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Montag, 21. Januar 2019

Roland liest: Mike Krzywik-Groß - SHADOWRUN: Alter Ego

© Pegasus Press

ALTER EGO

Verlag: Pegasus Spiele
Taschenbuch: 384 Seiten
Preis: 12,95 EUR
Genre: Sci-Fi
Reihe: Shadowrun
ISBN: 978-3-9578-9180-8
Erscheinungstermin: 09/2018

Rezensionsexemplar: Ja


Inhalt:
Paul Dante ist ein eigenwilliger Privatdetektiv, der seine eigene Moralvorstellung hat und das mitten in Berlin.
Paul gehört eigentlich zum alten Eisen und seine Magie ist fast ausgebrannt. Er hält sich mit kleineren Jobs über Wasser - wie sein neuer Auftrag.
Er soll herausfinden wo der Lokalpolitiker Freerk Johanson ist, denn der ist verschwunden.
Doch seine Auftraggeberin scheint alles andere als klar im Kopf zu sein und aus dem kleinen Auftrag wird ein enormer Run, der alles von Paul und seinen Chummern abverlangt.

Meinung: 
Das Cover ist super cool. Es ist modern und spricht in meinen Augen auch eine breitere Masse an als die alten Cover. Der Titel ist in meinen Augen nicht ganz so gut gewählt auch wenn er durchaus zum Buch passt. Ich hätte mir einfach etwas knackigeres gewünscht weil dieser nicht so gut im Gedächtnis bleibt.
Aber nun zur Geschichte. Was soll ich sagen?
Ich war hin und weg als ich die ersten Seiten förmlich in mich aufgesaugt habe. Ich liebe Shadowrun und das alles auch noch in Berlin - was kann es schöneres geben? Echt perfekt.
Die ganze Geschichte dreht sich um den in die Jahre gekommenen Paul Dante, der eigentlich ein Magier ist, doch durch einige Eingriffe hat sich alles geändert. Seine Magie geht den Bach runter und das macht ihm mehr als zu schaffen. Seine liebenswerte Freundin Aggi, die Deckerin, ist das ganze Gegenteil von ihm: Jung, dynamisch und erste Sahne, was die Matrix angeht.
Doch so verschieden diese Beiden auch sind, so ergänzen sie sich enorm.
Ein Auftrag nach Pauls Geschmack, sollte ein wenig die Kasse klingeln lassen. Doch dieser scheint alles andere als einfach zu sein, denn es geht um Paul Dantes Kopf. Seine Auftraggeberin die bei Zeta-ImpChem arbeitetet, scheint verrückt zu sein und ihr eigener Konzern sieht das genauso.
Paul Dante zieht alle Register um seinen Auftrag zu erledigen denn es geht um nichts weniger als um Leben und Tod der ganzen Crew. Denn nicht nur Zeta-ImpChem ist hinter ihm her...
Ihr merkt es schon, hier entsteht ein Sog den Mike Krzywik-Groß meisterhaft erschafft und Paul nach Hunderten von Seiten keine Wahl mehr lässt. Die verschiedenen Charaktere sind alle sehr rund und ihre Reaktionen sind genau das was man erwartet. Daher werden die Personen realistisch und bekommen eine unglaubliche Tiefe. Dennoch erschien mir der Roman etwas zu lang. Die ein oder andere Szene hätte durchaus weggelassen werden können um den Spannungsbogen konstant zu halten. Der Einblick in die Konzernstruktur, die man hier geboten bekommt war aber eine wahre Freude und es hat einfach Spaß gemacht es zu lesen. Wie Menschen kontrolliert und manipuliert werden wodurch den Konzernangestellten keine Wahl bleibt wenn sie ihre Position behalten wollen - sehr authentisch umgesetzt.
Die Idee ist gelungen auch wenn es etliche Seiten braucht bis man versteht worum es eigentlich geht.  Ein toller Roman in einer Zeit die nicht mehr lange auf sich warten lässt.

Hier findet ihr die Video-Rezension dazu:



Euer Roland

Sonntag, 7. Oktober 2018

Roland liest: Jan-Tobias Kitzel - Shadowrun: ORKS WEINEN NICHT

© Pegasus Spiele

Orks weinen nicht

Verlag: Pegasus Spiele
Taschenbuch: 284 Seiten
Preis: 12,95 EUR
Genre: Sci-Fi
Reihe: Shadowrun
ISBN: 978-3-95789-178-5
Erscheinungstermin: 06/2018

Rezensionsexemplar: Ja

Inhalt: 
Unter der Führung von Rex, dem Ork gibt es eine wichtige Regel: Keine Aufträge bei dem jemand getötet wird.
Deshalb sind die Jobs des Runnerteams spärlich gesät.
Doch dann gibt es einen neuen Job für sein Team: Eindringen bei BuMoNa und etwas Vernichten ohne das es jemand mitbekommt. Doch das ist leichter gesagt als getan und sein Team zerbricht spürbar an den Folgen dieses Runs.

Meinung:
Das Cover sagt schon alles!
Rex ist da und er ist ein Ork mit dem man rechnen kann. Als Teamleader und Planer des Teams hat er seine Prinzipien und diese werden in den Schatten auch respektiert.
Auch wenn seine Teamkollegen sich mit anderen Jobs über Wasser halten können, so halten sie zu ihm und vertrauen seinem können und Urteilsvermögen.
Doch dieses Buch ist nicht nur die Geschichte eines Orks der im Inneren ein echt weichen Kern und viele Probleme mit seiner Familie hat. Es ist eine Geschichte eines Teams, das unterschiedlicher nicht sein kann.
So ist Neon nicht nur eine Waffenexpertin und heimlich in den alten Ork verliebt, sondern arbeitet auch in einer Suppenküche.
Lady Bug ist eine Magierin deren Lebensstil mehr als extravagant ist und sie hat ein Amulett, das mehr als besonders in der magischen Welt ist.
Und der Rigger Samson der nicht nur Drohnen liebt, sondern auch der Matrix nicht abgeneigt ist.
Die Charaktere sind unglaublich gut gezeichnet und ziehen einen ohne es zu merken in den Roman.  Das Besondere an den vier Runnern ist nicht, das sie sich als Team zusammengetan haben sondern das ein Band der Freundschaft sie miteinander verbindet. Doch was passiert, wenn der Verrat vor der Haustür lauert und die Familie nur einen Schritt vor einem dunklen Abgrund steht?
Dieser Shadowrun-Roman ist so viel mehr als nur ein bloßer actiongeladener Blockbuster. Er ist ein Spiegel der Gesellschaft. Welche Werte sind noch wichtig und wann muss man sich entscheiden seine Ideale über Bord zu werfen?
Auch in der Zukunft geht es nur um Kapital und schneller zu sein als der Andere. Da ist kein Platz für Freundschaft oder Liebe. Oder doch?
Einer der besten Shadowrun-Romane, den ich je gelesen habe. Ich hoffe von Jan-Tobias Kitzel noch weitere Shadowrun-Romane lesen zu dürfen.

Hier findet ihr die Video-Rezension dazu:



Euer Roland

Mittwoch, 27. Juni 2018

INTERVIEW mit Shadowrun-Autor - David Grade

© Jennifer Bonk

David Grade

Hallo Freunde der Buchseiten die wir alle so lieben.
Wir präsentieren euch David Grade der seinen ersten Roman im Shadowrun-Univerum geschrieben und nun auch im April veröffentlicht hat. Der Roman heißt Iwans Weg.
Wir haben David auf der RPC in Köln kennengelernt bei seiner Buchvorlesung. Wir hatten vor euch das Interview im Original-Mitschnitt zu präsentieren doch was soll ich euch sagen die Technik hat versagt und so wurde es nicht gespeichert - leider. Aber da ihr ja alle gerne lest, hier das ganze in schriftlicher Form.

Viel Spaß dabei!

RPC Köln 2018
Wir gingen nach draußen an die frische Luft und setzten uns auf die Erde. Wir waren am Rand des Geschehens und um uns herum saßen überall Menschen die freudig die Sonne genossen.
Sein Wasser hatte David bei der Vorlesung stehen gelassen und der nächste Termin mit Orkenspalter TV stand auch schon an.

© Pegasus Spiele

Roland: Wir waren gerade bei deiner Vorlesung und können nur sagen: Wow, richtig toll gelesen! Es hat Spaß gemacht dir zuzuhören.
Wie kamst du denn dazu einen Shadowrun-Roman zu schreiben?

David: Dankeschön. Geschichten geschrieben habe ich seit ich schreiben kann.
Mit zehn Jahren habe ich angefangen Rollenspiele zu spielen.
Ich war schon volljährig als ich das erste Mal einen Artikel im altehrwürdigen Envoyer veröffentlichte, André Wiesler war damals der Chefredakteur des Fanzines.
Andrés erster Roman war ein Shadowrun Roman: Shelley, und weil er mich mittlerweile ins Lodlandteam geholt hatte und wir auch andere Sachen zusammen schrieben, wurde ich einer seiner Testleser. Seitdem wollte ich immer einen Shadowrun-Roman schreiben.
Als ich Anfang 2017 von einem Freund aus Envoyer- und Lodlandtagen, Jan-Tobias Kitzel, hörte er schreibe an einem Shadowrun-Roman war ich elektrisiert. Offenbar hatte jemand nach zehn Jahren die notwendigen Lizenzen für deutschsprachige Roman-Eigenproduktionen wieder nach Deutschland geholt. JT verschaffte mir den Kontakt zu Tobias Hamelmann, den ich auch noch wage "von früher" kannte und der mittlerweile seid mehreren Jahren der Chefredakteur von Shadowrun ist. Tobias bot mir an ihm ein Exposé für einen Shadowrun-Roman zu schicken. Das tat ich, Tobias war zufrieden, ich schrieb den Roman und Peng war Iwans Weg geboren.


Roland: Also warst du mit André Wiesler befreundet?

David: Ja waren wir. Aber unsere Leben haben sich in andere Richtungen entwickelt. Ich beendete mein Studium arbeitet in der Jugendhilfe und als Quartiersmanager in der Dortmunder Nordstadt und jetzt als Therapeut in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie. Andé blieb dem Schreiben und dem Rollenspiel treu und baute seine Karriere entsprechend aus, bevor er Ende des Jahres plötzlich verstarb. Ich hätte mich wirklich gefreut wenn er Iwans Weg gelesen hätte, ich habe verdammt viel von ihm gelernt, nicht nur über das Schreiben.

Roland: Es ist aber dein Erstlingswerk oder?

David: Ja mein Debütroman. Auch wenn ich für und mit André schon einiges geschrieben habe. Sehr viel für das Rollenspiel Lodland: In den Tiefen des Meeres, eine unüberschaubare Anzahl an Artikeln für den Envoyer und den SpielXpress - an Gnorkls Adventskalender kann ich mich da noch gut erinnern und ein DSA-Abenteuer "Imuhar", das in Chris Gosses "Karawanenspuren" erschien.
Ein bisschen bin ich dem Schreiben immer treu geblieben und habe gerne an Kurzgeschichten-Wettbewerben teil genommen. Daraus ist zum Beispiel die Geschichte "Samstag" im "Buch der Lebenden Toten" geworden. Vor ein paar Wochen habe ich wieder eine Kurzgeschichte abgeschickt. "Die Tiefe hinter den Sternen" für eine Anthologie Namens BIOMECHANOMICON von Detlef Klewer. Wenn sie gut genug ist, werdet ihr sie da finden. Aber ein Roman war bisher nicht dabei - bis Iwans Weg kam.
Ehrlich gesagt bin ich froh, dass ich erst jetzt einen Roman geschrieben habe. Jetzt bin ich fokussiert und diszipliniert genug, um die sechshunderttausend Zeichen, die so ein Roman hat, nicht nur durchzuhalten sondern auch etwas richtig Gutes daraus zu machen.

Roland: Wie ist es für dich in so große Fußstapfen zu treten, wenn man sich anschaut welche Schriftsteller schon Romane zu Shadowrun geschrieben haben? Die bekanntesten sind ja André Wiesler und auch Markus Heitz.
Und dann bist du ja auch noch der Erste in der neuen Reihe von Shadowrun-Romanen.

David: Ich hatte schon Schiss davor, wie die Shadowrun-Gemeinde Iwans Weg aufnehmen wird. Shadowrun hat viele eingeschworene Fans und die neigen dazu genau hinzugucken und mögen es nicht wenn man ihre Lieblingswelt kaputt macht oder ihre Regeln und Gesetze nicht respektiert.
Klar ist in Iwans Weg viel drin, was Mensch von einem Shadowrun-Roman erwartet, aber eben auch viel Neues und eine sehr düstere Tonalität. Umso mehr freue ich mich, dass der Roman so verdammt gut ankommt. Nicht nur die Kritiken sind großteils wirklich gut. Die Verkaufszahlen sind es auch. Ihr habt ja erlebt wie positiv die Resonanz gerade auf der Lesung war.
Es macht mich traurig, dass André das nicht mehr mitbekommt. (David kramt indessen in seinem Rucksack herum und fischt ein Buch heraus und gibt es mir) Das ist Andrés erster Shadowrun-Roman Shelley, da sind noch seine Lesezeichen drin. Mit genau dem Buch hat André seine erste Vorlesung gemacht und es dann mir gegeben. Ich habe es als Glücksbringer mitgenommen. Das war heute erst meine zweite Lesung.

Roland: Um von einem traurigen Thema zum Buch zurück zu kommen. Hast du die Charaktere aus dem Buch aus deiner eigenen Rollenspielzeit benutzt?

© Jennifer Bonk
David: Nein, Rollenspiele und Romane sind verschiedene Genres, mit verschiedenen Regeln. Aber wir haben es im Freundeskreis geschafft trotz aller Hindernisse des "über dreißig seins" eine regelmäßige Spielrunde aufrecht zu erhalten und wir spielen meistens Shadowrun.
Davon profitiere ich als Autor enorm, weil die Weltsicht von anderen Menschen meine Weltsicht bereichert, ergänzt und vertieft.
Beim Rollenspiel ist dieser Weltteilen- und Kreativitätsteilen-Gedanke besonders stark. Es gibt in Iwans Weg viele Anspielungen auf Anleihen aus anderen Medien, Büchern, Filmen, Märchen - allen voran die Shadowrun-Romanreihe.

Roland: Wenn ihr Shadowrun spielt, welche Edition spielt ihr?

David: Wir spielen die aktuelle 5.Edition und haben ne Menge Spaß dabei.

Roland: Hast du denn einen Lieblingscharakter in deinem Buch?

David: Ich mag alle. Erstaunlich finde ich wie divers, Lieblingscharaktere der Leser sind.
Iwan führt da zwar das Feld an, aber nicht so deutlich, wie ich es gedacht hätte. Immerhin ist er als Hauptcharakter angelegt.
Rhoslyn der Killer hat viele Fans, gleich danach kommt die suchtkranke Trollin Rosa Müller und es sind sogar Nebencharaktere als Lieblinge benannt worden, mit denen ich nicht gerechnet hätte, zum Beispiel Irdem, ein aufstrebender Gangster oder Izzy, die dreizehnjährige Tochter eines ehemaligen Runners.

Roland: Na da bin ich ja gespannt wie sie mir so gefallen werden. Warum ist der Schauplatz Dortmund?

David: Weil der Rhein-Ruhr-Megaplex der größte Sprawl der Allianz Deutscher Länder ist und weil Dortmund meine Heimatstadt ist in der ich mich am Besten auskenne. Die Nordstadt habe ich ausgewählt, weil ich dort wohne und weil es schon heute der diverseste und spannendste Stadtteil in Dortmund ist.
Ich bin dort Bezirksvertreter und normalerweise auf Seiten derjeniger, die sich dagegen wehren, dass die Nordstadt ständig als Getto oder No-Go-Area dargestellt wird. Es hat richtig Spaß gemacht mal auf die Gegenseite zu gehen und eine richtig finstere, cyberpunkige Zukunft meinen Heimatturf darzustellen. Dabei schimmert noch so viel Liebe zur Nordstadt durch, dass mir hier keiner böse ist - im Gegenteil, die Leute finden es toll von ihrer Hood zu lesen.

Roland: Sind denn weitere Romane aus deiner Feder geplant und wenn, wird es einen Nachfolgeroman von Iwans Weg geben oder einen ganz anderen neuen Shadowrun-Roman?

David: Erstmal kommen die Romane "Orks Weinen Nicht" von Jan-Tobias-Kitzel und "Alter Ego" von Mike Krzywik-Groß. Und dann ... ich würde gerne einen Nachfolgeroman zu Iwans Weg schreiben, aber Nachfolgeromane verkaufen sich oft schlechter, als erste Teile. Es ist wichtig, dass die Schadowrun-Reihe auch ein finanzieller Erfolg wird, damit sie weiter läuft, viele junge AutorInnen eine Chance bekommen, das Shadowrun-Universum ausgebaut wird und vielleicht wieder einige AutorInnen aus ihr erwachsen, die die deutsche Phantastik im gesamten stärker werden. Deswegen denke ich da auch taktisch. Der Verlag hat mir bereits das Go für einen weiteren Roman gegeben und das wird ein eigenständiges Werk sein. Aber vielleicht gibt es mit dem ein oder anderen Nebencharakter aus Iwans Weg ein Wiedersehen.

Roland: Vielen Dank David für das tolle Interview und hoffentlich sehen wir uns bald wieder.

David: Ich danke euch und viel Spaß noch auf der RPC.


Fazit:
David Grade ist ein Mann, der einfach Spaß am Leben hat und das merkt man ihm auch an. Er ist lustig und hat eine wirklich sehr sympatische Art auf Menschen einzugehen. Offen und aufgeschlossen haben wir ihn kennengelernt und wie Freunde haben wir uns verabschiedet.
Wir hoffen das er noch viele Vorlesungen gibt denn er kann die Leute mitreißen.
Wir möchten auch in Zukunft weitere  Romane von ihm lesen.

Wir hoffen euch hat das Interview gefallen!
Euer Roland und eure Jen

Roland liest: David Grade - Shadowrun: IWANS WEG

© Pegasus Spiele

IWANS WEG 

Verlag: Pegasus Spiele 
Taschenbuch: 336 Seiten
Preis: 12,95 EUR
Genre: Sci-Fi
Reihe: Shadowrun
ISBN: 978-3957891723
Erscheinungstermin: 04/2018

Rezensionsexemplar: Ja

Inhalt: 
In Iwans Weg versucht der junge Mann alles um zu überleben und ein besseres Leben zu haben als sehr viele Menschen um in herum. Iwan erleidet aber immer wieder Schicksalsschläge die drohen ihn zu zerbrechen. Doch dann trift er auf Mae, eine Fee die ihm ein Leben mit sich anbietet, fast abgeschottet von den Menschen außerhalb ihres Liebesnestes.
Mae hat jedoch ein sehr dunkles Geheimnis und nicht nur einer der schlimmsten Killer aus dem Feenreich ist auf der Suche nach ihr. Auch ein Runner-Team macht sich auf die Suche nach ihrem Kopf.
Iwan hat nun die Wahl welchen Weg er gehen will. Seine Zukunft hängt davon ab ...

Meinung:
Wow! Endlich wieder einen deutschen Shadowrun-Roman in den Händen halten und dann auch noch den ersten Band einer ganzen Reihe aus den ADL.
Iwans Weg ist alles andere als lustig. Er ist düster, bösartig und zeigt uns die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele.
Iwan ist nur zu bemitleiden denn seine Kindheit ist mehr als nur tragisch und er ist kein Einzelfall im Shadowrun-Univerum. Dennoch ist Iwan ein sehr mutiger und erfindungsreicher Kerl, der für die Zukunft seiner Familie einiges in Kauf nimmt und bis an seine Grenzen geht um sie zu beschützen.
Rhoslyn der Killer aus dem Feenreich ist ein sehr direkter und übler Knochenbrecher, der nicht lange fackelt und auch viele Leichen hinterlässt. Dennoch schafft es David Grade genau diesen Charakter für mich so liebenswert erscheinen zu lassen. Von Kapitel zu Kapitel versteht man seine Beweggründe immer mehr und durchläuft eine so tolle Veränderung mit ihm, das er mein heimlicher Held des Buches ist.
Leider ist dieses Buch in meinen Augen kein Buch für Neulinge denn viel zu viele Fachbegriffe aus dem Shadowrun-Universum werden in dem Buch verwendet. Sucht man dann diese Begriffe im Glossar, so findet man viele Worte leider nicht. Natürlich sind die meisten Begriffe kein Problem wenn man vor 20 Jahren schon Romane aus diesem Universum gelesen hat, doch alle anderen werden hier ihre Schwierigkeiten haben.
Ich liebe die Schatten seid ich etwa 16 Jahre alt war und bin damit groß geworden deshalb bin ich froh, das ich diesen tollen aber auch sehr blutigen und brutalen Roman, lesen durfte. Natürlich sind die Schatten alles andere als heldenhaft zu betrachten und genau das bietet dieser Roman.
Wenn eine Familie fast komplett über die Klinge springt weil sie durch die Schatten laufen, so erlebt man die Verzweiflung und den schnellen Verlust von liebenden Menschen in Roman-Format.
Über die gejagte Mae möchte ich nicht so viele Worte schreiben denn eine Fee kann man wohl nie so wirklich verstehen.
Liebenswert sind die vielen Querverweise auf Shadowrun-Romane die einem ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern.
David Grade hat es geschafft, das ich nach 10 Jahren darüber nachdenke wieder mal meine alten Chummer (Freunde) zu kontaktieren, um mit ihnen mal wieder durch die Schatten zu laufen. Doch mit meinen 40 Jahren heißt der Run dann wohl Altes Eisen!

Hier auch die Video-Rezi von uns:



Euer Roland