Montag, 22. Oktober 2018

Jen liest Comic: Ich bin GROOT

© Panini Verlag

ICH BIN GROOT

Verlag: PANINI Verlag
Softcover: 116 Seiten
Preis: 13,99 EUR
Autor: Christopher Hastings
Zeichner: Flaviano
Genre: Superhelden
ISBN: 978-3-7416-0719-6
Erscheinungstermin: 03/2018

Rezensionsexemplar: Ja

Inhalt:
Groot wächst nicht und ist nun Baby Groot. Tja und wie das mit Kindern oft ist, sucht er Beschäftigung. Er langweilt sich und nervt daher den Rest des Teams an Bord. Und weil Groot aller Hand Unfug macht, werden sie durch ein Wurmloch in ein andere Dimension gezogen. Dort gerät Groot allein auf einen  Planeten, der sehr seltsam ist und wo ihn auch niemand versteht. Nun sucht Groot einen Weg zurück zu seinen Freunden ...

Meinung:
Das Cover ist sehr gelungen weil es den Inhalt super zusammenfasst - Groot allein auf einem Planeten, auf der Suche nach einem Weg zurück nach Hause.
Ich persönlich mag Groot sehr gerne und hier handelt es sich um Baby Groot. Ganz ehrlich, das ist einfach nur amüsant. Er ist ein Kind und genau so verhält er sich auch. Er ist bockig, er macht Blödsinn, er ist neugierig und hat keine Angst. Und dann auch noch die sprachliche Barriere! Passend zu Baby Groot sind die Zeichnungen auch eher kindlich und niedlich. Das unterstreicht nochmal Groots Alter und lässt ihn einfach weicher wirken. Umso stärker ist der Kontrast zu den anderen Charakteren denn sie sind alles andere als weich. Es sind harte, kantige Züge, die einfach sehr erwachsen aussehen.
Die Geschichte, die hier erzählt wird, ist wirklich skurril. Die Bewohner sind merkwürdig, was auch an deren Aussehen liegt. Zum Beispiel ein Hundekopf auf einem Roboterkörper, er ist einer meiner Lieblinge in dem Comic. Ich finde ihn einfach nur herrlich weil bei ihm eine der größten Veränderungen im Charakter zu sehen ist. Es gibt aber auch eine Frau mit 3 Köpfen - jung, mittelalt und alt. Schon krass und es dauert bis man erkennt, was dort los ist. Umso größer ist dann aber auch der AHA-Effekt als Groot das Rätsel löst. Letztendlich ist es seine Chance ein großer Held zu sein und auch hier zeigt sich das jeder Großes vollbringen kann, egal wie alt er ist.
Letztendlich ist die Idee sehr cool und es war richtig spannend aber man muss sich auch auf die Geschichte einlassen denn gerade am Anfang ist es sehr verwirrend.
Ein cooles Abenteuer mit Groot in der Hauptrolle!

Eure Jen

Freitag, 19. Oktober 2018

Roland liest und spielt Rollenspiel: Wearing the cape

© Uhrwerk Verlag

WEARING THE CAPE

Verlag: Uhrwerk
Hardcover: 39,95 EUR
PDF-Version: 19,95 EUR
Seiten: ca. 272
Autor: Marion G. Harmon
Illustrationen: Jamal Campbell, Jessica Cheng,
Christopher Betancourt, Kasia Slupecka,
Royce Southerland und Jasmin Darnell
Genre: Superhelden
ISBN: 978-3-95867-138-6
Erscheinungstermin: 04/2018

Rezensionsexemplar: Ja

Inhalt: 
Wenn man das Buch aufschlägt, wird zunächst die Geschichte erzählt von den Ereignissen, die Superhelden zu dem gemacht haben was sie sind. Natürlich werden dabei auch die Ereignisse der Gerichte, die Auflagen verlangen für die Capes (wie Superhelden genannt werden) geschildert.
Gesetze und Politik ist ein wichtiger Bestandteil des Buches. Verschiedene Gruppierungen, auch derer die ihre Macht missbrauchen um sich selbst etwas Gutes zu tun.
Anschließend werden die Sentinels vorgestellt und man kann alle Fähigkeiten sowie Stärken und Schwächen dieser nachlesen. Damit bekommt man zum grundlegenden Setting erst einmal eine gute Übersicht.
Im Kapitel 3 geht es dann zur Spielübersicht - wie man das Regelwerk nutzt. Da es mit den Fate-Regeln daher kommt, ist Bekanntes dabei, Anderes ist wiederum neu. Hier wird ausführlich über die Aspekte geschrieben und wie man diese anwendet.
Im 4. Kapitel erschafft man nun sein eigenen, ersten Charakter mit Superkraftaspekten sowie Fertigkeiten und Attributen. Anschließend werden im 5. Kapitel die Superkräfte und deren Typen erläutert.
Das 6. Kapitel handelt erneut von den Aspekten und wie man mit diesen das Rollenspiel spielt. Handlungsschwerpunkte werden im 7. Kapitel ausführlich erläutert, bevor man sich im 8. Kapitel um das Spielleiten kümmert.
Im 9. Kapitel geht es um den kreativen Bereich - nämlich wie man eine Geschichte zusammen gestaltet. Dabei wird im 10. Kapitel  erklärt wie man Kampagnen und Szenen erschafft.
In "Das lange Spiel" werden Handlungsbögen erläutert und was Meilensteine sind.
Fast zum Schluss - im 12. Kapitel wird dargelegt wie realistisch das Ganze sein soll, denn auch Superhelden können sterben.
Zum Schluss kommen noch einige Anhänge die sehr nützlich erscheinen und ein Index rundet die ganze Sache ab.

Meinung:
Das Rollenspielbuch hat mich von Anfang an gleich begeistert. Schon allein das Cover ist in meinen Augen sagenhaft und macht Lust auf Superhelden in Aktion. Wenn man zudem auch die Romanreihe von Marion G. Harmon gelesen hat, öffnet man das Buch und bekommt gleich eine Einleitung der Geschehnisse des Erwachens.
Zusätzlich ist der ganze Hintergrund sehr gut ausgearbeitet und bietet dem zukünftigen Spielleiter eine Fülle an Informationen um sich gut vorzubereiten.
© Uhrwerk Verlag
Besonders erstklassig finde ich, das man seine Helden aus den Romanen auch wieder findet mit allen ihren Daten und Fähigkeiten.
Der anschließende Teil mit den Regeln war für mich persönlich etwas kompliziert denn das Spielen mit den sogenannten Aspekten fällt mir schwer. Die Regeln zu den Fate-Würfeln sind hingegen leicht zu verstehen und machen das zu einer runden Sache.
Was ich wirklich gut finde, sind die fast 4 Seiten einer Szene, einer fiktiven Rollenspielrunde, die einem die Regeln nochmal erläutern.
Ein besonderes Highlight sind einfach die vielen Comicszenen, die das Buch so bereichern.
Das Leseband ist einfach klasse und die Anhänge sind schön übersichtlich gestaltet.
Ein wirklich gutes Rollenspielbuch, wie das von Wearing the Cape, kommt natürlich mit einem tollen Index daher.
Abschließend kann ich nur schreiben wie toll ich dieses Regelwerk finde. Es ist wirklich schön aufgemacht und macht einfach Lust auf mehr und alleine seine Lieblingscharaktere in Farbe zu sehen, macht das ganze zu einem Pflichtkauf.

Hier findet ihr die Video-Rezension dazu:



Euer Roland

Donnerstag, 18. Oktober 2018

Roland liest: Peter Hohmann - DIE EHERNE GARDE 3 : Die Ebenen der Ewigkeit

© Atlantis Verlag

DIE EBENEN DER EWIGKEIT

Verlag: Atlantis
Taschenbuch: 303 Seiten
Preis: 13,90 EUR
E-Book: 4,99 EUR
Genre: Fantasy
Reihe: Die Eherne Garde ; Bd. 3
ISBN: 978-3-86402-387-3
Erscheinungstermin: 05/2017

Rezensionsexemplar: Ja

Inhalt: 
Dieses Buch beendet die Geschichte von Lormak und Avi, die gegen die Dämonen vorgehen um die Dunkelheit auf zu halten. Die Völker der Zwerge, Elfen und Menschen müssen sich zusammen schließen, sonst ist Yur dem Untergang geweiht. Doch Lormark wird immer mehr zu einem Dämon auch wenn er sich geschworen hat Avi zu beschützen. Und Avi trägt nicht nur weiterhin eine Göttin in sich. Sie muss sich Iridon stellen um Yur zu retten. Koste es was es wolle.

Meinung: 
Der dritte Teil und damit der Abschluss dieser Buchreihe, hat es schwer mit den ersten beiden Teilen mit zu halten. Für mich persönlich waren gerade die ersten 50 Seiten sehr verwirrend und ich habe Schwierigkeiten gehabt in die Geschichte hinein zu finden. Aber danach kehrte ich zurück in die Welt und zu der Gemeinschaft. Und diese Gemeinschaft hat es nicht leicht denn sie müssen kämpfen gegen die Dämonen in den eigenen Reihen sowie denen, die versuchen sie aufzuhalten.
Die Gemeinschaft bröckelt und das war zu erwarten, denn umso heftiger es wird in einer Geschichte, umso leichter lauert der Verrat in jedem weiteren Kapitel. Das wiederum ist spannend.
Es ist aber auch weiterhin eine Liebesgeschichte wie die Schöne und das Biest denn Lormak wird immer mehr zu dem was Avi bekämpft. Leider hat die Liebesgeschichte hier einen zu großen Platz eingenommen wodurch die Kämpfe in den Hintergrund gerieten und schnell abgefertigt wurden. In den vorherigen Bänden wurden diese viel detaillierter beschrieben, wodurch ich mit auf dem Schlachtfeld stand, was hier verloren gegangen ist.
Und auch wenn Lormak mein Lieblingscharakter ist, so hat er für mich in diesem Buch den Biss verloren. Er stagniert regelrecht und die Entwicklung ist mehr äußerlich als alles andere, was ich sehr schade finde.
Avi und Krax sind in meinen Augen zu einem Beiwerk geworden, das notwendig ist - mehr leider aber auch nicht.
Der Gewinner dieser Geschichte ist in meinen Augen dieser irrsinnige Elf  - Iridon, den man vom ersten Buch bis zum letzten begleitet. Dieser legt eine Entwicklung hin die einem Film gleichkommt. Man ahnt von Anfang an, das er die Dämonen wie auch immer nach Yur gebracht hat, aber wie und warum er das getan hat, dauert drei Bücher lang. Und von einer ablehnenden Haltung zu dem eingebildeten Elfen im ersten Buch, hat man nun das Gefühl Verständnis für seine Taten zu haben. Iridon tut mir persönlich am meisten leid. Durch Rache und Blendung hat er einen Weg eingeschlagen, der so viel Leid über alle Völker gebracht hat.
Das Ende ist weniger überraschend als erwartet und die Kämpfe gehen schneller vorbei und sind weniger detailliert. Ich hätte auf der Reise gerne die Orks kennen gelernt wie sie mit den Menschen oder Elfen verhandeln und gegen die Dämonen in den Krieg ziehen. Gerade in diesen anderen Völkern wäre noch Potenzial gewesen. Diese hätten viel besser in Szene gesetzt werden können, wodurch neue Konflikte entstanden wären und der Geschichte noch einen anderen Verlauf bzw. mehr Tiefe hätte geben können.
Dennoch ist die Geschichte wieder sehr gut geschrieben. Es kommen Begriffe vor über die man einfach stolpert und es liest sich einfach toll. Ich hätte mir einfach ein etwas anderes Ende gewünscht.
Zusammengefasst ist dieser dritte Band ein guter Abschluss der so sein kann aber nicht sein musste.

Hier findet ihr die Video-Rezension dazu:



Euer Roland