Montag, 22. Januar 2018

Rezension: Halo Summer - Aschenkindel

© HarperCollins

Aschenkindel

Verlag: HarperCollins
E-Book: 278 Seiten
Preis: 3,99 EUR
Taschenbuch: 9,99 EUR
Genre: Fantasy ; Jugendbuch
Erscheinungstermin: 07/2016

Rezensionsexemplar: Nein


Inhalt:
Claerie hat es nicht leicht im Leben. Ihr geliebter Vater ist nicht nur verstorben, sondern hat auch Schulden hinterlassen. Außerdem hat Claerie auch eine Stiefmutter und 2 Stiefschwestern am Hals, für die sie mehr eine Hausmagd als alles andere ist. Tja und zu guter letzt hat sie, die wohl schlechteste Fee aller Zeiten. Natürlich arbeitet diese hartnäckig daran, Claerie mit dem Prinzen zu verkuppeln aber den will Claerie gar nicht... sie will lieber ihren eigenen Weg gehen.

Meinung:
Das Cover ist einfach wunderschön. Es hat etwas magisches und verwunschenes aber auch sehr reales durch das Mädchen in dem Kleid. Der Titel lässt schon erahnen in welche Richtung die Geschichte gehen soll. Sowohl Cover als auch Titel, passen sehr gut zur Geschichte.
Wie sich anhand des Titels und der Inhaltsbeschreibung schon erahnen lässt, handelt es sich hier um eine Märchenadaption von Aschenputtel. Das ist für mich genau das Richtige! Ich liebe Märchen und freue mich immer über interessante Adaptionen.
Das Grundgerüst der Geschichte ist sehr nah an das Märchen angelehnt aber ab einem bestimmten Punkt verlassen wir die gewohnten Pfade.
Was von Anfang an anders ist, ist die weibliche Hauptperson. Nicht nur das sie stur und selbstbewusst ist, sie geht auch ihren eigenen Weg und lässt sich davon nicht abbringen. Sie ist aber auch loyal ihrem Land und den Leuten gegenüber, die ihr etwas bedeuten. Daran hat mir vor allem gefallen das sie kein kleines, verängstigtes Mädchen ist, was nur auf einen Mann wartet, der sie rettet. Oh nein! Dieses Mädchen geht in den Wald Kräuter sammeln und ist sich nicht nur der lauernden Vampire bewusst sondern weiß genau wie sie sich gegen diese wehren kann. Das ist mal eine Hauptperson, die sich behaupten kann. Und nicht nur das, sie will auch den Prinzen nicht heiraten obwohl dieser gerade durch ihre unkonventionelle Art mehr als willig ist.
Doch auch der Prinz ist hier nicht das was man erwartet. Natürlich ist er wohlhabend und hat dadurch auch einen ganz anderen Status. Aber er wirkt hier geradezu langweilig. Wobei das durchaus gewollt ist um einen starken Kontrast zu dem unbekannten Fremden aus dem Wald abzugeben. Dieser Fremde beherrscht Claeries Gedanken und lässt ihr Herz höher schlagen auch wenn sie das gar nicht will. Und ab dem Moment nimmt die Geschichte eine andere Richtung ein. Das hat der Geschichte auch wirklich gut getan weil sie mich ab dem Moment gefesselt hatte. Nicht nur wollte ich wissen wie es mit Claerie weiter geht, ich wollte wissen was mit ihrem geliebten Land passiert und dem Prinzen aber auch der guten Fee. Denn die gute Fee ist hier auch ein Herzstück der Geschichte. Auch sie ist genau das was man nicht gebrauchen kann. Sie kann nicht gut zaubern, ist tollpatschig und unglaublich unsicher. Das macht sie aber auch liebenswert weil sie stets um Claerie bemüht ist und auch immer an ihrer Seite ist.
Dennoch muss ich sagen, das so mancher Dialog mir etwas zu holprig und gewollt war.
Was mir hingegen sehr gut gefallen hat, war das hier Klischees aufs Korn genommen wurde und man immer eine Prise Ironie spüren konnte. Es wurde aber auch jedem Charakter immer wieder der Spiegel vorgehalten, wodurch einem erstmal bewusst wurde, wie oft man von Vorurteilen geleitet wird aber auch das es wichtig ist, Dinge aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.
Eine Geschichte die aus Aschenputtel eine selbstbewusste und starke Frau gemacht hat und auch zeigt, das man selbst bestimmt welchen Weg, das eigene Leben gehen soll.


Über den Autor:
Halo Summer lebt und arbeitet am Rand einer großen Stadt, in einem Haus am Wald. Hier betreut sie Kinder- und Jugendmagazine, übersetzt Comics und schreibt Bücher. Ihr Mann, ihr Hund und der Mond unterstützen sie dabei. Mit ihrem Roman "Aschenkindel - das wahre Märchen" wurde sie mit dem KindleStoryteller-Award 2016 ausgezeichnet.
Quelle: HarperCollins

Samstag, 6. Januar 2018

Freitagsküche: Winterliches Schicht-Dessert

Hallo meine lieben Küchenfeen,

heute gibt es die erste Freitagsküche im neuen Jahr. Tja und wie könnte man besser ins Jahr starten als mit einem leckeren Dessert? Daher habe ich heute ein winterliches Dessert für euch. Ich hab es schon ein paar Mal gemacht, da ich es einfach super lecker finde. 
Dann legen wir mal los!

Winterliches Schicht-Dessert


Zutaten:
© Jennifer Bonk

  • 500g Mascarpone
  • 400g Sahne
  • 500g Magerquark
  • 200g Zucker
  • 1 Pck. Sahnesteif
  • 4 Äpfel
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • Zimt
  • 1 Vanilleschote
  • 1 EL Zucker
  • Spekulatius


Zubereitung:

  1. Zunächst wird mit der Zubereitung der Creme begonnen.
    Dafür muss die Sahne mit Hilfe des Päckchens Sahnesteifs steif geschlagen werden. Sie ist dann steif wenn man die Schüssel umdrehen kann ohne das sich die Sahne bewegt.
  2. In eine neue Schüssel wird die Mascarpone, der Quark und der Zucker gegeben und miteinander vermengt.
    Nun schlitzt man vorsichtig die Vanilleschote auf und kratzt am besten mit der Rückseite des Messers, die Vanille heraus um sie dann zu der Quarkmasse zu geben. Sobald auch die Vanille gut untergemengt ist, wird vorsichtig die Sahne unter gehoben.
    © Jennifer Bonk
  3. Nun kann man mit dem Apfelkompott beginnen. Zunächst müssen die Äpfel geschält und entkernt werden. Danach können sie in kleine Vierecke geschnitten werden. Dann gibt man die Apfelwürfel, den 1 Esslöffel Zucker, den Vanillezucker, etwas Wasser und Zimt (ganz nach Geschmack) in einen Topf und erhitzt es. Hierbei gilt gut rühren und warten bis die Flüssigkeit verschwunden ist. Wenn die Äpfel zu einer Kompott ähnlichen Konsistenz geworden sind, muss das Kompott abkühlen.
  4. Jetzt werden ca. 1 Handvoll Spekulatius in einen Gefrierbeutel getan und mit einem Nudelholz zu Bröseln verarbeitet.
  5. Sobald das Kompott halbwegs abgekühlt ist, kann mit den Schichten begonnen werden. Aber Achtung, das ist ein sehr mächtiges Dessert, daher lieber kleinere Gläschen nehmen. Bei kleinen Gläsern, müsste die Masse für ca. 8-10 Gläser reichen, bei großen 4-6.
  6. In das Glas werden zunächst ca. 2 EL Creme gefühlt. Darauf wird dann eine Schicht Apfelkompott verteilt. Darüber kommt wieder die Creme. Dann kommt eine Schicht mit den Spekulatius, um dann mit einer letzten Schicht Creme abzuschließen. Zur Dekoration habe ich das restliche Kompott und ein bisschen der Spekulatiusbrösel verwendet aber da ist der Fantasie keine Grenzen gesetzt.
  7. Nun muss es für ca. 3h in den Kühlschrank damit die Creme schön fest wird.
Geschmacklich ist es auf jeden Fall super lecker. Es ist mächtig aber auch ein Gläschen voll Winter. Es passt wunderbar in die kalte Jahreszeit und macht einfach Spaß zu essen. Außerdem ist die Zubereitung sehr einfach. Man muss nur ein wenig Zeit einberechnen da die Creme sonst nicht fest genug ist.
Was ist denn eurer Lieblings-Winter-Dessert? 

Eure Jen

Donnerstag, 4. Januar 2018

Roland spielt: TA-KE

© Huch & Friends

Take

Strategiespiel
Autor: Arve D. Fühler
Verlag: Huch & Friends
Preis: 28,99 EUR
Spieleranzahl: 2
Spieldauer: 30 Min.
Alter: Ab 10 Jahren

Rezensionsexemplar: Nein


Beschreibung des Spiels:
Als mächtiger Shogun versucht der Spieler seine Einfluss zu vergrößern und die Fähigkeiten der Leute am Hof zur richtigen Zeit zu nutzen, um den gegnerischen Spieler auszubremsen.
Man nimmt einen Personenchip vom sogenannten Audienzsaal und setzt ihn in seinen Innenhof. Anschließend legt man einen Geisterstein auf diesen Personenchipstapel im Audienzsaal. Der Geisterstein zeigt an, das von diesem Stapel kein Personenchip mehr genommen mehr genommen werden darf. Mit dem Personenchip den man genommen hat und der nun im Innenhof liegt, werden der Einfluss für jeden Spieler gewertet. Diese Punkte, der sogenannte persönliche Einfluss, werden multipliziert mit den gleichen Personenchips die im Audienzsaal ausliegen.
© Roland Doctor
Zusätzlich haben die verschiedenen Personenchips auch noch Fähigkeiten, die genutzt werden
So hat z.B. die Geisha die Fähigkeit einen freiliegenden Personenchip von einem Stapel ohne Geisterchip, auf einen anderen Stapel ohne Geisterchip zu verschieben. Wenn die Fähigkeiten der Personenchips verwendet wurden, schiebt man diesen Chip nun einmal nach oben um anzuzeigen das seine Fähigkeit benutzt wurde. Damit reduziert sich die Punktezahl des Chips, des persönlichen Einflusses, welcher später im Spiel wieder gewertet werden kann.
können um sich einen strategischen Vorteil zu verschaffen.
Am Hof gibt es 4 weitere Personen mit anderen Fähigkeiten, wodurch die Strategie vervielfältigt wird.
Nachdem ein Chip genommen, die Fähigkeiten gespielt und der Einfluss gewertet wurden, ist der Gegner dran. Dieser nimmt sich nun auch eine Personenchip, den er für sinnvoll erachtet, und versetzt ihn in seinen Innenhof.
So wechseln sich die Spieler ab bis ein Spieler den meisten Einfluss (Siegpunkte) erlangt hat und damit gewinnt.

Fazit:
TA-KE ist ein wirklich tolles Strategiespiel für 2 Personen.
Es spielt sich sehr schnell und ist von den Regeln unkompliziert. Erst recht wenn man begriffen hat, was die Personen für Fähigkeiten haben.
Das Spannende ist, das es eine enorme Spieltiefe entwickelt, umso mehr man dieses Spiel spielt. Durch die verschiedenen Fähigkeiten der Personen können auch entscheidende Kombinationen gespielt werden, die den Wiederspielwert enorm hoch halten.
Das Artwork ist wirklich schön, da es nicht überladen und dennoch nicht zu einfach gehalten ist. Die Personenchips liegen gut in der Hand und durch die Farben kann man sie sehr gut unterscheiden sowie im Stapel sehen.
Das Einzige was nicht so gelungen ist, ist die Einflusspunkteleiste der kaiserlichen Gärten. Die Felder sind einfach zu klein und auch nicht alle nummeriert.
Trotzdem kann ich das Spiel jedem empfehlen, der ein gutes Strategiespiel für nur 2 Personen sucht. Das Preis-Leistungsverhältnis ist stimmig und gerechtfertigt.
Unbedingte Kaufempfehlung!