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Donnerstag, 13. Juni 2019

Jen liest: Lin Rina - Animant Crumbs Staubchroniken

© Drachenmond Verlag

Animant Crumbs Staubchroniken

Verlag: Drachenmond
Taschenbuch: 552 Seiten
Preis: 16,90 EUR
Genre: Steampunk ; Historisch
ISBN: 978-3-95991-391-1
Erscheinungstermin: 11/2017

Rezensionsexemplar: Nein


Inhalt:
England, 1890 und Animant hat die Nase voll von ihrem beschaulichen Leben auf dem Land. Ihre Mutter will unbedingt einen Ehemann für sie finden. Doch Animant möchte einfach nur in ihrem alten Sessel sitzen und lesen. Um all dem zu entfliehen, nimmt sie die Chance an nach London zu ihrem Onkel zu fahren und in einer Bibliothek zu arbeiten. Animant kann sich nichts schöneres vorstellen als sich zwischen den ganzen Büchern aufzuhalten. Doch was sie wirklich in der Bibliothek erwartet, hätte sie in keinem ihren Bücher zu lesen bekommen ...

Meinung:
Das Cover ist der Traum eines jeden Buchliebhabers. Es sieht aus wie ein altes Buch und zugleich hat man die Silhouette einer Frau, die aus Bücherregalen geschaffen wird. Ich weiß nicht ob es je ein Cover geben wird, was ich schöner und perfekter finden werde.
Der Titel ist da schon fast nebensächlich aber selbst der ist einfach nur toll. Ach ich könnte noch ewig schwärmen ...
Aber jetzt haben wir noch gar nicht über die Geschichte oder die Charaktere geredet. Was soll ich sagen?! Das wird eine Rezension voller Schwärmerei.
Beginnen wir mit Animant denn immerhin ist es ihre Geschichte.
Allein der Name ist schon der Hammer. Er ist einzigartig, originell und wie geschaffen für sie. Animant ist nämlich recht ungewöhnlich für ihre Zeit. Sie ist vom Landadel und es gibt nichts schlimmeres für sie als ihre Zeit auf Parties zu vergeuden. Sie versucht ihren Alltag mit Sarkasmus und Intelligenz entgegen zu treten. Schon allein dafür liebe ich sie.
Sie ist sehr kess, besserwisserisch und wirklich nicht charmant aber wenn es um ihre Bücher geht, darin versinkt sie. Sie ist neugierig, wissbegierig und sie lernt einfach gern. Zu der Zeit, ein schweres Los für eine Frau denn das war verpönt.
Und dann gibt es noch den Bibliothekar.
Ach wie herrlich ist dieser Mann!
Er ist sozusagen ihr Gegenspieler.
Auch er ist unglaublich besserwisserisch, geradezu arrogant und über Anderen erhaben. Er ist voll von Vorurteilen und er hält Animant ständig einen Spiegel vor, sodass sie anfängt über sich und wie sie zu anderen Menschen ist, nachzudenken.
Die Beiden sind einfach wunderbar weil sie so unterschiedlich sind und doch so gleich. Man kann gar nicht anders als diese beiden Charaktere zu vergöttern. Jede Seite schreiben sie sich in dein Herz und du willst einfach für immer in dieser Welt bleiben.
Um dieses Buch wirklich perfekt zu machen, reichen die Beiden allein aber noch nicht aus. Sie arbeiten beiden in der Bibliothek und lieben Büchern. Das war es was mich vollends für das Buch eingenommen hat.
Nicht nur wurde die Arbeit in einer Bibliothek wirklich mit Liebe zum Detail in Szene gesetzt, auch der Wert von Büchern bekommt hier seine Bühne.
Wenn man auch nur ein wenig die Welt der Bücher zu schätzen weiß, wird man diese Geschichte genießen.
Als Bibliothekarin, als passionierte Leserin - kann ich mich nur verbeugen vor so viel Leidenschaft für das geschriebene Wort.
Es ist als ob das Buch für mich geschrieben wurde. Ich könnte mich Animant nicht näher fühlen da ich mich selbst immer wieder in ihr entdeckt habe.
Ich kann nur immer wieder Danke sagen. Danke Lin für dieses wunderbare Buch!
Und ich verspreche euch - es ist egal ob ihr keine historischen Büchern mögt, kein Steampunk, solange ihr Bücher liebt, müsst ihr einfach dieses Buch lesen. Es ist eine Liebeserklärung an das geschriebene Wort und ein Appell zu sich selbst zu stehen.

Hier findet ihr unsere Videorezension dazu:



Eure Jen

Mittwoch, 29. August 2018

Jen liest Comic: Lady Mechanika Bd.2

© Splitter Verlag

Lady Mechanika                                        

Bd. 2 An Bord der Helio - Arx

Verlag: Splitter Verlag
Hardcover: 128 Seiten
Preis: 19,80 EUR
Autoren: Joe Benitez
Zeichnungen: Joe Benitez, Martin Montiel
Genre: Steampunk
ISBN: 978-3-95839-521-3
Erscheinungstermin: 01/2018

Rezensionsexemplar: Ja

Inhalt: 
Der zweite Band beginnt mit der Eröffnungszeremonie der Mechani - Con und des bestaunen der Helio - Arx die als die Stadt der Lüfte angepriesen wird. Und in diesem Jahr findet der alljährliche Maskenball genau dort oben in den Lüften statt. Dem Gegenspieler Blackpool auf den Fersen will sie herausfinden wie weit seine Experimente voran geschritten sind. Um diesen auf die Schliche zu kommen muss sie auf das Luftschiff. Mit der Unterstützung ihres Sidekick Lewis gelangt sie an Bord der Helio - Arx und findet nicht nur erstaunliches heraus sondern wird auch unterstützt von Mr. Gitano der seine Tochter sucht die bereits gestorben sein soll. 
Der zweite Teil des zweiten Bandes der da lautet: Die Schicksalstafel (Erster Teil) geht nahtlos über in ein weiteres Abenteuer das in Afrika beginnt. Nach einem Entführungsversuch eines Mädchens deren Onkel Archibald Lewis ihrem Freund ist erfährt Lady Mechanika etwas über den Opa des Mädchens der Archäologe ist. Dieser sucht nach einer mytologischen Götterstädte die nicht nur magische Waffen beherbergt sondern auch die Schicksalstafel. Doch was das alles mit Alchemie zu tun hat erfährt sie nur wenn sie mit nach Deutschland geht zumindest will das Jabir der sie angeblich unterstützen will. Doch wer ist Jabir wirklich und was hat er mit alldem zu tun? 



© Splitter Verlag
Meinung: 
Lady Mechanika ist eine Augenweide denn nicht nur die Zeichnungen sind atemberaubend und einfach genial sondern vor allem der Charakter. Sie ist eine Heldin, wie man sie so noch nicht gesehen hat. Jetzt kennt man sie bereits auch schon etwas und daher habe ich den Eindruck einer Freundin bei ihren Abenteuern beizustehen.
Schon allein die verschiedenen Facetten von Lady Mechanika zu bestaunen und immer wieder einen neuen Blick auf sie zu bekommen, macht unglaublichen Spaß. Wenn ich schon allein an die Kleidung denke, ist es ein Geniestreich und eine Meisterleistung an Zeichenkunst.
Auch die Farben sind so lebendig und von Setting zu Setting so wahnsinnig gut im Einklang mit der Geschichte und dem Gefühl das dahinter steckt. Ich kann immer nur wieder Staunen bei jeder weiteren Seite.
Das Besondere für mich in diesem Teil sind die Seiten die zusätzlich mit Zahnrädern versehen wurden. Es unterstreicht das Steampunk-Thema und macht das ganze Aussehen zu einer absoluten runden Sache.
Aber nicht nur die Zeichnungen sind gut sondern auch die Geschichte.
Sie ist spannend und auch immer wieder geheimnisvoll weil neue Charaktere auftauchen und man einfach noch nicht alles weiß. Im Gegenteil meistens hält man einige lose Fäden mehr in der Hand aber genauso wurde auch so manch loser Faden zu einem Ergebnis gebracht.
Dennoch bleibt die Geschichte in meinen Augen nicht nur neu sondern wirkt schon fast wie ein Roman. Es wird mit den Zeichnungen und Texten eine Tiefe geschaffen, die manch Roman nicht erreicht. Jeder Charakter der hier auftaucht hat sein ganz persönliches Charisma und das schafft diese unglaubliche Atmosphäre.
Ein Wermutstropfen bleibt denn die Geschichte ist fiel zu schnell vorbei und man kann es nicht erwarten den nächsten Teil in den Händen zu halten.
Für mich bleibt die Frage: Wie kann ein Mensch so genial Schreiben und Zeichnen zugleich? Ist er vielleicht selbst eine Art mechanisches Wesen?

Eure Jen

Mittwoch, 23. Mai 2018

Jen liest: Comic - Lady Mechanika Bd. 1

© Splitter Verlag

Lady Mechanika

Bd. 1 Das Geheimnis der mechanischen Leiche

Verlag: Splitter Verlag
Hardcover: 112 Seiten
Preis: 19,80 EUR
Autoren: Joe Benitez
Zeichnungen: Joe Benitez
Genre: Steampunk
ISBN: 978-3-95839-520-6
Erscheinungstermin: 06/2017

Rezensionsexemplar: Ja


Inhalt:
Sie weiß weder ihren Namen noch wer sie ist. Ihre Vergangenheit ist der reinste Nebel. Sie weiß auch nicht wer aus ihr das gemacht hat. Sie ist nämlich nicht normal - sie hat zwei mechanische Arme. Diese machen sie unglaublich stark und sie ist auch sehr schnell. Sie scheint kein Mensch zu sein. Ihre Besonderheiten nutzt sie um Menschen zu helfen den sonst keiner hilft und immer ist sie auf der Suche nach sich selbst - sie ist Lady Mechanika.

Meinung:
Ich brauchte nur einen Blick auf das Cover werfen und es war um mich geschehen. Das Cover ist aber auch stark! Lady Mechanika ist perfekt in Szene gesetzt und man sieht schon welcher Zeichenstil einen erwartet. Und der hat es mir wirklich angetan. So wunderschöne Zeichnungen. Ganz klare Linien und dennoch werden so viele Nuancen festgehalten.
Tja und die Geschichte? Sie ist wirklich gut.
Allein schon das Steampunk-Setting hat mir gleich gefallen. Ich hatte mit einer Menge Action gerechnet und die bekommt man auch aber für mich waren es die tiefgründigen Gedanken von Lady Mechanika, die mich in ihren Bann gezogen haben. Es ist eben keine reine Actiongeschichte sondern auch die Suche nach der eigenen Identität. Das ist immer faszinierend und im Falle von Lady Mechanika doppelt. Ich meine, stellt euch mal vor ihr wacht auf und wisst nicht wer ihr seid und auch sonst nichts aus eurem Leben. Das allein ist schon gruselig aber ihr seid auch noch mit mechanischen Armen ausgestattet und irgendwie unmenschlich - übermenschlich?! Das ist heftig und ihr wisst nicht wie es dazu kam und wer euer Schöpfer ist.
Da ist es geradezu überraschend das sie nun Menschen damit hilft und sich in die Öffentlichkeit wagt. Eine unglaublich starke Frau.
Man spürt schon das da Machenschaften am Werk sind deren Ausmaß man bisher noch nicht erfassen konnte aber das macht auch den Reiz aus.
Ich jedenfalls kann gar nicht den nächsten Teil erwarten um zu erfahren wie es mit ihr weiter geht und natürlich hoffe ich mit ihr herauszufinden wer sie ist.
Eine neue Heldin hat den Comic-Himmel betreten und in mir hat sie definitiv einen Fan gefunden.

Eure Jen