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Dienstag, 26. November 2019

Messebericht: Spiel 2019 + Neuzugänge

Hallo ihr Lieben,
© Roland Doctor


jetzt war es hier echt lange still. Ich wollte hier schon längst mehrere Beiträge online haben aber wie das manchmal so ist, kam einfach ein Infekt dazwischen. Ich werde nicht sehr oft krank aber wenn haut es mich so richtig aus den Socken. Und so war es jetzt auch. Über 3 Wochen war ich zu nicht sehr viel fähig und so ganz weg ist es noch nicht. Mir geht es aber besser und mir fehlt das Schreiben.

So und jetzt kommt damit zwar sehr verspätet aber dennoch der Bericht zur Spielemesse 2019 in Essen. Ich hatte auf Facebook und Instagram ja immer mal wieder Eindrücke gepostet und ich möchte euch aber noch meinen Gesamteindruck geben.

Vorweg muss ich sagen das die Spiel' in meinen Augen ein Muss für Brettspiel-Fans ist. Dabei darf man aber auch nicht vergessen das es mega anstregend ist.

Was dieses Jahr wirklich unkompliziert war: der Einlass. Sie haben ein neues System ausprobiert und scheinbar hat das sehr gut funktioniert. Es gab zum einen 3 Eingänge, was das Ganze schon etwas entzerrt hat, und zum Anderen, wurde bei den Eingängen nach Online-Ticket-Besitzern oder Tageskarten-Käufern unterschieden.

Wir sind wieder alle 4 Tage dort gewesen damit wir in aller Ruhe, alle Hallen durchforsten konnten.
Man braucht auch echt viel Zeit wenn man das in Ruhe angehen will.
Wir sind dieses Mal zuerst in die kleinen Hallen gegangen, Halle 5 & 6. Die sind deshalb aber nicht weniger spannend sondern da kann man die ein oder andere Perle entdecken.
Ich sag euch gleich, den Samstag sollte man tunlichst meiden, denn wenn man schon dachte es wäre echt voll, kommt der Samstag und der ist einfach nur eine Tortur. Deshalb sind wir auch stark am überlegen ob wir den Samstag nächstes Jahr nicht lieber zum Spielen der ersten Spiele und Entspannen nutzen wollen.
Nach 2 Tagen in dieser Dauergeräuschkulisse ist es ein wahrer Segen einfach mal nicht in diesem Getümmel zu sein. Natürlich gehört das auch zur Messe dazu aber das ist eben auch nicht für jeden etwas.

Was ich in dieses Jahr echt erschreckend fand, waren die vielen Spielen die es nur in Englisch oder eben noch gar nicht gab weil sie demnächst bei Kickstarter erscheinen. Ich weiß nicht ob das nur meine Wahrnehmung war aber ich fand das war im Vergleich zu den letzten 2 Jahren, dieses Jahr extrem viel.
Ich will auch nicht sagen das ich keine englischen Spiele will aber wir kaufen uns selten welche davon weil das in unseren Spielegruppen nicht funktioniert. Ich hätte es auch weniger störend empfunden wenn die Hallen besser strukturiert gewesen wären. Hätte man nicht die englischen Spiele und Kickstarter extra packen können? Gefühlt in fast jeder Halle konnte ich sie finden und es war einfach schade wenn man an ein Spiel heran tritt weil es spannend aussieht und dann ist es nur in Englisch oder eben noch nicht veröffentlicht.

Schön waren aber auch wieder die vielen kleinen Verlage, die mit wirklich besonderen Themen und ausgefallenen Spielen daher kamen. Das war auch einer der Gründe warum wir dieses Mal zuerst in Halle 5 & 6 gegangen sind. Gerade die ausländischen Verlage, da kommt man nur schwer an die Spiele.

Ich muss jedoch gestehen das ich kein wirkliches Messe-Highlight hatte. Es gab kein Spiel wo ich persönlich dachte: "WOW, das MUSS ich haben."
Wir haben uns auch gar nicht so stark vorinformiert sondern sind einfach auf Entdeckungstour gegangen und haben uns inspirieren lassen. Beste Entscheidung überhaupt!

Aber der Grund warum man immer wieder zur Messe fahren sollte ist weil es wie Heimat ist. Man kommt dort an und fühlt sich zu Hause. Man trifft Menschen, die man nur von der Messe kennt und trotzdem sind sie liebe Freunde. Ich weiß gar nicht wie vielen lieben Menschen wir dort in die Arme gelaufen sind ohne uns verabredet zu haben. Einfach immer wieder schön!

Wir haben natürlich auch ein bisschen *räusper* was mitgebracht. Ihr ahnt es eh, es ist wieder viel also guckt euch die Liste an ...

Messe-Loot 2019

Brettspiele:
Bücher:

Puh, ein ganz schöner Stapel oder?
Weil es hier jetzt noch gut dazu passt, hab ich noch die 2 Brettspiele mit aufgenommen, die wir zusätzlich gekauft haben.

Brettspiele:

Bücher sind in dem Moment sehr kurz gekommen aber hier ist auch noch eine ganze Menge, was von uns gelesen werden möchte.
Daher kommen hier auch wieder einige Rezensionen, die schon in den Startlöchern stehen.
Ich hoffe aber euch geht es gut.
Wir lesen uns.

Eure Jen

Mittwoch, 28. August 2019

Neuzugänge im Juli

Hey ihr Lieben,

gefühlt ist der Monat verflogen. Ich hatte mich ein bisschen zurückgezogen, einfach weil ich in der Bibliothek mit Veranstaltungen sehr eingebunden war und auch sonst viel zu tun hatte. Roland und ich wollen ja ein Haus bauen und das frist die Zeit. Ich habe auch nicht viel lesen können. Das passiert so gut wie nie!
Aber da wir im Urlaub waren und unterwegs haben wir uns doch einiges gegönnt.
Und natürlich war ja auch noch die Berlin Con ... was soll ich sagen. Seht es uns nach das es so viel geworden ist.

Extrem viel ist es dementsprechend bei den Brettspielen weil wir natürlich auch auf dem Flohmarkt waren. Es gibt aber auch zu viele tolle Spiele.

Brettspiele:

Aber auch bei den Büchern sind ein paar neue bei uns eingezogen. Die meisten haben wir in unserem Urlaub gekauft weil wir dort gefühlt in jedem Buchladen waren, den wir finden konnten.

Bücher:

Auch Rollenspieltechnisch haben wir noch was neues gekauft denn wir haben mittlerweile 2 aktive Gruppen in denen wir Mutant und Cthulhu spielen, wo natürlich Roland der Spielleiter ist. Tja und Genlabor hat uns unglaublich interessiert da man dort Tiere spielen kann. Super cool oder? Außerdem konnten wir damit auch den Uhrwerk Verlag ein bisschen unterstützen.

Rollenspiele:

Natürlich hat Roland dazu auch ein Video gemacht, falls ihr alles einzeln sehen wollt.

Hier findet ihr den Videobericht dazu.


Eure Jen & Roland

Mittwoch, 2. Januar 2019

Neuzugänge im Dezember

© Roland Doctor
Hey ihr Würfelverrückten und Büchernarren.

Das neue Jahr hat begonnen und wir müssen euch erstmal zeigen, was wir alles im Dezember bekommen haben bzw. uns gegönnt haben.

Bei dem vielen was wir euch jetzt gleich zeigen, müssen wir vorweg sagen, das wir beide einen großen Adventskalender hatten, der prall gefüllt war mit Büchern und Spielen. Und dann war ja auch noch Weihnachten ...
Ehrlich gesagt ist es so viel, das wir es nicht mal auf ein Foto bekommen haben.

Wir legen am besten einfach los!

Bücher:

Brettspiele:
© Roland Doctor


Comics & Mangas:
© Roland Doctor


CDs:
  • Guardians of the Galaxy: Awesome Mix Vol. 1 - Soundtrack
  • Guardians of the Galaxy: Awesome Mix Vol. 2 - Soundtrack
  • Guardians of the Galaxy: Cosmic Mix Vol. 1 - Soundtrack
  • War for the planets of the Apes - Soundtrack
  • Madmax Fury Road - Soundtrack
  • Das Parfüm - Soundtrack

Hörbücher:

Hier gibt es unsere Neuheiten als Video:



Wie ihr seht, ist wirklich eine ganze Menge neu bei uns rein gekommen. Was meint ihr, mit was sollen wir anfangen?

So und jetzt werden wir uns ransetzen und lesen, spielen ... unsere neue Sachen genießen.

Eure Jen & euer Roland

Donnerstag, 6. Dezember 2018

Neuzugänge im November

Hey ihr Büchernarren und Spielsüchtigen,

der Monat ist rum und wir wollen euch natürlich zeigen, was alles bei uns eingetrudelt ist. Durch die Berlin Con sind es echt viele Bücher geworden ...


Bücher:
© Roland Doctor

Comic:
Brettspiele:
DVD:
  • Der Buchladen der Florence Green



Womit würdet ihr denn beginnen? Oder was interessiert euch am meisten?

Eure Jen & euer Roland

Sonntag, 7. Oktober 2018

Roland liest: Jan-Tobias Kitzel - Shadowrun: ORKS WEINEN NICHT

© Pegasus Spiele

Orks weinen nicht

Verlag: Pegasus Spiele
Taschenbuch: 284 Seiten
Preis: 12,95 EUR
Genre: Sci-Fi
Reihe: Shadowrun
ISBN: 978-3-95789-178-5
Erscheinungstermin: 06/2018

Rezensionsexemplar: Ja

Inhalt: 
Unter der Führung von Rex, dem Ork gibt es eine wichtige Regel: Keine Aufträge bei dem jemand getötet wird.
Deshalb sind die Jobs des Runnerteams spärlich gesät.
Doch dann gibt es einen neuen Job für sein Team: Eindringen bei BuMoNa und etwas Vernichten ohne das es jemand mitbekommt. Doch das ist leichter gesagt als getan und sein Team zerbricht spürbar an den Folgen dieses Runs.

Meinung:
Das Cover sagt schon alles!
Rex ist da und er ist ein Ork mit dem man rechnen kann. Als Teamleader und Planer des Teams hat er seine Prinzipien und diese werden in den Schatten auch respektiert.
Auch wenn seine Teamkollegen sich mit anderen Jobs über Wasser halten können, so halten sie zu ihm und vertrauen seinem können und Urteilsvermögen.
Doch dieses Buch ist nicht nur die Geschichte eines Orks der im Inneren ein echt weichen Kern und viele Probleme mit seiner Familie hat. Es ist eine Geschichte eines Teams, das unterschiedlicher nicht sein kann.
So ist Neon nicht nur eine Waffenexpertin und heimlich in den alten Ork verliebt, sondern arbeitet auch in einer Suppenküche.
Lady Bug ist eine Magierin deren Lebensstil mehr als extravagant ist und sie hat ein Amulett, das mehr als besonders in der magischen Welt ist.
Und der Rigger Samson der nicht nur Drohnen liebt, sondern auch der Matrix nicht abgeneigt ist.
Die Charaktere sind unglaublich gut gezeichnet und ziehen einen ohne es zu merken in den Roman.  Das Besondere an den vier Runnern ist nicht, das sie sich als Team zusammengetan haben sondern das ein Band der Freundschaft sie miteinander verbindet. Doch was passiert, wenn der Verrat vor der Haustür lauert und die Familie nur einen Schritt vor einem dunklen Abgrund steht?
Dieser Shadowrun-Roman ist so viel mehr als nur ein bloßer actiongeladener Blockbuster. Er ist ein Spiegel der Gesellschaft. Welche Werte sind noch wichtig und wann muss man sich entscheiden seine Ideale über Bord zu werfen?
Auch in der Zukunft geht es nur um Kapital und schneller zu sein als der Andere. Da ist kein Platz für Freundschaft oder Liebe. Oder doch?
Einer der besten Shadowrun-Romane, den ich je gelesen habe. Ich hoffe von Jan-Tobias Kitzel noch weitere Shadowrun-Romane lesen zu dürfen.

Hier findet ihr die Video-Rezension dazu:



Euer Roland

Donnerstag, 4. Oktober 2018

Neuzugänge im September

Hey ihr Lieben,

der Monat ist um und wir haben wieder einige neue Sachen eingesammelt. Ihr wisst ja bei Brettspielen, Büchern und Comics können wir einfach nicht widerstehen. Es ist wieder eine bunte Mischung und wir hatten schon viel davon in den Fingern.

Brettspiele:
© Roland Doctor

Bücher:
Comics:
Hier könnt ihr unsere Neuerscheinungen als Video sehen:



Es hat sich wieder einiges zusammengetragen. Kennt ihr etwas davon? Was interessiert euch am meisten? Was sollen wir als nächstes für euch rezensieren?

Eure Jen & euer Roland

Sonntag, 2. September 2018

Neuzugänge im August

Hallo ihr Leseratten und Würfelpiraten,

ein Monat neigt sich wieder mal dem Ende zu und endlich ist das Wetter auch wieder etwas
angenehmer. Unser Urlaub ist vorbei und nachdem wir mehr als 2.000 Kilometer hinter uns gelassen haben, hat sich der Geldbeutel noch nicht erholt. Aber kommen wir erstmal zu unseren neuen Medien, die auch in diesem Monat nicht fehlen dürfen.

Bücher
© Jennifer Bonk

Rollenspielbuch

Brettspiele

Ja wir ihr seht, werden die Spiele und auch Bücher nicht weniger. Doch während ich das hier schreibe kann ich euch auch sagen, das wir die meisten Spiele bereits gespielt haben. Und wenn die Arbeit es wieder zulässt, dann werden wir auch häufiger dazu kommen mal eine Partie zu spielen und euch berichten was uns gefallen hat. 

Eure Jen & euer Roland

Freitag, 29. Juni 2018

Roland spielt: Outlive

© Pegasus Spiele

Outlive                                                            

Kennerspiel / Asymmetrisches Endzeitspiel
Autor: Grégory Oliver
Verlag: Pegasus Spiele
Preis: 39,95 EUR
Spieleranzahl: 2 - 4
Spieldauer: 45 - 90 Minuten
Alter: Ab 12 Jahren


Rezensionsexemplar: Nein


Beschreibung des Spiels:
In Outlive versucht man nicht nur das eigene Überleben zu sichern sondern auch seinen Bunker auszubauen. Auszubauen um gegen die Strahlung anzukämpfen die von Runde zu Runde stärker wird. Jeder Anführer hat vier Helden, die für die eigene Kolonie an die Oberfläche gehen, um Ressourcen zu sammeln.
Man bekommt am Anfang des Spiels zwei Anführerkarten auf die Hand, von denen man sich eine aussucht. Diese unterscheiden sich von den Ressourcen die dieser bereits beisteuert und in den defekten Ausrüstungen, die man später im Spiel reparieren kann.
Die vier Helden werden abhängig vom Anführer an bestimmten Orten platziert, wobei man hier dennoch die Wahl hat, welche Helden wo hin platziert werden. Jeder Held hat eine Nummer auf dem Spielstein, die ansagt wie viele Aktionen dieser Held im Spiel hat.
Die Ressourcen die außerhalb des Bunkers sind werden unterteilt in Lebensmittel (Fleisch, Wasser und Konserven) und Materialien (Holz, Metall und Elektronik). Zusätzlich gibt es noch  Munition die man auch zum Jagen gelegentlich benötigt. Alle Überlebenden die man auf seinen Streifzügen findet werden grundsätzlich im Bunker in der Luftschleuse platziert.
Bevor das Spiel los geht, erhält man nicht nur seine drei Starträume für den Bunker, die man im Laufe des Spiels bauen kann, sondern bekommt auch hier zufällig sechs Stück in die Hand und sucht sich vier Räume aus, die man dann auch schon mit der unfertigen Seite nach oben auf seinen Bunker platziert. Nun darf man sich einen beliebigen Raum aussuchen und diesen auf die funktionstüchtige Seite drehen und erhält oben drein auch noch vier Überlebende die auch diesen Raum verwalten dürfen. Denn nur wenn die Plätze des Raumes voll besetzt sind kann dieser Raum auch genutzt werden. Während des Spiels benötigt man aber auch immer drei Materialien um einen neuen Raum auf die aktive Seite zu drehen. 

Nach dem Platzieren der Helden, geht das Spiel auch schon los und das ist keine Kleinigkeit denn nun kann der Startspieler dessen Anführer der Älteste ist, einen seiner Helden ein bis zwei Felder bewegen aber nicht auf ein Feld platziert werden auf dem bereits einer seiner Helden (aktiviert oder auch nicht) steht bzw. liegt. Wenn er nun auf einem Ort steht, kann er mit seinen Aktionspunkten so viele Materialien bzw. Lebensmittel nehmen wie noch vorrätig ist. Es gibt aber auch an einigen Orten Sonderaktionen die man nutzen kann.
So sind die beiden Stadtteile durch einen Staudamm von einander getrennt und in jeder Stadt kann man suchen. Jede Aktion kann für ein Suchplättchen verwendet werden um seine Ressourcen etwas aufzubessern. Nun kann man in der Stadt aber auch Aktionspunkte nutzen um defekte ausliegende Ausrüstung zu beschaffen. Desweiteren hat man auch die Möglichkeit sich Algen gegen die Strahlung zu beschaffen und damit gleich den Wert um eins zu senken.
Aber was wäre dieses Setting ohne eine ordentliche Jagd?
Und deshalb gibt es drei Orte an denen man Jagen kann um frisches Fleisch zu bekommen. Schafft man es im Laufe des Spiels immer die gleiche Beute zu jagen, profitiert man davon erheblich und steigert somit bei jeder nächsten erfolgreichen Jagd seinen Fleischanteil. Aber Vorsicht wenn man alle seine Überlebenden ernährt hat und ihnen Wasser gegeben hat, so wird das übrige Fleisch entsorgt und der Wasser Vorrat sinkt auf maximal Zwei.
Eine weitere Möglichkeit an Ressourcen zu kommen ist, wenn ein eigener Held eine höhere Stärke als der Gegner hat auf dessen Feld er sich bewegt. Dann muss ein Gegner einem etwas geben weil dieser so stark ist. Diese ergibt sich aus der Differenz der Zahlen auf den Helden. Aber man kann sich natürlich auch dagegen wehren wenn man genug Munition in seinem Lager hat. Denn diese kann man einsetzten um erfolgreich die Jagd für sich zu entscheiden oder aber auch um den starken Gegner nichts aus seinem eigenen Vorrat geben zu müssen. Doch dann ist die Munition leider auch aufgebraucht und kommt in den Vorrat zurück. 


© Pegasus Spiele

  
Doch nichts wäre eine ordentliche Endzeit ohne das jeden Tag etwas neues passiert, das den Spielern nicht schmeckt. So kommt in jeder Runde eine weitere Ereigniskarte ins Spiel und alle Spieler sind davon betroffen. Aber man hat auch die Wahl, allen voran der Startspieler, dieses bereits ausgelöste Ereignis abzuwenden, wenn man denn die entsprechenden Ressourcen auf der Karte hat. Hat man diese so bekommt man die Karte und diese ist dann unterschiedlich viele Überlebenspunkte wert, die am Spielende über Sieg oder Niederlage entscheiden können.
Sieger nach 6 Runden Überlebenskampf, ist der Spieler der am meisten Überlebende hat. Der am meisten aktive und vollständig besetzte Räume hat, ist schon mal nahe dran zu siegen. Aber man hat auch auf seine Ausrüstung zu achten, denn hat man sie nicht nur repariert sondern auch noch passende zugehörige Ausrüstung, so erhält man zusätzliche Siegpunkte. Und wer auch noch auf die Strahlung geachtet hat und das ein oder andere Ereignis abwenden konnte, der geht siegreich aus diesem Spiel hervor.  

Fazit:  
Sehr starkes Strategiespiel bei dem man auf alles zu achten hat, deshalb aber nicht gleich Kopfschmerzen bekommt. Das Verwalten seiner Ressourcen und die Ernährung seiner Überlebenden nicht aus den Augen zu verlieren, ist hier wirklich wichtig. Und dann auch noch auf die Bedrohungen einzugehen, sei es nun durch die Strahlung oder aber auch die Ereignisse die den Spielverlauf verändern, so das die eigenen Ziele nun eine Runde warten müssen, finde ich Endzeitgut.
Das Spielmaterial ist hochwertig und der Tisch ist wirklich voll.
Leider sind nicht alle Marker so wie man sich das wünscht. Einige Marker sind echt sehr klein geraten und andere sind nur sehr dünne Pappe. Da hätte ich mir eine bessere Lösung gewünscht, denn selbst beim lösen dieser Pappen muss man sehr vorsichtig sein.
Alles in allem ist es ein sehr cooles Spiel, das meine Erwartungen übertroffen hat. Das Artwork ist sehr thematisch und die Regeln liegen einem gut in der Hand. Viel Aufmerksamkeit und Mühe wurde hier auf das Regelheft gelegt, das einen sehr guten Aufbau hat und selbst auf der Rückseite noch eine Übersicht besitzt, die man nur noch gelegentlich benötigt um die ein oder andere Regelfrage zu klären. 

Von mir einfach eine absolute Kaufempfehlung!

Hier findet ihr die Video-Rezi dazu:



Euer Roland

Mittwoch, 27. Juni 2018

INTERVIEW mit Shadowrun-Autor - David Grade

© Jennifer Bonk

David Grade

Hallo Freunde der Buchseiten die wir alle so lieben.
Wir präsentieren euch David Grade der seinen ersten Roman im Shadowrun-Univerum geschrieben und nun auch im April veröffentlicht hat. Der Roman heißt Iwans Weg.
Wir haben David auf der RPC in Köln kennengelernt bei seiner Buchvorlesung. Wir hatten vor euch das Interview im Original-Mitschnitt zu präsentieren doch was soll ich euch sagen die Technik hat versagt und so wurde es nicht gespeichert - leider. Aber da ihr ja alle gerne lest, hier das ganze in schriftlicher Form.

Viel Spaß dabei!

RPC Köln 2018
Wir gingen nach draußen an die frische Luft und setzten uns auf die Erde. Wir waren am Rand des Geschehens und um uns herum saßen überall Menschen die freudig die Sonne genossen.
Sein Wasser hatte David bei der Vorlesung stehen gelassen und der nächste Termin mit Orkenspalter TV stand auch schon an.

© Pegasus Spiele

Roland: Wir waren gerade bei deiner Vorlesung und können nur sagen: Wow, richtig toll gelesen! Es hat Spaß gemacht dir zuzuhören.
Wie kamst du denn dazu einen Shadowrun-Roman zu schreiben?

David: Dankeschön. Geschichten geschrieben habe ich seit ich schreiben kann.
Mit zehn Jahren habe ich angefangen Rollenspiele zu spielen.
Ich war schon volljährig als ich das erste Mal einen Artikel im altehrwürdigen Envoyer veröffentlichte, André Wiesler war damals der Chefredakteur des Fanzines.
Andrés erster Roman war ein Shadowrun Roman: Shelley, und weil er mich mittlerweile ins Lodlandteam geholt hatte und wir auch andere Sachen zusammen schrieben, wurde ich einer seiner Testleser. Seitdem wollte ich immer einen Shadowrun-Roman schreiben.
Als ich Anfang 2017 von einem Freund aus Envoyer- und Lodlandtagen, Jan-Tobias Kitzel, hörte er schreibe an einem Shadowrun-Roman war ich elektrisiert. Offenbar hatte jemand nach zehn Jahren die notwendigen Lizenzen für deutschsprachige Roman-Eigenproduktionen wieder nach Deutschland geholt. JT verschaffte mir den Kontakt zu Tobias Hamelmann, den ich auch noch wage "von früher" kannte und der mittlerweile seid mehreren Jahren der Chefredakteur von Shadowrun ist. Tobias bot mir an ihm ein Exposé für einen Shadowrun-Roman zu schicken. Das tat ich, Tobias war zufrieden, ich schrieb den Roman und Peng war Iwans Weg geboren.


Roland: Also warst du mit André Wiesler befreundet?

David: Ja waren wir. Aber unsere Leben haben sich in andere Richtungen entwickelt. Ich beendete mein Studium arbeitet in der Jugendhilfe und als Quartiersmanager in der Dortmunder Nordstadt und jetzt als Therapeut in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie. Andé blieb dem Schreiben und dem Rollenspiel treu und baute seine Karriere entsprechend aus, bevor er Ende des Jahres plötzlich verstarb. Ich hätte mich wirklich gefreut wenn er Iwans Weg gelesen hätte, ich habe verdammt viel von ihm gelernt, nicht nur über das Schreiben.

Roland: Es ist aber dein Erstlingswerk oder?

David: Ja mein Debütroman. Auch wenn ich für und mit André schon einiges geschrieben habe. Sehr viel für das Rollenspiel Lodland: In den Tiefen des Meeres, eine unüberschaubare Anzahl an Artikeln für den Envoyer und den SpielXpress - an Gnorkls Adventskalender kann ich mich da noch gut erinnern und ein DSA-Abenteuer "Imuhar", das in Chris Gosses "Karawanenspuren" erschien.
Ein bisschen bin ich dem Schreiben immer treu geblieben und habe gerne an Kurzgeschichten-Wettbewerben teil genommen. Daraus ist zum Beispiel die Geschichte "Samstag" im "Buch der Lebenden Toten" geworden. Vor ein paar Wochen habe ich wieder eine Kurzgeschichte abgeschickt. "Die Tiefe hinter den Sternen" für eine Anthologie Namens BIOMECHANOMICON von Detlef Klewer. Wenn sie gut genug ist, werdet ihr sie da finden. Aber ein Roman war bisher nicht dabei - bis Iwans Weg kam.
Ehrlich gesagt bin ich froh, dass ich erst jetzt einen Roman geschrieben habe. Jetzt bin ich fokussiert und diszipliniert genug, um die sechshunderttausend Zeichen, die so ein Roman hat, nicht nur durchzuhalten sondern auch etwas richtig Gutes daraus zu machen.

Roland: Wie ist es für dich in so große Fußstapfen zu treten, wenn man sich anschaut welche Schriftsteller schon Romane zu Shadowrun geschrieben haben? Die bekanntesten sind ja André Wiesler und auch Markus Heitz.
Und dann bist du ja auch noch der Erste in der neuen Reihe von Shadowrun-Romanen.

David: Ich hatte schon Schiss davor, wie die Shadowrun-Gemeinde Iwans Weg aufnehmen wird. Shadowrun hat viele eingeschworene Fans und die neigen dazu genau hinzugucken und mögen es nicht wenn man ihre Lieblingswelt kaputt macht oder ihre Regeln und Gesetze nicht respektiert.
Klar ist in Iwans Weg viel drin, was Mensch von einem Shadowrun-Roman erwartet, aber eben auch viel Neues und eine sehr düstere Tonalität. Umso mehr freue ich mich, dass der Roman so verdammt gut ankommt. Nicht nur die Kritiken sind großteils wirklich gut. Die Verkaufszahlen sind es auch. Ihr habt ja erlebt wie positiv die Resonanz gerade auf der Lesung war.
Es macht mich traurig, dass André das nicht mehr mitbekommt. (David kramt indessen in seinem Rucksack herum und fischt ein Buch heraus und gibt es mir) Das ist Andrés erster Shadowrun-Roman Shelley, da sind noch seine Lesezeichen drin. Mit genau dem Buch hat André seine erste Vorlesung gemacht und es dann mir gegeben. Ich habe es als Glücksbringer mitgenommen. Das war heute erst meine zweite Lesung.

Roland: Um von einem traurigen Thema zum Buch zurück zu kommen. Hast du die Charaktere aus dem Buch aus deiner eigenen Rollenspielzeit benutzt?

© Jennifer Bonk
David: Nein, Rollenspiele und Romane sind verschiedene Genres, mit verschiedenen Regeln. Aber wir haben es im Freundeskreis geschafft trotz aller Hindernisse des "über dreißig seins" eine regelmäßige Spielrunde aufrecht zu erhalten und wir spielen meistens Shadowrun.
Davon profitiere ich als Autor enorm, weil die Weltsicht von anderen Menschen meine Weltsicht bereichert, ergänzt und vertieft.
Beim Rollenspiel ist dieser Weltteilen- und Kreativitätsteilen-Gedanke besonders stark. Es gibt in Iwans Weg viele Anspielungen auf Anleihen aus anderen Medien, Büchern, Filmen, Märchen - allen voran die Shadowrun-Romanreihe.

Roland: Wenn ihr Shadowrun spielt, welche Edition spielt ihr?

David: Wir spielen die aktuelle 5.Edition und haben ne Menge Spaß dabei.

Roland: Hast du denn einen Lieblingscharakter in deinem Buch?

David: Ich mag alle. Erstaunlich finde ich wie divers, Lieblingscharaktere der Leser sind.
Iwan führt da zwar das Feld an, aber nicht so deutlich, wie ich es gedacht hätte. Immerhin ist er als Hauptcharakter angelegt.
Rhoslyn der Killer hat viele Fans, gleich danach kommt die suchtkranke Trollin Rosa Müller und es sind sogar Nebencharaktere als Lieblinge benannt worden, mit denen ich nicht gerechnet hätte, zum Beispiel Irdem, ein aufstrebender Gangster oder Izzy, die dreizehnjährige Tochter eines ehemaligen Runners.

Roland: Na da bin ich ja gespannt wie sie mir so gefallen werden. Warum ist der Schauplatz Dortmund?

David: Weil der Rhein-Ruhr-Megaplex der größte Sprawl der Allianz Deutscher Länder ist und weil Dortmund meine Heimatstadt ist in der ich mich am Besten auskenne. Die Nordstadt habe ich ausgewählt, weil ich dort wohne und weil es schon heute der diverseste und spannendste Stadtteil in Dortmund ist.
Ich bin dort Bezirksvertreter und normalerweise auf Seiten derjeniger, die sich dagegen wehren, dass die Nordstadt ständig als Getto oder No-Go-Area dargestellt wird. Es hat richtig Spaß gemacht mal auf die Gegenseite zu gehen und eine richtig finstere, cyberpunkige Zukunft meinen Heimatturf darzustellen. Dabei schimmert noch so viel Liebe zur Nordstadt durch, dass mir hier keiner böse ist - im Gegenteil, die Leute finden es toll von ihrer Hood zu lesen.

Roland: Sind denn weitere Romane aus deiner Feder geplant und wenn, wird es einen Nachfolgeroman von Iwans Weg geben oder einen ganz anderen neuen Shadowrun-Roman?

David: Erstmal kommen die Romane "Orks Weinen Nicht" von Jan-Tobias-Kitzel und "Alter Ego" von Mike Krzywik-Groß. Und dann ... ich würde gerne einen Nachfolgeroman zu Iwans Weg schreiben, aber Nachfolgeromane verkaufen sich oft schlechter, als erste Teile. Es ist wichtig, dass die Schadowrun-Reihe auch ein finanzieller Erfolg wird, damit sie weiter läuft, viele junge AutorInnen eine Chance bekommen, das Shadowrun-Universum ausgebaut wird und vielleicht wieder einige AutorInnen aus ihr erwachsen, die die deutsche Phantastik im gesamten stärker werden. Deswegen denke ich da auch taktisch. Der Verlag hat mir bereits das Go für einen weiteren Roman gegeben und das wird ein eigenständiges Werk sein. Aber vielleicht gibt es mit dem ein oder anderen Nebencharakter aus Iwans Weg ein Wiedersehen.

Roland: Vielen Dank David für das tolle Interview und hoffentlich sehen wir uns bald wieder.

David: Ich danke euch und viel Spaß noch auf der RPC.


Fazit:
David Grade ist ein Mann, der einfach Spaß am Leben hat und das merkt man ihm auch an. Er ist lustig und hat eine wirklich sehr sympatische Art auf Menschen einzugehen. Offen und aufgeschlossen haben wir ihn kennengelernt und wie Freunde haben wir uns verabschiedet.
Wir hoffen das er noch viele Vorlesungen gibt denn er kann die Leute mitreißen.
Wir möchten auch in Zukunft weitere  Romane von ihm lesen.

Wir hoffen euch hat das Interview gefallen!
Euer Roland und eure Jen

Roland liest: David Grade - Shadowrun: IWANS WEG

© Pegasus Spiele

IWANS WEG 

Verlag: Pegasus Spiele 
Taschenbuch: 336 Seiten
Preis: 12,95 EUR
Genre: Sci-Fi
Reihe: Shadowrun
ISBN: 978-3957891723
Erscheinungstermin: 04/2018

Rezensionsexemplar: Ja

Inhalt: 
In Iwans Weg versucht der junge Mann alles um zu überleben und ein besseres Leben zu haben als sehr viele Menschen um in herum. Iwan erleidet aber immer wieder Schicksalsschläge die drohen ihn zu zerbrechen. Doch dann trift er auf Mae, eine Fee die ihm ein Leben mit sich anbietet, fast abgeschottet von den Menschen außerhalb ihres Liebesnestes.
Mae hat jedoch ein sehr dunkles Geheimnis und nicht nur einer der schlimmsten Killer aus dem Feenreich ist auf der Suche nach ihr. Auch ein Runner-Team macht sich auf die Suche nach ihrem Kopf.
Iwan hat nun die Wahl welchen Weg er gehen will. Seine Zukunft hängt davon ab ...

Meinung:
Wow! Endlich wieder einen deutschen Shadowrun-Roman in den Händen halten und dann auch noch den ersten Band einer ganzen Reihe aus den ADL.
Iwans Weg ist alles andere als lustig. Er ist düster, bösartig und zeigt uns die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele.
Iwan ist nur zu bemitleiden denn seine Kindheit ist mehr als nur tragisch und er ist kein Einzelfall im Shadowrun-Univerum. Dennoch ist Iwan ein sehr mutiger und erfindungsreicher Kerl, der für die Zukunft seiner Familie einiges in Kauf nimmt und bis an seine Grenzen geht um sie zu beschützen.
Rhoslyn der Killer aus dem Feenreich ist ein sehr direkter und übler Knochenbrecher, der nicht lange fackelt und auch viele Leichen hinterlässt. Dennoch schafft es David Grade genau diesen Charakter für mich so liebenswert erscheinen zu lassen. Von Kapitel zu Kapitel versteht man seine Beweggründe immer mehr und durchläuft eine so tolle Veränderung mit ihm, das er mein heimlicher Held des Buches ist.
Leider ist dieses Buch in meinen Augen kein Buch für Neulinge denn viel zu viele Fachbegriffe aus dem Shadowrun-Universum werden in dem Buch verwendet. Sucht man dann diese Begriffe im Glossar, so findet man viele Worte leider nicht. Natürlich sind die meisten Begriffe kein Problem wenn man vor 20 Jahren schon Romane aus diesem Universum gelesen hat, doch alle anderen werden hier ihre Schwierigkeiten haben.
Ich liebe die Schatten seid ich etwa 16 Jahre alt war und bin damit groß geworden deshalb bin ich froh, das ich diesen tollen aber auch sehr blutigen und brutalen Roman, lesen durfte. Natürlich sind die Schatten alles andere als heldenhaft zu betrachten und genau das bietet dieser Roman.
Wenn eine Familie fast komplett über die Klinge springt weil sie durch die Schatten laufen, so erlebt man die Verzweiflung und den schnellen Verlust von liebenden Menschen in Roman-Format.
Über die gejagte Mae möchte ich nicht so viele Worte schreiben denn eine Fee kann man wohl nie so wirklich verstehen.
Liebenswert sind die vielen Querverweise auf Shadowrun-Romane die einem ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern.
David Grade hat es geschafft, das ich nach 10 Jahren darüber nachdenke wieder mal meine alten Chummer (Freunde) zu kontaktieren, um mit ihnen mal wieder durch die Schatten zu laufen. Doch mit meinen 40 Jahren heißt der Run dann wohl Altes Eisen!

Hier auch die Video-Rezi von uns:



Euer Roland

Mittwoch, 21. Februar 2018

Roland spielt: Mystic Vale

© Pegasus Spiele

Mystic Vale

Kennerspiel / Card Crafting System
Autor: John D. Clair
Verlag: Pegasus Spiele
Preis: 34,95 EUR
Spieleranzahl: 2 - 4
Spieldauer: 45 - 75 Minuten
Alter: Ab 10 Jahren

Rezensionsexemplar: Nein

Beschreibung des Spiels:
Die vier Druidenclans machen sich auf den Weg das Land zu heilen und die Naturseelen zu retten. Doch dabei arbeiten sie nicht gemeinsam, sondern jedes versucht es auf seine eigene Weise.
Jeder Spieler hat die gleichen 20 Anfangshandkarten, die entweder leer sind, "Furchtbaren Boden" beinhalten oder auch "Verfluchtes Land".
Nun hat man die Möglichkeit vom eigenen Kartenstapel so viele Karten zu ziehen wie man möchte und diese aufgedeckt vor sich liegen zu lassen. Der "Fruchtbare Boden" zeigt ein Mana-Symbol, das die Spieler von allen aufgedeckten Karten addieren. Die Karte "Verfluchtes Land" zeigt nicht nur Mana sondern auch eine roten Baum, der den Verfall des Landes widerspiegelt. In dem Feld mit den aufgedeckten Karten und die Karte auf dem Ablagestapel, dürfen insgesamt nur 3 dieser roten Bäume zeigen. Sollten mehr als 3 rote Bäume aufgedeckt sein ist der Boden sauer und keine der Mana dürfen gewertet werden. Es ist daher möglich keine weitere Karte zu ziehen und nicht alle Karten auszuspielen.
Nun addiert man die Mana von den aufgedeckten Karten in seinem Feld und hat die Möglichkeit bis zu zwei Aufwertungen von zwölf verschiedenen ausliegenden Karten damit zu kaufen. Diese Karten haben alle unterschiedliche Manakosten und natürlich auch verschiedene Fähigkeiten. Die freien Plätze der gekauften Karten werden durch neue Karten aus den jeweiligen Nachziehstapeln aufgefüllt. Die Fähigkeiten dieser Karten sind enorm vielseitig und können von zusätzlichem Mana bis zum Ignorieren von roten Bäumen über das Generieren von Siegpunkten und vielem mehr gehen.
Doch nun kommt der eigentliche Clou: das Card Crafting. Die Aufwertungen sind aufgedruckt auf einer Klarsichtfolie, die man in eine beliebe Startkarte schieben kann. Dabei ist zu beachten das diese Karten immer in drei Abschnitte aufgeteilt sind - Oben, Mitte und Unten. Wenn in einem der Abschnitte schon etwas aufgedruckt ist, darf es auf keinem Fall mit einer anderen Aufwertung überdeckt werden.
Das bedeutet das man sich die Karten mit den entsprechenden Aufwertungen selbst zusammenbaut und das macht das Spiel auch aus. So kann es dazu führen das man richtig mächtige Karten besitzt da diese nur Vorteile zeigen. Andererseits gibt es auch Karten, die man lieber nicht kaufen will weil sie zu viele rote Bäume zeigen und damit den ganzen Plan durcheinander bringen.
Wenn die Karten gekauft und in die entsprechenden Karten geschoben wurden, kommen diese und alle anderen aufgedeckten Karten aus dem Feld auf den Ablagestapel. Ist der Nachziehstapel leer, wird der Ablegestapel mit all seinen Aufwertungen gemischt und ergibt den neuen Nachziehstapel.
Ziel des Spieles ist es die bereitliegenden Siegpunkte für sich zu beanspruchen. Dabei darf man aber nicht vergessen, das die angegeben Siegpunkte auf den Karten am Ende mitgewertet werden.
Doch das ist noch nicht alles! Um die taktische Tiefe noch zu erhöhen, gibt es auf den Aufwertungen vier sogenannte Seelensymbole in unterschiedlichsten Kombinationen. Diese Seelensymbole können beim Auslegen der Karten verwendet werden um Unterstützungskarten zu erwerben. Denn auch hier muss genau geschaut werden, welche überhaupt verfügbar sind und welche nicht nur Siegpunkte einbringen sondern bestmöglich das Spiel beeinflussen. Davon liegen zu jeder Zeit acht Karten in der Auslage, die aber nicht aufgewertet werden können. Auch diese werden von den jeweiligen Nachziehstapeln aufgefüllt, wenn sie erworben wurde und auch von diesen dürfen nur 2 pro Runde gekauft werden.
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Die Erweiterung - Tal der Magie/Tal der Wildnis:
Diese Erweiterung bereichert das Spiel enorm. Natürlich gibt es dabei weitere Aufwertungen aber die Erweiterungen bringen auch Charaktere mit ins Spiel. Diese Charaktere werden wie eine Aufwertung behandelt.
Am Anfang des Spiels bekommt jeder Spieler 2 zufällige Charakterkarten und sucht sich einen aus den er behalten möchte. Anschließend wird dieser in eine der leeren Startkarten geschoben und bringt gezogen auch schon die ersten Vorteile. Nun kann man diese Charakterkarten aber auch nochmal aufwerten wenn man die entsprechende Mana bezahlen kann. Wenn man den Charakter aufwertet wird dieser aus der Karte herausgenommen und umgedreht. Jetzt ist der Charakter wesentlich mächtiger als zuvor.

Fazit:
Das Spiel Mystic Vale kommt mit 114 Aufwertungskarten und 36 Unterstützungskarten auf den Tisch. Die Erweiterung - Tal der Magie/Tal der Wildnis bringt weitere 108 Aufwärtungen und zusätzlich 36 Unterstützungen mit. Die Karten sind das A und O in diesem Spiel! Sie machen das Spiel zu etwas besonderem denn die Karten sind sehr gut aufeinander abgestimmt und man entdeckt immer wieder eine Karte mit der man noch eine bessere Kombination aus seinem Kartendeck herausholen kann.
Das Artwork ist einfach wunderschön anzusehen. Die vielen Künstler scheinen wunderbar harmoniert zu haben denn die Karten ergeben ein stimmungsvolles Setting, das einfach passt.
Der Preis ist ist allein durch das Artwork schon gerechtfertigt aber auch stimmig zu dem was man dafür bekommt. Die Kartenhüllen sind stabil und gehen nicht so leicht kaputt. Zudem wurden zusätzlich 20 Ersatzhüllen mit dazu gepackt.
Das war hier in meinen Augen nicht passt ist die Zeitangabe. Nicht einmal zu zweit spielt man das Spiel in 75 Minuten, das dauert durchaus länger. Das liegt unter anderem an der Mechanik des Spiels und diese kann man nur als einzigartig und genial bezeichnen.
Es gibt so viel zu entdecken, was kein Wunder ist bei so vielen Aufwertungen und Unterstützungen. Das heißt man muss auch genau taktieren um den Mitspielern nicht die besten Karten zu überlassen, was spiel-entscheidend sein kann.
So hat Mystic Vale was viele Spiele nicht haben - eine taktische Tiefe in der man sich verlieren kann.
Es ist ein Spiel sowohl für Gelegenheitsspieler als auch für Taktiker. Es ist wirklich nicht schwierig vom Regelwerk und trotzdem kann man sich daran die Zähne ausbeißen.
Was mir besonders gut gefällt ist das die Spieler zusammen spielen obwohl jeder sein eigenes Kartendeck spielt. Auch wenn man nicht am Zug ist, schaut jeder was der aktive Spieler macht, welche Aufwertungen ihm zur Verfügung stehen und welche Unterstützungen in Frage kommen. Das heißt obwohl man gegeneinander spielt, spielt man nicht nebeneinander her sondern spricht über die Züge und Möglichkeiten.
Zu guter letzt möchte ich noch etwas zur Erweiterung sagen. Ich weiß es gibt viele Erweiterungen, die keine Veränderungen mit sich bringen sondern "nur" zusätzliche Karten. Das ist hier nicht der Fall und diese Erweiterung ist ein must-have! Im Gegenteil diese Erweiterung ist wesentlich mehr wert als sie vom Preis her kostet. Die Charaktere sind so spielverändernd das es Mystic Vale noch grandioser gemacht hat. Bei uns kommt es wirklich oft auf den Tisch weil es einfach riesen Spaß macht und immer wieder anders ist.
Mystic Vale sollte man unbedingt einmal gespielt haben und zwar dringend mit der Erweiterung!

Mittwoch, 31. Januar 2018

Roland spielt: Memoaaar!

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Memoarrr!

Karten- & Familienspiel
Autor: Carlo Bortolini
Illustration: Pablo Fontagnier
Verlag: Pegasus Spiele
Preis: 9,95 EUR
Spieleranzahl: 2 - 4
Spieldauer: 10 - 20 Min.
Alter: Ab 8 Jahren

Rezensionsexemplar: Nein

Beschreibung des Spiels:
In Memoarr! muss man sich wie bei dem klassischen Memory auch die Bildkarten merken. Doch Memoarrr! hat eine besonderen Clou, denn die Bildkarten haben verschiedene Tiere zum einen und zum anderen verschiedene Hintergründe. Die einzigartige Kombination aus dem Tier und dem Bild der Landschaften, bringen 25 Orte hervor. Diese Karten werden nun gemischt und verdeckt auf dem Tisch platziert in einem 5x5 Raster. In der Mitte des Rasters werden die Schätze verdeckt entsprechend der Spieleranzahl  und darüber die Vulkane mit dem Bild nach oben gelegt. (Somit bleibt eine Karte übrig, die in den Karton zurückgelegt werden kann.)
Anschließend darf jeder Spieler unter die ersten drei Karten, die in der Mitte auf seiner Seite direkt vor ihm liegen, schauen und sich diese merken. Dann beginnt der erste Spieler mit dem Aufdecken einer Karte und der nächste Spieler muss die nächste aufdecken. Nur wenn das Tier oder der Hintergrund übereinstimmen mit der vorherigen Karte, ist der nächste Spieler an der Reihe. Sollte es nicht übereinstimmen, nimmt sich dieser Spieler eine Vulkanbildkarte aus der Mitte des Rasters und kann für diese Partie nicht mehr mitspielen. Abhängig von der Anzahl der Spieler, sind entsprechend viele Vulkanbildkarten in der Mitte.
Der letzte Spieler der übrig bleibt, ob nun aus Glück oder weil er sich wirklich alle Karten so gut merken konnte, darf sich eine Schatzkarte aus der Mitte nehmen.
Anschließend werden alle Karten wieder umgedreht und der Spieler mit den meisten Vögeln auf seiner Vulkankarte beginnt mit dem Aufdecken.
Das Spiel wird solange gespielt bis alle sieben Schatzkarten aus der Mitte entfernt wurden. Dann zählt man die Rubine auf den Schatzkarten und der Spieler mit den meisten, hat das Spiel gewonnen.

Fazit:
Was für ein tolles Spiel! Es fühlt sich vertraut an durch das Memory-Prinzip und ist doch ganz anders.
Über den Preis brauche ich hier nichts zu sagen denn der ist einfach klasse und absolut gerechtfertigt. Wenn man sich nur das Artwork der Karten ansieht - das ist wirklich ansprechend und zwar für Groß und Klein.
Die Regeln sind leicht zu erlernen und verständlich geschrieben. Wer keine Lust auf Regeln lesen hat, kann sich auch ein entsprechendes Regelvideo ansehen.
Es gibt aber auch noch eine Expertenvariente, in der alle Tiere besondere Fähigkeiten haben. Das bringt gleich noch mehr Würze ins Spiel!
Ihr merkt schon, dieses Spiel macht richtig viel Spaß. Selbst für Erwachsene ist es geeignet z.B. für einen Spieleabend um diesen einzuläuten. Als sogenannter Starter ist es sehr gut geeignet.
Ich verspreche euch bei einer Runde wird es nicht bleiben. Aber als Tipp, rate ich euch ausgeruht zu sein denn sonst habt ihr schneller als gedacht einen Vulkan vor euch liegen und müsst warten bis die anderen fertig sind.