Mittwoch, 29. August 2018

Jen liest Comic: Lady Mechanika Bd.2

© Splitter Verlag

Lady Mechanika                                        

Bd. 2 An Bord der Helio - Arx

Verlag: Splitter Verlag
Hardcover: 128 Seiten
Preis: 19,80 EUR
Autoren: Joe Benitez
Zeichnungen: Joe Benitez, Martin Montiel
Genre: Steampunk
ISBN: 978-3-95839-521-3
Erscheinungstermin: 01/2018

Rezensionsexemplar: Ja

Inhalt: 
Der zweite Band beginnt mit der Eröffnungszeremonie der Mechani - Con und des bestaunen der Helio - Arx die als die Stadt der Lüfte angepriesen wird. Und in diesem Jahr findet der alljährliche Maskenball genau dort oben in den Lüften statt. Dem Gegenspieler Blackpool auf den Fersen will sie herausfinden wie weit seine Experimente voran geschritten sind. Um diesen auf die Schliche zu kommen muss sie auf das Luftschiff. Mit der Unterstützung ihres Sidekick Lewis gelangt sie an Bord der Helio - Arx und findet nicht nur erstaunliches heraus sondern wird auch unterstützt von Mr. Gitano der seine Tochter sucht die bereits gestorben sein soll. 
Der zweite Teil des zweiten Bandes der da lautet: Die Schicksalstafel (Erster Teil) geht nahtlos über in ein weiteres Abenteuer das in Afrika beginnt. Nach einem Entführungsversuch eines Mädchens deren Onkel Archibald Lewis ihrem Freund ist erfährt Lady Mechanika etwas über den Opa des Mädchens der Archäologe ist. Dieser sucht nach einer mytologischen Götterstädte die nicht nur magische Waffen beherbergt sondern auch die Schicksalstafel. Doch was das alles mit Alchemie zu tun hat erfährt sie nur wenn sie mit nach Deutschland geht zumindest will das Jabir der sie angeblich unterstützen will. Doch wer ist Jabir wirklich und was hat er mit alldem zu tun? 



© Splitter Verlag
Meinung: 
Lady Mechanika ist eine Augenweide denn nicht nur die Zeichnungen sind atemberaubend und einfach genial sondern vor allem der Charakter. Sie ist eine Heldin, wie man sie so noch nicht gesehen hat. Jetzt kennt man sie bereits auch schon etwas und daher habe ich den Eindruck einer Freundin bei ihren Abenteuern beizustehen.
Schon allein die verschiedenen Facetten von Lady Mechanika zu bestaunen und immer wieder einen neuen Blick auf sie zu bekommen, macht unglaublichen Spaß. Wenn ich schon allein an die Kleidung denke, ist es ein Geniestreich und eine Meisterleistung an Zeichenkunst.
Auch die Farben sind so lebendig und von Setting zu Setting so wahnsinnig gut im Einklang mit der Geschichte und dem Gefühl das dahinter steckt. Ich kann immer nur wieder Staunen bei jeder weiteren Seite.
Das Besondere für mich in diesem Teil sind die Seiten die zusätzlich mit Zahnrädern versehen wurden. Es unterstreicht das Steampunk-Thema und macht das ganze Aussehen zu einer absoluten runden Sache.
Aber nicht nur die Zeichnungen sind gut sondern auch die Geschichte.
Sie ist spannend und auch immer wieder geheimnisvoll weil neue Charaktere auftauchen und man einfach noch nicht alles weiß. Im Gegenteil meistens hält man einige lose Fäden mehr in der Hand aber genauso wurde auch so manch loser Faden zu einem Ergebnis gebracht.
Dennoch bleibt die Geschichte in meinen Augen nicht nur neu sondern wirkt schon fast wie ein Roman. Es wird mit den Zeichnungen und Texten eine Tiefe geschaffen, die manch Roman nicht erreicht. Jeder Charakter der hier auftaucht hat sein ganz persönliches Charisma und das schafft diese unglaubliche Atmosphäre.
Ein Wermutstropfen bleibt denn die Geschichte ist fiel zu schnell vorbei und man kann es nicht erwarten den nächsten Teil in den Händen zu halten.
Für mich bleibt die Frage: Wie kann ein Mensch so genial Schreiben und Zeichnen zugleich? Ist er vielleicht selbst eine Art mechanisches Wesen?

Eure Jen

Dienstag, 28. August 2018

Jen liest Comic: Myre

© Splitter Verlag

MYRE

Buch 1 Die Chroniken von Yria

Verlag: Splitter Verlag
Hardcover: 96 Seiten
Preis: 19,80 EUR
Autoren: Claudya Schmidt und Matt W. Davis
Zeichnungen: Claudya Schmidt
Genre: Fantasy
ISBN: 978-3-96219-105-4 
Erscheinungstermin: 04/2018

Rezensionsexemplar: Ja

Beschreibung: 
Worum es eigentlich in Myre geht ist alles andere als leicht zu erklären.
Es geht um eine Vergangenheit die schöner war als der raue Wüstenplanet, die Welt von Yria jetzt ist. Und in dieser Welt lebt die reisende Myre.
Man weiß nicht sehr viel über sie aber sie ist vorrangig an ihrem eigenen Überleben interessiert. Jeder Tag besteht aus der Suche nach Nahrung und einem Schlafplatz. Myre ist aber nicht allein denn sie hat einen treuen Gefährten - der Drache Varug. Doch ganz kann sie sich der Vergangenheit nicht entziehen und so wird Myre immer mehr in diesen Strudel hineingezogen um was genau zu tun?


© Splitter Verlag
Meinung: 
Mit Myre ist mir ein Meilenstein der Zeichnungen und Malkunst unter die Augen gekommen, das ich so noch nicht erlebt habe.
Die Farben sind ein Inbegriff von Vollendung sodass ich nur sagen kann: Kein Wunder das es fünf Jahre gedauert hat bis dieses Werk das Licht der Welt erblickt hat.
Ich hatte schon eine Ahnung als es vor einigen Monaten angekündigt wurde, das es schön sein wird. Aber das es so schön sein wurde, hätte ich mir nicht mal erträumt. Das ganze Buch ist durchzogen mit Licht und Schatten und baut damit eine Stimmung auf das ich darin eintauchen konnte und mitgerissen wurde in eine Welt voller Tiere und Abenteuer.
Ich war von der ersten Seite an fasziniert von den Charakteren. Jedes Tier hat seinen ganz eigenen Charakter und das kommt so ausdrucksstark in Form von Mimik und Gestik rüber, das man niederknien möchte. Myre ist dabei am eindrucksvollsten und beherrscht die ganze Geschichte. Sie sieht aus wie eine Lady und kann fluchen wie ein Bauer. Sie ist stark, rastlos und voller Wut. Sie weiß nicht wirklich wer sie ist und scheint auf der Suche zu sein aber wonach weiß sie auch nicht. Und dann ist da Boozer, der geheimnisvolle alte Dachs. Er sieht weise aus und scheint mehr über Myre und das Schicksal von Yria zu wissen als er preisgibt. Er hat eine starke Präsenz und schickt Myre zu einem neuen Ort. Wer weiß was dort auf sie wartet ...
Ich bin jedenfalls irre gespannt wie es weiter geht. Schon allein die Bilder machen Lust auf mehr aber da ist auch dieses Aufblitzen von einem Geheimnis, einem gewaltigen Abenteuer, dass einen nicht mehr los lässt.
Ganz starker Comic!

Eure Jen

Montag, 27. August 2018

Roland spielt: Neuroshima Hex! 3.0

© Portal Games

Neuroshima Hex! 3.0

Taktisches - Asymmetrisches - Legespiel
Autoren: Michal Oracz
Verlag: Portal Games
Preis: 40,00 EUR
Spieleranzahl: 1 - 4
Spieldauer: ca. 30 Min.
Alter: Ab 8 Jahren

Rezensionsexemplar: Ja

Beschreibung des Spiels:
In Neuroshima Hex! 3.0 geht es um ein Taktisches - Legespiel der besonderen Art.
In der Grundbox befinden sich vier Fraktionen, die sich alle unterschiedlich spielen.
Das Ziel des Spiels ist recht einfach: Versuche dem gegnerischen HQ so viel Schaden zu zu fügen, das man mit 20 Siegpunkten gewinnt bevor der Gegner dies schafft.
Dabei ist es wichtig sich mit seinen eigenen Truppen günstig zu platzieren und gleichzeitig geschützt zu sein, damit man nicht zu viele eigene Truppen verliert.  Doch wie macht man denn nun Schaden?
Auch hier wieder ein sehr einfaches System, das zu erkennen ist auf den sechseckigen einzelnen Pappmarkern. Die Richtung der Dreiecke zeigt an wo Schaden verursacht wird und das Aussehen der Dreiecke zeigt einem ob es ein Schütze ist oder ein Nahkämpfer.
Desweiteren gibt es aber auch Netze und Rüstungen und all diese wichtigen Dinge zeigen nicht in jede Richtung deshalb ist es wichtig wie man sein Hexplättchen nun platziert wenn man an der Reihe ist.
Doch auch die Initiative ist in der Kampfphase ein Kernstück denn wer am schnellsten an der Reihe ist hat auch die Möglichkeit lebend aus dem Krisengebiet heraus zu kommen. Jede Initiativephase wird gleichzeitig abgehandelt und der verursachte Schaden auf die gegnerischen Truppen und wenn möglich auch auf das HQ verteilt. Die vernichteten Truppen werden umgedreht und werden erst aus dem Schlachtfeld entfernt wenn alle Initiativdurchgänge abgeschlossen sind. Hat man dies gemeinsam abgehandelt ist der nächst niedrigere Initiativdurchgang an der Reihe. Das HQ schlägt meist im Initiativedurchgang 0 zu und versucht anliegende Gegner zu vernichten.
Der Spielablauf ist auch recht einfach und dennoch genial denn wenn man an der Reihe ist nimmt man sich drei Hexplättchen von seinem Stapel und deckt diese auf. Von diesen drei Hexplättchen muss man sich eines aussuchen das man abwirft. Die anderen Beiden kann man sofort auslegen oder man behält für einen späteren Zug eines der Plättchen offen auf der Hand.

© Jennifer Bonk
Anschließend ist der Gegenspieler mit seinem Zug an der Reihe.
Hierbei gibt es wirklich viele verschiedene Truppen die man nutzen kann aber auch Sanitäter oder Transporter der z.B. ein bereits gelegtes Hexplättchen auf ein freies angrenzendes Feld verschieben kann. Desweiteren gibt es aber auch Hexplättchen die sofort ausgelöst werden wie z.B. einen Scharfschützen der einem Gegner egal wo auf dem Schlachtfeld einen Schadenspunkt zufügt.
Es gibt in jedem Hexplättchenstapel aber auch Plättchen die den Kampf auslösen können. Diese Plättchen kann man nutzen wenn man einen Vorteil gerade hat oder erzielen möchte. Ansonsten wird ein Kampf automatisch ausgelöst wenn alle Felder mit Hexplättchen belegt sind.
Das Spiel endet wenn ein Spieler 0 Punkte hat oder die über 30 Hexplätchenmarker eines Spielers aufgebraucht sind. Dann kommt es zum letzten Gefecht.



Meinung:
Neuroshima Hex! 3.0 ist ein wunderbares, schnelles, fesselndes und vor allem taktisches Spiel und das nicht nur für 2 Spieler.
Dieses Spiel bietet so viele Möglichkeiten sich zu platzieren und einen Angriff vorzubereiten, das einem nicht langweilig wird. Jedes Spiel läuft anders und durch die vielen Plättchen ändert sich dies auch jedes mal aufs neue.
Ein Spiel das auch gerne mit 4 oder sogar mit bis zu 6 Spielern gespielt werden kann. Für die 6-Spieler-Variante benötigt man jedoch noch zwei Fraktionen die man dazu kaufen kann. So kann man in Teams gegeneinander antreten und es gibt viele verschiedene Varianten wie man dann gegeneinander Spielen kann.
Die Balance ist bei diesem Spiel in meinen Augen sehr hoch auch wenn sich die vier Völker wirklich sehr unterschiedlich spielen. Aber das ist etwas was mir wirklich sehr viel Spaß macht denn wenn man gerne die Beschussarmee spielen möchte dann kann man das tun ohne Nachteile zu haben.
Jede Fraktion hat einen tollen ausgearbeiteten Hintergrund, den man nicht benötigt der aber Spaß bringt und das ganze Spiel einfach rund macht.
Leider sind die extra Hex-Rätsel-Karten alles andere als gut. Hier hat man die Möglichkeit sich alleine an eine der Karten zu setzen und sich dann zu überlegen welche der 5 Hexplättchen man nimmt und wo man sie hinsetzen würde. Die Rückseite zeigt die Lösung und die Rätsel werden immer schwieriger. An sich eine sehr coole Idee und wenn sie besser umgesetzt worden wäre, garantiert eine tolle 1-Spieler-Varinate. Leider hat man hier das Problem das die Umsetzung nicht funktioniert. Möchte man sich beispielsweise die angegeben 5 Hexplättchen einer Karte vor sich auslegen, so geht das nicht weil die entsprechende Armee überhaupt nicht 4 Hexplättchen der gleichen Art im Spiel besitzt. Und so ist man schnell frustriert bei diesen Rätselkarten und das ist wirklich schade.
Dennoch ist das Regelheft sehr gut gestaltet und sie haben sich sogar die Arbeit gemacht in das Heft Regelklarstellungen ein zu kleben. Für mich persönlich ist dieses Spiel eines der besten Strategiespiele das ich seid langem auf dem Tisch hatte.
Wer sich also gerne den Kopf zerbrechen möchte über Kriegsführung auf engstem Raum für eine Gruppe von 2 bis 6 Taktikern ist hier sehr gut aufgehoben!
Eines meiner Lieblingsspiele das bei mir jeden Tag auf dem Tisch landen könnte.

Hier findet ihr das Regel-Video dazu:



Euer Roland