Samstag, 28. Juli 2018

Roland spielt: Not Alone

© Corax Games

Not Alone

Kommunikations- und Kartenbluffspiel
Autor: Ghislain Masson
Artwork: Sebastian Caiveau
Verlag: Corax Games
Preis: 24,99 EUR
Spieleranzahl: 2 - 7
Spieldauer: 30 - 45 Min.
Alter: Ab 10 Jahren

Rezensionsexemplar: Nein


Beschreibung des Spiels:
Gestrandet auf dem Planeten Artemia versuchen die Überlebenden dem sogenannten Wesen zu entkommen. Mit Hilfe der fünf Gebietskarten, die jeder Spieler auf der Hand hat, wählen diese eine Karte aus und spielen sie verdeckt vor sich aus.
Der Spieler der das Wesen spielt muss anschließend seinen Marker auf eine der zehn ausliegenden Ortskarten legen. Dann werden die Karten der Spieler aufgedeckt. Stimmt der Marker des Wesens nun mit einer ausgespielten Ortskarte der Spieler überein, so verliert der Spieler einen seiner drei Willensmarker. Zusätzlich hat jede Ortskarte eine Funktion, die dadurch nicht ausgelöst wird denn das konnte das Wesen verhindern.
Die Spieler die vom Wesen nicht erwischt wurden, können nun die Funktion ihrer Ortskarte nutzen.
©Jennifer Bonk
Es gibt z.B. eine Ortskarte, die erlaubt eine weitere ausliegende Ortskarte auf die Kartenhand zu nehmen um sie in  weiteren Runden nutzen zu können. In diesem Fall hat der Überlebende den Planeten erkundet und hat mehr Karten zur Auswahl als die fünf Startkarten.
Das Wesen hat aber auch die Möglichkeit zusätzlich eine seiner drei Jagdkarten auszuspielen, die auch verschiedene Möglichkeiten bieten. So kann der Spieler der das Wesen spielt auch dafür sorgen weitere Marker zu nutzen um die Überlebenden leichter zu erwischen.
Jeder Gejagte hat bei Spielbeginn eine Überlebenskarte, die ihm Vorteile bringt gegen das Wesen. Doch einmal ausgespielt, heißt auch, das die Karte aus dem Spiel ist. Sind alle Willensmarker von einem Spieler aufgebraucht, so wird der Assimilierungsmarker ein Feld weiter gerückt. Der Spieler erhält dann alle drei Willensmarker sowie all seine ausgespielten Ortskarten zurück.
Die Spieler können sich unterhalten und auch absprechen, falls sie es schaffen dies zu tun während das Wesen ihnen zuhört.
Jedes Mal wenn das Wesen die Überlebenden nicht erwischt, wird der Rettungsmarker ein Feld weiter gerückt. Erwischt das Wesen einen Gejagten so wird stattdessen der Assimilierungsmarker ein Feld weiter bewegt.
Die Jagd endet sobald der Rettungsmarker das Zielfeld erreicht und die Gejagten somit gerettet werden ODER der Assimilierungsmarker das Ziel erreicht und das Wesen dadurch alle Gejagten übernommen hat.

Fazit:
Mit Not Alone ist dem Autor Chislain Masson ein Spiel geglückt, das einem das Gefühl eines Gejagten vermittelt. Es ist eine einzige Hetzjagd und ständig bangt man ob das Wesen einen entdeckt hat. Allein für dieses Gefühl, lohnt sich das Spiel schon. Und das Artwork untermalt das Ganze. Die Karten sind einfach wunderschön gestaltet. Es ist das i-Tüpfelchen, so dass man den Eindruck hat auf einem fernen Planeten gestrandet zu sein. Super thematisch!
Allgemein ist das Spielmaterial sehr hochwertig, was dadurch aber auch den hohen Preis rechtfertigt. Die Spielregeln sind auch einfach und nicht kompliziert, nur ist die Anleitung dennoch nicht so gut geschrieben. Man benötigt durchaus einen Augenblick um zu verstehen, wie das Ganze funktionieren soll und das alles rund läuft.
Die angegebene Spieldauer ist auch realistisch und besonders schön ist, das es schnell aufgebaut ist und nicht viel Platz benötigt. Also auch perfekt für Unterwegs.
Außerdem ist es ein Spiel, was man auch mit einer größeren Gruppe spielen kann da es für bis zu 7 Spieler ist. Ein weiteres Merkmal, dass es von anderen abhebt.
Eine kleine Box, die einfach nur Spaß macht. Eine absolute Kaufempfehlung und in meinen Augen gerade für nicht Brettspieler geeignet.

Donnerstag, 26. Juli 2018

Berlin Brettspiel Con 2018

© Hunter & Cron

HUNTER & CRONs BERLIN BRETTSPIEL CON 2018!


Die Vorbereitungen liefen schon Wochen im Voraus. Es gab mehrere Treffen wo wir klärten wie und wann wir helfen.
Daher waren am Donnerstag die ersten Helfer den ganzen Tag unterwegs um im Kühlhaus die ersten Vorbereitungen zu treffen.

Am Freitag kam Roland um 9.00 Uhr dort an und hatte schon jede Menge zu tun denn 430 Tische mussten aufgestellt werden und insgesamt 1900 Stühle. Zusätzlich hatten wir über 300 Spiele auszupacken für die Library.
Um 19.00 Uhr begann dann das Warm-Up für alle Patreons und Helfer. Es wurde reichlich gespielt und auch die Verlage kamen nach oben um vor dem großen Sturm, sich noch eine Runde bei einem guten Spiel zu entspannen.
Bei uns kam Crazy Words und Tal der Kaufleute auf den Tisch sowie eine Tüte Schokobons. Wir hatten viel zu lachen und die Zeit verging wie im Flug.
Gegen 23 Uhr haben wir dann Feierabend gemacht und um 1.00 Uhr waren wir endlich im Bett.

Hier seht ihr das Video vom Freitag:



Der Samstag begann für uns schon recht früh. Um 7.00 Uhr sind wir aufgestanden und um 9.00 Uhr waren wir dann auch endlich beim Kühlhaus.
Die ersten Besucher warteten schon vor der Tür während wir schon rein gelassen wurden um die letzten Handgriffe zu machen bevor die Flut an Menschen das Kühlhaus regelrecht stürmten.
Gegen 11 Uhr hatte selbst die Library im 5. Stock schon alle Hände voll zu tun während wir noch fleißig Aufnahmen tätigten und uns die präsentierten Spiele anschauten.
Bei Board Game Circus schauten wir uns eine ganze Weile die Spiele an und spielten eine Partie Tortuga 1667 zu Siebent. Beim Schwerkraft Verlag haben wir uns Nah und Fern erklären lassen und waren schlichtweg begeistert.
Roland ging dann um 14 Uhr in der Library arbeiten und Jen machte sich auf den Weg zum Klong-Turnier.
Die Library war wirklich überfüllt und wir hatte alle Hände voll zu tun Spiele den Besuchern zu reichen und sie bei Fragen so gut es ging zu unterstützen. An dem Abend hat Roland 13 mal das Spiel Fiese Freunde - Fette Feten von Hunter & Cron den Besuchern erklärt. Und Jen ja Jen hat sich in der zwischen Zeit in das Finale des Klong-Turniers gespielt und gewann nicht nur die Promokarte sondern auch den goldenen Drachen.
Die Library war dann bis um 24 Uhr geöffnet und ich hatte das Glück noch ein paar Worte mit den Brettspielgeeks zu wechseln. Es war schön die beiden zu treffen.
Aber der Tag war für uns sehr anstrengend und wir waren echt fertig. Nach 1 Uhr waren wir dann endlich im Bett und der Schlaf überkam uns schnell.

Unser Bericht vom Samstag:



Der Sonntag war viel entspannter denn es waren nicht mehr solche Menschenmassen die das Kühlhaus von innen sehen wollten. Wir haben dann mit einigen Verlagen sprechen können und spielten noch eine Runde Neuroschima Hex. Das Spiel hat uns richtig gut gefallen. Anschließend spielte Jen noch Cry Havoc um eine Promo von 51st State zu ergattern. Sie gewann zwar aber die Promo war leider weg. Dafür haben wir aber eine Promo für Neuroshima Hex bekommen. Die versprochene Promo sollen wir aber mit Neuroschima Hex von Portal Games geschickt bekommen. Also werdet ihr hier hoffentlich bald eine Rezension von diesem sehr taktischen Spiel bekommen. Anschließend wurde noch Tiefes Land angespielt das uns recht gut gefallen hat aber wohl nicht den Weg in unser Regal finden wird.
Danach brauchten wir eine Abkühlung und daher spielten wir dann das neue Spiel von Ravensburger Cool Runnings. Dieses Spiel wird mit echten Eiswürfeln gespielt und hat uns unglaublich viel Spaß gemacht. Dieses Spiel ist aber nicht nur was für Kinder. Auf jeder Party ist dieses Spiel garantiert ein Knüller.
Um 19.00 Uhr ging Roland in die Library abbauen und die restliche Spielegemeinschaft fuhr nach Hause.
Gegen 21.00 machte Roland sich dann auch auf den Heimweg.
Die anderen Helfer waren um 2.30 Uhr dann endlich fertig und hatten alle Paletten mit den Tischen und Stühlen nach unten geschafft.

Unser Bericht vom Sonntag:



Aber auch am Montag war die Berlin Brettspiel Con nicht vorbei.
Um 9.00 Uhr war Roland bereits wieder beim Kühlhaus um alle Paletten heraus zu schaffen damit diese verladen werden konnten. 
Viele Helfer waren auch am Montag nicht mehr da und deshalb zog sich alles auch recht lang hin. Roland brachte mit dem Auto noch die Funkgeräte nach Marzahn nachdem alle Paletten beim LKW standen. Der Sprinter mit allen Hunter & Cron Sachen war fast fertig gepackt und ich machte mich auf den Weg nach Marzahn um anschließend den Heimweg anzutreten. Gegen 22.00 Uhr waren dann die letzten Helfer endlich fertig und konnten die Tür der Berlin Brettspiel Con 2018 hinter sich schließen und ins Bett fallen.

Hier seht ihr den Bericht vom Montag mit einem Fazit:



Aber auch heute, drei Tage nach der Berlin Con ist noch nicht Feierabend.
4378 verkaufte Tickets und mit den Ausstellern, Teammitgliedern und Pressevertretern waren es dann alles zusammen 5241 Personen die 2018 die Berlin Brettspiel Con besucht haben.
Sie arbeiten nun alles auf und versuchen zu einer Normalität zurück zu finden.
Und wir, ja wir haben uns etwas erholt.
Doch nicht lange und ein Schicksalsschlag holte uns wieder runter auf den Boden der Tatsachen. Denn ein sehr liebenswerter Mensch, unsere Tante Hilde, verstarb am Mittwoch. Am Montag konnten wir sie noch einmal sehen und mit ihr sprechen. Sie fragte wie unsere Messe war und unsere Worte waren: Anstrengend und schön. Sie freute sich für uns und wir freuten uns mit ihr. Wir erzählten ihr das dort über 5.000 Menschen waren und von all den tollen Menschen.
Wir durften so tolle Menschen bei der Berlin Brettspiel Con treffen. Nun hat uns ein wertvoller Mensch verlassen und reißt in unser Leben ein riesiges Loch.

Dieser Artikel ist dir gewidmet Tante Hilde und all denen, die liebende Menschen verloren haben.
Wir denken an dich und lieben dich von ganzem Herzen.

Eure Jen und euer Roland                                         

Sonntag, 15. Juli 2018

Jen liest: Rob Blackwell - VERFLUCHT: Nacht der Toten

© Mantikore Verlag

VERFLUCHT - Nacht der Toten

Verlag: Mantikore Verlag
Taschenbuch: 460 Seiten
Preis: 14,95 EUR
E-Book: 9,99 EUR
Genre: Mystery-Horror ; Thriller
Reihe: The Sanheim Chronicles ; Bd. 1
ISBN: 978-3-945493-95-3
Erscheinungstermin: 07/2017

Rezensionsexemplar: Ja


Inhalt:
Loudon - eine beschauliche Kleinstadt in Amerika. Könnte man denken ... doch an Halloween werden die Leute nervös und niemand feiert. Vor 12 Jahren trieb nämlich der Serienkiller Lord Halloween sein Unwesen und mordete ohne Unterlass. Zeit ist vergangen aber manche Wunden heilen nur langsam.
Und nun geht es wieder los - Morde geschehen. Der Journalist Quinn fühlt sich gleich an Lord Halloween erinnert aber er kann es nicht sein denn er ist tot ... Zusammen mit seiner neuen Kollegin Kate nimmt Quinn die Recherche auf. Ist Lord Halloween zurück?

Meinung:
Das Cover ist einfach der Wahnsinn und es passt auch wirklich hervorragend zum Buch. Es macht einfach Lust darauf es zu lesen.
Aber auch wenn ich das Cover schon wahnsinnig toll finde, kann es nicht mal annähernd mit der Geschichte mithalten. Ich bin von der ersten Sekunde an völlig besessen gewesen von dem Buch. Ich konnte es nicht aus der Hand legen, es hat mich festgehalten und ich habe mitgefiebert ohne Ende.
Es war für mich einfach genau die richtige Mischung aus Thriller und Mystery. Ich meine ein durchgeknallter Serienkiller der sich auch noch Lord Halloween nennt, ist schon super. Aber dann auch noch 2 Reporter, die nicht wissen ob sie einander trauen können, wem sie überhaupt trauen können und die irgendeine Art von Kraft besitzen - das ist schon genial.
Und gerade diese beiden Reporter - Kate und Quinn, tragen die Geschichte. Sie haben beide etwas ganz eigenes an sich.
Kate hat einen sehr persönlichen Grund den Killer zu jagen und ich fand sie einfach nur bewundernswert.
Tja und Quinn ist wie der nette Junge von nebenan. Man kann ihn nicht nicht mögen.
Und irgendwann fängt man an sich zu fragen wer der Killer ist. Ich hatte einen Verdacht aber dadurch das ständig Leute sterben, wurde ich von einem Verdacht zum nächsten geschubst. Herrlich! Irgendwann wusste auch ich nicht mehr wem ich eigentlich trauen soll. Ich war schon völlig gefangen in der Geschichte.
Der Nervenkitzel hat mich einfach nicht schlafen lassen.
Dieser Serienkiller hat vor Nichts und Niemandem halt gemacht und daher darf man sich auch gar nicht zu sehr mit Charakteren anfreunden weil sie durchaus sterben. Mich hat so mancher Tod schwer getroffen. Doch das gehört eben dazu und macht es umso realistischer.
Der Autor schafft es aber auch dir den Eindruck zu vermitteln, das der Killer direkt hinter dir steht, dir in den Nacken atmet und daher ist man auch als Leser ständig auf Hab-Acht-Stellung und schaut sich verängstigt um. Lauert da etwas in den Ecken? So ein Gefühl hatte ich noch nicht bei vielen Büchern aber genau das passiert hier mit dir.
Umso schöner ist das es der 1. Teil einer Reihe ist und ich hoffe das ganz bald ein neuer Teil kommt. Ich kann es gar nicht erwarten den nächsten zu lesen.
Greift unbedingt zu diesem Buch!

Eure Jen