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Mittwoch, 19. September 2018

Jen liest: Harry Harrison - Soylent Green

© Mantikore Verlag

Soylent Green

Verlag: Mantikore
Taschenbuch: 300 Seiten
Preis: 13,95 EUR
Genre: Dystopie, Klassiker
ISBN: 978-3-9392-1236-2
Erscheinungstermin: 10/2013

Rezensionsexemplar: Ja


Inhalt:
New York, kurz vor der Jahrhundertwende. Die Menschheit scheint am Ende denn das Erdölvorkommen ist aufgebraucht und die Erde völlig überbevölkert. Die Menschen kämpfen um Nahrung und Wohnraum. Und in dieser "Idylle" geschieht ein Mord. Nichts neues in New York aber dieses mal betrifft es eine bekannte Persönlichkeit und deshalb wird der Polizist Andy damit betraut. Nun heißt es ermitteln ...


Meinung:
Das Cover ist der Knaller. Ich liebe es und es hat mich magisch angezogen.
Ein Totenkopf und alles scheint grün verstrahlt. Gruselig und ein Blickfang. In meinen Augen passt es gut zum Buch. Der Titel sticht heraus auch wenn es im Buch wenig erwähnt wird.
Wenn man das Buch liest muss man sich zunächst einmal vor Augen halten, wann das geschrieben wurde. Und zwar in den 60er Jahren! Damals war die Jahrtausendwende noch ewig weit weg und es ist schon erstaunlich welche Gedanken Harry Harrison sich über unsere Zukunft gemacht hat. Wir können froh sein das dass nicht eingetreten ist. Aber damit ist er auch einer der Begründer von Dystopien. Die Zukunft die der Autor hier zeichnet ist sehr düster und nicht weil unsere Gesellschaft sich perfide verändert hat oder die Technik uns zu Grunde richtet, NEIN, wir schaffen das ganz allein durch Überbevölkerung und schlechtes Ressourcenmanagement. Der Autor zeigt uns was passiert wenn wir immer älter werden, immer mehr Menschen die Welt bevölkern und wir unseren Planeten systematisch aussaugen bis nicht mehr genug Trinkwasser und Essensvorräte für alle da sind.
Ich kann euch sagen, das allein ist schon schlimm genug und auch wirklich lesenswert aber dann haben wir auch noch Andy. Tja was soll ich sagen, oft habe ich mich gefragt warum er überhaupt noch Polizist ist denn sein Job ist schwer und zehrt ihn aus. Aber er scheint ein strahlender Held in der Dunkelheit zu sein denn er lässt sich von nichts aufhalten und hält an seinen Idealen fest. Sowas muss belohnt werden und das passiert mit der schönen Sherl. Er lernt sie durch den Mordfall kennen, den er lösen soll, der aber unlösbar scheint. Sie ist sein Licht und man fragt sich von Anfang an wie das mit den Beiden gut gehen soll. Denn Sherl ist ein funkelnder Stern, der aus der Oberschicht kommt und nun mit Andy in der Unterschicht lebt. Reicht die Liebe aus um das zu überbrücken? Dann ist da noch Sol - ihr Mitbewohner. Er ist schon alt und weiß noch wie es früher war. Seine zynische Sicht auf dich Welt ist immer wieder erheiternd aber auch erschreckend.
Was besonders interessant an dem Roman ist, sind die unausgesprochenen Dinge. Was passiert wenn nicht genug Nahrung für alle da ist? Woraus wird die Nahrung gemacht? Ist das Wasser wirklich alle oder wird es zurückgehalten für die Oberschicht? Viele Fragen bleiben offen aber zurück bleibt ein ungutes Gefühl. Ich habe selten so ein deprimierendes Buch gelesen, welches mir dennoch ausnehmend gut gefallen hat. Es ist schwer zu beschreiben aber man wird in diese düstere Welt gesogen und ist umso froher wieder aufwachen zu dürfen.
Der einzige Wermutstropfen waren die Rechtschreib- und Grammatikfehler, die immer wieder in dem Buch zu finden waren. Sie haben den Lesefluss gestört.
Dennoch ist es in meinen Augen ein Klassiker den man gelesen haben sollte, gerade weil es ganz anders ist als im Film.

Eure Jen

Donnerstag, 26. April 2018

Jen liest: Holly Jennings - Arena

Arena

Verlag: Knaur TB
Klappenbroschur: 400 Seiten
Preis: 14,99 EUR
E-Book: 12,99 EUR
Genre: Fantasy
ISBN: 978-3-426-52021-5
Erscheinungstermin: 09/2017

Rezensionsexemplar: Ja


Inhalt:
Wir schreiben das Jahr 2054 und die virtuelle Welt ist zu einem erheblichen Teil der realen Welt geworden.
Kali Ling gehört auch in diese Welt und hat schon fast vergessen was die reale Welt ist. Sie ist eine virtuelle Gladiatorin und kämpft in der Profi-Liga. Sie ist schon unzählige Tode gestorben doch das Profigeschäft birgt auch seine Schattenseiten. Als ihr Spielkamerad Nathan an einer Überdosis stirbt und das vertuscht wird, kämpft Kali an einer ganz neuen Front.

Meinung:
Das Cover ist super schön. Es zeigt eigentlich alles worauf man sich freuen und einlassen muss. Es geht um eine virtuelle Welt und Gladiatorenkämpfer. Und da passt der Titel natürlich hervorragend dazu.
Was mich von der ersten Seite begeistert hat war zum einen Kali und die virtuelle Welt. Diese Welt wird so klar und stark beschrieben das man sie vor sich sehen kann. Und zugleich weiß man das es sich um virtuelle Spiele dreht. Ich konnte es gar nicht erwarten das Kali wieder in diese Welt abtaucht. Ich war genauso süchtig wie sie selbst. Ich kann mich nicht erinnern in einem Buch die virtuelle Welt je so real erlebt zu haben. Es ist als ob man in ein Computerspiel gezogen wird. Beeindruckend!
Aber so toll die virtuelle Welt ist, zeigt es auch eine nur allzu realistische Zukunft. Und die ist nicht so rosig.
Die virtuelle Welt bestimmt die Reale. Das was einst ein Spiel war wird zur Geldmacherei. Dabei zählt dann nicht mehr das Individuum sondern nur noch die Quote und wenn man die nicht erfüllt ist man weg vom Fenster.
Das Virtuelle wirkt so real das man Dinge wie Bücher nicht mehr braucht. Doch es sind solche Dinge, die einen Anker in der realen Welt bilden.
Die beiden Welten die hier gezeigt und geschaffen wurden, stellen eine nur allzu mögliche Zukunft dar. Von allen Dystopien, die ich bisher gelesen habe, ist diese vielleicht die Erschreckendste weil sie so greifbar ist. Sie zeigt uns eine Zukunft voll Technologie und vor allem das die Welt hinter dem Bildschirm immer mehr zu der unseren wird.
Doch genauso wie zu jeder Zeit gibt es immer Menschen, die noch wirklich sehen können und die Erkennen was richtig und was falsch ist. Wenn dieser Funke erst einmal entfacht ist, kann man auch alles verändern.
Ein unglaublich starkes Buch mit einer Botschaft aber vor allem mit einer Heldin, die am Anfang nur eine spielt und es dann auch wirklich wird.

Donnerstag, 11. Mai 2017

Hereingeflatterte Bücher

Hey ihr Büchereulen,

es sind schon wieder eine Menge neue Bücher bei mir eingezogen. Ich komme nur schwer an einem Buchladen vorbei und dann habe ich auch noch einen Freund, der mich überrascht indem er mir welche schenkt. Ob so wohl mein Bücherparadies aussieht? Jedenfalls bin ich sehr glücklich mit meinen Schätzen.

© Jennifer Bonk

Oh wie habe ich auf diesen Teil gewartet! Ich liebe diese Reihe und kann es gar nicht erwarten wie es mit Violet und Ash, Raven und Garnet, und all den anderen weiter geht.
Ich musste es haben und daher wurde es schnell bestellt.

© FJB
Das Juwel - der schwarze Schlüssel
Violet und der Geheimbund "Der Schwarze Schlüssel" bereiten einen Angriff auf den Adel vor, und Violet soll eine zentrale Rolle dabei spielen. Sie muss die jungen Frauen anführen, die die Auktion manipulieren und die Mauern der Einzigen Stadt zum Einstürzen bringen sollen. Doch Violet ist hin- und hergerissen. Ihre Schwester Hazel ist im Palast der Herzogin vom See gefangen. Um ihre Schwester zu retten, muss sie ihre Freunde und die gute Sache im Stich lassen und in das Juwel zurückkehre.
Quelle: FJB

So oft ist mir das Buch schon über den Weg gelaufen und ich habe auch schon so viel Gutes im Netz darüber gelesen. Tja und einer meiner Shoppingtouren durch die Buchläden, hat es endlich am lautesten: "Nimm mich mit nach Hause", geschrien.

© Piper
Plötzlich Banshee
Eine tollpatschige Todesfee und ihr Versuch, die Welt zu retten.
Alana ist eine Banshee, eine Todesfee der irischen Mythologie. Sie sieht über dem Kopf jedes Menschen eine rückwärts laufende Uhr, die in roten Ziffern die noch verbleibenden Monate, Tage, Stunden und Minuten seiner Lebenszeit anzeigt. Da Banshees in dem Ruf stehen, Unglück zu bringen, bleibt sie lieber für sich. Allerdings gestaltet sich das gar nicht so einfach, denn Alana kreischt automatisch in bester Banshee-Manier wie eine Sirene los, wenn ihr ein Mensch begegnet, der in den nächsten Tagen sterben wird. Doch dann tauchen in Santa Fe mehrere Leichen auf, die Alana ins Visier des attraktiven Detectives Dylan Shane geraten lassen. Kann sie das Geheimnis der dunklen Sekte lüften, die scheinbar magische Wesen sammelt? Und werden sowohl Detective Shane als auch ihr bester Freund Clay den Kontakt mit Alana überleben?
Quelle: Piper

Hach ja...ich alles großer Fitzek-Fan habe auch endlich das Paket erhalten. Mein lieber Freund hat es für mich bestellt und mir damit eine große Freude bereitet. Ich wollte es schon eine gefühlte Ewigkeit haben und irgendwie kam immer etwas dazwischen. Umso größer war aber die Überraschung und meine grenzenlose Freude.

© Droemer Knaur
Das Paket
Seit die junge Psychiaterin Emma Stein in einem Hotelzimmer vergewaltigt wurde, verlässt sie das Haus nicht mehr. Sie war das dritte Opfer eines Psychopathen, den die Presse den "Friseur" nennt - weil er den misshandelten Frauen die Haare vom Kopf schert, bevor er sie ermordet.
Emma, die als Einzige mit dem Leben davonkam, fürchtet der "Friseur" könnte sie erneut heimsuchen, um seine grauenhafte Tat zu vollenden. In ihrer Paranoia glaubt sie in jedem Mann ihren Peiniger wiederzuerkennen, dabei hat sie den Täter nie zu Gesicht bekommen. Nur in ihrem kleinen Haus am Rande des Berliner Grunewalds fühlt sie sich noch sicher - bis der Postbote sie eines Tages bittet, ein Paket für ihren Nachbarn anzunehmen.
Einen Mann, dessen Namen sie nicht kennt und den sie noch nie gesehen hat, obwohl sie schon seit Jahren in ihrer Straße lebt ...
Quelle: Droemer Knaur

Und noch ein Fitzek! Das Buch hat mich total gereizt aber bei meinem letzten Buchhandelsbesuch, hat die Banshee lauter geschrien...vermutlich weil AchtNacht wusste, das ein Geschenk meines Freundes werden würde. Er weiß einfach was mein Herz höher schlagen lässt.

© Droemer Knaur
AchtNacht
Es ist der 8.8, acht Uhr acht. Sie haben 80 Millionen Feinde. Werden Sie die AchtNacht überleben?
Stellen Sie sich vor, es gibt eine Todeslotterie. Sie können den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen. In der "AchtNacht", am 8.8. jedes Jahres, wird aus allen Vorschlägen ein Name gezogen. Der Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet, vogelfrei. Jeder in Deutschland darf ihn straffrei töten - und wird mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt.
Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst. Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief. Und Ihr Name wurde gezogen!
Quelle: Droemer Knaur

Das Buch hatte mich als ich Ire und Rugby-Spieler gelesen hatte. Ich mag solche Liebesgeschichten und die Geschichte klang einfach zu komisch. Wenige Seiten zum Reinlesen haben genügt um Gewissheit zu haben, das muss mit nach Hause in mein Bücherregal.

© LYX
Gefällt mir heißt ich liebe dich
Suspendiert von seinem Team, flieht Ronan Fitzpatrick in seine Wohnung nach Manhattan, um sich von einem Medienskandal zu erholen. Doch dort gerät der irische Rugby-Superstar ins Visier von Annie Catrel, Social-Media-Expertin und angesagteste Celebrity-Bloggerin New Yorks. Als sie eines Morgens Ronan Fitzpatrick in einem hässlichen Trainigs-Outfit erspäht, gelingt ihr der erfolgreichste Post seit Bestehen ihres Blogs. Mit Ronans dreisten Beschwerde-Emails hat sie allerdings nicht gerechnet - und noch weniger damit, ihm am nächsten Tag in ihrem Büro gegenüberzustehen ...
Quelle: LYX

Ehrlich gesagt war es dieser 2. Teil der als erstes meine Aufmerksamkeit hatte und dann war es um mich geschehen. Ich wollte es einfach Lesen.

© LYX
Mitten ins Herz
Natürlich weiß ich, dass ich von Sean Cassidy die Finger lassen sollte. Nicht auszudenken, was passiert, wenn herauskommt, dass die kleine Schwester von Rugy-Superstar Ronan Fitzpatrick ihr Herz an den Mann verloren hat, den die Rugby-Welt am meisten hasst! Doch Sean ist nicht nur unverschämt charmant und kann küssen, dass einem Hören und Sehen vergeht. Er kennt auch mein dunkles Geheimnis, das das Ansehen meiner Familie für immer zerstören könnte. Und um das zu verhindern, muss ich unbedingt mehr über die Dinge herausfinden, die Sean Cassidy vor der Welt verheimlicht ...
Quelle: LYX

Na was sagt ihr zu dieser Auswahl? Wäre etwas für euch dabei? Mit welchen Buch würdet ihr anfangen? 
Ich bin gespannt und ziehe mich nun zum Lesen zurück.

Eure Jen

Samstag, 6. Mai 2017

Rezension: Cecilia Ahern - Flawed

© FJB

Flawed - wie perfekt willst du sein?

Verlag: FJB
Hardcover: 480 Seiten
Preis: 18,99 EUR
E-Book: 4,99 EUR
Genre: Jugendbuch ; Dystopie
Reihe: Flawed ; Bd. 1
ISBN: 978-3-8414-2235-4
Erscheinungstermin: 09/2016


Rezensionsexemplar: Nein


Inhalt:
Celestine führt in einer perfekten Gesellschaft ein scheinbar perfektes Leben. Fehler sind nicht erlaubt und werden hart bestraft. Man wird gebrandmarkt und ist ein Aussätziger in der Gesellschaft.
Eine einzige Entscheidung verändert Celestines Leben in einer Weise mit der sie nie gerechnet hätte. Nun ist es soweit, sie muss kämpfen. Nicht nur für sich sondern auf das Recht für Menschlichkeit.

Meinung:
Das Cover ist einfach wunderschön und hatte sofort meine Aufmerksamkeit. Da passt einfach alles zusammen. Besonders gut gefällt mir der Umriss, der weiblichen Person. Man sieht nicht allzu viel von ihr und dennoch ist sie im Mittelpunkt. Toll in Szene gesetzt! Dass zusammen mit dem Titel ergibt einfach ein rundes Bild.
Wobei natürlich auch Cecelia Ahern ein Name in der Literaturwelt ist. Ich habe von ihr schon sehr viele Bücher gelesen und war daher sehr gespannt, da sie sich hiermit in ein anderes Genre gewagt hat.
Das der Sprung gelungen ist, wusste ich schon nach den ersten Seiten denn das Buch hatte schon einen Sog in mir ausgelöst, der mich komplett in Celestines Welt hineinkatapultiert hatte. Das war in der Hinsicht spannend weil ich sie am Anfang nicht sonderlich mochte. Diese perfekte Welt mit all seinen Regeln und Celestine, die sie geradezu vergöttert, fand ich grauenhaft. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt was sie an dieser Welt so toll findet und warum sie, sie nicht hinterfragt. Genau das tut nämlich ihre Schwester und stellt dadurch einen herrlichen Kontrast zu ihr da.
Celestine scheint in einer Seifenblase zu leben. Sie folgt den Regeln und ehrt sie. Sie ist intelligent und lösungsorientiert. Ihr höchstes Gut ist die Logik und genau diese stellt ihr ein Bein. Sie verhält sich in ihren Augen absolut logisch und in den Augen der Gesellschaft absolut fehlerhaft. Ab diesem Augenblick, nimmt die Geschichte eine Wendung, die zwar voraussehbar aber dennoch in der Art und Weise völlig spektakulär war. Dieser Scheideweg verändert nicht nur Celestine, ab da nimmt die Geschichte auch so an Fahrt auf das man das Buch nicht mehr weglegen kann.
Die Autorin beschreibt in einer Klarheit und Brutalität, die Einschnitte in Celestines Leben, das es dem Leser ebenfalls körperliche Schmerzen verursacht. Ich hatte Tränen in den Augen und musste bei so mancher Szene mehrmals hart schlucken. Nicht nur wegen dem was Celestine passiert sondern auch durch die Menschen um sie herum. Gerade ihre Schwester hat mich überrascht aber auch ihr Freund. Von ihnen hatte ich vieles erwartet, einfach durch die Art, wie sie sich verhalten hatte, wie ich sie kennengelernt hatte.
Aber so sehr sie mich auch enttäuscht haben, so faszinierend ist es, wie Celestine sich von Seite zu Seite verändert. Sie wollte mit dem Strom schwimmen und bloß nicht auffallen. Aber ihre Logik und Unbedarftheit bringt sie immer wieder in Situationen wo sie gar nicht anders kann als aufzustehen und zu kämpfen. Genau dann findet sie auch die Worte, die einmal ausgesprochen werden müssen, die gehört werden müssen. Sie bringt die Menschen dazu ebenfalls das Gegebene zu hinterfragen. Sie schafft es damit etwas tief in deinem Herzen zu berühren.
Sie wird schnell zu einer Leitfigur für eine ganze Bewegung. Sie will das nicht und vor allem will sie sich nicht benutzen lassen. Aber das tolle ist eben das sie da auch nicht mitmacht sondern nur dann aufsteht wenn es das wirklich wert ist.
Celestine hat eine ganz eigene Art und genau das macht auch diesen Sog aus. Man will an ihrer Seite bleiben und ihr beistehen.
Ich kann euch sagen, ich habe schon viele Dystopien gelesen und liebe diese. Aber es gibt immer nur einige wenige, die aus der Masse herausstechen. Flawed ist eine dieser Kleinode.
Ich kann es nicht erwarten den 2. Band zu lesen um zurück an Celestines Seite zu eilen und mit ihr zu hoffen auf eine bessere Welt.


Über den Autor:
Cecilia Ahern ist eine der erfolgreichsten Autorinnen der Welt. Sie wurde 1981 in Irland geboren und studierte Journalistik und Medienkommunikation in Dublin. Mit 21 Jahren schrieb sie ihren ersten Roman, der sie sofort international berühmt machte. "P.S. Ich liebe Dich", verfilmt mit Hilary Swank. Danach folgten Jahr für Jahr weitere weltweit veröffentlichte Bücher in Millionenauflage. Die Autorin wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, schreibt auch Theaterstücke und Drehbücher und konzipierte die TV-Serie "Samantha Who?" mit Christina Applegate sowie einen Zweiteiler für das ZDF. Auch ihr Roman "Für immer vielleicht" wurde fürs Kino verfilmt. Cecilia Ahern lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern im Norden von Dublin.
Quelle: FJB

Donnerstag, 19. Januar 2017

Rezension: Jennifer Alice Jager - Saymon's Silence

© Papierverzierer Verlag

Saymon's Silence

Verlag: Papierverzierer Verlag
E-Book: 550 Seiten
Preis: 5,99 EUR
Taschenbuch: 14,95 EUR
Genre: Jugendbuch ; Dystopie
ISBN: 978-3-9596-2111-3
Erscheinungstermin: 12/2016

Rezensionsexemplar: Ja


Inhalt:
Saymon lebt unter den Menschen versteckt weil er keiner von ihnen ist. Er ist ein Vexs. Doch was ein Vexs eigentlich ist, weiß er auch nicht so genau denn er kann sich an seine Herkunft nicht erinnern. Er kann auch nicht sprechen und dennoch findet er immer einen Weg zu kommunizieren. Er macht sich auf die Suche nach seinem Zuhause. Doch manchmal ist es besser sich nicht zu erinnern ...

Meinung:
Zum Cover sage ich nicht so viel, da das Buch gerade einen Relaunch bekommt und das Cover sich so verändert, das es mir richtig gut gefällt. Es wirkt dann viel ansprechender, also seid gespannt!
Und zum Titel: der passt einfach perfekt. Am Anfang hat er mich verwundert aber sobald man beginnt zu lesen, erschließt er sich vollkommen.
Wie der Titel es erwarten lässt ist Saymon der Hauptcharakter. Zu Beginn weiß man nicht so richtig, wer er ist, was er ist und was eigentlich los ist. Gerade das ist aber auch faszinierend. Man wird in eine Welt geworfen, die sich vollkommen verändert hat und es gibt eine Seuche, die die Menschen tötet. Andererseits gibt es aber auch die Vexs und Saymon ist einer von ihnen. Was er genau ist, das dauert eine ganze Weile, bis es herauskommt. Stück für Stück findet man ein neues Puzzle und das lässt die Geschichte voranschreiten ohne zu langweilen.
Am Anfang lernen wir die Welt kennen in der Saymon, allein, stumm und ohne Gedächtnis ums Überleben kämpft. Doch schon bald macht er sich auf die Suche nach New Horizon, seiner Heimat um herauszufinden wer er ist. Die Reise dorthin finde ich etwas langatmig aber es lohnt sich dran zu bleiben denn mit der Ankunft in New Horizon überschlagen sich die Ereignisse. Man wird mit Eindrücken und Informationen geflutet und ziemlich schnell wird klar, nicht alles was glänzt, ist auch Gold. New Horizon ist nicht so perfekt, wie es vorgibt zu sein. Im Gegenteil, es ist eine einzige Schlangengrube und je mehr man erfährt, umso schlimmer wird es. Die ganze Wahrheit ist traurig und trifft einen wirklich. Egal was man sich auch gedacht hat, es ist noch schlimmer. Dabei geizt die Geschichte auch nicht an Brutalität und auch damit hatte ich nicht gerechnet. Es ist nichts für zarte Gemüter! Aber ich verspreche, das es nicht langweilig wird und man kaum Zeit hat um einmal durchzuatmen. Man kann gar nicht aufhören weil man auch einfach die Hoffnung hat, das es gut endet, es muss gut enden. Ich muss aber auch sagen, das mir das Ende dann auf einmal zu schnell und einfach war. Aber trotz allem ist es eine Geschichte, die einen nicht los lässt. Wenn man Dystopien mag, dann ist man hier richtig und man wird definitiv überrascht werden. Saymon's Stille ist es wert, ergründet zu werden.

Über den Autor:
Jennifer (Alice) Jager begann ihre schriftstellerische Laufbahn 2014. Nach ihrem Schulabschluss unterrichtete sie Kunst an Volkshochschulen und gab später Privatunterricht in Japan. Heute ist sie wieder in ihrer Heimat, dem Saarland, und widmet sich dem Schreiben, Zeichnen und ihren Tieren. So findet man nicht selten ihren treuen Husky an ihrer Seite oder einen großen, schwarzen Kater auf ihren Schultern. Ihre Devise ist: mit Worten Bilder malen.
Quelle: Papierverzierer Verlag

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Rezension: Inka Loreen Minden - Fury

© Amazon

Fury

Verlag: Create Space
E-Book: 257 Seiten
Preis: 3,99 EUR
Taschenbuch: 8,99 EUR
Genre: Sci-Fi ; Dystopie
Reihe: Warrior Lover ; Bd. 8
ISBN: 978-1539362081
Erscheinungstermin: 10/2016

Rezensionsexemplar: Nein


Inhalt:
In New World City regiert das Chaos. Seit die Regierung gestürzt wurde, hat Sabre übernommen und beginnt eine Militärdiktatur aufzubauen.
Seit dem versteckt sich Melina an ihrem alten Arbeitsplatz. Denn sie hat ein Geheimnis das ihr gefährlich werden könnte. Doch dann wird sie von einem Warrior-Trupp entdeckt. Fury ist unter ihnen und er weiß sofort - Melina gehört ihm. Aber unter Sabre ist das unmöglich...

Meinung:
Erneut überzeugt die Warrior-Reihe mit einem wunderschönen Cover und auch der Titel ist einfach klasse. Fury - diesen Namen liebe ich schon jetzt und er ist einfach perfekt für diesen Warrior.
Ich konnte es gar nicht erwarten in diese geliebte Welt zurück zu kehren. Gerade nachdem in Steel so viel passiert ist und das Ende einfach viel zu spannend war. Wir haben so viel neues erfahren und das geht in Fury so weiter. Zum einen weil in einer Sidestory Hunter und Tammys Geschichte erzählt wird. Das hat mich wirklich gefreut da gerade die beiden ein Happy End verdient haben. Außerdem war ich wirklich neugierig wie es mit ihrem Sohn weiterging und ich kann nur so viel sagen, ich hoffe er bekommt noch seine eigene Geschichte denn da ist verdammt viel Potenzial!
Aber das Hauptpaar hat es auch wieder in sich. Fury ist ein wirklich interessanter Warrior und seine Besonderheit  war mehr als überraschend. Er hat Komplexe und das ist wirklich überraschend weil man das von Warriorn so gar nicht gewohnt ist.  Das hat auch eine ganz andere Dynamik in die Beziehung von ihm und Melina gebracht. Aber trotz allem ist er auch mutig und hat das Herz am rechten Fleck. Er hat nur eine Vergangenheit, die ihn noch immer belastet und zugleich ist sie auch entscheidend für die Geschichte.
Was mich besonders fasziniert hat, war Royal City. Sie wurde zwar schon einige Male erwähnt aber in diesem Teil erfahren wir endlich etwas über die Stadt und nicht nur das, wir reisen auch dorthin. Die Beschreibungen waren einfach nur bezaubernd und ich kann es gar nicht erwarten alle Domes zu inspizieren. Allein für das Tropical Garden Hotel in der Dschungel-Kuppel würde ich gerne einmal nach Royal City wollen. In diese Stadt habe ich mich einfach verliebt. Wobei ich auch sagen muss das die kleine Insel Mokupuni super schön ist. Ach ich liebe einfach diese Welt und ich bin schon ganz neugierig wie es weiter geht. Denn man spürt ganz deutlich das sich in New World City etwas zusammenbraut. Sabre ist ein Warrior der einfach nur furchterregend und bösartig ist. So ein Mensch sollte keine Stadt regieren weil man weiß das dass nicht gut enden kann. Und so knistert es regelrecht vor Kampfgeist am Ende. Aber man bekommt auch schon einen Hauch des neuen Hauptpaares zu spüren - die erste Begegnung zwischen Tay und Taicoon. Auf in ein neues Abenteuer!

Über die Autorin:
Inka Loreen Minden, die auch unter den Pseudonymen Lucy Palmer, Bailey Minx, Mona Hanke, Loreen Ravencroft und Monica Davis schreibt, ist eine bekannte deutsche Autorin. Von ihr sind bereits über 50 Bücher, 9 Hörbücher und zahlreiche E-Books erschienen, die regelmäßig unter den Online-Jahresbestsellern zu finden sind. Sie schreibt u.a. für Bastei Lübbe, Blanvalet und Rowohlt.
Quelle: Amazon

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Rezension: Inka Loreen Minden - Steel

© Amazon

Steel

Verlag: Create Space
Ebook: 450 Seiten
Preis: 3,99 EUR
Taschenbuch: 8,99 EUR
Genre: Sci-Fi ; Dystopie
Reihe: Warrior Lover ; Bd. 7
ISBN: 978-1503085978
Erscheinungstermin: 11/2014

Rezensionsexemplar: Nein


Inhalt:
Steel ist der Leibwächter des Senators und so ist es auch seine Aufgabe den neuen Plan von Senator Murano zu verhindern. Dieser hat nämlich eine ganz spezielle Waffe um die Warrior klein zu kriegen - die Huntress. Doch schnell kann schlimmeres verhindert werden und die Huntress werden eingesperrt, nur eine kann fliehen Rhona. Nun macht sich Steel auf die Spur nach ihr und um an die Informationen zu kommen, die er von ihr haben will, wendet er ungewöhnliche Mittel an. Doch die Huntress haben Geheimnisse, die alles verändern ...

Meinung:
Die Warrior-Reihe ist mittels des Titels und des Covers immer gut zu erkennen. Es gibt einen dominanten Namen, die Farbgebung ist ähnlich und es befindet sich ein Paar auf dem Cover. Dennoch ist es in meinen Augen sehr gelungen. Es ist in sich stimmig und der Widererkennungswert ist groß.
Man könnte meinen das auch die Geschichten sich ähneln, wie die Cover, doch da liegt man falsch. Natürlich gibt es oft ein zentrales Paar doch das spannende sind die Charaktere und wie sich die Welt entwickelt. In diesem Teil ist das Hauptpaar Rhona und Steel aber zusätzlich werden noch 2 andere Geschichtsstränge erzählt. Mehrere Geschehen laufen Parallel und verschiedene Charaktere treffen letztendlich aufeinander. Das ist in diesem Band besonders gewaltig und die Art und Weise, wie es erzählt wird, ist richtig gut. Man verliert nicht den Überblick und kann problemlos zwischen den verschiedenen Perspektiven und Geschichten hin un her wechseln. Wir lernen also nicht nur Rhona und Steel kennen sondern zusätzlich die Warrior Jazz, Fire und Tarek sowie Yana, die Patentochter von Senator Murano. Das ist schon nicht ohne und dieser Band hat es nicht nur in dieser Hinsicht in sich.
Rhona ist eine starke Persönlichkeit und sie und die Huntress haben mich sofort an Amazonen erinnert. So stark sie auch sind, genauso faszinierend ist es sie als Mütter zu erleben. Zugleich können sie aber auch die Warrior zähmen - was für eine gewaltige Mischung.
Yana hingegen ist isoliert, hat nur ihren Bodyguard Tarek und soll nun auch noch beseitigt werden im Auftrag ihres eigenen Patenonkel.
Zur gleichen Zeit wurde der Warrior Fire gefangen genommen und wird nun auf perfide Art von Senator Muranos persönlichen Folterknechtes Jazz misshandelt.
Trotz all der Umstände finden wir auch hier eine geballte Power Liebe. Über alle Widrigkeiten hinweg, finden alle irgendwie zueinander und gleichzeitig steuert dieser Band auf einen großen Showdown hin.
Es kommen Geheimnisse ans Licht, die alles verändern und der Geschichte eine völlig neue Wendung geben. Zugleich bietet es Stoff für weitere Geschichten und man merkt einfach das alles ist noch nicht vorbei. Es scheint jetzt erst richtig los zu gehen. Immer wieder lernen wir neue Charaktere kennen, die man gar nicht anders als in sein Herz schließen kann. Sie alle haben faszinierende Eigenschaften und Geschichten. Sie sind das Blut der Geschichte und geben dem Ganzen, die richtige Würze und vor allem Tiefe. Natürlich kommt auch die Erotik nicht zu kurz aber sie ist ein schmückendes Beiwerk und beherrscht nicht diese außergewöhnliche Geschichte.
Man lernt diese Welt auf so viele verschiedene Arten zu lieben und da ist gerade das Ende wieder wie ein Stich ins Herz. Es soll nicht enden und vor allem soll es nicht erneut so viele ungelöste Fragen in einem zurücklassen. Man möchte einfach weiter in der Welt der Warrior verweilen, immer in der Hoffnung auf alte Bekannte zu treffen aber sich auch neu zu verlieben.  Man kann sich dagegen nicht während, sobald man einmal in diese Welt hinabgestiegen ist, will man sie einfach nicht mehr verlassen. Also: Achtung, Suchtgefahr!

Über den Autor:
Inka Loreen Minden, die auch unter den Pseudonymen Lucy Palmer, Bailey Minx, Mona Hanke, Loreen Ravencroft und Monica Davis schreibt, ist eine bekannte deutsche Autorin. Von ihr sind bereits über 50 Bücher, 9 Hörbücher und zahlreiche E-Books erschienen, die regelmäßig unter den Online-Jahresbestsellern zu finden sind. Sie schreibt u.a. für Bastei Lübbe, Blanvalet und Rowohlt.
Quelle: Amazon

Donnerstag, 15. September 2016

Rezension: Amy Ewing - Die weisse Rose

© Fischer FJB

Die weisse Rose

Verlag: Fischer FJB
Hardcover: 400 Seiten
Preis: 16,99 EUR
E-Book: 14,99 EUR
Genre: Dystopie ; Fantasy ; Jugendbuch
Reihe: Das Juwel ; 2
ISBN: 978-3-8414-2243-9
Erscheinungstermin: 08/2016

Rezensionsexemplar: Ja

Ab 14 Jahre

Inhalt:
Violet muss nun fliehen da die Herzogin vom See ihr Verhältnis zu Ash herausgefunden hat. Sie hat auch schon einen Plan aber ohne Ash und Raven wird sie nicht gehen. Die Beiden waren aber nie in den Plan integriert und so wird die Flucht beschwerlich als gedacht. Aber Violet hat viele Helfer denn der Schwarze Schlüssel will sie unbedingt in Sicherheit bringen. Als Violet auf Sil trifft, erfährt sie nicht nur mehr über den Schwarzen Schlüssel sondern auch über ihr eigenes Schicksal, über ihre eigenen Fähigkeiten. Der Kampf beginnt!

Meinung:
Das Cover ist ein absoluter Traum. Das Kleid ist wunderschön und rein. Es bildet aber gleichzeitig eine weisse Rose, was den Titel gleich noch besser unterstreicht. Aber nicht nur die Hauptperson in dem wunderschönen Kleid ist ein echter Hingucker. Was an dem Cover ein Highlight ist, sind die Tautropfen auf der Rose, denn diese sind fühlbar. Ein perfektes Cover das ist im Einklang mit Titel und Inhalt steht.
Auf diese Fortsetzung war ich sehr gespannt, denn der erste Teil endete mit einem ziemlichen Cliffhanger. Ich konnte es also gar nicht erwarten, das Buch in die Hände zu bekommen. Kaum geschehen und nachdem ich das Cover befühlt hatte, wurde ich sogleich verschlungen. Nicht ich habe das Buch verschlungen, sondern das Buch mich. Es hat mich in einen Sog versetzt, dem ich nichts entgegen setzen konnte. Von einer Sekunde auf die nächste war ich zurück in Violets Welt und konnte mich auch wieder viel zu konkret an den 1. Teil erinnern. Ich war zurück in der Einzigen Stadt aber wenn ich geglaubt hatte, das Schicksal von Violet wäre schon mies, dann hatte ich nun eine Steigerung gefunden. Violets Geschichte hatte gerade erst seinen Anfang gefunden. Nun war ich zusammen mit ihr auf der Flucht und durchlebte ihre Ängste. Beim 2. Band hat man nie die Zeit mal kurz Luft zu holen, NEIN, denn dann könnte Violet schon geschnappt werden. Also flieht man mit ihr von Seite zu Seite immer mit der Hoffnung, den Zufluchtsort zu finden. Doch mit diesem Ort werden auch Geheimnisses gelüftet und diese sind größer und bedeutender als Violet es je ahnen konnte. Natürlich hat sie Ash an ihrer Seite aber auch von ihm erfährt man das erste Mal wer er ist.
Im 1. Band war Ash, ja interessant und geheimnisvoll aber eben auch nicht greifbar. Man wusste nie so recht, was man von ihm erwarten kann. Das ändert sich und man erkennt den wahren Ash. Ganz ehrlich, es tuen sich Abgründe auf. Ich war schon schockiert als ich das Ausmaß der Surrogates erfasst hatte, aber die Gefährten...puh. Was für eine kranke Welt!
Das 2. Buch hat Ash die nötige Tiefe verliehen aber auch vielen anderen wichtigen Charaktere ein richtiges Profil verpasst. Man lernt sie wirklich kennen und dadurch verliert man sich umso mehr in der Geschichte. Es ist nicht allein Violet, wegen der man bangt und leidet. Es ist auch Raven, die ich am liebsten in den Arm nehmen will oder Garnet, der mich von allem am meisten beeindruckt und überrascht hat aber auch Sil und Lucien. Ich kann gar nicht alle aufzählen in deren Leben ich in diesem Teil abtauchen durfte.
Es sind aber auch die feinen Nuancen, die dieses Buch so real werden lassen. Es sind die ungesagten Dinge, die einen in Aufregung versetzten und hoffen lassen. Man wird einfach mit den Personen verknüpft und will sie nicht verlieren.
So wie in Band 1 alles seinen Anfang nahm und man sich erst einmal in der Welt zurecht finden musste, so braut sich in Band 2 etwas zusammen. Die Luft knistert Revolutionsgeladen und es ist klar, der Kampf steht kurz bevor. Aber Amy Ewing, wäre nicht Amy Ewing, wenn sie nicht auch hier wieder Überraschungen bereit gehalten hätte. Sie hat ein Talent, dem Leser den Atem zu rauben. Doch viel größer ist ihr Talent noch in nervenaufreibenden Cliffhangern. Wenn ich schon dachte der Cliffhanger von Band 1 wäre schlimm gewesen, dann macht euch auf diesen gefasst. Es ist so ein Moment wo man die Zähne zusammenbeißt und zugleich schreien möchte, wo man sprichwörtlich die Wände hoch laufen könnte und sich nichts sehnlicher wünscht als den nächsten Band in die Finger zu kriegen weil man die Ungewissheit nicht erträgt, in die sie einen entlässt.
Mit diesem 2. Band hat sich die Autorin selbst übertroffen. Es ist verdammt selten, das ich einen 2. Teil sogar noch besser finde als den 1. und das hatte ich nicht im Ansatz erwartet. Amy Ewing hat sich selbst vom Thron gestoßen um noch höher zu steigen. Was wird mich dann wohl beim 3. Teil erwarten...?

Über den Autor:
Amy Ewing ist in einer Kleinstadt in der Nähe von Boston aufgewachsen und hat in New York Kreatives Schreiben studiert. Die Autorin wohnt im New Yorker Stadtteil Harlem und verbringt ihre Zeit mit Schreiben, Käse essen und gelegentlichem Schauen von "Vampire Diaries-Folgen. Der erste Band ihrer Trilogie "Das Juwel" war gleich ein SPIEGEL-Bestseller.
Quelle: Fischer FJB

Vielen Dank an den  Fischer Verlag für das Rezensionsexemplar!

Donnerstag, 9. Juni 2016

Hörbuchrezension: Sophie Jordon - Infernale

© cbj audio

Infernale

Verlag: cbj audio
Laufzeit: 6 CDs, ca. 388 Min.
Preis: 19,99 EUR
Gelesen von: Friederike Walke
Genre: Dystopie
Reihe: Infernale ; Bd. 1
ISBN: 978-3-8371-3509-1
Erscheinungstermin: 02/2016

Gekürzte Lesung
Ab 14 Jahre


Inhalt:
Davy führt ein ganz normales Leben bis zu dem Moment als sie erfährt das sie positiv auf HTS getestet wurde. HTS steht für Homicidal Tendency Syndrome und wird umgangssprachlich auch einfach Mördergen genannt. Aber diesem Augenblick löst sich ihr altes Leben in Luft auf. Sie muss ihre Schule verlassen und all ihre Freunde kehren ihr den Rücken zu. An ihrer neuen Schule lernt sie Menschen wie sie kennen und ausgerechnet dort findet sie wirkliche Freunde. Und dabei stellt sich die Frage: Wird Davy wirklich töten?

Meinung:
Was für ein cooles Cover! Der Blick wird automatisch auf das Mädchen und das Tattoo gelenkt. Man fragt sich was es damit sich auf sich hat und dabei wirkt der Titel auch einfach nur verheißungsvoll. Es macht neugierig und hat mich gleich animiert, mich in die Geschichte zu stürzen.
Doch bevor wir zur Geschichte kommen, muss ich noch ein paar Worte zur Sprecherin verlieren. Friederike Walke war mir bisher nicht bekannt aber sie hat eine sehr angenehme Stimme. Man folgt ihr leicht in die Geschichte und sie gibt den verschiedenen Charakteren mit ihrer Stimme eine eigene Persönlichkeit. Wobei das vor allem bei den Hauptcharakteren am deutlichsten war. Die anderen waren da eher blasser aber das hat nicht so sehr gestört. Denn im Fokus war zunächst einmal Davy. Am Anfang war sie noch sehr angepasst und ehrlich gesagt langweilig, was aber ab dem Augenblick sich zu verändern begann, als sie positiv auf HTS getestet wurde. Das Leben war nicht mehr einfach und schön. Auf einmal wurde ihr ein ganz anderes Leben vor Augen geführt und vor allem lernte sie die Menschen wirklich kennen. Das ist der Moment in dem Davy stark wird und sich zu einer echten Persönlichkeit entwickelt. Die Entwicklung mitzuerleben, war einfach toll und sehr spannend. Vor allem aber auch weil da einfach Shawn an ihrer Seite war. Ab dem Moment wo er zum ersten Mal erwähnt wurde, war klar welche Rolle er in der Geschichte spielen würde. Dennoch war er mir sofort sympathisch und hundertmal lieber als ihre alten, oberflächlichen Freunde. Er war so echt!
Aber nicht nur diese Beiden haben die Geschichte beherrscht sondern auch das Mördergen. Es ist so eine interessanter Gedanken und wenn ich ehrlich bin, durchaus etwas was vielleicht irgendwann einmal möglich wäre. Die technische und medizinische Entwicklung ist schon so fortgeschritten, das es eine denkbare Zukunft wäre. Das Buch macht eine essenzielle Frage zum Thema: Sind unsere Taten von den Genen abhängig oder liegt es letztendlich in meiner Entscheidung, was ich aus ihnen mache? Kann man wirklich vorhersagen, das ein Mensch mit einer bestimmten Veranlagung, dieser auch nachgehen wird?
Damit beschäftigt sich Davy in der Geschichte seit dem Augenblick als ihr mitgeteilt wird das sie Trägerin des Mördergens ist. Dabei wird auch gezeigt wie ihr Umfeld auf diese Neuigkeit reagiert und wie sie ab dem Moment behandelt wird. Da fragt man sich doch oft, wer diese Mördergen in sich trägt. Es ist erschreckend, wie Davy verurteilt wird für etwas das sie nicht getan hatte, sondern nur potentiell tun könnte. Erschafft man damit nicht erst Mörder? Ein interessanter Gedanke und wie man merkt gibt diese Geschichte Anlass um sehr viel nachzudenken. Mich beschäftigt noch immer diese Geschichte und lässt mich nicht los.
Umso erfreulicher ist es, das Davys Geschichte erst begonnen hat und es garantiert spannend weiter gehen wird denn da sind noch so viele Fragen, die beantwortet werden müssen.
Das ist mal ein wirklich gelungener Auftakt, der Lust auf mehr macht. Spannend erzählt und tiefgründiger als man erwartet.

Über den Autor:
Sophie Jordan (Autorin)
Sophie Jordan wuchs auf einer Farm in Texas auf. Bevor sie das Schreiben zum Beruf machte, arbeitete sie viele Jahre als Englischlehrerin. Heute lebt die New-York-Times-Bestsellerautorin mit ihrer Familie in Houston. Ihre Firelight-Trilogie ist ein internationaler Bestseller. Infernale ist der erste von zwei Bänden.
Friederike Walke (Sprecherin)
Friederike Walke, geboren 1984, erhielt 2007 ihr Diplom an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin und war von 2007 bis 2012 festes Ensemblemitglied am Hans Otto Theater Potsdam.  Seit 2012 arbeitet sie freiberuflich und ist auch als Synchronsprecherin (u.a. Cinderella) tätig.
Quelle: cbj audio

Vielen lieben Dank an cbj audio für das Rezensionsexemplar!