst eines Tages mal zerfällt am Ende aller Tage.

Hier findet ihr die Video-Rezension dazu:



Euer Roland