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Mittwoch, 3. Mai 2023

Leipziger Buchmesse 2023

 Ihr Lieben,

© Roland Doctor

 es war wieder Leipziger Buchmesse und wir haben uns sooooo unendlich darauf gefreut!
Die letzten Jahre waren anders und einfach nicht so wie man die Buchmesse kennt und liebt.

Wir sind wie immer schon am Mittwoch angereist und da wir wunderbare Freunde in Leipzig haben, ist es total unkompliziert und wir können uns nicht nur auf die Buchmesse sondern auch auf Zeit mit unseren Freunden freuen.

Donnerstag, 27.04.2023
Am Donnerstag ging es dann ganz entspannt um 10 Uhr los. Wer schon mal auf der Buchmesse war, weiß das der Donnerstag immer der ruhigste und daher auch stressfreiste Tag ist. Es sind zwar sehr viele Schulklassen unterwegs, das sollte man wissen und muss man auch mögen aber ansonsten ist es perfekt. Wenn wir klever gewesen wären, hätten wir uns schon sehr viele Hallen an dem Tag angesehen...aber was soll ich sagen - wir waren fast den gesamten Tag nur in Halle 3.
Zur Verteidigung muss ich sagen, das in Halle 3 ein Großteil der Kinderbuchverlage war und ganz wichtig, die Fantasyverlage. Das heißt wir haben uns erst einmal Inspiration für unsere Arbeit geholt. Da Roland und ich beide mittlerweile in der Bibliothek arbeiten, nutzen wir die Buchmesse natürlich um neue Kinderbücher zu entdecken und in diese auch einmal hineinblättern zu können.
Dabei haben wir auch Bücheralarm entdeckt und direkt Lust bekommen einen Podcast mit Kids in der Bibliothek zu entwickeln.

Dementsprechend ist für uns der Lesekompass und die Titel des Deutschen Jugendliteraturpreises immer wichtig.
Besonders interessant war zu sehen, das beim Lesekompass nur Comics nummeriert wurden.

© Roland Doctor
© Roland Doctor

Aber natürlich will man in seinem Urlaub nicht arbeiten und daher haben wir uns dann auf die Fantasy- und Scifi-Bücher gestürzt.
Auch da gab es wieder sehr viel zu sehen. Nicht nur haben wir natürlich den Stand der Weltenbauer3 besucht sondern waren auch bei der Bücherbüchse, dem Drachenmondverlag und den vielen, coolen Kleinverlagen. Dennoch kam es uns schon so vor als ob es weniger Verlage als sonst waren.


Seraph 2023

© Roland Doctor

Die Verleihung des Seraph ist jedes Jahr ein absolutes Highlight von uns. Wir planen die Veranstaltung immer in unseren Messetag mit ein und wir konnten es gar nicht fassen, das die Verleihung zum ersten Mal auf der Großen Bühne stattgefunden hat.
Die Moderation haben wie immer die Vorsitzenden der Phantastischen Akademie - Oliver Graute und Natalja Schmidt übernommen und wirklich wahnsinnig tolle und auch emotionale Reden gehalten.

Premiert wurden sowohl der beste Independent-Titel, bestes Buch und bestes Debüt.
Das spannende ist, das man einfach auch mal völlig neue Bücher entdeckt und schon allein deshalb lohnt sie die Preisverleihung total.
Den besten Independent-Titel gewonnen hat Christopher Abendroth mit "Der salzige Geschmack unserer Freiheit". Der Autor war super sympathisch und das Buch war tatsächlich auch sein Debüt. Er schreibt seit 30 Jahren und hat nun endlich den Mut gefasst und eines seiner Bücher veröffentlicht. Nachdem es so erfolgreich war, sind wir gespannt, was von ihm noch kommt.
Das beste Buch war für uns sehr emotional und persönlich denn Theresa Hannig hat den Preis für "Pantopia" bekommen. Nicht nur sind wir wirklich große Fans von Theresa und haben Pantopia total gefeiert, wir waren auch anwesend als sie vor 5 Jahren den Seraph für das beste Debüt gewonnen hat. Hoffentlich schreibt sie noch ganz viele weitere solcher Romane. Gerade Pantopia sollte jeder gelesen haben.
Und zu guter letzt hat Lucia Herbst mit "Medusa" gewonnen. Ein interessanter Titel der über die Ungerechtigkeit in der Götterwelt berichtet. Die Autorin hat das Buch Menschen gewidmet, die sexualisierte Gewalt erfahren haben.
Der diesjährige Seraph war für uns sehr emotional durch so viele verschiedene Dinge. Wir werden uns sicher den ein oder anderen Titel genauer ansehen.

Freitag, 28.04.2023
Der Freitag war etwas voller aber immer noch human. Wir haben endlich auch die anderen Hallen gesehen und uns auch da treiben lassen. Unser Herz schlägt aber für Fantasy und daher hat uns persönlich die Halle 3 am meisten angezogen.
Das absolute Highlight der Messe war für uns eine Live-Pen-and-Paper-Session die von der Phantastischen Akademie organisiert wurde. Das allein war schon cool aber das Krasseste war die Besetzung: Markus Heitz (ja der einzig wahre...Die Zwerge usw.), Anabelle Stehl (New Adult-Autorin zB. Breakaway), Liza Grimm (Fantasy-Autorin zB. Talus), Christoph Hardebusch (Fantasy-Autor zB. Die Trolle) und Mikkel Robrahn (Fantasy-Autor zB. Hidden Worlds).
Gespielt wurde "Die Bibliothek aus Obsidian" in der Welt von Das Schwarze Auge, nur das man Katzen spielt.
Wir können jedenfalls sagen, das es herrlich war und super lustig. Es macht Spaß wenn man merkt mit wie viel Freude die ganze Truppe dabei war. Am besten hat mir persönlich gefallen wie Anabelle Stehl gespielt hat.

Wer einen kleinen Eindruck haben will, kann in das Video gucken:


Samstag, 29.04.2023
Messe-Samstag...eigentlich sollte man diesen Tag meiden. Aber unsere Tochter wollte unbedingt zur Messe und hatte auch eine volle To-Do-Liste. Aber was soll ich sagen. Es war mega voll! Wenn ihr denkt ihr könnt es euch vorstellen, packt nochmal das Doppelte drauf. Es war brechend voll und man wurde nur durchgeschoben. Es waren natürlich viele Hochkaräter da und daher haben wir uns von Halle 2 ferngehalten. Unsere Tochter ist aber ein riesen New Adult Fan und da ist LYX natürlich ihr Verlag. Wir waren gefühlt die ganze Zeit bei LYX oder in der Nähe. Und da muss ich mal sagen, LYX das war nicht geil. Der Stand war für die Massen viel zu winzig und dann auch noch eine Bühne auf den Stand zu basteln - ist wahnsinnig. Wir haben angestanden um Bücher angucken zu können (1 Stunde) und dann haben wir wieder angestanden um die Bücher auch kaufen zu dürfen (wieder 1 Stunde). Das ist schon echt krank und dann finden nebenbei noch Gespräche mit beliebten Autoren (z.B. Sarah Sprintz) auf der Bühne statt, weshalb es dann einfach noch voller und nicht mehr schön ist.
Zusätzlich gab es Signieraktionen in der hinteren Halle, wofür man auch 1,5-2h anstehen durfte und wenn man nicht schnell genug war, wurde man weggeschickt weil es zu viele waren. Das fand ich sehr enttäuschend und auch schlecht organisiert.
Wir haben uns dann auch überlegt, das wir uns noch ein bisschen auf der MangaCon umsehen wollen aber nachdem wir 2 Gänge lang nur durchgeschoben wurden und vielen Menschen viel zu nah kamen und viel zu viele Gerüche wahrnehmen durften, haben wir das abgebrochen.
Die MangaCon hatte dieses Mal sogar fast 1,5 Hallen und da sieht man mal welche Fanbase sich da entwickelt hat. Es waren auch wieder viele coole Kostüme zu sehen und natürlich richtig interessante Stände. 

© Roland Doctor
© Roland Doctor



 

 

 

 

 

 

 



So kreativ und bunt die MangaCon auch war, was ich gar nicht nachvollziehen konnte, war die Gaming Area. Es gab einen relativ großen Bereich in dem an verschiedenen Konsolen gezockt werden konnte. Ich konnte nicht nachvollziehen, warum so etwas auf der Buchmesse zu finden ist. Zudem war der Standort wirklich unglücklich da er direkt hinter der Großen Bühne war. Wenn man also z.B. beim Seraph saß, konnte man immer mal wieder Geräusche aus der Gaming Area hören, da Menschen beim Zocken eben auch immer mal emotional werden.
Ungünstig gewählt und in meinen Augen eigentlich auch unnötig.

© Roland Doctor
© Roland Doctor

 

 

 


 

 

 

 

 

 


Lesungen

Zu guter Letzt noch ein  bisschen was zum Thema Lesungen. Es war wieder mal eine bunte Mischung. Persönlich hätte ich mich noch über sehr viele mehr gefreut aber es war genug Auswahl, das wir uns doch das ein oder andere ansehen wollten und auch getan haben.

Es ist auch immer wieder spannend so mal in etwas reinzuschnuppern und zu gucken wie es einem gefällt.
Besonders gefreut haben wir uns über die Weltenbauer3 weil diese mehrere Sessions hatten. Von einer Speedlesung, zu einer Hörspiel-Lesung oder auch einer Veranstaltung darüber wie man überhaupt Welten erschafft.
Wer sich gerade fragt, wer die Weltenbauer3 sind: Mira Valentin, Sam Feuerbach und Greg Walters sind alles Autoren, die als Weltenbauer3 auch Bücher zusammen schreiben.

Zudem ist Roland ein riesen Fan von Greg Walters und hat so gut wie alles von ihm gelesen. Tja und da Greg Walters gerade "Die Gargoyles von Notre Dame" herausgebracht hat, waren wir eben viel bei deren Lesungen unterwegs.

Wer sich einen kurzen Einblick von Greg Walters machen will, kann hier nochmal einen kleinen Eindruck bekommen:


Und wer noch nicht genug hat, kann sich auch Rolands Meinung und Eindrücke zur Leipziger Buchmesse ansehen:


So wer bis hier durchgehalten hat, ist einfach der Wahnsinn.

© Roland Doctor


Ich war trotzallem sehr froh wieder auf der Leipziger Buchmesse gewesen zu sein. Es ist immer wieder etwas ganz besonderes und ich freue mich jetzt schon auf die nächste.

Wart ihr auf der Buchmesse? Oder fahrt ihr lieber zur Frankfurter Buchmesse?

Ich freue mich von euch zu hören.

Eure Jen

Montag, 22. Oktober 2018

Roland spielt und liest Rollenspiel: Das Lied von Eis und Feuer

© Mantikore Verlag

DAS LIED VON EIS UND FEUER

Verlag: Mantikore
Hardcover: 400 Seiten
Preis: 49,95 EUR
PDF-Version: -
Autor: Robert J. Schwalb
Illustrationen: Michael Komarck, Ted Galaday, Jeff Himmelman, Veronica Jones, Jason Juta, Billy King, Pat Laboyko, Britt Martin, German Nobile, Torstein Nordstrand, Paolo Puggioni und Christophe Swal
ISBN: 978-3-939212-31-7
Erscheinungstermin: 07/2014

Rezensionsexemplar: Ja

Inhalt:
Das Rollenspiel-Buch kommt mit einer Fülle an Hintergrundgeschichte daher und das beginnt auch schon auf den ersten Seiten.
So wird im 1. Kapitel eine Einführung in Westeros dargeboten inkl. aller Wappen. Eine Karte von Westeros darf natürlich auch nicht fehlen.
Die Spielregeln im Kapitel 2 sind sehr übersichtlich gehalten. In diesem Kapitel kann man sich auch gleich vorgefertigte Charaktere anschauen oder auch gleich nutzen um los zu spielen.
Falls man sich aber seinen eigenen Charakter erschaffen möchte, so hat man im 3. Kapitel die Möglichkeit dies zu tun.
Anschließend kann man sich nach der Charaktererschaffung im 4. Kapitel den Fähigkeiten und die Spezialisierungen anschauen, die man für seinen Charakter benötigt.
Im 6. Kapitel kommt etwas Besonderes, denn man erschafft sein eigenes Haus und das GEMEINSAM. Alle Spieler müssen sich hier einigen auf allerlei Aspekte und die  entsprechende Hintergrundgeschichte. Und natürlich ist hier auch noch ein Wappen zu erschaffen für das gemeinsame Haus.
Im Kapitel 7 geht es um die Ausrüstung und deren Preise.
Und dann gibt es ein ganzes Kapitel das nur Intrigen behandelt. Wie sollte es auch anders sein bei GAME OF THRONES?!
Im Kapitel 9 kann man die grundlegenden Regeln der Kampfkunst lesen.
In Kapitel 10 geht es dann auch schon um Kriegsführung im großen Still.
Kapitel 11 gibt dem Erzähler bzw. dem Spielleiter eine menge Informationen in die Hand, damit dieser sich schon die ersten Gedanken machen kann.
Die letzten 2 Kapitel bieten den Spielern und dem Erzähler zwei Abenteuer auf 80 Seiten um die Grundregeln des Spiels kennen zu lernen und sich auf die Reise nach Königsmund zu begeben.
Zum Schluss bietet das Rollenspiel noch ein Appendix mit den wichtigsten Referenztabellen und einen ordentlichen Index.

Meinung: 
Von Anfang an war ich vom Cover begeistert. Es zeugt von so viel Energie und Abenteuerlust, das man sich gleich hineinstürzen möchte.
Doch schlägt man das Buch auf, wird man ein wenig erschlagen von der Fülle der Texte und des Formates. Denn an einigen Stellen sind die Zeilen sehr eng, sodass es für mich schwer ist, es fließend, ohne müde zu werden, zu lesen.
Das Layout ist in meinen Augen sehr gut und die häufig, markierten Schlüsselwörter und Überschriften, helfen einem den Überblick zu behalten.
Kurz und knapp sind die einzelnen wichtigen Aspekte beschrieben und so verhält sich das auch mit den Regeln an sich. Ich hatte erwartet das die Regeln sehr ausladend werden, was überhaupt nicht der Fall ist. Das Augenmerk liegt hier auf dem Setting und der gesamte Hintergrund von THE GAME OF THRONES. Das nimmt einiges in Beschlag von dem Buch, was aber auch wichtig ist, damit man lernt sich aus zu kennen.
Was ich sehr gelungen finde ist der Einstieg des Buches mit dem Almanach von Westeros, denn es sieht so schön aus. Das Artwork ist mit Sicherheit nicht Jedermanns Sache aber es ist solide und zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch.
Viele Tabellen und Texte machen das Regelwerk zu keinem Einsteigerfreundlichen Regelwerk für Neulinge im Pen & Paper-Universum. Erfahrene Rollenspieler sollten mit dem Grundregelwerk aber ihren Spaß haben, denn das Ganze lebt von seinem Hintergrund und da wird ein erfahrener Spielleiter sich gut austoben können.
In meinen Augen ein sehr gelungenes Buch, mit dem man jede menge Spieleabende in kühlen Herbst- und Wintermonaten verbringen kann.

Hier findet ihr die Video-Rezension dazu:



Euer Roland