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Montag, 3. Februar 2020

Jen liest: Nina LaCour - Alles okay

© Hanser Verlag

Alles okay 

Hardcover: 208 Seiten
Preis: 16,00 EUR
E-Book: 11,99 EUR
Genre: Jugendbuch ; Coming of Age
ISBN: 978-3-446-26435-9
Erscheinungstermin: 08/2019

Rezensionsexemplar: Nein

Ab 14 Jahren

Inhalt:
Winterferien und Marin ist allein im Studentenwohnheim. Sie und ihre Einsamkeit denn von ihrer Familie ist niemand mehr übrig. Sie versucht zu verstehen was passiert ist, wer sie selbst ist und wie man mit dem Verlust leben kann ohne sich selbst zu verlieren. Doch dafür muss sie sich auch ihrer besten Freundin Mabel stellen ...

Meinung:
Wie perfekt das Cover ist, kann man erst verstehen wenn man das Buch gelesen hat. Mich hat es von Anfang aan angesprochen. Ich mag den Kontrast von dem Rosa und Petrol und wie das Mädchen dargestellt wird. Irgendwie hat es mich einfach angesprochen und dann liest man das Buch. Danach ist es als hätte man das Cover vorher gar nicht richtig gesehen. Besser hätte man ein Cover für diese Geschichte nicht gestalten können.
Das es sogar passend zur Jahreszeit ist, wurde mir auch erst beim Lesen klar denn es spielt in den Weihnachtsferien.
Aber worum geht es eigentlich?
Es ist die Geschichte von Marin, die aus 2 Perspektiven erzählt wird. Wir haben die Jetzt-Zeit in der Marin gebrochen wirkt und die Vergangenheit, in der man Stück für Stück erfährt was passiert ist.
Und ihr ahnt es vielleicht schon, das ist keine Gute-Laune-Geschichte, keine süße Weihnachts-Lovestory sondern es zeigt das Leben von seiner dunkelsten Seite. Was macht Trauer mit uns? Wie gehen wir mit dem Verlust eines geliebten Menschen um? Und in Marins Fall: Wie macht man weiter wenn einem das ganze Leben wie eine Lüge vorkommt.
Ihre Einsamkeit, ihr Schmerz wird auf so zarten Flügeln getragen, das es einem das Herz zerreißt. Man spürt wie verloren Marin ist, wie sehr sie nach Hilfe schreit und es doch nicht zeigen kann. Es klingt komisch - aber es ist wunderschön. Hier wird so feinfühlig und echt Trauer beschrieben aber auch was Familie ausmacht, Freundschaft. Dieses Buch ist einfach gefüllt mit so viel Gefühl, das man es gar nicht aushalten kann und gerade das lässt einen aber das Buch auch nicht mehr weglegen. Es ist poetisch, es ist herzzereißend, es ist das Leben.
Man kann gar nicht nicht darüber nachdenken. Man muss sich selbst öffnen und die Geschichte nah an sich heranlassen. Ich weiß gar nicht wie oft ich gern durch die Seiten gegriffen hätte um Marin in den Arm zu nehmen.
Und das Ende war einfach perfekt. Es hat sich richtig angefühlt. Es war echt und nicht eine Sekunde habe ich mich in eine Geschichte versetzt gefühlt. Es war als wäre ich Marins beste Freundin und würde mit ihr diesen Weg gehen.
Mich hat lange kein Buch so tief berührt. Poetisch, stark und voller Hoffnung.

Eure Jen

Montag, 25. Februar 2019

Jen liest: Tom Avery - Wenn der Sturm kommt

© Beltz & Gelberg

Wenn der Sturm kommt

Verlag: Beltz & Gelberg
Hardcover: 162 Seiten
Preis: 12,95 EUR
E-Book: 11,99 EUR
Genre: Jugendbuch
ISBN: 978-3-407-82108-9
Erscheinungstermin: 02/2016

Ab 12 Jahre

Rezensionsexemplar: Nein


Inhalt:
Jamie und Ned verbindet ein besonderes Band denn sie sind Zwillinge. Nur leider ist Ned krank, das hält ihn aber nicht davon ab die Welt zu erkunden immer auf der Suche nach einem Abenteuer. Als sie an einem stürmischen Tag am Meer ein merkwürdiges Wesen finden, ahnt Jamie das sich alles verändern wird ...

Meinung:
Puh ... das Cover ist ehrlich gesagt nicht so meins. Ich finde es zu eintönig und man kann nur schwer daran etwas erkennen. Den Titel finde ich recht gut gelungen und passt auch zum Thema.
Tja und das Thema ist einfach starker Tobak. Letztendlich ist ein Buch über das Abschiednehmen. Hartes Thema und sicher nie einfach, vor allem dann nicht umso näher einem der Mensch steht.
Aber für den Kranken kann es auch eine Erlösung sein. Und genau dem nimmt sich das Buch an.
Aus der Sicht des Zwillingsbruders Jamie werden die letzten Tage seines Bruders Ned beschrieben. Das ist unglaublich traurig und deprimierend weil man einfach spürt, wie sehr sich Jamie ein Wunder wünscht und hofft. Doch gleichzeitig merkt man auch das Ned müde ist und nicht mehr die Kraft hat stark zu sein. Das bricht einem auch das Herz und trotzdem war ich irgendwie immer auf Abstand. Das Buch hat es einfach nicht geschafft mich wirklich zu berühren und das finde ich sehr schade.
Was mir jedoch sehr gut gefallen hat war der mythische Teil über all die Legenden zu Meerwesen und Meerjungfrauen. Dazu konnte ich mich gar nicht sattlesen und die Idee, das hier mit dem Abschiednehmen zu verbinden, fand ich auch gut.
Ach ich kann gar nicht sagen was mir gefehlt hat. Es ist einfach wie mit dem Cover, man kann nur schwer erkennen, was es darstellen soll und so war es auch mit den Gefühlen der Charaktere. Sie waren zu blass um mich wirklich mitnehmen zu können.

Eure Jen