Donnerstag, 29. März 2018

Messebericht: 4 Tage Leipziger Buchmesse

© Jennifer Bonk
Hallo Freunde der Papierseiten nun endlich unser Bericht über 4 Tage laufen, hören, sehen und reden.

Prolog
Wir haben uns am Mittwoch Abend nach dem wir noch Griechisch essen waren nach der Arbeit auf den Weg nach Leipzig gemacht. Dort angekommen haben wir noch ein wenig mit unseren Freunden vor Ort geplaudert bevor wir ins Bett gegangen sind.

Donnerstag
morgens begann der Tag mit einem ordentlichen Frühstück und wir packten unsere Ausrüstung: Kamera, Diktiergerät und Visitenkarten griffbereit ein. Dann fuhren wir zur Messe und parkten ganz entspannt und liefen bei Sonnenschein zum Presseeingang.
Einige "Zeit" später hatten wir dann auch meine (Roland) Messeticket akkreditiert. Dann ging es erstmal durch die Kontrolle und wir holten uns ein Programmverzeichnis.
Nach einer gefühlten Stunde hatten wir uns dann für den Donnerstag alle Veranstaltungen raus gesucht und die Reise durch die Bücherwelt konnte beginnen.
Sofort haben wir uns die ersten Verlage angeschaut und schon mit den ersten gesprochen sowie unsere Visitenkarten verteilt. Die ersten Aufnahmen waren auch schon im Kasten und die ein oder andere Vorlesung konnten wir uns auch schon anhören. Nun eine Auflistung was wir am Donnerstag alles so gehört und gesehen haben.

Wir haben an diesem Tag mit folgenden Verlagen gesprochen:

MANTIKORE Verlag
Klett-Cota
TALAWAH Verlag
papierverzierer
LUZIFER Verlag
Feder & Schwert
Uhrwerk Verlag
EISERMANN Verlag
Verlagshaus el Gato
buchheim Verlag
DK Verlag
Fischer Verlag
Loveletter

Und uns versucht diese Ereignisse nicht entgehen zu lassen:

© Jennifer Bonk
10.30-11.00 Uhr Preisverleihung Der LEIPZIGER LESEKOMPASS
14.00-14.30 Mein Herz in zwei Welten von Jojo Moyes
15.00-15.30 Uhr Tiefer Zorn / Die Legenden von Astray 2 von Michael Peinkofer
15.30-16.00 Uhr Autor der Zukunft mit Poppy J. Anderson, B.C. Schiller
16.00-16.30 Uhr Countdown to Noah von Fanny Bechert
16.30-17.00 Uhr Die Chroniken von Azuhr- Der Verfluchte von Bernhard Hennen
17.00-18.00 Uhr Preisverleihung SERAPH 2018 - Literaturpreis  für Phantastik

Wirklich und wahrhaftig sind wir dann gegen 18.00 auch erst gegangen.
Erschöpft aber glücklich fuhren wir zu unseren Gastgebern nach Hause und bekamen erstmal etwas zu Essen serviert.
Anschließend spielten wir noch einige Runden Flucht von Friedemann Friese. Dann machten wir uns an die Arbeit euch auf dem Laufendem zu halten und machten das Licht um 24.00 Uhr auch aus.

Freitag
morgen um 8.00 Uhr begann der zweite Messetag mit einem kleinen Frühstück bevor wir uns den Schnee draußen anschauten. Doch an diesem Tag war alles etwas ruhiger. Weniger Veranstaltungen und die Lesungen die stattfanden waren nicht in unserem Interessenfokus.
So liefen wir die Hallen mehrmals ab und schauten uns in aller Ruhe alle Stände an und die Bücher die dort vorgestellt wurden.
Außerdem trafen wir eine Freundin mit der wir eine Weile zusammen die Buchmesse erkundeten.
Dann sahen wir uns Neuland 2.0 an, wo Startup-Firmen rund ums Buch vorgestellt wurden. Das war super interessant.
Tja und wir schlenderten eine ganze Weile über die ComicCon, da gab es auch eine Menge zu bestaunen. Besonders lange waren wir am Stand vom Panini und Splitter Verlag. Sie haben so unglaublich schöne Comics!
Zum Abschluss haben wir uns noch ein Comic-Quiz von Panini angesehen. Das war sehr lustig.
Um 16.00 Uhr verließen wir dann die Buchmesse und fuhren in unser Domizil um uns auszuruhen.

Samstag
Wir standen wieder mal früh auf und fuhren auch recht pünktlich zu 10.00 Uhr zur Messe um uns die ersten Vorlesungen anzuhören. Doch kaum auf der Messe hatten wir den Eindruck das es wirklich sehr leer war. Die Messebesucher kamen einfach nicht durch, zu viel Schnee auf den Straßen und Gleisen. Das war ein sehr merkwürdiges Gefühl aber wir hatten viel auf dem Programm und haben uns dafür zeitweise auch getrennt.

© Jennifer Bonk
10.30 - 11.00 Uhr Die Stille meiner Worte von Ava Reed - Jen
10.30 - 11.00 Uhr Seraph 2018: Preisträgerlesung - Roland / Jen
11.00 - 11.30 Uhr Interview Kai Meyer - Jen & Roland
12.00 - 12.30 Uhr Red von Ann-Kathrin Karschnik - Jen & Roland
12.30 - 13.00 Uhr Skulduggery Pleasant mit Rainer Strecker & Derek Landy - Roland
12.30 - 13.30 Uhr Vorablesen Read & Great mit Lesung - Jen
13.00 - 13.30 Uhr Die Götter von Asgard von Liza Grimm - Roland
13.30 - 14.00 Uhr Aquila von Ursula Pozsnanski - Roland / Jen
14.00 - 16.00 Uhr Lovelybooks-Lesertreffen - Jen
15.00 - 18.00 Uhr Superhelden-Party - Roland / Jen

Ihr seht schon, eine menge Programm. Das war richtig schön aber eben auch sehr viel Input.
Was uns besonders in Erinnerung geblieben ist, war die Lesung von Theresa Hannig aus "Die Optimierer". Sie hat nicht ohne Grund einen Seraph gewonnen und in meinen Augen sollte sie nur noch lesen. Ich hab ganz selten so jemanden lesen hören. Das war der pure Hörgenuss und hohe Erzählkunst.
Aber auch Derek Landy sollte man mal erlebt haben. Was für ein Typ!

© Jennifer Bonk
Ansonsten waren natürlich die Community-Treffen einfach schön weil man dort immer Freunde trifft. Das macht die Buchmesse eben aus und daher habe ich mich sehr gefreut. Besonders das ich eine Freundin noch treffen konnte da auch sie unter dem Bahnchaos zu leiden hatte. So konnte aber auch Roland sie kennen lernen und wir hatten noch ein paar schöne Buchmessestunden zusammen. Unter anderem waren wir alle bei der Superheldenparty von dtv bei der sich alles um Wonder Woman drehte. Das war echt cool, was sie sich alles haben einfallen lassen.
Um 18 Uhr sind wir dann erschöpft aber zufrieden aus der Buchmesse raus. Leider sind wir nur langsam weggekommen weil die Straßen doch sehr voll waren. Dann sind wir aber noch lecker mexikanisch Essen gegangen. Yummi!

Sonntag
haben wir es langsam und ruhig angehen lassen. Wir haben ganz gemütlich mit unseren Freunden gefrühstückt und sind erst zu 11 Uhr auf die Messe.

11.30 - 12.00 Uhr Götterfunke von Marah Woolf
12.00 - 13.00 Uhr Buchquiz
12.30 - 13.00 Uhr Die Sonnenseite des Schneemanns von Poetry-Slammer Sebastian 23
13.00 - 13.30 Uhr Schlangengrab von Bernhard Hennen und Robert Corvus
14.00 - 14.30 Uhr Palace of Glass von C. E. Bernard
14.30 - 15.00 Uhr Der Fährmann von Christopher Golden

So ein schöner Abschluss. Wir haben noch geniale Lesungen gesehen. Sie waren alle einfach klasse und keine hätte ich verpassen wollen. Bei Bernhard Hennen und Robert Corvus haben wir sogar alle gesungen. Das war mal eine ganz andere Art Lesung.
Tja und Sebastian 23 kann nicht nur großartigen Humor transportieren sondern zum Denken anregen und einen bis ins Herz treffen. Einfach nur heftig.
Um 16 Uhr haben wir uns von der Buchmesse verabschiedet und sagen bis zum nächsten Jahr!

Epilog

Vier Tage voller Erlebnisse nicht nur was fürs Auge sondern auch fürs Ohr. Und wenn man mich fragen würde ob ich es genauso machen würde dann wäre meine Antwort JA!
Die Leipziger Buchmesse ist für uns, wie unser Wohnzimmer mit einem Kamin mit dem Schneesturm vor der Tür.
Natürlich ist es anstrengend aber auch wunderbar, so viele lesebegeisterte Menschen auf einen Haufen zu sehen und zu erleben, wie die Augen leuchten wenn sein Lieblingsautor hinter einem steht.

Danksagung: 

Wir bedanken uns beim MANTIKORE VERLAG, dem Klett-Cotta Verlag sowie dem TALAWAH Verlag und natürlich dem SPLITTER Verlag für die tollen Gespräche.Wir danken auch dem LUZIFER VERLAG und Feder und Schwert die so sympatisch waren.
Vielen dank auch an Bernard Hennen und Robert Corvus für ihre sehr gelungene Lesung die uns so viel Spaß bereitet hat. In diesem Sinne wollen wir auch noch mal Theresa Hannig sagen vielen Dank für dein tolles Vorlesen aus deinem Buch. Sehr gelungen.
Und ein ganz besonderen Dank an Mary und Bernd ohne euch wäre das alles nicht möglich gewesen vielen Dank.


Mittwoch, 28. März 2018

Lesung: Minette Walters - Die letzte Stunde

© Roland Doctor
Hey ihr Buchverrückten,

letzte Woche hatten wir das Vergnügen unsere Buchmesse-Tage mit einem ganz besonderen Event einzuläuten. Nicht nur durfte ich den neuen und absolut großartigen Roman von Minette Walters bereits lesen, ich durfte auch zu ihrer Lesung. Ich hab mich so darauf gefreut denn ich weiß noch wie heute als ich damals von ihr "Im Eishaus" las und einfach begeistert war. Tja und natürlich war Roland dabei an meiner Seite.

Aber nicht nur das ich zu einer tollen Lesung durfte, dieser grandiosen Autorin wurde auch die angemessene Kulisse gegeben. Sie fand im Hugendubel in der Schloßstraße in Berlin statt. Natürlich ist Hugendubel auch "bloß" eine Buchhandlung aber ganz ehrlich, ich war sofort verliebt. Diese Buchhandlung ist einfach wunderschön. Sie gibt den Büchern den Raum und Platz, der ihnen gebührt. Man kann dort wunderbar zwischen den Büchern wandeln und es gibt genug Möglichkeit um in den Büchern zu schmökern. Und wenn man schon dachte es geht nicht perfekter ist dort natürlich auch noch ein Café integriert. Ich bin so verliebt und ich haben meinen neuen persönlichen Buchladen gefunden. Dieses Gefühl hatte ich lange nicht mehr aber Hugendubel hat mich mal wieder nicht enttäuscht.

Aber jetzt zur Lesung. Minette Walters war natürlich nicht allein auf der Bühne. Margarete von Schwarzkopf führte mit ihr das Interview und war zugleich auch ihre Übersetzerin. Gelesen wurde der deutsche Text von der Schauspielerin Bibiana Beglau. Und das war wirklich eine nette Überraschung da wir sie gerade erst in dem Film "Teufelsmoor" gesehen hatten.

v.l. Margarete von Schwarzkopf, Minette Walters, Bibiana Beglau
© Roland Doctor

Zu allererst muss ich sagen das ich die Lesung wirklich gelungen fand. Der Rahmen war passend und gerade der Wechsel zwischen Interview und Lesung hat mir sehr viel Spaß gemacht.
Es war schön so viel von Minette Walters zu hören zum Buch, wie es entstanden ist usw. weil man einen Einblick in ihre Arbeit bekommen hat. Und da muss ich auch einfach Margarete von Schwarzkopf erwähnen, die nicht nur sehr souverän war sondern auch sehr sympathisch. Sie hat klug und witzig das Interview geführt aber auch Minette Walters übersetzt. Chapeau!
Tja und dann las Bibiana Beglau 3 verschiedene Abschnitte aus dem Buch. Sie hat wirklich gute Textstellen ausgesucht um das Buch aber vor allem die Charaktere kennen zu lernen.
Die Kunst lag aber definitiv im Lesen. Sie hat eine rauchige Stimme und hat für mich Lady Anne perfekt verkörpert. Es war ein Genuss ihr zuzuhören und ich hätte noch Stunden dort sitzen können.
Natürlich hat Minette Walters selbst auch noch einen Part auf Englisch gelesen und nach der Lesung ganz in Ruhe jedes Buch signiert und sich Zeit genommen.

So und falls ihr nun selbst einen kleinen Einblick ins Buch bekommen wollt, habe ich hier noch ein Video mit der Lesung von Minette Walters und einem Abschnitt gelesen von Bibiana Beglau.




Vielen lieben Dank an den Heyne Verlag, dafür das wir von Ihnen auf die Gästeliste gesetzt wurden. Wir haben es sehr genossen!

Montag, 26. März 2018

Jen liest: Comic - Alice im Wunderland

Alice im Wunderland
© Splitter Verlag

Alice im Wunderland

Verlag: Splitter Verlag                           
Hardcover: 72 Seiten
Preis: 15,80 EUR
Autor: David Chauvel
Zeichner: Xavier Collette
Genre: Fantasy
ISBN: 978-3940864116
Erscheinungstermin: 03/2010

Rezensionsexemplar: Ja


Inhalt:
Die Geschichte ist bekannt und stammt von Lewis Carrolls Literaturklassiker.
Auch hier erleben wir wie uns Alice in den Kaninchenbau entführt. Dort jagt sie nicht nur dem Kaninchen mit der Uhr nach das stehts keine Zeit hat sondern trifft auch auf den verrückten Hutmacher. Aber auch die bekannte Grinsekatze die sich unsichtbar machen kann hat in diesem Band seinen bewährten auftritt. Und so erlebt Alice eine Menge Abenteuer bevor sie im Finale auf die Rote Königin trifft.


Alice im Wunderland
© Splitter Verlag
Meinung:
Zunächst einmal muss man dem Zeichner dazu gratulieren das er sich an das Original gehalten hat und Alice somit nicht blond ist. Allein das hat mich schon total begeistert, da sie dadurch auch eine ganz andere Ausstrahlung bekommt. Sie wirkt nicht wie ein kleines, unscheinbares Mädchen.
An sich ist der Comic etwas düsterer, was für mich aber wirklich sehr passend ist. Es gibt der Welt mehr Tiefe aber auch das Verrückte, Unlogische wird damit noch besser herausgearbeitet. Denn verrückt ist nicht nur die Welt sondern auch die Geschichte. Mit Logik darf man hier nicht herangehen sondern man schlittert von Kuriosität zur Absurdität. Selbst Alice ist so merkwürdig und verrückt, das es schon wieder komisch ist.
Der Comic spiegelt all das wieder was man in einem Traum findet. Dort spielt Logik auch keine Rolle und gerade das Surreale bekommt eine ganz eigene Wahrheit.
Und genau das gehört auch dazu denn immerhin ist es eine Alice-im-Wunderland-Adaption. Alles andere wäre der Geschichte nicht gerecht geworden.
Was hier aber wirklich brilliert sind die Bilder. Dieses bildgewaltige Werk verzaubert jeden Tagträumer.
Jede Zeichnung für sich ist schon ein Kunstwerk und es gibt so unglaublich viel zu entdecken. Ich habe mich sofort in den Zeichenstil verliebt.
Dieser Comic ist einfach spektakulär auch wenn die Geschichte einfach nur abgefahren ist. Dennoch finde ich sollte es in einer guten Comicsammlung nicht fehlen.